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Einige Fragen zu meinen BZ Werten

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 4
    Mitglied seit: 08.05.2021
    am 08.05.2021 18:53:06 | IP (Hash): 65571232
    Hallo ihr lieben,

    ich bin ganz neu im Forum und habe ein paar Fragen an euch Experten. :)

    Ein paar Infos zu mir:

    -35 Jahre alt
    -wiege aktuell 95 kg auf 170cm
    - habe in ca. 13 Monaten von 70kg auf 95kg zugenommen, trotz Diät, Sport und genug Bewegung durch meine drei Australian Shepherds und meinen Job. (10000-20000 Schritte täglich)
    - egal was ich mache, es geht einfach NICHTS runter vom Gewicht
    - im März diesen Jahres war bei einer Routineblutuntersuchung für die Schilddrüse meine Nüchternglukose zu hoch, 125+
    - laut meinem Hausarzt nicht schlimm und soll ich halt in 6 Monaten erneut kontrollieren

    weitere Symptome/Probleme:

    - manchmal Herzrasen nach dem Essen
    - teilweise starken Durst nach dem Essen (trinke dann bis zu 2 Liter in kurzer Zeit)
    - GPT/ALAT Werte erhöht
    - Muskelkrämpfe
    - trockene Augen
    - immer wiederkehrende Lidrandentzündung
    - manchmal lichtempfindliche Augen und verschwommenes Sehen
    - oft müde und schläfrig nach dem Essen
    - Magen-Darm Probleme, aufgeblähter Bauch

    Da ich langsam wirklich frustriert bin, wegen der starken Gewichtszunahme, habe ich letzte Woche beim Diabetologen angerufen und meine Probleme geschildert. Am 18.05. habe ich einen Termin für einen oGTT.

    Ich habe mir ein Blutzuckermessgerät gekauft und besonders auffällig sind meine Nüchternwerte:

    Mittwoch 09 Uhr: 100mg/dl
    Donnerstag 08 Uhr: 119mg/dl und um 10 Uhr (noch nüchtern) 112mg/dl, abends nach dem Abendessen um 17:30 Uhr 155mg/dl und um 18:50 Uhr 144mg/dl.
    Freitag: 06:30 Uhr: 127mg/dl, um 08:30 (noch nüchtern) 121mg/dl
    Samstag 07:30 Uhr 110mg/dl

    Bei allen Nüchternmessungen war die letzte Nahrungsaufnahme mindestens 10-12 Stunden her.

    Nach dem Essen sind meine Werte meistens im Normbereich, morgens nach dem Frühstück sind die Werte auch in Ordnung und meist sogar unter 100mg/dl.

    Wie beurteilt ihr meine Werte? Könnte hier eine Insulinresistenz/Prädiabetes etc. vorliegen? Sollte ich noch den Nüchterninsulinwert und den Langzeitblutzucker bestimmen lassen?

    Vielen Dank vorab für eure Hilfe. :)

    Liebe Grüße
    Kathrin
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    Mitglied seit: 18.11.2020
    am 08.05.2021 19:40:32 | IP (Hash): 1692490272
    Hallo,

    Bei den Nüchtern Werten gibt es individuell große Unterschiede.
    Tendenziell sind deine Werte etwas erhöht aber noch nicht so hoch das sie deine körperlichen Probleme erklären.

    Die Schilddrüse kann ja für vielfältige Probleme sorgen.

    Da du ja eh einen Termin beim Diabetologen hast lässt der vielleicht auch einen langzeit Zuckerwert ermitteln und der Ogtt wird auch einige Informationen bringen.

    Vorher solltest du dir jetzt keine unnötigen Sorgen machen, akuter handlungsbedarf besteht auf gar keinen Fall wenn der Doc einen Prädiabetes diagnostiziert kannst du da anfangen gegenzustweuern.

    Gruß Tobias
  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 4
    Mitglied seit: 08.05.2021
    am 08.05.2021 19:44:05 | IP (Hash): 65571232
    Turbotobi schrieb:
    Hallo,

    Bei den Nüchtern Werten gibt es individuell große Unterschiede.
    Tendenziell sind deine Werte etwas erhöht aber noch nicht so hoch das sie deine körperlichen Probleme erklären.

    Ok, danke. Im Internet liest man ja überall, dass der Nüchternwert unter 100 sein muss/sollte. Zumindest bei gesunden Menschen.

    Die Schilddrüse kann ja für vielfältige Probleme sorgen.

    Ich habe Hashimoto, aber bin schon lange gut eingestellt, daran kann es eigentlich auch nicht liegen. Lasse auch alle 3 Monate meine Werte kontrollieren.

    Da du ja eh einen Termin beim Diabetologen hast lässt der vielleicht auch einen langzeit Zuckerwert ermitteln und der Ogtt wird auch einige Informationen bringen.

    Ich werde den Arzt auf jeden Fall mal darauf ansprechen.

    Vorher solltest du dir jetzt keine unnötigen Sorgen machen, akuter handlungsbedarf besteht auf gar keinen Fall wenn der Doc einen Prädiabetes diagnostiziert kannst du da anfangen gegenzustweuern.

    Ich gebe mir Mühe. ;)

    Gruß Tobias

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 08.05.2021
    am 08.05.2021 21:15:02 | IP (Hash): 696840169
    Hallo Kathrin, ich habe meinen Zucker schon seit über 30 Jahren und ich kann dir nur den Rat geben, lasse von deinen Arzt bei deiner Krankenkasse einen Sensor beantragen und du bist dann mit deinen ganzen Werten auf der sicheren Seite, weil wenn du Augenprobleme hast, kommt das langfristig von einen zu Hohen Blutzucker.

    Ich spreche leider aus Erfahrung. Die Gewichtzunahme ist eigentlich Positiv, weil bei einen guten eingestellten Zucker bleibt das Essen natürlich drin und wird dann anders verarbeitet,

    Ernährungsmäßig kann man einiges bewirken, wenn du Fragen hast? Dann schreib einfach und ich helfe dann gerne.

    LG
    Mirko
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    Mitglied seit: 08.05.2021
    am 09.05.2021 17:40:02 | IP (Hash): 1177872585
    Hi Mirko,

    danke für deine Antwort.

    Wie meinst du das, die Zunahme ist positiv? In meinem Fall finde ich das alles andere als positiv. Ich bin ja vom Normalgewicht in den stark übergewichtigen Bereich gerutscht. Und das trotz gesünder Ernährung und viel Bewegung. :( Und das schlimmste ist ja, dass ich kein Gramm mehr abnehmen kann, egal was ich tue. So stark habe ich nichtmal zugenommen, als Hashimoto diagnostiziert wurde und meine Werte katastrophal waren.

    Ich bin total verwirrt, gestern waren meine Werte nach dem Essen immer super, unter 140. Aber morgens, nüchtern wieder 129. Das verwirrt mich total.

    Bin froh, wenn ich meine Termine beim Arzt hatte und ich endlich mehr weiß und mir vielleicht sogar geholfen werden kann.
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    am 09.05.2021 19:05:08 | IP (Hash): 1692490272
    Bei hohen Zuckerwerten nimmt man ab weil der Körper die zugeführt Energie nicht mehr umsetzen kann.

    Ich habe in ca. 2 Jahren 25kg verloren, mehr oder weniger ohne es zu bemerken und das trotz viel zu viel essen und zu viel Süßigkeiten.

    Ist aber natürlich nicht gerade empfehlenswert.



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    am 09.05.2021 19:28:06 | IP (Hash): 245328738
    Die meisten mit Typ 2, die ich kenne, können mit Werten bis 24/7 um 300 mg/dl super zunehmen.
    Wenn sich gesünderer BZ-Verlauf auf die Nüchternwerte morgens auswirken soll, tut sich da nix von heute auf morgen, sondern frühestens nach ner Woche oder zwei mit nach Möglichkeit max 140-120-100 mg/dl 1-2-3 Stunden nach dem Essen.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 09.05.2021 19:28:06 | IP (Hash): 245328738
    Die meisten mit Typ 2, die ich kenne, können mit Werten bis 24/7 um 300 mg/dl super zunehmen.
    Wenn sich gesünderer BZ-Verlauf auf die Nüchternwerte morgens auswirken soll, tut sich da nix von heute auf morgen, sondern frühestens nach ner Woche oder zwei mit nach Möglichkeit max 140-120-100 mg/dl 1-2-3 Stunden nach dem Essen.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 09.05.2021 21:48:58 | IP (Hash): 1692490272
    Ich hatte einen nüchtern Wert von 400 bei Diagnose.

    Keine Ahnung wie hoch der Zucker in den Jahren davor war.

    Es gibt jedenfalls keine andere Erklärung für den damaligen Gewichtsverlust als Diabetes.
    In den letzen 6 Monaten habe ich weiitere gut 20 kg absichtlich abgenommen dazu war aber eine komplett andere Ernährung nötig.

    Gewichtsverlust ist ein Symptom von Typ 2 heißt aber nicht das es jeden betrifft.
    Am Anfang kann auch Gewichts Zunahme vorkommen aber hier erscheinen mir die Werte noch zu niedrig für so deutliche Auswirkungen, aber wie immer ist halt alles individuell sehr unterschiedlich.
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    am 10.05.2021 10:41:54 | IP (Hash): 1328348555
    Turbotobi schrieb:
    Ich hatte einen nüchtern Wert von 400 bei Diagnose.

    Keine Ahnung wie hoch der Zucker in den Jahren davor war.

    Es gibt jedenfalls keine andere Erklärung für den damaligen Gewichtsverlust als Diabetes.


    Dein Dok und Du, Ihr habt nach keiner anderen Erklärung gesucht. Die 400und nüchtern hatte ich bei meiner Diagnose auch und 15und an HBA1c. Dabei an die 15 Liter Trinken und natürlich auch entwässern pro Tag. Seit deutlich mehr als 1 Jahr, meinte damals der Nephrologe bei der Bewunderung der Nierenfortsätze, die sich auf die Dauer mit mehr Wasserumsatz zu bilden pflegen. An Hosen hatte ich über die Jahre bis dahin immer weitere gebraucht.
    Abnehmen hat bei mir erst mit dem BZ im gesunden Rahmen und entsprechend weniger Energie-Input nennenswert funktioniert.

    Der Gewichtsverlust mit hohem Zucker ist eher typisch für Typ 1 und soll wohl auch von jungen Damen mit Typ 1 gezielt dafür genutzt werden. Denn da kommt zum Auspinkeln von Glukose mit der Lipolyse auch noch das von den Fettreserven praktisch an der Grenze zur Ketoazidose. Und das ist der für das Abnehmen infolge von Diabetes relevante Anteil.
    Die meisten zunächst als Typ 2 diagnostizierten Fälle, die ich mit deutlichem Abnehmen bei hohem BZ kenne, haben sich bei genauerem Untersuchen als LADA herausgestellt.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.