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Risiko für Diabetes?

  • Kitty

    Rang: Gast
    am 13.08.2008 15:39:34
    Hallo,

    ich möchte mich einmal vorstellen. Mein Name ist Kitty und ich bin 19 Jahre alt. Vor einiger Zeit fingen bei mir Unterzuckerungen an, wobei ich inzwischen schnell genug darauf reagieren kann.
    Mit Unterzuckerung meine ich wirklich Heißhunger, Schwitzen, nichts mehr sehen, nichts mehr hören, etc.

    Davor, ein oder zwei Jahre zuvor hat meine Mutter mal meinen Urin auf Glucose untersucht, der negativ ausfiel. Seit dem ich Unterzucker habe ich mir ein BZ Messgerät gekauft, um hin und wieder den BZ zu kontrollieren. Dieser ist immer im Bereich von 2,5 - 5,2, also nüchtern i.O..
    Nach Mahlzeiten sinkt der BZ erst nach ca. 3-4 Stunden ab, mein Endo hat schon vermutet ich hätte ein Insulinom, die Blutwerte sind jedoch hierfür negativ.

    Nun habe ich aber die Blutwerte vor mir liegen und mir sind die Werte für "Insulin basal" und "C-Peptid basal" aufgefallen, die noch in der Norm aber wie ich finde, recht niedrig sind (bin ja nur eine Laie). Der HbA1c Wert ist mit 4,9% eigentlich super.

    Hier einmal die beiden Werte mit dem dazugehörigen Normbereich:

    Insulin basal: 3,50 mIE/l (3,21 - 16,32)
    C-Peptid basal: 1,09 ug/l (0,80 - 4,20)

    Ein oGTT wurde bisher nicht gemacht.

    Achso, die Blutwerte wurden nicht nüchtern und im Sitzen abgenommen, ca. gegen 17:00 Uhr.

    Kann mir hier jemand vllt. weiterhelfen?
  • Franziska

    Rang: Gast
    am 13.08.2008 15:54:22
    Hallo Anonym,

    Dein Nüchtern-Insulin bzw. C-Peptid-Werte finde ich für Dich und Dein Alter und wenn Du schlank bist, durchaus angemessen.

    Nüchternwerte um 2,5 (mmol??) sind eher zu niedrig.

    3-4h nach dem Essen (was für ein Essen??) BZ noch erhöht: eher ungewöhnlich für Dich und Dein Alter und kein Hinweis auf ein Insulinom (beim Insulinom wären die Insulinwerte erhöht und die BZ extrem niedrig).

    Du hast ja schon ein Messgerät. Kannst ja mal einen OGTT simulieren:

    Morgens nüchtenr messen (mehrmals, Handmessgereäte sind nicht so genau!).

    Dann 75g Glucose (das sind 7,5 Täfelchen Dextro-Energen) in 300 ml Wasser auflösen und binnen 5min trinken. Dann schön sitzen bleiben und alle halbe Stunde messen.

    Nach 2h ist ein richtig Gesunder deutlich unter 120. Formal bist Du bis 140 gesund. 140-200 ist eine Glucosetoleranzstörung. Ab 200 Diabetes.
    Ist der Wert nach 2h niedriger als der Ausgangswert, dannn schüttest Du auch schon zuviel Insulin aus. Evtl. schon ein Zeichen eines beginnenden D. Typ II.

    Wie ernährst Du Dich denn insgesamt? Deine gefühlten Hypos können auch mit sehr kohlenhydratreicher Nahrung zusammen hängen: BZ schnell geht hoch, Insulin auch und drückt den BZ sofort wieder runter, dadurch wird Cortisol freigesetzt und treibt den BZ wieder hoch und Insulin wird wieder...und soweiter, die Folge ist Hunger und Unterzuckerungsgefühl. Das hatte ich auch mal, ist weggegangen, seit ich 'schnell-KH-freisetzende Nahrungsmittel wie Süßigkeiten, Weißbrot, Kartoffeln und Reis meide. Der BZ-Verlauf ist flacher und schonender und stresst weniger.

    Gruß

    Franziska

    P.S. Finde es gut, dass Du Dir rechtzeitig Gedanken machst!
  • Kitty

    Rang: Gast
    am 13.08.2008 16:10:28
    Hallo,

    danke erst einmal für deine schnelle und nette Antwort.

    Die Werte sind abgenommen worden, da war ich leider nicht nüchtern, habe da zum Frühstück Müsli mit Schokoflocken gegessen.

    Ich bin 1,74m groß und wiege 71kg, normalgewichtig aber pummelig.

    Meine Ernährung sieht meist so aus:

    Morgens Müsli mit Schokoflocken und Vollmilch

    Zwischendurch vllt. einmal ein Stück Schokolade

    Mittags kommt es darauf an, ob ich Hunger habe oder nicht - das ist auch noch so eine Sache - ich spüre Hunger nur dann, wenn mir speiübel ist... kommt dann plötzlich - und darauf ob die Arbeit sehr stressig war. Manchmal eine Suppe, manchmal Reis mit z.B. Apfelrotkohl oder auch hin und wieder was frittiertes. Esse erst seit letztem Mittwoch eigentlich wieder regelmäßig zu Mittag.
    Abends meist gar nichts oder eine Scheibe Brot - manchmal Sonnenblumenkernbrot aber wenn nichts anderes da ist, auch mal Weißbrot - mit Käse oder Wurst belegt.

    Meine Ernährung würde ich rückblickend als sehr kohlehydratreich bezeichnen.

    Mein Trinkverhalten liegt bei min. 3 Liter, max. 8 Liter.

    Cortisol wurde auch getestet und der lag bei 93,30 ng/ml (62,00 - 194,00)

    An solch warmen Tagen mag ich meistens auch nur einen Joghurt zum Frühstück zu essen.
    Manchmal kommen dafür im Laufe des Tages auch 1-2 Eis hinzu.

    Achso, die Werte waren in mmol/l, habe ich leider vergessen dazu zu schreiben, tut mir leid.

    Das Dextro Energy lässt sich auch eher schlecht auflösen in Wasser, oder? Aber ich versuche mal zu gucken, ich glaube bei uns im Handel gibt es eine ganze Packung mit Traubenzucker in Pulverform und das kaufe ich dann.
    Werde es dann direkt morgen ausprobieren, habe noch genügend Stix hier!

    Gibt es vielleicht noch etwas, wo ich drauf achten kann?

    Liebe Grüße von Kitty
  • Franziska 2

    Rang: Gast
    am 13.08.2008 16:32:56
    Hallo, Du machst ja schon vieles richtig, denn Du kümmerst Dich ja jetzt.. Das Dextro-Energen kriegst Du schon aufgelöst.
    Aber Du musst ganz dringend Deine Ernährung ändern!!! Zwar kann ein junger Körper das eine Weile kompensieren, was Du da isst, aber irgendwann wird es schlechter... wenn Du jetzt handelst, kannst Du gut vorbeugen. Am besten kaufst Du Dir ein Buch über die Logi-Methode (googeln) kriegst Du auch gebraucht bei Amazon oder so.
    Du brauchst mehr Gemüse, Milchprodukte und Fleisch, weniger KH. Süßes Essen und Trinken erst mal reduzieren. Dann normalisiert sich auch Dein Hungergefühl. Der Hunger wird 'ehrlicher' und die Heißhungerattacken sind spätestens nach einer Woche weg. Dieses Überlkeitsgefühl kurz vor dem Hunger kenn' ich auch, spricht für ungleichmäßige BZ-Verläufe.
    Mit der Ernährungsänderung wirst Du auch fitter und Deine Figur wird besser :-)

    Ich bin 46 und habe eine Figur wie eine 20jährige ohne zu hungern, hatte aber schon dickere Zeiten, in denen ich dank schlechter Angewohnheiten (Mars statt Mittagessen...) schlapp und kraftlos war.

    Alles Gute
    Franziska

    von Franziska 2
  • Thomas

    Rang: Gast
    am 13.08.2008 20:25:03
    Hallo Franziska,

    warum kriechst Du nicht einfach wieder unter Deinen Stein zurück? Dein Logi-Geleier interessiert hier niemanden.

    In einer Stellungnahme des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung heißt es: „Die Kausalität der Assoziationen zwischen glykämischer Last und Krankheitsrisiko sind bislang in keinem Fall durch entsprechende Interventionsstudien abgesichert. Die Daten zum Einfluss des glykämischen Index auf die Körpergewichtsentwicklung sind nach wie vor inkonsistent und auch umstritten; es ist noch nicht gezeigt, dass eine Verringerung der glykämischen Last (durch Modifikation oder Reduktion des Kohlenhydratanteils der Diät) anderen diätetischen Interventionen (z.B. Reduktion des Fettanteils) eindeutig und nachhaltig überlegen ist.“

    Gruss Thomas
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 13.08.2008 21:59:37
    @ Thomas

    Ich bitte dich deutlich höfflicher zu Schreiben wenn du eine andere Meinung bisst.

    Dies ist ein Forum wo jede die nicht beleidigend ist, Platz haben sollte.

    Ich denke dass du Thomas, die Weisheit auch nicht im Pacht hat.

    eine Verringerung der glykämischen Last ist so wie so besser für Diabetiker und den Blutgefässe.

    Hajo Janse
  • Franziska

    Rang: Gast
    am 13.08.2008 23:35:46


    Ich finde auch, dass der Ton die Musik macht. Im Übrigen habe ich ja nicht Dich angesprochen und werde das in Zukunft sicher auch nicht tun.

    Franziska
  • Franziska 2

    Rang: Gast
    am 14.08.2008 09:37:18
    Möchte nun doch noch etwas ergänzen:

    Habe kürzlich Prof. Pfeiffer aus der Charité kennen gelernt und saß beim Essen neben ihm. Er beschäftigt sich wissenschaftlich mit den verschiedenen Ernährungsformen und hält sich selbst an eine Kombination aus Steinzeit und mediterraner Diät (konnte ich ja an seiner Auswahl sehen... es gab ein Buffet).

    Er zeigte in seinem Vortrag mehrere Studien, die die Überlegenheit der Low Carb Variante auf BZ, Lipide und Gewicht nachweisen. Eine ist hier zu lesen:

    http://www.cochrane.org/reviews/en/ab005105.html

    Natürlich sieht für den, der den Hammer hat, alles wie ein Nagel aus! Da ich aber noch eine chronische Polyarthritis habe und wegen der Gelenkschmerzen mein Gewicht niedrig halten muss (was wegen des Cortisons nicht sooo einfach ist..) bin ich froh, endlich eine funktionierende Lösung ohne Hungern kennen gelernt zu haben. Das war schon mal anders.

    Gruß

    Franziska

    von Franziska 2
  • Thomas

    Rang: Gast
    am 14.08.2008 18:47:31
    Hallo Franziska,

    was genau an "Dein Logi-Gesülze langweilt" hast Du nicht verstanden? von Thomas
  • Kitty

    Rang: Gast
    am 14.08.2008 23:57:30
    Ihr könnt mir auch gerne weiter Tipps o. Ratschläge geben... ihr müsst euch nicht unbedingt bekriegen...

    Liebe Grüße von Kitty