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Unterzuckerungssymptome ohne Diabetes

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    Mitglied seit: 21.02.2021
    am 21.02.2021 12:01:59 | IP (Hash): 1799080409
    Hallo an Alle!

    Hab das Forum hier über die Google Suche gefunden und hoffe, dass mir hier weitergeholfen werden kann, meine Hausärztin nimmt das Thema nicht allzu ernst bzw. meint sie eher, meine Probleme seien psychisch.

    Kurz zu mir: weiblich, 29, Normalgewicht, ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol, ernähre mich eher gesund, kein Sport, Hashimoto

    Der Glucose Wert wurde bisher jährlich bei der Vorsorgeuntersuchung gemessen und war immer in Ordnung.

    In der Nacht von Montag auf Dienstag bin ich ca. gegen 23:00 Uhr aufgewacht und hatte Herzrasen, ich schwitzte, meine Hände und Füße waren total kalt, ich zitterte und mir war übel.

    Ich ging auf die Toilette und wollte wieder Einschlafen aber es ging nicht, ich hatte einen regelrechten Schüttelfrost.

    Ich bin dann aufgestanden und habe über die Dauer von 2 Stunden Wasser getrunken, Traubenzucker, 3 kleine Scheiben Brot und 1 kleinen Banane gegessen. Hab mich dann wieder ins Bett gelegt und bin noch vor dem Einschlafen 2x hoch geschreckt.

    Am Dienstag gings dann gleich zu meiner Ärztin. Dort wurde der Blutzucker gemessen, dieser lag bei 84. Hatte knapp 7 1/2 Stunden davor nichts gegessen oder getrunken. Der Blutdruck lag bei 115/80 und ein Ruhe EKG wurde geschrieben, dieses war in Ordnung, nur mein Puls war wie immer erhöht.

    In der Nacht von Donnerstag auf Freitag so ähnlich. Bin wieder aus dem Schlaf aufgewacht. Mir war übel, ich habe geschwitzt, meine Hände und Füße waren aber eiskalt und zusätzlich war ich komplett zittrig.

    Bin dann gleich aufgestanden, habe ein Glas Wasser Getrunken, Traubenzucker und Brot gegessen und nach einer Stunde gings mir besser. Konnte dann aber nicht mehr richtig einschlafen und ich bin seitdem einfach nur mehr schlapp.

    Am Freitag war ich dann zur Besprechung der Blutwerte von Dienstag. Blutzucker war nüchtern bei 84 und der Langzeitzuckerwert bei 4,8%. Damit war die Sache für meine Hausärztin erledigt, sie meinte ich soll vor dem Zubettgehen noch was essen.

    Gestern habe ich über den Tag verteilt meiner Meinung nach genug gegessen und trotzdem war ich den ganzen Tag so zittrig.

    Gut gegen 22:00 oder 23:00 Uhr esse ich nichts mehr, da es mir dann schlimm im Magen liegt.

    Gestern hab ich vor dem Zubettgehen dann trotzdem eine Scheibe Vollkornbrot gegessen und bin 2 1/2 Stunden später wieder aufgewacht. Mir war schwindlig, Hände und Füße total kalt. Hab dann gleich Traubenzucker genommen und nach 15 Minuten ging es etwas besser. 1 Stunde später fing es dann schon wieder leicht an und ich hab über den Zeitraum von 3 Stunden verteilt, dann einen halben Liter Cola getrunken.

    Gegen 5:00 Uhr wollte ich dann endlich einschlafen, immer wenn ich kurz vorm Schlafen war, hatte ich das Gefühl nicht mehr Atmen zu können und bin hoch geschreckt.

    Jetzt weiß ich nicht mehr was ich machen soll und zu welchem Arzt ich gehen soll. Mir gehts wirklich mies, ich traue mich am Abend eigentlich gar nicht mehr ins Bett.

    Können das Anzeichen einer Unterzuckerung sein?

    Soll ich mir ein Blutzuckermessgerät für zuhause kaufen? Was soll ich bei so Anfällen machen?

    Vielleicht hat hier jemand einen Ratschlag für mich, da wäre ich sehr dankbar!
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    am 21.02.2021 12:21:41 | IP (Hash): 197845081
    Ob Du bei solchen nächtlichen Beschwerden wirklich zu niedrigen Blutzucker hast, geht nur gerade dann zu messen. Und dafür müsstest Du schon seeehr viel zu niedrigen Blutzucker haben, also wenigstens unter 50 mg/dl, eher noch unter 40. Und das ist bei normalem Nüchtern-Blutzucker bei der Überprüfung durch die Ärztin seeehr unwahrscheinlich, aber immerhin möglich. Also messen!

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 21.02.2021 12:28:31 | IP (Hash): 1398849525
    Hi,

    ich hatte zu beginn meine Diabetes Therapie ähnliches Erlebnisse aber nicht so extrem, wobei es bei mir die Werte wohl nicht extrem tief waren mein Körper war nur viel höhere BZ Werte gewohnt.


    Wie Jürgen schon geschrieben hat kannst es eigentlich nur ausschließen wenn du direkt bei den Symptomen deinen BZ misst.

    Wenn du nett fragst bekommst du in deiner Apotheke vielleicht sogar ein BZ Messgerät kostenlos meisten mit 10 Teststreifen, das würde dir ja schon reichen um abklären.

    Manche Apotheken verkaufen die Testpakete auch für kleines Geld.
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    am 21.02.2021 12:38:41 | IP (Hash): 1377837332
    Hallo - deine Beschreibung zeigt alle Merkmale einer Panikattacke, wobei eine organische Ursache für deine Beschwerden nie ausgeschlossen werden kann, aber wohl nach den von dir beschriebenen Untersuchungen eher unwahrscheinlich ist.
    Ich habe mich vor Jahrzehnten mit einer Herzneurose rumgeschlagen mit all den von dir genannten Sensationen und war damals genau so hilflos wie du. Die gute Nachricht : Hat gedauert, auch lange gedauert, konnte aber dann irgendwann damit umgehen.
    Du kannst natürlich die ganze Ausschlussdiagnostik über dich ergehen lassen, aber auch auch ein paar Seiten zum Thema Angststörungen bei Google durchlesen. Da schreiben Betroffene und es gibt auch ein paar gute Ratschläge zum Umgang damit (Du würdest dich wundern, wenn du wüsstest wieviele Menschen davon betroffen sind aber es ihrer Umgebung verschweigen)

    Kopf hoch, ist kein Schicksal


    Wolfgang
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    am 21.02.2021 13:45:15 | IP (Hash): 1105784433
    Danke für deine Antwort. War heute in der Bereitschaftsapotheke und hab mir ein Gerät besorgt und ich bekam es sogar gratis und dazu 10 Streifen, dann werde ich das mal kontrollieren.
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    am 21.02.2021 13:46:13 | IP (Hash): 1105784433
    Danke für deine Antwort. War heute in der Bereitschaftsapotheke und hab mir ein Gerät besorgt und ich bekam es sogar gratis und dazu 10 Streifen, dann werde ich das mal kontrollieren.

    Ich hätte nie gedacht, dass man sowas wirklich kostenlos bekommt. Jetzt zum Testen für die nächsten Situationen ist das super.
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    am 21.02.2021 13:47:27 | IP (Hash): 1105784433
    Danke für deine Antwort.

    Ja an Panikattacken dachte ich auch aber da verstehe ich eben nicht warum sich mein Körper beruhigt, sobald er dann Zucker bekommt.

    Deswegen habe ich Panikattacken eigentlich ausgeschlossen.
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    am 21.02.2021 14:19:14 | IP (Hash): 1377837332
    Hallo - dein Name?

    Die Antwort ist einfach. Es ist nicht der Zucker, sondern der Glaube er könne etwas bewirken. Menschen mit Angstörungen entwickeln oft Rituale zur Angstvermeidung oder glauben an alle möglichen heilenden Substanzen, wobei meistens nur der Placeboeffekt manchmal hilft, ausgenommen sind allerding pharmazeutisch wirkende Substanzen die Wirkung auf das Nervensystem haben.
    Immer vorausgesetzt - versteh mich nicht falsch - ich kenne dich nicht und ich bin auch kein Arzt - du hast wirklich eine Angststörung, dann hilft dir zuerst die Erkenntnis, daß du nicht physisch erkrankt bist. Der nächste Schritt wäre dann dir Hilfe bei Menschen zu suchen, die entweder beruflich sich damit beschäftigen oder selbst betroffene sind.
    Lies mal etwas zum Thema, interessant auch der Verlauf einer Paniattacke - steiler Anstieg und irgendwann Abflauen der Angst. Die Atmung verläuft wieder normal, man stellt fest man ist nicht gestorben und die Erfahrung nimmt man mit in die nächste Attacke.
    Wenn es dich nachts erwischt - und alle deine Symptome kenne ich, glaub mir, solltest du vielleicht auch nicht Unmengen Cola trinken sondern vielleicht besser ein Bier, auch alkoholfrei, der Hopfen beruhigt und macht schläfrig.


    Wolfgang
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    am 21.02.2021 17:40:07 | IP (Hash): 308498533
    Hallo 29,

    es kann aber auch wirklich Unterzucker sein. Ob ja oder nein,wirst du vielleicht mit dem BZ-Messgerät feststellen können.

    Die Handmessgeräte haben allerdings ein Problem - sie sind relativ ungenau. Zugelassen sind (unter 100) Abweichungen von +/-15mg/dl. Du solltest auf jeden Fall bei mehreren solchen Ereignisse messen und auch Vergleichsmessungen mit dem morgendlichen Nüchternwert nach unbelasteten Nächten machen.

    Ich drück dir die Daumen, dass du mit dem Messen erst mal eine Orientierung bekommst. Berichte mal, wenn du ein paar Messwerte hast.

    Beste Grüße, Rainer
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    Mitglied seit: 21.02.2021
    am 21.02.2021 19:08:01 | IP (Hash): 1105784433
    Hallo, ich heiße Martina!

    Also natürlich könntest Du recht haben und hab ich mich auch schon mit Panikattacken befasst.

    Aber obs das in der Nacht ist, keine Ahnung. Ich dachte eben an Unterzuckerung, weils von den Symptomen her gepasst hat und als es mit Traubenzucker und dem Essen von Brot besser wurde, sah ich mich bestätigt in meiner Meinung.

    Ich fühl mich auch den ganzen Tag total schlapp und unruhig, keine Ahnung obs vielleicht von meinem Hashimoto kommt.

    Liebe Grüße