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Hilfe bei Neueinstellung

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 21.04.2021
    am 21.04.2021 13:04:57 | IP (Hash): 1791347239
    Hallo,
    mein Mann hat Diabetes Typ 2, diagnostiziert 2011, kurz vor dem ersten Schlaganfall (2015 der zweite). Er ist geistig beeinträchtigt.
    Therapien bis jetzt:
    1) Metformin ( 3x 500)
    2)ab Sommer 2020 Metformin ersetzt durch Xelevia
    3) ab Januar 2021 wieder Metformin, gesteigert auf 2500 (1000, 1000, 500).
    Anfänglich reagierte der BZ gut auf Metformin und Ernährungsumstellung.
    Dann etwas schlechter über die Jahre, Umstellung auf Xelevia, insbesondere auch wegen etwas zu niedrigem B12 Spiegel (kann durch Metfomin kommen) und starkem Muskelschwund in Unterschenkeln. B12 Substitution führte leider zu ständigen Gichtanfällen, bei bereits vorher bekannter Gicht mit Anfällen ca. 1x jährlich. Also B 12 abgesetzt und Arzt verschreibt Xelevia. Dies erst nach längerem Vorlauf eingenommen (wegen Pankreaskrebsgefahr, mein Schwager starb elendig daran und alleine das Wort reicht hier aus...). Nach Xelevia ebenfalls wieder Gichtanfälle alle drei Wochen. Wieder umgestellt auf Metformin und erhöht.
    Einmal Entgleisung auf ca 300 BZ tagsüber, aber ansonsten oft Richtung 200 jetzt. Nüchtern ca. 170, HbA 8,54
    Hausarzt hilft null, verweist auf Diabetologen. Dieser hat erst Ende Juni Termin frei. Was mache ich bis dahin?
    Zur Info: auch Xelevia hat nicht wirklich gut geholfen.
    Ernährung: kaum helles Brot, Vollkorn, viel Gemüse, etwas Obst, Zucker so wenig wie möglich, aber nicht null (versteckte Zucker werden nicht "gesucht".) Kein Naschen außer Nüssen.
    Es ist schwierig, da er wegen der geistigen Beeinträchtigungen angeblich oder tatsächlich "vergisst", dass er zuckerkrank ist. Wenn ich alle Lebensmittel, die bei Diabetes und Gicht kontraindiziert sind weglasse, bleibt kaum noch etwas übrig. Schon gar nichts, was er mag.
    Was ich mir jetzt von Euch wünsche:
    1) Tipps, welche Medis ich beim Diabetologen erbitte. Ich dachte an Langzeitinsulin abends? oder zu früh? und kann er dann wieder ein wenig Schoki?
    2) was mache ich bis zum Termin?
    Danke,
    Anna
    Bearbeitet von User am 21.04.2021 13:22:55. Grund: Daten
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    am 21.04.2021 16:48:56 | IP (Hash): 1398849525
    Hi,

    meines Wissens ist die empfohlene Maximaldosis von Metformin 2000mg am Tag.

    Wenn ihr die Zuckerwerte bis zum Arztbesuch reduzieren wollt bleibt nur Ernährung und Bewegung, am besten direkt nach dem Essen. Muss auch kein Sport sein, einfach zügig spazieren oder langsames Radfahren. Ich weiß ist oft nicht so einfach vor allem mit dem Essen, wenn ihr eh schon drauf achtet.
    Vollkorn ist ganz gut, aber Kohlenhydrate sind auch viele drin also kein Freifahrtschein, ebenso Obst die enthaltene Fructose kann sehr stark auf den BZ wirken, ebenfalls eine Mengenfrage.

    Ihr müsstet wirklich mag genau gucken ob es bei der Ernährung noch Stellschrauben gibt sonst kann es sein das Langzeitinsulin allein nicht ausreicht, gegen die BZ Spitzen nach dem Essen. Da bräuchte es auch Mahlzeiten Insulin. Also passend zu Essensmenge.
    Langzeit Insulin kann man morgens oder abends spritzen, teilweise teilt man es auch auf auf 2x muss man sehen wie es individuell am besten wirkt.

    Ein bisschen Schokolade als Nachtisch müsste man dann miteinberechnen.

    Schon mal dunkle Schokolade probiert 70% und mehr. Die Enthält deutlich weniger Zucker, hat natürlich trotzdem viele Kalorien. Aber davon futtert man auch nicht so leicht eine Tafel wie bei "normaler" Schokolade.
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    am 21.04.2021 21:50:30 | IP (Hash): 1948169836
    Anna59 schrieb:
    Was ich mir jetzt von Euch wünsche:
    1) Tipps, welche Medis ich beim Diabetologen erbitte. Ich dachte an Langzeitinsulin abends? oder zu früh? und kann er dann wieder ein wenig Schoki?
    2) was mache ich bis zum Termin?

    Hallo Anna,

    zu 2.) musst du dir nicht allzu große Gedanken zu machen. Wenn bei deinem Mann der BZ nicht extrem ansteigt, was eigentlich nicht zu erwarten ist, machen die 2 Monate nicht viel aus.

    Zu 1.) ist Basalinsulin zur Unterstützung schon mal eine gute Idee. Die Gefahr von Unterzuckerungen ist gering und auch sonst dürfte das nur wenig schlechte Nebenwirkungen haben. Zusätzlich wird aber noch ein Medikament benötigt, das die Mahlzeiten abdeckt. Klar könnte man, wie Tobi vorschlägt, Mahlzeitinsulin dazu nehmen. Aber dann wird es komplzierter. Es wäre nicht schlecht, wenn ein anderes Medikament zusammen mit der Unterstützung durch Basalinsulin ausreichen würde, wäre das nicht schlecht. Wenn Xelevia nicht geht, dann gilt das vermutlich auch für alle anderen DPP4-Hemmer und wahrscheinlich auch für die GLP-1-Rzeptoragonisten (Trulicity, Ozempic, ...). Dann bliebe noch ein Versuch mit einem SGLT-2-Hemmer (Forxiga, Jardiance, ...). Wenn dein Mann zusätzlich bei seiner vorsichtigen Ernährung bleibt, könnte das möglicherweise passen.

    Sieh dir am besten im Vorfeld zum Diabetologentermin diese Medikamentenklassen an, damit ihr zusammen mit dem Arzt einen guten Weg finden könnt. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr einen guten Diabetologen bekommt, der auf eure Fragen und Wünsche eingeht und mit dem ihr eine geeignete Therapie für deine Mann findet.

    Alles Gute für deinen Mann, Rainer

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    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 21.04.2021 21:52:25. Grund: .
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    Mitglied seit: 21.04.2021
    am 26.04.2021 19:39:09 | IP (Hash): 1791347239
    Danke euch, hab mir alles notiert.
    Zu jeder Mahlzeit spritzen bekämen wir nicht hin, das macht er mir nicht mit. Also muss iwie anders gehen.