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38 und Diabetes Typ2

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    Mitglied seit: 07.04.2021
    am 07.04.2021 11:24:55 | IP (Hash): 350072591
    Was ein Schock! Bei der Ü35 Kontrolle bei meinem HA kam jetzt wohl heraus das ich Diabetes typ 2 habe.
    Meine Daten:
    38 Jahre
    87,5kg bei 177cm
    Nüchtern 126
    Langzeit 6,6

    Das ich einige Kilos in den letzten 5 Jahren zugelegt habe war mir klar. Auch die doch sehr ungesunde Ernährung mit Pommes, Lasagne, Döner und doch einiges an Süßigkeiten habe ich immer auf meinen Job als Postbote der täglich 14km geht geschoben und dachte das passt schon.
    Vor 2 Wochen dann die Auswertung des Bluttests. Zu viel Cholesterin, zuviel Zucker.
    Da meine Mutter und Oma schon Diabetes 2 haben/hatten bin ich auch noch vorbelastet.

    Ich habe nun seit radikal meine Ernährung auf Vollkorn, Tomaten, gurken, Salat umgestellt und gehe aktuell jeden Tag ca. 30min auf den Ergometer was mir in 2 Wochen tatsächlich 5,5kg weniger eingebracht hat.
    Ich muss aber sagen das ich seit der Diagnose sehr nervös und unruhig bin dadurch auch der Blutdruck hoch gegangen ist.

    Mein HA meinte zwar beim nüchtern Wert das ich es mit abnehmen und gesünder essen in den Griff bekommen aber als der Langzeitwert mit 6,6 kam wollte er mir dann doch Metformin geben was ich aber erstmal ablehnte.
    Ich habe leider erst nächste Woche ein Termin beim Diabetologen wo hoffentlich alle meine 1000 Fragen beantwortet werden und dieser mich zu 100% auf die Krankheit einstellt.

    Wie sind eure Erfahrungen bei den Werten? Kann man das Ruder ohne Medikamente noch rumdrehen oder hinauszögern?

    Gruß
    René
    Bearbeitet von User am 07.04.2021 11:49:02. Grund: Fehlte was
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    Mitglied seit: 10.01.2021
    am 07.04.2021 11:36:24 | IP (Hash): 385273895
    Hallo,

    ja, das kann man. Die Diagnose Diabetes ist für jeden erst einmal ein Schock. Mache Dich aber nicht verrückt bis zu Deinem Termin beim Diabetologen. Die besten Voraussetzungen, Deinen Diabetes in den Griff zu bekommen, hast Du ja schon: täglich 14 Kilometer laufen ...

    Selbst wenn Dir Dein Diabetologe Metformin verordnen will, nimm es (kann man doch später auch wieder absetzen). Metformin hilft Dir beim Abnehmen.

    Deinen Langzeitwert wirst Du mit der Umstellung der Ernährung in den Griff bekommen. Er wird von den Ärzten jedes viertel Jahr gemessen. Also Kopf hoch.

    Gruß,
    Biggi
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    am 07.04.2021 12:27:44 | IP (Hash): 398650272
    hallo rené,

    du hast da beim langjährigen prozess der entwicklung deines diabetes gerade erst die diagnoseschwelle überschritten.
    diese ist willkürlich definiert, also es hat sich damit nicht irgendein schalter unwiederbringlich umgelegt.
    da wo du stehst hast du die besten chancen, die sache erfolgreich zurückzudrehen.

    deine arbeit ist eine hervorragende voraussetzung. bezahltes fitnessprogramm :)
    gratulation zu der entschlossenheit mit der du das thema ernährung angehst.
    ich kann mir vorstellen, dass es bei dir familiär tradierte vorstellungen von ernährung gibt, an deren stelle du nun besseres wissen und neue gewohnheiten finden musst.

    alles gute
    torsten
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    am 07.04.2021 13:17:15 | IP (Hash): 1040372874
    Hallo Rene,

    ich weiß die Diagnose ist nicht gerade schön aber sieh es positiv das es so früh entdeckt wurde.

    Rückblickend wäre ich froh wenn ich vor 6 Jahren die Diagnose mit deinen Werten bekommen hätte.

    ich bin aber 6 Jahre älter und meine Werte waren letztes Jahr zur Diagnose erheblich schlechter. (Langzeit 13,5 Nüchtern ü 400)

    Derzeit versuche ich wie und ob ich nach einer radikalen Umstellung der Ernährung jetzt das Insulin das ich die letzten 6 Monate spritzen musste weg lassen kann.

    Mit Ernährung und Bewegung ( daran hapert es bei mir auch noch) kannst du wahrscheinlich viele Jahrzehnte vielleicht sogar für immer ohne Medikamente auskommen.
    Dir muss halt klar sein das du zwar wahrscheinlich jetzt schon bessere Werte hast, aber beim Rückfall in alte Lebensweisen der Diabetes auch ganz schnell wieder da ist.
    Dafür brauchst du aber keine Medikamente und brauchst keine Spätschäden zu befürchten, ganz nebenbei schützt eine Diabetes Freundliche Lebensweise auch vor vielen anderen Erkrankungen.

    Also konzentriere dich auf die positiven Aspekte deiner frühen Diagnose!!


    GRuß Tobias
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    am 07.04.2021 15:33:08 | IP (Hash): 1887263791
    agentmacgyver schrieb:
    Wie sind eure Erfahrungen bei den Werten? Kann man das Ruder ohne Medikamente noch rumdrehen oder hinauszögern?

    Das schaffst du bestimmt - ich drück dir die Daumen.

    Allerdings solltest du deine Scheu vor Medikamenten ablegen, die ist nicht sinnvoll. Schlecht wäre, wenn du dich nur auf Medikamente verlassen würdest. Du machst es aber richtig und versuchst mit geeigneter Ernährung und viel Bewegung deinen BZ so gut wie möglich hin zu bekommen. Für den Rest, den du damit nicht schaffst, solltest du dir Unterstützung durch Medikamente geben lassen. Ein guter BZ, den du mit dieser Doppelstrategie erreichst, ist sehr viel mehr Wert als ohne Medikamente mit einem nicht ganz so guten BZ zu leben. Immerhin hast du noch 40 ... 50 Jahre vor dir, die du bestimmt möglichst gesund verbringen möchtest.

    Viel Erfolg, Rainer
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    am 07.04.2021 15:47:37 | IP (Hash): 350072591
    Danke für die netten Worte.
    Ich hoffe auch das es einen positiven Verlauf nimmt.
    Wie ich schon erwähnt habe hatte ich für mein Alter und Größe doch 10-15kg zuviel angefuttert. Habe seit der Diagnose 5,5kg abgenommen und musste (fast) nicht hungern. Habe eben beim Sport festgestellt das mein Ergometer auch Körperfett misst, ich stand da bei jetzt nur noch 82kg trotzdem bei 29% Fettanteil das doch noch deutlich über dem Durchschnitt liegt. Ich hoffe wenn ich diese Werte stabilisiere das es dann BZ mässig Bergauf bzw Bergab geht 😉
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    am 07.04.2021 16:36:39 | IP (Hash): 1134948329
    agentmacgyver schrieb:
    Habe eben beim Sport festgestellt das mein Ergometer auch Körperfett misst, ich stand da bei jetzt nur noch 82kg trotzdem bei 29% Fettanteil das doch noch deutlich über dem Durchschnitt liegt. 😉



    Vorsicht! Körperfettwaagen (auch Ergometer) sind bei der Bestimmung des KFA extrem ungenau. Einen besseren (weil genaueren) Wert liefert die Navy-Methode (Rechner findest Du im Netz).
    Beachte bitte auch, dass Stillstand auf der Waage nicht gleich Stillstand bei der Fettabnahme bedeutet. Also nicht demotivieren lassen, wenn's mal augenscheinlich nicht läuft. Viel Glück :)
    Bearbeitet von User am 07.04.2021 16:40:11. Grund: Ergänzung
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    am 07.04.2021 16:41:22 | IP (Hash): 1398849525
    Die Körperfettmessung würde ich nicht auf die Goldwaage legen, ist eher ne grobe Schätzung als eine genau Messung.

    Bisschen weniger Gewicht schadet nix, aber denk dran du musst das ganze langfristig betrachten.

    Es ist schon eine große Leistung so viel Gewicht in kurzer Zeit zu verlieren, aber langfristig reduzieren und halten ist fast noch schwieriger.

    Ich ziehe es jetzt schon fast 6 Monate durch ( ca. 20kg minus) aber ich merke jeden Tag das die alten Gewohnheiten immer noch im Hinterkopf sind.

    Du kannst dir auch mal überlegen ob du anfangen willst deinen Blutzucker ab und zu selbst zu messen. Leider musst du die Messsteifen dafür selbst bezahlen, die Gerät bekommt man umsonst.

    Muss ja nicht jeden Tag sein aber ab und an mal einen Tag messen damit du ein Gefühl dafür bekommst wie dein BZ Verlauf über den Tag so ist.

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    am 07.04.2021 16:53:34 | IP (Hash): 350072591
    Ich kenn mich, ich mach mich dann sch ell bekloppt wenn das Ergebnis nicht so ist wie erhofft. Das Problem habe ich aktuell mit dem Blutdruck, beim Check up lockere 130/85 nach der Diagnose tagelang 155/100 teilweise 160/105.
    Nervlich war/ist die Diagnose wirklich eine starke Belastung für mich. Die letzten Tage geht's aber und der Blutdruck ging in den 140er Bereich.
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    am 07.04.2021 19:15:36 | IP (Hash): 398650272
    ging mir auch so mit dem blutdruck. und ich dachte auch zuerst, dass der diabetes mich gleich noch damit getroffen hat...

    das dürfte einfach die stresssituation der diagnose widerspiegeln, insbesondere wenn du in der angespannten situation des arztbesuches messen lässt.