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    am 04.03.2021 21:52:10 | IP (Hash): 1383781287
    Hi

    ich spritze zu den Mahlzeiten je nach Wert und einmal zur Nacht

    Wenn ich ein Stück Kuchen essen möchte ist es besser zu den Mahlzeiten das Stück zu essen,
    also als Nachtisch (da dann das Insulin wirkt) oder als Zwischenmahlzeit, damit der Zucker nicht
    auf einmal so hoch steigt?
    Bearbeitet von User am 04.03.2021 21:59:30. Grund: zugefügt
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    am 05.03.2021 18:49:15 | IP (Hash): 1675189693
    Deine Frage sagt, dass Du immer noch nach Schema spritzt. An Deiner Stelle würde ich meinen Arzt wenigstens jede Woche einmal gründlich damit nerven, dass er mir eine Anleitung zum Spritzen passend zum Essen verschafft. Dann könntest Du nämlich passend zu Deinem Kuchen spritzen oder auch sonst passend zu allem, was Du so zwischendurch mal isst.

    Zur Frage: Ich würde den Kuchen zwischen zwei Mahlzeiten packen.

    Wie kommst Du inzwischen mit dem Bein zurecht?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 06.03.2021 22:11:14 | IP (Hash): 1069233288
    Eine Insulintherapie sollte uns eigentlich die Freiheit geben, in gewissem Umfang zu entscheiden wann wir was essen möchten.
    Wenn ich ein Stück Kuchen essen möchte, geschieht das sicher nicht im Anhang an die Mahlzeiten sondern zu einem separate Zeitpunkt. Je nach Konstellation muß ich dann gezielt für das Stück Kuchen spritzen.
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    am 07.03.2021 10:51:24 | IP (Hash): 294184309
    Das ist der Stand der selbständigeren unter uns. Aber der Stand ist noch recht jung. Hat bei uns Mitte der 90ger Jahre damit angefangen, dass Typ 1 ihren BZ selbst messen durften. Bis dahin waren die Spritzmengen morgens+mittags+abends vom Dok vorgegeben wie entsprechend auch die BE-Mengen. Und für wenn man mal was anderes essen wollte, gab’s BE-Austauschtabellen.
    Die DCCT, die erste große Typ 1 Studie, die eindeutig Basal-Bolus als sehr viel besser als 2mal täglich Mischinsulin belegt hatte und Anfang der 90ger wg zu gravierender Benachteiligung der MischINSULINER abgebrochen wurde, kam noch mit 1mal stationärem Einstellen pro Quartal und sonst keinem Messen aus.

    Messen ist eine diagnostische Tätigkeit, und Diagnosen sind eigentlich approbierten Ärzten vorbehalten.
    Dosieren ist eine therapeutische Tätigkeit, und Therapien sind eigentlich approbierten Ärzten vorbehalten.
    Bezogen auf den Umgang Betroffener mit ihrem Diabetes hat die Gewohnheit die Vorbehalte wenigstens hier in D gründlich gelockert.
    Aber die Lockerung hat noch längst nicht alle Fachärzte und Beratungen erreicht, und vielfach werden Typ 2 Insuliner noch immer für dümmer verkauft. Und mal ehrlich, viele haben vorgegebene Tabellen auch viel lieber, als diese komplizierte Schätzer- und Rechnerei ;)

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 07.03.2021 10:51:24 | IP (Hash): 294184309
    Verdoppelung - wenn jemand ne Idee hat, warum? Bitte schreiben! Ich probiere gern alles aus
    Bearbeitet von User am 07.03.2021 10:54:19. Grund: Verdoppelung
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    am 07.03.2021 11:44:13 | IP (Hash): 1069233288
    hjt_Jürgen schrieb:
    Verdoppelung - wenn jemand ne Idee hat, warum? Bitte schreiben! Ich probiere gern alles aus


    Einfach ignorieren, wenn die Daten mal nicht optimal von A nach B fließen bzw. an der Ankunftstelle nicht die korrekte Reaktion auslösen, kann das schonmal passieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass es an deinem System liegt ist sehr gering.

    hjt_Jürgen schrieb:
    Aber die Lockerung hat noch längst nicht alle Fachärzte und Beratungen erreicht, und vielfach werden Typ 2 INSULINER noch immer für dümmer verkauft.


    Davon kann ich ein Lied singen, was den Doc angeht. Nur Schema F, keine Flexibilität und eine Berücksichtigung einer besonderen Situation ( Dauertherapie Cortison ) stellte offensichtlich schon eine Überforderung dar.
    Als insulinpflichtiger Diabetiker muß man bereit sein, sich intensiv einzuarbeiten und experimentierfreudig sein. Man muß auch verinnerlichen, dass man manchmal auf sein Bauchgefühl hören sollte. Nicht immer passen die rechnerisch ermittelten Daten.
    Viele machen sich Angst vor dem Ermitteln des Insulinbedarfes. Dazu kann ich nur sagen, dass Übung den Meister macht. Da ich jahrelang meine Werte nur über die Ernährung gesteuert habe, bin ich sehr sattelfest was KH Gehalt bedeutet und wie ich den glykämischen Index einschätzen muß.

    Ich muß nichts berechnen, weiß nach 2 Monaten Insulintherapie ziemlich genau was ich brauche.

    Gestern war nochmals eine nicht standardmäßige Situation. Habe zum ersten Mal nach Jahren mit meinen Gästen den selbst gebackenen Kuchen gegessen.
    Bin mit einem 110er BZ ins Essen gegangen und hatte nach gut 3 Std. 104. In der Regel kann ich davon ausgehen, dass der Wert nach 3 Std. stabil bleibt. Ergo hat die von mir geschätzte Insulinmenge super gepasst. Alleine mit dem rechnerischen Weg wäre ich auf den Bauch gefallen, hätte eine nette Hypo gegeben.
    Wobei ich vielleicht erwähnen sollte, dass ich keine Basis spritze. Das schafft mein Körper noch alleine. Was das ganze aber nicht einfacher macht, weil der Körper nicht immer gleich reagiert.
    Bearbeitet von User am 07.03.2021 11:45:07. Grund: Tippfehlerkorrektur