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Kohlehydrate nach BE-Faktor essen?

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 08.09.2021
    am 09.09.2021 01:44:34 | IP (Hash): 431755402
    Hallo,
    ich bin Typ-1 Diabetiker mit BE-Faktor morgens 5, mittags 1, abends 3, nachts 3.
    Ich habe von gegensätzlichen Empfehlungen zum Frühstück für Diabetiker gehört.
    Ein Arzt empfiehlt morgens gut frühstücken, auch Kohlehydrate,
    ein anderer Arzt meint man kann auch Frühstück ausfallen lassen. Studien hierzu habe ich nicht gefunden. Was ist Eure Erfahrung hinsichtlich HbA1c bzw. Gewicht?

    Wenn ich morgens, mittags, abends je 4 BE esse muß ich 20+4+12=36 Einheiten Insulin spritzen.
    Wenn ich mittags, abends, nachts je 4 BE esse muß ich 4+12+12=28 Einheiten Insulin spritzen.
    Was ist gesünder? Vorteile/Nachteile?

    Liebe Grüße
    Uwe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 09.09.2021 09:14:01 | IP (Hash): 2054801245
    Hallo Uwe,

    für Typ2-Diabetiker und überhaupt für Leute mit Insulinresistenz gibt es sowohl Studien als auch genügend Erfahrungsberichte, dass das Weglassen des Frühstücks keine gute Idee ist. Für Typ 1er spielt das wahrscheinlich eher keine Rolle - außer wenn du neben dem Typ1-Diabetes auch eine ausgeprägte Insulinresistenz oder sogar einen Doppeldiabetes hast.

    Deine Rechnung ist aber vermutlich nur eine Milchmädchenrechnung. Der BE-Faktor ist meistens bei der ersten Mahlzeit am Tag höher als bei den anderen Mahlzeiten. Wahrscheinlich brauchst du ohne Frühstück beim Mittagessen einen größeren BE-Faktor, eventuell dann 5. Teste es ohne Frühstück aus, dann wirst du ja sehen wie es sich bei dir auswirkt. Die ärztliche Empfehlung hast du ja für beide Varianten.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 09.09.2021 10:53:01. Grund: BBCodes
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 09.09.2021 16:20:55 | IP (Hash): 914081317
    Bin auch Typ 1 und frühstücke schon seit Jahrzehnten nicht mehr (nur `nen großen Milchkaffee). Wenn ich ab ca 10 Uhr esse, ist das Ganze kein Problem mehr...

    Morgens kommen halt besonders Dawn- und evtl. Aufstehphänomen zusammen...
    Evtl. würde es helfen, noch im Bett etwas Bolus-Insulin zu spritzen, um das Aufstehphänomen abzufangen.

    Wie ist denn dein Blutzucker kurz vor und eine halbe Stunde nach dem Aufstehen?
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    Mitglied seit: 26.10.2015
    am 09.09.2021 16:21:05 | IP (Hash): 914081317
    .
    Bearbeitet von User am 09.09.2021 16:21:31. Grund: doppelt
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 09.09.2021 18:52:07 | IP (Hash): 2140105154
    Ich persönlich mache eine Art Intervallfasten und lasse schon seit Jahren auch vor der Diabetesdiagnose schon, mein Frühstück ausfallen. Das funktioniert bei mir sehr gut. Wichtig ist, dass man dann bei der zweiten eigentlichen Mahlzeit, bei dir ja dann Mittagessen mehr spritzen muss. Manchmal reicht der Zwischenfaktor also Faktor Frühstück+Mittagessen/2, manchmal braucht man einen etwas höheren Faktor.

    Passt denn sicher dein Nachts-Faktor? Den finde ich persönlich ungewöhnlich hoch. Meist ist der Frühstücksfaktor am Höchsten, der Mittagfaktor am Niedrigsten, der Abendfaktor dazwischen und der Nachtfaktor ebenfalls sehr niedrig. Bis auf der Nachtfaktor scheint diese Verteilung bei dir ja zuzutreffen. Wobei Ausnahmen auch immer möglich sind.
    Nachteile beim späten Essen ist, dass der Körper die Nacht mit Verdauen beschäftigt ist. Zudem schläft man dann mit aktiven Insulin und da ist die Gefahr gegeben, dass du häufiger vom Sensor geweckt wirst zwecks hoher/tiefer Werte.

    Du könntest stattdessen ja auch eine andere Aufteilung als strikt 4 BE pro Mahlzeit versuchen. Bspw. Morgens nur 2 BE, dafür Mittag und Abends entweder jeweils 1 BE mehr, oder an einer Mahlzeit 2 BE mehr. Bzw. grundsätzlich musst du dich ja auch nicht an strikt 12 BE pro Tag halten sondern kannst das ganze ein wenig flexibler auf deine Bedürfnisse anpassen.