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Freestyle Libre Sensor an anderer Stelle als Oberarm hinten?
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am 16.10.2021 18:53:26 | IP (Hash): 71113776
Hat jemand schon mit anderen Anbringungsorten des FreeStyle Libre Sensors experimentiert?
Ich werde demnächst an der rechten Hand operiert, dieser ganze Arm wird während der Operation mit einer Gummibinde blutleer gepresst, da sollte also besser kein Sensor drunter sein. Am linken Arm ist während der Operation die Blutdruckmanschette. Da kann man aber z.B. den Sensor ziemlich weit oben am Oberarm anbringen, sodass er nicht unter die Manschette zu liegen kommt. Nach der Operation ist die rechte Hand eine Zeit lang nicht verwendbar, also kann ich nur mit der linken Hand einen Sensor am rechten Arm erreichen. D.h. ich müsste bis zur Op. den Sensor weit oben am linken Arm tragen, nach der Operation auf den rechten Arm einen neuen Sensor. Um das alles zu umgehen, könnte ich den Sensor perioperativ auch woanders anbringen, z.B. Vorderseite Oberschenkel. Laut Abbott ist dann aber die Messgenauigkeit nicht mehr garantiert, weil der Flow der Interstitialflüssigkeit nicht optimal gegeben ist wie am Oberarm.
Ich kann natürlich einmal einen Versuch machen, einen Sensor anderswo platzieren und Vergleichsmessungen machen, um zu sehen, wie er dort funktioniert.
https://pepmeup.org/2018/09/05/alternative-tragestellen-freestyle-libre-sensor/ berichtet schon so etwas
Vielleicht hat aber jemand hier im Forum auch so was schon gemacht?
Bearbeitet von User am 16.10.2021 21:20:25. Grund: zusatz -
am 16.10.2021 19:37:20 | IP (Hash): 1277877169
Hab in meinem Jahr mit den Libres die meisten am Bauch gepappt, oberhalb des Gürtelbereichs, und bei Vergleichen keinerlei nennenswerte Unterschiede in der Anzeige beobachten können. Kann die Vorgabe von Abbott bis heute nicht nachvollziehen. - Für die Metzgerei gutes Gelingen!
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.10.2021 21:30:46 | IP (Hash): 71113776
Danke für die rasche Antwort und die Wünsche. Bauch ist wohl auch bei mir der ideale Ort, um den Sensor mit beiden Händen problemlos erreichen zu können, auch z.B. für Op-Personal in Rückenlage am Op-Tisch. Werde am Anfang auch mehr Parallelmessungen blutig machen, um mich zu beruhigen und weiter weg davon Insulin spritzen. Ca. 1 Woche vor der Op. ist der nächste planmäßige Sensorwechsel, da habe ich Zeit, das zu checken.
Unerwartete Diskrepanzen (Sensorwert deutlich größer als Blutwert) hatte ich am Oberarm bei 3 aufeinanderfolgenden Sensoren, die teilweise getauscht wurden. Jetzt wieder 3 Sensoren, wo's am Oberarm gute Übereinstimmung gibt. Davon einer, bei dem es ein ziemliches Subkutanes Hämatom rund um den Sensor gab, was in der Checklist von Abbott eigentlich eine Ursache für schlechte Funktion sein sollte. -
am 16.10.2021 21:54:04 | IP (Hash): 1277877169
Bei Libre 1 hatte ich durchgängig vollflächige Entzündungen der Setzstellen (waren immer die letzten 4-5 sichtbar) und in der Folge davon unterirdische Abweichungen zum Fingerpieks. ABER mit ner Fremdsoftware am Handy "weg"kalibrierbar. Also nix einfach nur lo wie auf Abbott, sondern alles passend zum Fingerpieks von 50-120 (wo Abbott meistens einfach lo sagte, sowohl Lesegerät als auch App). Obwohl nach Heißdraht weder Kleber noch Filament geändert wurden, hatte ich beim Libre 2 fiese Entzündungen beim Einstich und praktisch keine Reaktion in der Klebefläche. ähnlich miese Abweichungen vom Fingerpieks und wenigstens beim Wechsel keine kalibrierbar funktionierende Fremdapp, die von Abbott sowieso nicht, und deswegen hab ich's schlicht dran gegeben und bin komplett zurück beim Fingerpieks.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 18.10.2021 19:31:35 | IP (Hash): 1121801260
Offiziell ist beim Libre nur der Oberarm zugelassen, beim Dexcom dagegen Bauch, Oberarm und für Kinder unterer Rücken, aber nicht der Oberschenkel (soll dort eher bluten und ungenaue Werte anzeigen).
Es ist zahlreiche Stellen, wo andere Diabetiker versuchen ihren Libre-Sensor zu tragen. Das reicht von Oberschenkel, Bauch bis hin zu Dekollete bei Frauen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob jemand den Libresensor auch schon an die Wade gesetzt hat, oder ob das nur Insulinpumpenkatheter waren.
Der Hersteller gibt halt keine Garantie für alternative Setzstellen, fällt der Sensor vorzeitig aus, zeigt extremste Messabweichungen, etc. wird dieser nicht ersetzt.
Auf jeden Fall gründlich blutig gegenmessen, wenn du eine andere Stelle ausprobierst.
Im Krankenhaus ggf., aber insb. während der OP wird vermutlich eh blutig der Blutzucker gemessen. Als Tipp noch generell, nehme dir genug Diabeteszeug mit (auch Pennadeln, Insulin, alles fürs Blutzuckermessgerät), auch Hypo-KEs. Verlasse dich nicht darauf, dass sie etwas da haben. Und erwarte lieber nicht zu viel (Fach-)Wissen über Diabetes auf Station.. das Wissen kann z.T. leider unterirdisch sein..
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 25.10.2021 12:25:16 | IP (Hash): 71113776
Danke für die Tips.
Hab jetzt den Sensor über 4 Tage am Oberbauch unter dem Rippenbogen, Messwerte passen gut zu den blutigen Messungen, lediglich in den ersten beiden Nächten (wie aber auch oft bei der Applikation am Oberarm) falsch niedrige Werte, vielleicht auch durch Liegen darauf?
Hab mich auch heute bezüglich Kühlschranklagerung von Reservepens auf der Station erkundigt, geht ok. Ich war nicht sicher, ob sie das in Coronazeiten machen, auch wenn man geimpft und PCR-getestet reinkommt. Falls nicht irgendeine Infektion dazwischenkommt, wird das Zuckermanagement nicht so schwer, da ich im Krankenhaus keinen Sport betreiben werde.
Ansonsten neige ich ohnehin dazu, von allen notwendigen Sachen immer genug und oft mehr als genug mit dabei oder zu Hause zu haben... -
am 25.10.2021 12:29:17 | IP (Hash): 71113776
.....deswegen hab ich's schlicht dran gegeben und bin komplett zurück beim Fingerpieks....
Ich würde da nicht so schnell aufgeben. Mit Fingerpieks kommst Du kaum so gut hin wie mit der kontinuierlichen Messung, wenn die einmal funktioniert. FreeStyle Libre 3 ist winzig, das Filament und dessen Komponenten werden aber wahrscheinlich gleich sein. In Entwicklung sind auch Systeme, die von der Haut nichtinvasiv messen, bis dahin werden aber wohl noch einige Jahre vergehen... -
am 25.10.2021 18:08:13 | IP (Hash): 247139805
Franz47 schrieb:
Mit Fingerpieks kommst Du kaum so gut hin wie mit der kontinuierlichen Messung, wenn die einmal funktioniert.
Da reizt mich ja doch der Widerspruch: seit meiner Libre-Aufgabe noch vor CoVi mache ich mir meinen HBA1c unter 5,5 im BZ-Rahmen von meistens 60-70 bis 140-160 mg/dl mit meistens nur 1 Fingerpieks pro Tag.
Der Tag war voll im Zielbereich, wenn ich zur Kontrolle um 22 Uhr rum nach Auslaufen von der letzten Bolus- und Futterwirkung 70-100 mg/dl messe.
2 Tage und manchmal auch 3 nacheinander voll im Tagesziel kömmen häufiger vor, solche mit Abweichungen darüber im Bereich bis 130 mg/dl 1-2mal die Woche, mit höherer Abweichung vielleicht 1mal pro Monat. 70-50 vielleicht 1mal pro Woche, 40-50 vielleicht einmal pro Monat.
Auf die Idee zu dieser Art hat mich die häufige Fehlfunktion der Libresensoren bei mir gebracht. Denn ich konnte mir doch unmöglich bei jedem lo zur Kontrolle in den Finger pieken. Also hab ich in dem Jahr meinen BZ-Verlauf über den Tag sehr gut einzuschätzen gelernt - auch mit Hilfe des jeweiligen Kurvenverlaufs, wenn denn einer angezeigt wurde. - Funzt prima. Mein letzter 1c im Juli war genau 5,0 :)
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