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heute schon gesündigt?

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    am 05.08.2021 06:22:45 | IP (Hash): 1704237245
    Ihr wisst es ja alle. Wer Diabetes hat für den ist das süße Leben vorbei. Man verliert jede Lebensqualität und findet sein Leben als Diabetiker einfach nur noch schlecht.
    Nichts darf man mehr, kein süßes Obst, Kuchen und Torte, Puddings u.s.w.
    Nun ist es aber so das der Körper auch nach etwas süßes verlangt und man kann sich nicht nur immer die Schwarzwälder Torte in der Auslage ansehen, man muss sich das auch mal gönnen.
    Heute habe ich Appetit auf schöne süße Bananen, das geht mir schon seit ich aufgestanden bin durch den Kopf. Also werde ich mir das heute gönnen.
    Natürlich weiß ich das es meinen Zuckerspiegel erhöhen wird und deshalb werde ich vor dem Verzehr für jede Banane 2 Einheiten von dem Kurzzeit-Insulin spritzen. Das reicht für gewöhnlich aus.

    Wie ist es bei Euch so? Wenn der Appetit auf etwas Süßes kommt, greift Ihr dann trotzdem zu und gönnt Euch zum Beispiel ein Eis und ähnliches? Und spritzt Ihr dann vor oder nach dem Verzehr?

    Es wäre für mich mal interessant zu wissen wie andere Diabetiker damit umgehen.

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    am 05.08.2021 07:32:16 | IP (Hash): 556556956
    Erstens hat das überhaupt nichts mit sündigen zu tun, so mal ganz grundsätzlich...

    Und ich esse das was ich will und dann, wann ich es will - ok, nicht wenn ich eh schon deutlich zu hoch bin....

    Für viele, richtig schnelle Kohlenhydrate (z.B. Gummibärchen) gebe ich das Insulin meistens mit ausreichend SEA/DEA ab und splitte es machmal auch auf 2 Stellen.

    Für Kuchen und Eis gebe ich 60% vorher ab, den Rest erledigt inzwischen die Loop... Früher habe ich das Insulin komplett vorher abgegeben und dann später evtl. korrigiert.

    Obst finde ich überhaupt nicht problematisch, wird ganz normal insultiert. Ok, Bananen mag ich nicht, Weintrauben sind da eher wie Gummibärchen.

    Edit: Bin Typ1 mit Pumpe und inzwischen Loop
    Bearbeitet von User am 05.08.2021 07:32:52. Grund: Edit
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    am 05.08.2021 08:47:05 | IP (Hash): 347051150
    Seltsamerweise hat sich mein Verlangen nach süßem extrem stark reduziert.

    Wenn ich da an die Mengen von früher denke. Ne ganze Packung Gummibärchen war da nix. Oder ne große Flasche Limo fast auf ex.

    Natürlich hat man trotzdem mal Lust auf was süßes, ich esse dann gern mal eine Rippe Schokolade mit 70.oder 80% mehr als eine Rippe geht da eh nicht im Gegensatz zu Vollmilch wo auch eine Tafel kein Problem wäre.
    Gerne esse ich auch Nüsse als snack zwischendurch.
    Manchmal gibt's aber eben auch ganz normale Süßigkeiten aber eben nur eine kleinen Menge ganz bewusst gegessen und nicht nebenher reingefuttert.

    Bei Geburtstagen gibt's dann aber auch mal mein Stück Kuchen oder Torte aber eben nur ein schmales.

    Da ich kein Insulin Spritze haben ich dadurch natürlich auch mal kleinere BZ spitzen danach, bei kleinen Mengen halten die sich aber in Grenzen und sind schnell wieder angebaut,. Vor allem am Nachmittag / frühen Abend scheint meint Körper damit noch halbwegs gut fertig zu werden. Am Morgen verkneifen ich es mir totel da die Auswirkung da deutlich stärker ist.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 05.08.2021 09:09:38 | IP (Hash): 1704237245
    wenn Du kein Insulin spritzen musst, dann bist Du ja gut dran.
    Ich bin froh das ich es jetzt nach einiger Umstellung mit der Ernährung auf 1 x spritzen am Tage geschafft habe, aber das Langzeit für die Nacht muss auch immer noch sein.
    Ich habe hier auch gerade eine Packung Weingummi liegen und esse davon immer nur ein Stück.
    Dann später ein weiteres Stück und wie ich feststelle hat es kaum eine Auswirkung auf den BZ-Wert.
    Übrigens habe ich irgendwo gelesen das schwarze Schokolade den Wert sogar senken soll.
    Da muss ich erst mal schauen wo ich die kaufen kann. Möchte ich aber mal ausprobieren.
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    am 05.08.2021 09:52:38 | IP (Hash): 347051150
    Dunkle Schokolade bekommst du heute ja eigentlich überall. Musst halt probieren was dir noch schmeckt, 80% oder 85% ist schon heftig 70% noch ganz ok.

    Ich mag die 70% von Lidl, da ist dir tafel auch in 4 Portionen einzeln verpackt sehr praktisch.

    Generell habe ich aber schon gemerkt das verzichten am Ende oft einfacher ist als sich zu viele kleine Sünden zu erlauben das werden dann nämlich langsam immer mehr und mehr.
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    am 05.08.2021 10:41:03 | IP (Hash): 19222042
    Mit immer Verboten kommt man nicht weiter.

    Ich persönlich esse kein strenges Low Carb. Dank Insulin habe ich es gut geschafft, dennoch meinen BZ in gute Bahnen zu lenken.

    Obst gehört bei mir täglich auf dem Speiseplan. Meist auch etwas mehr. Gestern gab es insg. 4 KE Obst (Heidelbeeren mit Honigmelone). Dazu Joghurt mit etwas Folhsamenschalen für die Versauung. Der SEA hat so gut gepasst, dass ich unter 140 geblieben bin.

    Generell sollte man selbst austesten, welches Obst für einen geeignet ist. Heidelbeeren sind bei mir bspw. schwieriger als Erdbeeren, Himbeeren, Honigmelone oder Pfirsiche. Dabei heißt es Heidelbeeren sind bei Diabetes gut, Honigmelone schlecht..

    Bei mir gibt es auch regelmäßig einen Teller Nudeln mit 8 KE. Es hat ein wenig gedauert, bis ich den gut insulinisieren konnte. Aber jetzt bekomme ich es i.d.R. gut hin.
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    am 05.08.2021 10:41:38 | IP (Hash): 295483452
    Wie Heike kann ich mit Sündigen im Zusammenhang mit meinem Diabetes nix anfangen. Das ist Sache der Religion. Und wie Heike esse ich wann und was ich will, allerdings mit 2 Einschränkungen: Es muss mir schmecken, und es muss in meinen Gewichtsrahmen passen, und der setzt meine engsten Schranken. Denn heute mit 74 habe ich zwar viel mehr Zeit zum Essen, als mit z.B. 44, als mein Typ 2 diagnostiziert wurde, aber für’s Halten von meinem einigermaßen erträglichen Gewicht darf ich wenigstens gefühlt nicht mal mehr die Hälfte essen. Und da fallen halt Süßigkeiten bei mir deswegen zum größten Teil raus, weil ich mich damit nicht ausreichend bremsen kann. Dabei hat auch zu den Zeiten, als ich noch 20 kgs mehr mit mir rumgeschleppt hab, mein enger gesunder BZ-Rahmen nicht geholfen. Denn für das Mehr an Süßigkeiten konnte ich prima passend spritzen :)

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    Mitglied seit: 29.07.2020
    am 05.08.2021 11:54:37 | IP (Hash): 1487376100
    Warum machen die meisten Diabetiker ihre Lebensqualität an Lebensmitteln fest?
    Diese Lebensmittel haben uns krank gemacht, warum weiterhin selbige essen wollen?

    Laut deiner Behauptung müßten sich alle Menschen in ärmeren Ländern
    vor den Zug werfen, da diese ja überhaupt keine Lebensqualität haben.
    (allerdings haben die auch seltener Diabetis "finde den Fehler")

    Da ich nur Fleisch,Milchprodukte(in maßen), Wasser und Kaffee zu mir nehme
    und mein BZ IMMER zwischen 95-105 ist habe ich nie das Bedürfniss
    mir etwas gönnen zu MÜSSEN.

    Wenn man den lieben langen Tag den BZ hochjagt-runter-hoch -runter
    dies dann mit Medikamenten und oder Insulin kompensieren MUSS!
    Wo bleibt da bitte schön die "Lebensqualität"?

    Wo ist die hier viel gepriesene "Lebensqualität" wenn es zu Diabetisfolge Erkrankungen
    geht?
    Ein zu hoher BZ hat negative Auswirkungen auf JEDE Funktion in unserem Körper.

    Was passiert im Normalfall bei einem Neudiabtiker Typ2
    (kann man hier ganz toll lesen)
    Selbiger Neudiabtiker bekommt die Diagnose Hb1Ac 8++ bekommt gesagt er möge sich
    doch bitte "gesünder" ernähren, abnehmen, Sport machen und bekommt Metformin!
    Selbiger Neudiabtiker meldet sich hier im Forum an(weil er die Hosen voll hat)
    holt sich die informationen die er für seinen Lebensstil braucht
    (wieviel Kuchen,Schokolade,Alkohol etc.etc. etc)

    Dieser Neudiabetiker hält sich dann auch eine weile daran, nach 3 Monaten
    ist der Hb1Ac dann vielleicht auch nur noch zwischen 6-7(is doch supiiii)
    Arzt klopft ihm auf die Schultern und Neudiabetiker macht noch eine Weile so weiter
    das hält im Normalfall aber nicht lange an weiiiiiiiiiiiil "man muß sich ja was GÖNNEN können"
    (wegen Lebensqualität und so)
    Metformin hilft dann auch eine weile ,vielleicht auch jahre bis es dann nicht mehr hilft
    dann mehr Medikament und irgendwann Insulin!
    Wo bleibt die "Lebensqualität" wenn man sich 3 mal am Tag spritzen MUSS
    und überlegen muss wie viel esse ich, wieviel muß ich spritzen etc. etc.
    immer Pen, Messgerät, Traubenzucker mit ruMTRagen MUSS!

    Wo ist da die "lebensqualität"?

    Man müßte vielleicht mal so langsam überdenken was Lebensqualität wirklich ist?








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    am 05.08.2021 13:24:21 | IP (Hash): 556556956
    Da du mal wieder nicht differenzierst...
    specki schrieb:
    Warum machen die meisten Diabetiker ihre Lebensqualität an Lebensmitteln fest?
    Diese Lebensmittel haben uns krank gemacht, warum weiterhin selbige essen wollen?


    Nö, dass war mein Immunsystem...

    specki schrieb:
    Laut deiner Behauptung müßten sich alle Menschen in ärmeren Ländern
    vor den Zug werfen, da diese ja überhaupt keine Lebensqualität haben.
    (allerdings haben die auch seltener Diabetis "finde den Fehler")


    Ich habe erst vor kurzem eine Reportage gesehen, dass in vielen Entwicklungsländern die Zahl der Typ2-Diabetiker gerade stark ansteigt... weiß leider nicht mehr, wo das war.
    Die Typ1er sterben einfach, oft ohne Diagnose. Und auch der Typ2 auch aufgrund der schlechteren medizinischen Versorgung seltener dignostiziert.
    specki schrieb:
    Da ich nur Fleisch,Milchprodukte(in maßen), Wasser und Kaffee zu mir nehme
    und mein BZ IMMER zwischen 95-105 ist habe ich nie das Bedürfniss
    mir etwas gönnen zu MÜSSEN.



    Das halte ich weder für gesund noch ethisch vertretbar - und ich meine damit nicht Wasser oder Kaffee - ...nur auf die Werte zu gucken, ist nicht alles...
    Ich bin mir sicher, dass bei dir irgendwann Mangelerscheinungen auftreten werden...
    specki schrieb:
    Wenn man den lieben langen Tag den BZ hochjagt-runter-hoch -runter
    dies dann mit Medikamenten und oder Insulin kompensieren MUSS!
    Wo bleibt da bitte schön die "Lebensqualität"?



    Die Alternative zu Insulin ist der Tod und der ist mit dem Leben nicht vereinbar...
    specki schrieb:
    Wo ist die hier viel gepriesene "Lebensqualität" wenn es zu Diabetisfolge Erkrankungen
    geht?
    Ein zu hoher BZ hat negative Auswirkungen auf JEDE Funktion in unserem Körper.



    Deshalb ja Insulin in der richtigen Menge zur richtigen Zeit...
    specki schrieb:
    Was passiert im Normalfall bei einem Neudiabtiker Typ2
    (kann man hier ganz toll lesen)
    Selbiger Neudiabtiker bekommt die Diagnose Hb1Ac 8++ bekommt gesagt er möge sich
    doch bitte "gesünder" ernähren, abnehmen, Sport machen und bekommt Metformin!
    Selbiger Neudiabtiker meldet sich hier im Forum an(weil er die Hosen voll hat)
    holt sich die informationen die er für seinen Lebensstil braucht
    (wieviel Kuchen,Schokolade,Alkohol etc.etc. etc)



    Hier hat das Differenzieren sogar mal geklappt. Wäre sonst auch lächerlich geworden...
    specki schrieb:
    Wo bleibt die "Lebensqualität" wenn man sich 3 mal am Tag spritzen MUSS
    und überlegen muss wie viel esse ich, wieviel muß ich spritzen etc. etc.
    immer Pen, Messgerät, Traubenzucker mit ruMTRagen MUSS!

    Wo ist da die "lebensqualität"?
    Man müßte vielleicht mal so langsam überdenken was Lebensqualität wirklich ist?



    Das ist Voraussetzung für Leben... für mich seit über 40 Jahren das selbstverständlichste von der Welt. Indem ich das mache und das Insulin und die Hilfsmittel richtig einsetze, ist mein Diabetes nur eine lästige Nebensache, und es erlaubt mir genau das Leben, dass ich führen möchte!

    DAS IST LEBENQUALITÄT!


    Bearbeitet von User am 05.08.2021 13:31:36. Grund: Formatierung
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    am 05.08.2021 13:47:28 | IP (Hash): 465019658
    Lebensqualität definiert halt jeder anders für sich.

    Wenn man eh spritzen muss macht es ja keinen großen Unterschied ob man nun etwas mehr oder weniger Insulin spritzt.

    Mir persönlich schmeckt meine neue low carb Ernährung und ich fühle mich gut damit.
    Also keine großen Einschränkungen.

    Wenn sich jemand aber stark eingeschränkt fühlt und dann lieber spritzt als auf die Ermährung zu achten ist das eben seine individuelle Entscheidung.

    In vielen armen Ländern nimmt Diabetes zu weil auch dort immer mehr industriell verarbeitete Lebensmittel billig auf den Markt geworfen werden und da ist eben oft viel billiger Zucker drin.

    Ich persönlich glaube schon das die Ermährung da einen großen Einfluss auf die Entwicklung von Typ 2 hat. Heißt nicht das es jeder bekommt der sich falsch es bekommt aber wenn man die Veranlagung hat kann es eben dadurch ausgelöst werden.

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