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Kribbeln und Brennen

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    am 30.04.2021 12:22:24 | IP (Hash): 805387356
    Hallo!

    Seit etlichen Jahren habe ich ein Kribbeln und Brennen in Füßen und Händen/ Unterarmen.
    Ich bin von Arzt zu Arzt und niemand wusste, was es sein könnte. Polyneuropathie ist es übrigens nicht.

    Nach der Diagnose Diabetes 2 bekam ich Metformin. Ich nahm zuerst 500 mo und 500 abends. Konnte aber nicht richtig schlafen. Dann nahm ich wieder 1 morgens. Eine Wirkung hatte das nicht.
    Die Diabetologin kam auch nicht auf die Idee mir mal was anderes zu verschreiben. Sie meinte, ich vertrage Metformin halt nicht.
    Schließlich nahm ich wieder 1 mo, 1 mi, 1 nachmittags und 1 abends. Plötzlich war das Brennen und Kribbeln weg. Eine Wohltat. Dann stellte sich Muskel- und Gelenkschmerzen ein. Ich setzte alles ab. Dann waren auch die Gelenkschmerzen weg. Also nahm ich 1 mi und 1 abends. Dann hatte ich wieder Muskel- und Gelenkschmerzen.
    Warum schreibe ich das? Ich bin irgendwie ratlos. Was würdet ihr mir raten?

    Vielen Dank


    Bearbeitet von User am 30.04.2021 12:23:05. Grund: Zusatz
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    am 30.04.2021 13:37:02 | IP (Hash): 385273895
    Hallo Max,

    ich denke, Dein Kribbeln und Brennen hat nichts mit den Medikamenten zu tun. Warum gehst Du nicht mal zu einem Gefäßspezialisten? Dann weißt Du es genau.


    Gruß,
    Biggi
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    am 30.04.2021 15:27:32 | IP (Hash): 805387356
    Hallo Biggi!

    Da war ich auch schon. Das Kribbeln und Brennen ist ja mit Metformin weggegangen.
    Dafür habe ich jetzt Gliederschmerzen.

    Setze ich das Metformin ab - ist alles wie vorher.


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    am 30.04.2021 17:40:38 | IP (Hash): 631457009
    Hallo Max,

    das sind alles nur Vermutungen, die dich nicht weiterbringen. Was du brauchst ist eine Diagnose (also zusätzlich zum Diabetes, dafür musst du möglicherweise in den sauren Apfel beißen und einen regelrechten Fachärzte-Marathon absolvieren.

    Ein Gefäßspezialist, wie Biggi vorschlägt, ist sicher ein guter Weg. Zusätzlich würde ich dir noch einen Neurologen empfehlen, der kann eine Nervenleitmessung machen. Ich denke, das wird dir weiterhelfen. Auch solltest du mal einen Radiologen besuchen, die Schilddrüse steuert viele Vorgänge im Körper, wenn sie nicht mehr richtig funktioniert, gibt es die abenteuerlichsten Reaktionen.

    Alles Gute dir!
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    am 30.04.2021 18:14:22 | IP (Hash): 1741770626
    Ähnliches wie Du’s beschreibst, habe ich lange mit immer weniger Bewegung kultiviert. Infolge einer alten Erkrankung konnte ich schließlich nur noch so um 20 Schritte am Stück mit Unterarmstützen. Schließlich hat schon im Sitzen alles wehgetan.
    Dann habe ich vor gut 10 Jahren aus dem Familienkreis einen gewaltigen Tritt in den Rollstuhl bekommen und bewege mich seitdem damit im Schnitt wenigstens 1 Stunde draußen, wenn’s nicht regnet. Dazu hab ich mir pro Tag 250 Stehaufmännchen hier an meinem Schreibtisch verordnet: dafür drücke ich mich hier auf die Armlehnen gestützt 250 mal in den Stand und lasse mich dann schön langsam (nix plumps!) wieder runter. Ja, das war die ersten Tage und Wochen sehr viel weniger und hat sich höllisch mies angefühlt. Und für Ellenbogen und vor allem Schultern hab ich ne Menge große Tuben Neue-Oma-Salbe verbraucht.

    Hat wenigstens um ein halbes Jahr gedauert, bis es merklich erträglicher wurde. Und zum Durchhalten hat mir mein Blutzucker geholfen. Der war nämlich immer ne Stunde nach dem Essen sehr viel weniger zu hoch, wenn ich mich in der Stunde für wenigstens ne halbe irgendwie wie oben skizziert bewegt hatte. Und so mache ich das heute noch, obwohl mir längst nix mehr kribbelnde oder schmerzhafte Beschwerden macht. - Ob das auch mit Metformin bei mir funktioniert hätte, kann ich nicht schreiben, weil ich das nie genommen hab und seit gut 20 Jahren Insulin brauche.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 01.05.2021 16:36:08 | IP (Hash): 1819709913
    Ich war schon beim Gefäßspezialisten. Und auch beim Neurologen (sogar bei Zweien). Das ergab nichts.

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    am 01.05.2021 16:36:44 | IP (Hash): 1819709913
    Ich laufe jeden Tag 6 Km. Das kann es nicht sein - denke ich.
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    am 01.05.2021 20:16:58 | IP (Hash): 982255739
    Also ohne Met lästiges Kribbeln und mit Met Gliederschmerzen. Und wie ist es mit der Hälfte vom Met - ne weniger lästige Mischung von beidem?

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    am 02.05.2021 09:29:12 | IP (Hash): 363003233
    Max1000 schrieb:
    Ich bin irgendwie ratlos. Was würdet ihr mir raten?

    Hallo Max,

    wenn mit Metformin das Kribbeln nachlässt oder sogar verschwindet, dann ist das ein starkes Zeichen, dass es mit zu hohem oder zu stark schwankendem BZ zusammen hängt. Als erstes würde ich versuchen, den BZ auf andere Art gut und möglichst gleichmäßig in den Griff zu bekommen - sei es durch eine KH-reduzierte Ernährung oder durch andere Diabetesmedikamente. Ein SGLT2-Hemmer (Forxiga, Jardiance, ...) wäre vermutlich eine gute Alternative.

    Muskelschmerzen sind eine häufige Nebenwirkung von Cholesterinsenkern. Falls du ein Statin einnimmst, wäre durchaus denkbar, dass sich diese Nebenwirkung im Zusammmenspiel mit Metformin verstärkt. Das wäre dann eine denkbare Erklärung. Metformin alleine ist eigentlich nicht dafür baknnt,dass es Muskelscherzen verursacht, allenfalls über den Vit.-B12-Mangel, der nach sehr langer Einnahme von Metformin entstehen kann.

    Beste Grüße, Rainer

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    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.

    Bearbeitet von User am 02.05.2021 09:30:56. Grund: .
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    am 04.05.2021 18:25:08 | IP (Hash): 1223623104
    Hallo Max,

    so ähnlich wie du das schier unausstehliche Kribbeln in den Extremitäten hier beschreibst, durfte ich vor über 20 Jahren auch erfahren. Übrigens, gleichzeitig mit der Manifestation des Diabetes mellitus mit unklarem Typ. Die meisten der damals bekannten oralen AntiDiabetika kamen zunächst zum Einsatz, jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Mehrere Neurologen diagnostizierten eine “periphäre Polyneuropathie“(pPNP). Mein Diabetologe glaubte nun eine sich wiederholende Infusionsbehandlung mit Alphaliponsäure sei der Schlüssel zum Erfolg im Kampf gegen die PNP. Er täuschte sich gewaltig wie viele seiner Fachkollegen.

    Meine Empfindungsstörungen - hauptsächlich das „Ameisenlaufen“ und die aufsteigenden Schmerzen in den Füßen und Beinen – besserte sich kaum trotz verschiedener physiologischer Anwendungen und befriedigenden Blutglukosewerten.

    Nach mehreren Jahren erfuhr ich in einer Reha von medizinischen Fachleuten, dass eine gleichmäßige Blutglukoseführung im Normalbereich in der Bekämpfung der periphären diabetischen PNP das Nonplusultra und der Schlüssel zum Erfolg sei. Dieser Erfolg stellte sich bei mir mit der Insulinbehandlung statt Tabletten auch sehr schnell ein, zunächst mit Spritzen und später mit Insulinpumpe, die eine gleichmäßige Blutzuckerführung leichter ermöglicht.

    Nun trage ich bereits die 4.Insulinpumpe und glaube den Sieg über den Diabetes und die „scheußliche“ PNP endgültig errungen zu haben.
    MfG
    Jean