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Mike - Neuzugang mit Hba1c von 14,2
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am 01.12.2021 07:40:33 | IP (Hash): 2108545586
Hallo,
Ich bin Mike, 50 Jahre, 170, und vor vier Wochen hatte ich ein Gewicht von 109 kg.
Da ich viel Durst hatte (bis zu 6 Liter Wasser am Tag) bin ich dann doch mal zum Arzt. Dort wurde dann mein Blutzucker mit 450 mg/dl gemessen.
Sofort bekam ich Metformin 500 verschrieben. Die erste Woche nur abends.
Nach einer Woche das Ergebnis der Blutuntersuchung: HbA1c-Wert von 14,9.
Die zweite Woche dann Metformin 500 zweimal täglich. Meine täglich gemessenen Blutzuckerwerte gingen dann schon wieder zurück. Damals noch auf knapp über 200 mg/dl am Morgen. Nach Ende der zweiten Woche gleich wieder eine Blutuntersuchung mit einem HbA1c-Wert von 13,5.
Habe auch gleich zu Beginn der Therapie meine Ernährung umgestellt und wieder mit Sport angefangen.
Ab der dritten Woche dann gleich zweimal Metormin 1000.
Und auch hier wieder nach zwei Wochen eine Blutuntersuchung. Der HbA1c-Wert ist jetzt auf 10,3 gesunken.
Meine täglichen Blutzuckerwerte schwanken seitdem zwischen 95 und 135 mg/dl. (ich messe 6 Mal am Tag).
Jetzt sind 4 Wochen seit Beginn der Therapie herum. Mein HbA1c-Wert ist in dieser Zeit von 14,9 auf 10,3 gesunken. Mein Gewicht habe ich schon um 4 kg sinken können. Jetzt will mein Arzt mir aber trotzdem schon Insulin geben, weil der HbA1c-Wert noch zu hoch ist.
Der HbA1c-Wert ist doch ein Durchschnittswert der letzten 8-12 Wochen. Sollte man da nicht noch warten mit weiteren Maßnahmen, da meine Messungen im Durchschnitt 105 mg/dl momentan betragen?
Mike
Bearbeitet von User am 01.12.2021 07:41:27. Grund: verschrieben -
am 01.12.2021 08:11:43 | IP (Hash): 57453442
Hallo Mike,
du solltest das Ergebnis noch mal kontrollieren, vielleicht liegt dort im Labor ein Fehler vor.
Bei den Wert von 135 zeigt der BZ-Rechner, den ich hier reingestellt habe, einen Wert von 6,6 an.
Das Programm Diapass6 zeigt einen Wert von 6,3 an.
Das dürfte sich dann in der Mitte treffen.
Es gab hier schon einen Fall wo der Laborwert fasch war. Könnte also auch bei dir so sein.
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am 01.12.2021 09:30:54 | IP (Hash): 103203839
Laut Leitlinien und DMP Diabetes sollte der HbA1C in drei bis sechs Monatsabständen kontrolliert werden. Nach zwei Wochen hat der HbA1C keine Aussagekraft, du hast es richtig gelesen, er zeigt den Durchschnitt der letzten 8-12 Wochen an. Nach Diagnose dauert es meist 3-6 Monate bis der HbA1C gut runtergegangen ist. Deine Blutzuckerwerte zeigen ja, dass du auf einen super guten Weg bist. Der HbA1C wird auch bald besser werden.
Dein Hausarzt scheint wenig Ahnung von Diabetes zu haben. Ich habe noch nirgends gelesen, dass nach 2 bzw. 4 Wochen nach Diagnose nur anhand des HbA1Cs bereits die Therapie so stark abgeändert werden soll, obwohl die täglichen Messwerte sich deutlich verbessert haben. -
am 01.12.2021 09:33:50 | IP (Hash): 103203839
Helmuth schrieb:
Hallo Mike,
du solltest das Ergebnis noch mal kontrollieren, vielleicht liegt dort im Labor ein Fehler vor.
Bei den Wert von 135 zeigt der BZ-Rechner, den ich hier reingestellt habe, einen Wert von 6,6 an.
Das Programm Diapass6 zeigt einen Wert von 6,3 an.
Das dürfte sich dann in der Mitte treffen.
Es gab hier schon einen Fall wo der Laborwert fasch war. Könnte also auch bei dir so sein.
Da der Blutzucker ja erst seit kurzem so gut ist, aber der HbA1C über 8-12 Wochen sich erstreckt, passt der 10,x HbA1C sehr gut ins Bild und es wird kein Laborfehler sein. Sollte der HbA1C 3 Monate auf einem Niveau von 135 sein, würde dann vermutlich auch der HbA1C entsprechend ca. 6,5% sein. Aber noch ist der 135mg/dl Blutzucker nicht der Durchschnittswert der letzten 3 Monate, sondern der Durchschnittswert liegt noch deutlich höher.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 01.12.2021 09:58:50 | IP (Hash): 734611598
Mikkylein schrieb:
Jetzt will mein Arzt mir aber trotzdem schon Insulin geben, weil der HbA1c-Wert noch zu hoch ist.
Der HbA1c-Wert ist doch ein Durchschnittswert der letzten 8-12 Wochen. Sollte man da nicht noch warten mit weiteren Maßnahmen, da meine Messungen im Durchschnitt 105 mg/dl momentan betragen?
Sorry, aber Dein Arzt hat offenbar wie der Helmut hier auch keine Ahnung vom HBA1c. Der Wert lässt sich nicht aus dem aktuellen Blutzuckerwert bestimmen, sondern bezeichnet den Anteil der über die vergangenen ca. 12 Wochen verzuckerten roten Blutkörperchen.
Die "Rechner" sind Schätzer, die bei konstant gleicher Blutzuckerführung durchaus sehr passend schätzen können. Und ein Zwischending sind die Tester, die immer mehr Ärzte heute in der Praxis haben. - Für Deine Info, und nicht dem Dok zu widersprechen!!!
Und beim Insulin würd ich ihm auch nicht widersprechen, sondern das Rezept einfach nehmen, damit er Ruhe gibt, und bei Deinen Ergebnissen schlicht liegen lassen.
https://a7582688-a1e5-4056-88a2-dfd422642832.filesusr.com/ugd/32a606_b02597c39b5c4f6e9b6f2291ca6c9d08.pdf
Vielleicht vergleichst Du mal und stellst fest, dass Du dich mit Deiner Blutzucker-Steuerung schon ganz intuitiv nach diesem Rezept richtest?
Daumendrück für weiteres gutes Gelingen!
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 01.12.2021 13:11:14 | IP (Hash): 57453442
das Rezept sollte man besser einlösen, kostet zwar 10,00 € aber dafür erhält man die Teststreifen kostenlos, falls du die bisher selber bezahlt hast. Das können je nach dem wie die Praxis das handhabt gute 200 Teststreifen sein.
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am 01.12.2021 14:24:01 | IP (Hash): 407716475
Hallo Mike
Hier mal der Verlauf von mir
Nur mit Metformin und natürlich Ernährungsumstellung.
26.06.2020 - 13,3
07.07.2020 - 11,9
03.11.2020 - 6,2
15.12.2020 - 6,3
Wie schon geschrieben wurde dauert es eine Weile.
Mit dem Insulin würde ich noch abwarten. Erst wenn sich die Werte nicht stark verbessern darüber nachdenken.
Gruß
Peter
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Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - LZW zZ 6,1 Stand 12/21 (ich arbeite weiter daran)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 01.12.2021 14:45:22 | IP (Hash): 1040372874
Hi,
ich kann mich den anderen nur anschließen.
Deine selbst gemessenen Werte sehen so gut aus das Insulin wohl nicht nötig ist.
Ich hatte vor einem Jahr ähnlich hohe Werte und dann auch mal ~6 Monate Langzeitinsulin gespritzt.
Musste die Dosis aber ständig reduzieren, bis ich dann schließlich bei Null gelandet bin.
Wie schon gesagt stehen dir als Insulinpflichtiger Typ 2 200 BZ Teststreifen pro Quartal auf Rezept zu.
Bei 6 Messungen am Tag solltest du das also durchaus nutzen.
Auch einen kostenlosen FreeStyle Libre könntest du dir dann mal bestellen. Verschrieben kriegst du ihn wahrscheinlich nicht wenn du Werte so gut geworden sind.
Und du solltest dir einen Diabetologen suchen! Wie dein Arzt scheint da nicht ganz auf dem laufenden zu sein.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 01.12.2021 14:54:22 | IP (Hash): 103203839
Helmuth schrieb:
das Rezept sollte man besser einlösen, kostet zwar 10,00 € aber dafür erhält man die Teststreifen kostenlos, falls du die bisher selber bezahlt hast. Das können je nach dem wie die Praxis das handhabt gute 200 Teststreifen sein.
Ich halte absolut nix davon, Rezepte einzulösen, die man nicht braucht und im Vorfeld weiß, dass man das Medikament eh nicht nimmt. Insulin ist zudem kein sehr billiges Medikament für die Krankenkasse. Es wäre definitiv falsch, dass dann zu holen um es schlussendlich wegzuwerfen.. kostet zwar für uns nur 10€, für die Krankenkasse aber deutlich mehr (ca. 100€).. und der Betrug käme früher oder später eh raus.
Außerdem macht mich diese Aussage auch ein wenig wütend. Insulin ist ein lebensnotwendiges Medikament für Typ1 Diabetiker. In anderen Ländern der Welt sterben Kinder an Typ1 Diabetes, da sie sich kein Insulin leisten können. Davon sind auch Menschen ohne Krankenversicherung bspw. in den USA betroffen. Typ1 Diabetes kann man nur mit Insulin behandeln, eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Ohne Insulin sterben sie.
Hier in Deutschland wird dann Insulin sinnlos verschwendet, während woanders ein Kind an seinem Diabetes stirbt...
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am 01.12.2021 15:02:15 | IP (Hash): 1588218635
Man könnte das Insulin ja spenden damit es nicht vergeudet ist. Ist aber ja auch nicht Sinn der Sache.
Man kann ein Rezept aber auch nur teilweise einlösen, also eben nur die Messsteifen die man auch sinnvoll und durchaus im Interesse der KK nutzt. Auch wenn die KK sich dessen nicht mal bewusst ist ;)