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Verwirrt und dabei die Diagnose Diabetes Typ 2 zu verarbeiten.

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    am 28.08.2021 18:04:53 | IP (Hash): 281481309
    Bei mir wurde, in einem Krankenhaus, Diabetes Typ 2 diagnostiziert.
    Im Moment versuche ich diese Erkankung zu begreifen und hege die Hoffnung ohne Medikamentation von Metformin auskommen zu können. Soll wohl eventuell möglich sein. Derzeit geht es nicht ohne. Positiver Effekt von Metformin, ich schaffe es endlich wieder abzunehmen und die ersten 10 Kilo purzelten von alleine weg, in für mich sehr überraschender Art und Weise. Zuvor hatte mich kein Arzt ernst genommen, als ich über 40 Kilo zunahm und völlig verzweifelt versuchte die Ursachen dafür zu ergründen. Die ewig gleiche Antwort lautete: "Nehmen Sie ab. Sie wiegen zu viel". Momente die mir sehr viel Selbstbeherschung abverlangten, da ich mir völlig vergackeiert vorkam. Am liebsten hätte ich laut und zynisch geantwortet : " Ach was. Dass ich fett (geworden) bin ist mir ja noch gar nicht aufgefallen. Wie kommen Sie nur auf so etwas ? Gut das Sie mir das erzählen, hätte ich sonst gar nicht bemerkt Haben Sie mir überhaupt zugehört ?". Ich war wegen der heftigen und schnellen Gewichtszunahme auch in einer endokrinologischen Praxis, die Diagnose lautete: Wechseljahre.
    Nun gut, es werden wohl viele eine Odyssee hinter sich haben, bevor sie ihre Diagnose Diabetes Typ 2 bekamen. Ich bin nur immer noch so unendlich wütend und traurig, dass mich keiner ernst genommen hat und mich verächtlich mit einem freundlich ausgedrücktem : "friß weniger" abgespeist hat. Obwohl ich etxtra genau wegen jener ja zu Ärzten ging. Viel gefressen habe ich nie, weil ich schon immer zu denen gehörte die schnell dick wurden. Wechseljahre waren für mich auch keine Erklärung, um so viel in kurzer Zeit zu zunehmen, da es keine gravierenden Veränderungen in meinem Eß-und Bewegungsverhalten gab. Ich jedoch weder mein Gewicht halten, geschweige denn irgendeine Chance hatte abzunehmen, egal was ich da unternahm. Mit Metformin konnte ich sogar Pommes mit Currywurst und Ketchup essen und nahm dennoch ab. Ich habe es genossen ( es inzwischen wieder sein gelassen ), weil ich dieses zuvor eh nie gegessen habe. Mit Metformin könnte ich das also heutzutage, aber ich lasse es weiterhin einfach sein. Gehörte eh nicht zu meinen Lieblingsspeisen, als kein Verzicht der mir schwer fällt. Metformin kann mich , wie ich merkte, in Versuchung führen mir einmal all das zu Gemüte zu ziehen, auf das ich ohne Metformin immer verzichtet habe. Ratsam ist das defintiv nicht. Was mache ich also mit der Diagnose Diabetes Typ 2, außer mich darüber zu freuen, dass ich mit Metformin die Chance erhalten habe endlich wieder abzunehmen ? Und diese, mir unheimliche und unheilvolle, Gewichtszuahme endlich stoppen konnte, die "über mich herein brach und mich heimsuchte". Schäden durch die Diabetes sind wohl noch keine erkennbaren eingetreten. Zumindest nicht was eine Untersuchung beim Augenarzt diesbezüglich betrifft. So wie ich das mitbekommen habe ist Diabetes eine chronische Erkrankung, die nicht heilbar ist. Also etwas mit dem Leben lernen muß. Und nun stehe ich da und versuche das Wesen dieser Erkrankung zu ergründen, meine Gedanken zu ordnen und mit den ganzen Gefühlen die auf mich einstürmen klar zu kommen. Diabetes Typ 2 ist für mich noch ein Mysterium. Wann und wie oft messe ich am besten meinen Blutzucker ? Was mache ich mit den Ergebnissen ? Ich habe zwar schon versucht mich zu belesen, finde das Thema Diabetes jedoch verwirrend. Die unterschiedlichen Typen und Ursachen. Auch Ernährungsratschläge. Ich habe das Gefühl bei " bei 1000 Ärzten gibt es 2000 unterschiedliche Ansichten". Auch die Ernährungsberatung an der ich teil genommen habe, hat mich eher verwirrt denn aufgeklärt. Irgendwie fühle ich mich, trotz der Informationsfülle die es zum Thema Diabetes gibt, alleine gelassen . " Hier ist die Diagnose, sieh zu wie du klar kommst". Geht es nur mir so ? Oder geht ( ging) es anderen auch so ? Und wieso, verflixt noch mal, produziert mein Körper "unbrauchbares Insulin", bzw. "passen die Schlüssel nichts ins Schloß" und es kann keine optimale , bzw. ausreichende (Stoffwechsel - ) Verarbeitung statt finden ? Worauf muß ich als Diabetikerin mit Typ 2 achten ? Scheint ja immerhin eine lebenslange Partnerschaft zu werden/sein , ohne Aussicht auf Scheidung. Oberste Regel , die ich mir gesetzt habe, lautet für mich in Bezug auf Metformin erst einmal " und führe mich nicht in Versuchung .." all jenes zu
    essen, was ich jetzt mit der Unterstützung von Metformin essen könnte... Toffifee zum Beispiel. Und wie finde ich heraus, ob meine persönlichen Lieblingsspeisen noch für mich vertretbar sind ? Ich liebe grüne Erbsen und braune Linsen. Außerdem thailändisches Essen, Sushi, alles Gerichte mit Reis oder Nudeln, also Kohlehydrate ("= Zucker"). Verflixt nochmal. Was ist also für einen Diabetiker Typ 2 ein gesundes Essen ?
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    am 28.08.2021 18:27:50 | IP (Hash): 122053009
    Willkommen im Club ;)

    Hier ein super Rezept für Messen und Rausfinden, was in welchen Mengen an Futtersorten bei Dir persönlich am besten passt https://a7582688-a1e5-4056-88a2-dfd422642832.filesusr.com/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf Kommt von https://www.bloodsugar101.com/ und wenn Dein Englisch zum Zeitunglesen reicht, findest Du da toll zusammengetragen, was so zu wissen nützlich ist, besonders unter https://www.bloodsugar101.com/diagnosing-diabetes Da findest Du auch, was ich aus eigener nachgemessener Erfahrung in gut 30 Jahren mit meinem Typ 2 sofort unterschreibe: Nicht viele Kilos machen Typ 2, sondern der mit Typ 2 meistens lange Zeit völlig unbemerkt höhere Blutzucker.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 28.08.2021 19:39:34 | IP (Hash): 281481309
    Danke für das Willkommen heißen

    Und den ersten Link.
    Mit dem testen habe ich vor kurzer Zeit angefangen. Eine teure Angelegenheit.
    Ein Blutzucker Messsystem mit allem Zubehör habe ich mir gekauft.
    Derzeit suche ich noch nach einem Diabetologen. Vielleicht erhält man für das Zubehör ein Rezept ?
    Noch bin ich derzeit nur bei meinem Allgemeinarzt wegen der Diabetes in Behandlung.
    Der mir riet einen Facharzt aufzusuchen, da er auf dem Gebiet nicht ausreichend informiert ist,
    wie er selber sagte. Diese Ehrlichkeit gefällt mir und immerhin verschreibt er mir, bis ich einen Diabetologen gefunden habe, das benötigte Metformin. Ich denke ich werde einfach mal mit einzelnen Nahrungsmitteln experimentieren. Z.B. einfach nur mal Erbsen essen und sehen wie ich auf diese Blutzuckermäßig reagiere.
    Verstehe einer den menschlichen Stoffwechsel.
    Mir wurde im Krankenhaus gesagt ich könne nicht unterzuckern, bei meiner Form der Diabetes. Eine Aussage die bei mir viele Fragezeichen hinterläßt und mit der ich so nichts anfangen kann. Die niedrigsten Werte die ich in der bisher kurzen Zeit gemesse hatte waren nüchtern 85. Nach einem Essen ( Kartoffeln, Putenfleisch, Paprika-Zwiebel Gemüse) hatte ich einmal meinen bisherigen Höchstwert von 206, gemessen ca. 45 min, nach dem essen. Ich hoffe ich finde schnell eine gute diabetologische Praxis. Und Danke für die schnelle Antwort :)
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    am 28.08.2021 20:00:39 | IP (Hash): 815165269
    Ein Blutzuckermessgerät mit 10 Teststreifen kann man bei vielen Herstellern wie Roche, Mylife, Ascensia, Stada, GlukoSmart, ... kostenlos bekommen.
    Teuer werden tatsächlich die Teststreifen. Solange du kein Insulin spritzt, musst du diese Teststreifen selbst zahlen. Eine Packung mit 50 Teststreifen kann man einmalig auf Kassenrezept zur Diabetesdiagnose bekommen. Den Rest musst du dann selbst kaufen.

    Diabetes an sich geht mit zu hohen Blutzuckerwerten einher und macht per se keine Unterzuckerungen. Die Unterzuckerungen kommen durch bestimmte blutzuckersenkende Medikamente, insb. Insulin. Bei Metformin hingegen brauchst du dir keine Gedanken zwecks Unterzuckerung machen. Ein Blutzucker von 85 ist übrigens noch sehr weit weg von der Unterzuckerungsgrenze unter 60mg/dl bzw. unter 54mg/dl.

    Wichtig beim Messen ist das Austesten der einzelnen Nahrungsmittel, ich sollte bspw. immer 2 Stunden nach der Mahlzeit messen, um zu schauen, ob die Mahlzeit passt. Dort sollte bei mir der Wert unter 160 liegen, was ich allerdings nur selten geschafft habe ohne Insulin damals (ich habe allerdings auch keinen Typ2), wobei ich das im Nachhinein auch schon als sehr hohe Grenze ansehe, nach 2-Stunden unter 140 wäre eine sinnvollere Grenze. Nüchtern braucht man nicht täglich messen, so viel verändert sich der Nüchtern-Blutzucker nicht, da reicht alle paar Tage aus.

    Blutzuckergünstig sind Nahrungsmittel mit Ballaststoffen, Eiweiß und Fett. Ich persönlich gehe nach der Tellermethode vor. Beim Essen hat meine Mahlzeit 1/2 Teller voll Gemüse, 1/4 Kohlenhydratbeilagen wie Nudeln, Reis, Kartoffeln, und 1/4 ist Eiweiß wie mageren Fisch, Fleisch, Quark, Frischkäse, etc.

    Bei mir persönlich lassen Nudeln den Blutzucker weniger stark ansteigen, dafür mit zwei Spitzen, als Kartoffeln oder Reis. Insb. Reis ist bei mir sehr schwer zu essen. Da hilft es aber, unmittelbar nach dem Essen etwas Bewegung, ein kleiner Spaziergang, etc.
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    am 28.08.2021 20:30:11 | IP (Hash): 1898958270
    Hallo Maddi,

    bei mir wurde Diabetes letzten Silvester festgestellt, da kam ich als Notfall ins Krankenhaus. Dort bekam ich Metformin, Jardiance und Insulin. Nach Ernährungsumstellung konnte ich auf das Insulin verzichten und nehme nur noch die Tabletten. Aber es ist ein Irrtum, wenn Du meinst, Du kannst mit Metformin alles essen. Du musst Dich, so wie von July beschrieben, schon an bestimmte Ernährungsvorgaben halten. Warst Du inzwischen bei einem Diabetologen? Das wäre wichtig und da bekommst Du auch eine Schulung. Auch ich war am Anfang total geschockt über die Diagnose, habe mich aber inzwischen mit abgefunden, habe durch die Ernährungsumstellung gut abgenommen, bin jetzt leicht unter Normalgewicht, und fühle mich aber pudelwohl.

    Ganz wichtig ist das Blutzuckermessen 1 - 2 Stunden nach den Mahlzeiten, da findest Du heraus, was Du verträgst und essen darfst und was nicht. nach 2 Stunden solltest zu 160 nicht übersteigen.

    Gruß,
    Biggi
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    am 28.08.2021 21:49:52 | IP (Hash): 122053009
    Für Ärzte und Diabetologen ist der Blutzucker von nüchtern um 100 bis an 300 in der Spitze um ne Stunde nach jedem Essen völlig normal. Das ist der Behandlungsbereich, der mit Insulin angestrebt wird. Und nur mit vollständiger Insulinbehandlung werden auch ausreichend Teststreifen verordnet. Zum Eingewöhnen verordnen Diabetologen auch Typ 2 Anfängern hin und wieder 50 oder sogar 100 Stück im Quartal, aber das ist nix, was sich einfordern lässt.

    Im oben genannten ordentlichen Behandlungsbereich wie ein Typ 1 ist ein Typ 2 eine sich mit den Jahren immer weiter selbst verstärkende, eine progrediente Erkrankung. Und dazu gibt es in D noch keine fachoffizielle Alternative.
    Aber schon vor um 10 Jahren durfte Prof. Taylor aus Newcastle eine Banting-Vorlesung (alljährlich feierliche Höchst-Fach-Veranstaltung mit Diabetologen aus aller Welt zu Ehren des Insulin-Entdeckers) halten und darin seine Entdeckung beschreiben, wie sich der Typ 2 wieder in den völlig gesunden Bereich zurückdrehen lässt. In GB läuft dazu seit Jahren mit gutem Erfolg die DiRECT Studie. Hier in D gibt es bislang noch nicht einmal eine offizielle Stellungnahme dazu aus der Deutschen Diabetologie Gesellschaft.

    Aber es gibt mit https://www.amazon.de/Menschenstopfleber-verharmloste-Volkskrankheit-Herzinfarkt-Pr%C3%A4vention/dp/3868838929/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=3OK9CN0THX00H&dchild=1&keywords=menschenstopfleber&qid=1630175726&s=books&sprefix=menschenstopfleber%2Caps%2C181&sr=1-1
    eine super Darstellung der wesentlichen Entdeckung(en) und des darauf aufbauenden alltäglichen Verhaltens auf Deutsch. Damit lässt sich der höher als gesunde Blutzucker in etwa 8 von 10 Fällen im Zeitrahmen von 6-8 Wochen ohne Medikamente in den völlig gesunden Bereich (nüchtern 50-60 bis 90-100 und in der Spitze ne Stunde nach den Mahlzeiten bis max 140-160 mg/dl) zurückdrehen und mit dem anschließenden neuen Normalverhalten ohne Ende und ohne Medis darin erhalten.

    Hab das selbst vor 7 Jahren mal gemacht mit meinem damals über 20 Jahre alten und längst insulinpflichtigen Typ 2 und damit meinen Insulinbedarf bis heute anhaltend auf weniger als die Hälfte reduziert. Wenn ich das zeitnah zu meiner Diagnose in 1991 so gemacht und seitdem durchgehalten hätte, würde ich heute mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für meinen völlig gesunden BZ kein Medikament brauchen, nicht einmal Metformin.
    Ich hab übrigens mit meinem mit dem Leberfasten so erheblich verringerten Insulinbedarf seeehr viel lockerer kgs verloren als bei allen Abnehmversuchen vorher, an die 25. Und davon haben mich erst 5-6 wiedergefunden.

    Was ich übrigens voll "falsch" gemacht habe: Ich hab für die ersten 8 Wochen einfach nur entsprechend wenig von meinem ganz normalen Essen genommen und weder den angepriesenen noch einem anderen dieser tollen Drinks.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 28.08.2021 21:51:23. Grund: Ergänzung
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    am 28.08.2021 23:13:04 | IP (Hash): 1795907957
    Hallo Maddi,

    meine Typ 2 Diagnose ist jetzt etwa 9 Monate her. Allerdings ist die Erkrankung bei mir schon etwas weiter (gewesen). Ich hatte z.B. bei Diagnose nüchtern einen BZ von 400 und einen Langzeitwert von über 13.

    Darum hat mir mein Arzt neben Metformin auch gleich mal Insulin verordnet, was den Vorteil hatte ich habe bisher auch Teststreifen von der Kasse bekommen.

    Meine Erfahrungen sind übrigens ein wenig anders als deine, ich habe in den ~ 2 Jahren vor der Diagnose 25kg abgenommen trotz viel Essen. Seit der Diagnose habe ich dann noch mal 25kg abgespeckt durch eine massive Umstellung der Ernährung.
    Ich bin auch davon überzeugt das Metformin dabei kräftig geholfen hat, aber ein Freifahrtschein ist es absolut nicht!
    Wenn ich Essen würde wie früher würden trotz Metformin meine Zuckerwerte wieder durch die Decke gehen und das Gewicht würde auch wieder ansteigen.

    Dank des Gewichtsverlust und der LowCab Ernährung brauche ich inzwischen übrigens auch kein Insulin mehr.

    Aller Anfang ist schwer und am Anfang erschlägt einen die Fülle der Informationen.

    Vor allem weil im WWW auch unheimlich viel Blödsinn steht, und viele wollen vor allem dein Bestes. dein Geld. Es gibt aber kein "Wundermittel", kein Heiltee, keine geheime Wurzel und auch kein ideales Lebensmitte gegen Diabetes.
    Weniger Gewicht hilft auf jeden Fall, auch regelmäßige Bewegung (da hapert es bei mir auch noch) und eben eine Ernährung mit wenige Kohlenhydraten.

    Die meistens Informationen die mir geholfen haben, habe ich hier im Forum gefunden.

    Bei einem Diabetologen war ich übrigens noch nicht, bin sehr zufrieden mit meinem Hausarzt. Die offiziellen Behandlungsrichtlinien sind wohl auch recht großzügig. Bei Typ 2 besteht dadurch aber die Gefahr das sich die Erkrankung im laufe der Jahre verschlechtert. Irgendwann braucht man dann stärkere Medikamente wie Insulin.

    Dennoch kann es natürlich nicht schaden zum Facharzt zu gehen wenn sein Hausarzt sich nicht in der Lage sieht dich angemessen zu behandeln. Aber bei Typ 2 liegt es eben nicht nur am Arzt sondern auch an dir.

    Gruß Tobias

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    am 29.08.2021 13:17:38 | IP (Hash): 281481309
    July95 schrieb:

    Wichtig beim Messen ist das Austesten der einzelnen Nahrungsmittel, ich sollte bspw. immer 2 Stunden nach der Mahlzeit messen, um zu schauen, ob die Mahlzeit passt. Dort sollte bei mir der Wert unter 160 liegen, was ich allerdings nur selten geschafft habe ohne Insulin damals (ich habe allerdings auch keinen Typ2),



    Mir war ja irgendwie klar das es nicht nur einen Diabetiker Typ gibt. Nachdem ich mich jetzt ein bißchen mehr eingelesen habe, kann man wohl froh sein, wenn man "nur" Typ 2 hat und damit die Möglichkeit noch selbst gut gegensteuern zu können,
    Einzelne Nahrungsmittel werde ich mir defintiv durchtesten. Angefangen mit meinen Lieblingssachen. Die größte Hürde für mich wird wohl sein regelmäßig zu essen. Ich gehöre zu den die 1-2 mal am Tag essen. Und die Hauptmahlzeit zumeist Abends einnehmen. An den Lebensumständen selbst kann ich nichts ändern, die dieses Verhalten bei mir bewirkt haben. Hmm.. Eine Ernährungsumstellung wird wohl noch das einfachste sein. Ein Verhalten zu ändern, das sich an individuelle Lebensumstände angepaßt hat scheint mir im Moment eine zu große Herausforderung. Ich kann icht essen , wenn ich im Streß bin.
    Da schnürt sich mir quasi die Kehle und der Magen zu. Ich komme zumeist erst sehr spät Abends zur Ruhe und habe zudem zumeist zu wenig Zeit/Möglichkeit zum schlafen. Wenn ich 6 Stunden am Stück schlafen kann bin ich froh. Das ist leider nicht veränderbar, weil das nicht an mir selbst liegt.
    Bearbeitet von User am 29.08.2021 13:51:09. Grund: vertippt und verschrieben
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    am 29.08.2021 14:12:40 | IP (Hash): 87850799
    maddi schrieb:
    Die größte Hürde für mich wird wohl sein regelmäßig zu essen. Ich gehöre zu den die 1-2 mal am Tag essen. Und die Hauptmahlzeit zumeist Abends einnehmen.

    Hallo Maddi,

    warum willst du regelmäßig essen? Das bringt dir keine großen Vorteile.

    Andere machen extra Intervallfasten, um Vorteile für das Gewicht und die Gesundheit zu erlangen. Das funktioniert auch für Typ2-Diabetiker sehr gut.

    Viel Erfolg, Rainer
    Bearbeitet von User am 29.08.2021 14:13:39. Grund: .
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    am 29.08.2021 14:24:00 | IP (Hash): 281481309
    " Warst Du inzwischen bei einem Diabetologen? "

    Nein, noch nicht. Das ist der nächste Schritt, der hoffentlich schnell funktioniert (Termin)

    "Aber es ist ein Irrtum, wenn Du meinst, Du kannst mit Metformin alles essen."

    Ich werde mit Metformin defintiv nicht alles essen. Ich war nur überrascht, dass ich Currywurst und Pommes essen konnte. Denn das habe ich zuvor auch nicht, aus unterschiedlichen Gründen.
    Metformin kann verführerisch sein, diesbezüglich. Kann, nicht muß.

    Mein Körper kommt ja nun auch "in die Jahre" und hat schon einiges hinter sich.
    Ohne Galle verzichte ich schon länger auf sehr fettreiches essen und mit einer Darm- OP, bei der ein stark entzündetes Teilstück entnommen werden mußte, grenzt man seine Nahrungsauswahl auch "freiwillig" ein.
    Wenn man es genau nimmt habe ich nie "normal" gegessen und sollte mich schon immer Eiweißreich ernähren. Brot steht z.B. dadurch seit jeher nicht groß auf meinem Speiseplan. Vertrage ich auch nicht sonderlich gut. Ich bin der Typ der so Sachen gerne isst, wie Erbsen,Kalbfleisch und dazu Kräuterquark. Brokkoli und Pute. Körnerkäse und Matjes, Quark mit Walnüssen und Honig... auf Letzteres bin ich gespannt, wie das anschlägt.
    Und ich liebe halt die asiatische Küche.. die leider voller Kohlehydrate steckt :(
    Wenigstens bleiben mir noch die geliebten Kräuter. Echt übel wäre es auf Koriander, Basilikum oder Petersilie verzichten zu müssen.
    Ich muß raus finden, was bei dem was ich esse für mich eine "Ernährungsfalle" ist.