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Extreme Insulin Resistenz, schlechte Werte

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 02.05.2021
    am 02.05.2021 09:38:32 | IP (Hash): 1883768626
    Guten Morgen, da ich neu hier bin erkläre ich euch kurz meine Situation und ich weiß das bestimmt einige mit mir schimpfen werden! 😔
    Ich bin 46 Jahre alt, 174 cm, 98 kg und seit 22 Jahren Diabetikerin Typ 2. Ich habe mit der Insulin Therapie einige Jahre aufgehört, da ich abnehmen wollte um meine Insulin Sensibilität zu erhöhen. Ich nahm 35 Kg ab, wog dann 70 kg, habe eine Polyneuropathie entwickelt und meine Insulin Resistenz blieb!! Insulin (Actrapid) wirkt sehr langsam, sehr schlecht und eher kurz. Ich habe ständig Werte zwischen 200 und 350 und bekomme es nicht in den Griff! Zudem habe ich bereits bei Werten um die 180 Unterzuckerungsymptome da mein Körper so lange diese hohen Werte gewohnt ist. Ich achte auf meine Ernährung (viel Eiweiß, Gemüse, wenig Kohlenhydrate. Ich nehme Forxiga.
    Habe seit heute wieder angefangen auch Protaphane zu spritzen(20 Einheiten) in der Hoffnung das mein Grundwerte nicht mehr so hoch ist. Spritze um die 60 Einheiten Actrapid am Tag!
    Habe mittlerweile eine starke Polyneuropathie und viele andere Folgeerkrankungen und täglich Schmerzen!!! Nun bin ich seit 3 Jahren arbeitsunfähig!
    Mein Diabetologe und gleichzeitig Hausarzt tut irgendwie nichts für mich.
    Vielleicht habt ihr Ideen, Ratschläge oder auch eine Empfehlung für einen guten Diabetologen in Köln.
    Das war natürich die Kurzfassung meiner Geschichte, ich könnte noch soooo viel schreiben, aber ich will euch hier nicht mit so einem riesen Text langweilen! 🤭 Falls ihr Fragen habt, nur raus damit!
    Bin echt verzweifelt und denke das ich so nicht sehr alt werde!!! 😢
    Viele liebe Grüße aus Köln
    Sabine 😘
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 5371
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 02.05.2021 12:01:38 | IP (Hash): 430444417
    Schimpfen ist Deine Sache und nützt jetzt auch nix mehr.

    Mit Actrapid wird normal nur der BZ-Anstieg vom Essen ausgeglichen. Vor dem Essen um 200 sollen bei passender Dosierung 3-5 Stunden nach dem Essen auch wieder um 200 werden. Novorapid oder Fiasp würden das in 2-3 Stunden erledigen, und ich würde an Deiner Stelle meinen Arzt drum bitten.

    Wenn ich für die Grundversorgung Protaphane nehmen muss, komme ich damit super hin, wenn ich die 24-Stunden-Menge auf 3 Dosen aufteile und in 8-Stunden-Schritten spritze. Levemir würde ich alle 12 Stunden spritzen. Und auch darum würde ich meinen Arzt an Deiner Stelle bitten.

    An Deiner Stelle würde ich also zuerst Protaphane 3mal spritzen und nach und nach zunehmend so dosieren, dass Du nüchtern und vor den Mahlzeiten um 200 erreichst.
    Mit dem Actrapid sollte es in dem Maße einfacher gehen, in dem die Protaphane Dosen für die Grundversorgung passen. Aber dazu kann ich dann auch noch ein bisschen ausführlicher schreiben, wenn Du davon einen guten Vorrat hast und einstweilen von Deinem Dok kein Novorapid oder Fiasp verschrieben bekommst.

    Generell werden Dich wahrscheinlich die Insulinmengen erst mal ein bisschen erschrecken, mit denen Du Deinen BZ zuverlässig im Bereich von 200 bis maximal 300 mg/dl eingrenzen kannst. Aber mit dem allmählichen Absenken dieses Rahmens auf schließlich 100-200 und vielleicht sogar noch ein bisschen gesünder kommst Du ganz bestimmt mit deutlich weniger Insulin aus :)

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 370
    Mitglied seit: 26.10.2015
    am 03.05.2021 14:37:44 | IP (Hash): 1711606960
    Hallo,
    dass die Idee mit Gewichtreduktion durch Insulin-Weglassen total blöd war, müssen wir dir nicht mehr schreiben. Das weißt du inzwischen selber...

    Ich finde die 80IE, die du spritzt gar nicht so viel, ich komme als Typ 1 auf ähnliche Mengen. Lediglich die Verteilung halte ich für suboptimal.

    Auch suboptimal finde ich die Insuline, die Du verwendest...
    Habe ich vor über 20 Jahren mal verwendet. Protaphane wirkt zu kurz und Actrapid ist eigentlich viel zu langsam...

    Mach doch mal 'nen Termin bei der Diabetes-Beratung bei deinem Diabetologen, damit du andere Insuline bekommst und sinnvolle Mengen und Verteilung des Langzeit- und Kurzzeitinsulins.

    Ratschläge hier aus dem Forum halte ich gerade bei dir für etwas gefährlich, da es - so scheint es mir - keine wirkliche Grundeinstellung gibt und du versuchst, da weiterzumachen, wo du mal mit Insulin aufgehört hast.
    Bearbeitet von User am 03.05.2021 15:41:32. Grund: .