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Blutzucker steigt pro BE um 60 mg/dL

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    am 08.08.2021 00:31:27 | IP (Hash): 1579698402
    Hallo zusammen,

    ich bin 61 jahre alt und Typ 1 Lada wurde bei mir 2006 festgestellt.
    Bis vor einem Jahr musste ich pro BE zwei Einheiten Humalog spritzen.
    Dann musste ich plötzlich innerhalb von von drei Tagen vier Einheiten pro BE spritzen.
    Mein HBA1C liegt momentan bei 5,5.
    Der Korrekturwert ist nach wie vor bei einer Einheit pro 10 mg/dL.
    Mein Diabetologe hat dafür keine Erklärung.
    Eine BE lässt also den BZ um 60 mg/dL steigen.
    Das kommt mir sehr viel vor, aber der HBA1C ist ja in Ordnung.
    Muss jemand auch vier Einheiten pro BE spritzen?

    Viele Grüße

    Markus
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    am 08.08.2021 11:25:03 | IP (Hash): 863314711
    2 IE/BE sind's bei mir, wenn ich mich anschließend ans Essen für 20-30 Minuten intensiv bewege, ansonsten 4 wie bei Dir. Und wenn ich meinen BZ zwei und mehr Stunden nach dem Essen in ner Höhe finde, die ich nicht mag, rechne ich auch 1 IE pro 10mg/dl bis auf 90 mg/dl.
    Für mich mit Typ 2 gilt das als wenig. Die ersten Jahre hab ich nach Doktors Anweisungen gegessen und gespritzt und zu Zeiten sogar 10 IE/BE gebraucht. Und ich weiß von Leuten, die munter 20 IE/BE schaffen und auch von einigen Typ 1, die 200 IEs pro Tag brauchen.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 08.08.2021 21:37:34 | IP (Hash): 1787793445
    Danke für die Antwort,

    was mich halt sehr gewundert hat, daß innerhalb von ein paar Tagen der BZ plötzlich pro BE ohne erkennbare Ursache um das doppelte ansteigt.
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    am 08.08.2021 22:50:52 | IP (Hash): 863314711
    Und seitdem passen Deine 4 IE/BE? Oder braucht's doch immer öfter auch mal ne KE?

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    am 08.08.2021 23:35:30 | IP (Hash): 1787793445
    Hallo,

    manchmal gibt es natürlich auch mal eine Unterzuckerung, aber insgesamt passen die 4 IE pro BE.
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    am 09.08.2021 08:26:43 | IP (Hash): 773230692
    mac560 schrieb:
    was mich halt sehr gewundert hat, daß innerhalb von ein paar Tagen der BZ plötzlich pro BE ohne erkennbare Ursache um das doppelte ansteigt.

    Hallo mac,

    aus meiner Sicht lässt sich das leicht erklären. Lada ist ja dadurch gekennzeichnet, dass zunächst noch Eigeninsulin vorhanden ist und nicht wie beim klassischen Typ1-Diabetes alle Betazellen gekillt sind. Die Autoimmunreaktion läuft mit den vorhandenen Antikörpern dann immer weiter, was über viele Jahre gehen kann.

    Der Verlauf ist aber nicht unbedingt kontinuierlich, sondern verläuft schubweise. Auslöser sind dann häufig Erkältungen oder ähnliches. Ob der Schub bei dir nun besonders groß war oder ob das normal ist, kann ich nicht sagen. Aber dass solche Schübe vorkommen können, solange du noch funktionierende Betazellen hast, ist nachvollziehbar.

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    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 09.08.2021 08:30:19. Grund: BBCodes
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    am 09.08.2021 09:21:07 | IP (Hash): 1620576151
    An die Möglichkeit hatte ich auch schon gedacht. Aber so ein einzelner Schub nach über 10 Jahren? - Auffällig für einen Typ 1 bei BZ-Führung im sehr gesunden Rahmen waren aus meiner Sicht schon die 2 IE/BE, und die 4 sind jetzt noch ne deutliche Nummer auffälliger. WICHTIG: Nicht missverstehen, auffällig heißt nicht ungesund, vor allem nicht mit ner langjährig so konstant gesunden BZ-Führung!

    Wie bist Du eigentlich zu der gesunden BZ-Führung gekommen? Hast Du vielleicht den einen unter Tausend Ärzten, die interessierte INSULINER tatsächlich zu HBA1c 5,5 anleiten?

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    am 09.08.2021 10:50:37 | IP (Hash): 1801316369
    Ich habe mich von Anfang an sehr intensiv mit meinem Diabetes beschäfigt und mich immer um eine gute Einstellung gekümmert.
    Mein Diabetologe ist nicht so der Freund von einem so niedrigen HBA1C.
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    am 09.08.2021 11:13:55 | IP (Hash): 1620576151
    mac560 schrieb:
    Mein Diabetologe ist nicht so der Freund von einem so niedrigen HBA1C.


    Hähä, meiner auch nicht. - Weil bei meinem Anfang mit Humalog und Lantus die Patienten nur solche Wirkkurven wissen durften, die ihr Dok ihnen mitteilte und ich keinen gekannt hab, der mitteilen wollte, hab ich halt mit reichlich Futter- und noch mehr Pieksreihen manche Kladde vollgeschrieben. Als ich schließlich ne brauchbare Lösung zustande gebracht hatte, war hatte ich auch Internet und mich dann in dieser Form super bestätigt gefunden https://a7582688-a1e5-4056-88a2-dfd422642832.filesusr.com/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf Vorwiegend damit und mit zusätzlich wenigstens insgesamt 1 Stunde intensiverer Bewegung pro Tag und zusätzlich nur immer so viel Insulin, wie dann noch zum Ausgleich für meinen Zielrahmen notwendig ist, mache ich mir meine meine 5,5.

    Der Dok ist auch mein Allgemeinarzt, und wenn ich mit ner akuten Erkrankung hinkomme, erzählt er mir bei der Medi-Verordnung dann immer, dass das wirklich jetzt so zu nehmen sei und nicht so, wie ich das mit dem Insulin machte ;)

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    am 09.08.2021 11:16:04 | IP (Hash): 773230692
    hjt_Jürgen schrieb:
    An die Möglichkeit hatte ich auch schon gedacht. Aber so ein einzelner Schub nach über 10 Jahren?

    So lange die Antikörper nicht weg sind und noch funktionierende Betazellen da sind, ist eine Autoimmunreaktion möglich. Warum sollte das nicht auch nach 10 Jahren passieren können?

    Praktische Erfahrungen zeigen, dass sich das mit einer so guten BZ-Führung - Gratulation an mac - weit nach hinten verschieben lässt, aber aufhalten lässt sich die Autoimmunreaktion nicht. Wenn das einfach nur durch gute BZ-Führung möglich wäre, dann bräuchte kein Typ1-Kandidat, die ja nach den neueren Studienergebnissen lange vorher bekannt sind, seinen Diabetes bekommen. Bei den meisten ist die BZ-Automatik sogar bis kurz vor dem Ausbruch noch perfekt.

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    Bearbeitet von User am 09.08.2021 11:19:00. Grund: BBCodes