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93 mg/dl und doch kein *

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    am 12.12.2021 22:56:08 | IP (Hash): 1632316309
    Ein Sternchen genehmige ich mir aktuell für 70-90 mg/dl um 22 Uhr. Und damit das ein bisschen spannender wird, ist das häufig meine einzige Messung am Tag. Heute mit 44 Einheiten Insulin gesamt, gestern auch 93 mit 30 Einheiten. War auch kein Sternchen.
    Aber ich bin noch von der alten Sorte, für die’s ein Sehr Gut halt nur mit NULL Fehlern gab und nicht wie bei den Enkeln heute mit 4,5 und mit Null Fehlern ne 1+. - Vorgestern übrigens 89 mit Sternchen ;)

    Klar ist das alles mein Spiel, und das muss niemand nachmachen! Es ist meine Art, mich in meiner Spur zu halten.
    Mit dem Messen bei jedem Essen wollte das schon deswegen zuletzt immer seltener gelingen, weil’s langweilig war, immer praktisch die gleichen Werte zu messen und einzutragen. Wenn ich dann mal 3 Stunden nach einem Essen plötzlich einen außerirdischen Wert sah, hat mich das natürlich schockiert. Und dann ergab intensiveres Hirnen in aller Regel, was ich passend für außerirdisch zwar einverleibt, aber nicht gespritzt hatte.

    Also musste ich mir was einfallen lassen, womit ich mich weiter zuverlässig in meiner Spur halten kann. Angefangen hab ich damit vor CoVi. Da war ich schon bei der Stichprobe nur noch alle 3 Tage um 22.00 Uhr. Mit CoVi bin ich dann wieder zu täglich zurück, weil ein sehr gutes Zeichen für eine Infektion mein zum rapiden Anstieg neigender BZ ist, und den wollte ich nicht gerne erstmal 2 Tage mit mir rumschleppen.
    Und dann bin ich ja auch viel zu neugierig und will möglichst früh mitkriegen, wenn so komische Viren in mir andocken ;)

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 13.12.2021 15:30:01 | IP (Hash): 256553056
    Gut, ich hatte gestern 4 Messungen.
    NBZ 137mg/dL
    3 Stunden nach einem sehr späten Frühstück 80mg/dL
    1 Stunde nach 2 Scheiben KRAFT KERNI mit Leberwurst
    4 hartgekochte Eier
    1 Apfel und 5 Walnüsse 134mg/dL
    und 70 Minuten danach 114mg/dL
    Ein * muss nicht unbedingt sein, ich will nur das ich nüchtern unter
    100 komme, damit ich das Metformin reduzieren kann.
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    am 13.12.2021 16:36:46 | IP (Hash): 1478467049
    Super Jürgen
    Du bist für mich der maradonna des Diabetes, ich glaube weltweitgibt es niemand anderen auf diesem Niveau...weiter so

    hjt_Jürgen schrieb:
    Ein Sternchen genehmige ich mir aktuell für 70-90 mg/dl um 22 Uhr. Und damit das ein bisschen spannender wird, ist das häufig meine einzige Messung am Tag. Heute mit 44 Einheiten Insulin gesamt, gestern auch 93 mit 30 Einheiten. War auch kein Sternchen.
    Aber ich bin noch von der alten Sorte, für die’s ein Sehr Gut halt nur mit NULL Fehlern gab und nicht wie bei den Enkeln heute mit 4,5 und mit Null Fehlern ne 1+. - Vorgestern übrigens 89 mit Sternchen ;)

    Klar ist das alles mein Spiel, und das muss niemand nachmachen! Es ist meine Art, mich in meiner Spur zu halten.
    Mit dem Messen bei jedem Essen wollte das schon deswegen zuletzt immer seltener gelingen, weil’s langweilig war, immer praktisch die gleichen Werte zu messen und einzutragen. Wenn ich dann mal 3 Stunden nach einem Essen plötzlich einen außerirdischen Wert sah, hat mich das natürlich schockiert. Und dann ergab intensiveres Hirnen in aller Regel, was ich passend für außerirdisch zwar einverleibt, aber nicht gespritzt hatte.

    Also musste ich mir was einfallen lassen, womit ich mich weiter zuverlässig in meiner Spur halten kann. Angefangen hab ich damit vor CoVi. Da war ich schon bei der Stichprobe nur noch alle 3 Tage um 22.00 Uhr. Mit CoVi bin ich dann wieder zu täglich zurück, weil ein sehr gutes Zeichen für eine Infektion mein zum rapiden Anstieg neigender BZ ist, und den wollte ich nicht gerne erstmal 2 Tage mit mir rumschleppen.
    Und dann bin ich ja auch viel zu neugierig und will möglichst früh mitkriegen, wenn so komische Viren in mir andocken ;)

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    am 13.12.2021 16:42:51 | IP (Hash): 1053701217
    Deine 80 3 Stunden nach dem Frühstück würden mich an Deiner Stelle mal 14 Tage Leberentfettung versuchen lassen. Um 600 kcal pro Tag, am einfachsten morgens+mittags+abends 1 Becher Formula plus irgendwas an Salat mit zusammen nicht mehr als 200 kcal Tag.
    Bis zu meiner Leberentfettung bin ich immer mit 140-160 in den Tag gestartet, auch wenn ich 4 Stunden nach dem letzten Essen mit 85 ins Bett gegangen war. Seitdem stehe ich dann auch mit 80-90 um 7 oder 8 Uhr auf, und die kann ich auch dann noch messen, wenn ich erst um 10 frühstücke.

    Heißt nicht, dass das bei Dir auch funktionieren MUSS, aber wenn Du's mal machen würdest, könnte es :)

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    am 13.12.2021 20:52:32 | IP (Hash): 256553056
    Guten abend Jürgen,
    an sowas denke ich auch. Irgendwo ist noch Fett, das muss weg.
    Ich bin erstmal so einigermaßen mit den Tagesblutzuckerspiegel
    zufrieden, und versuche unter 140mg/dL zu bleiben.
    Bis jetzt habe ich nur die Diagnose: Diabetes mellitus.
    Ich möchte mich und meine Organe genauer untersuchen lassen,
    bekomme aber keinen Kontakt mit der Schwerpunktpraxis und
    keine Antwort auf die E-Mails. Ich kann jetzt nur noch persönlich
    mal fragen ob die Diabetologen Zeit für mich haben.
    Fasten ist mir im Moment noch zu hart, ich muss etwas essen,
    weil ich nicht mehr Muskeln verlieren will, und zusammenbrechen
    will ich auf garkeinen Fall.
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    am 13.12.2021 21:36:19 | IP (Hash): 1053701217
    Du wirst einen normalen Checkup kriegen: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Schäden von Diabetes. Aber auch keinen organischen Hinweis darauf, wo der T2 herkommt. Sowas kennt unsere Medizin bis heute noch nicht wirklich.
    Behandlungsmäßig machst Du alles richtig, wie Deine BZ-Werte zeigen. Nach allgemeiner Diabetologiesicht müssen die nicht besser, sondern können auch gern locker wieder schlechter. Geht am einfachsten, wenn Du wieder mehr über 100 zwischen den Mahlzeiten zulässt und ein bisschen häufiger über 140 ;)

    Dass die Leber infolge Fehlsteuerung durch Fetteinlagerungen, die da nicht hingehören, sondern in die Schwimmhilfen, falsch zuviel Glukose ausgeben kann, haben zwar alle Diabetologen irgendwie seit 2012 in irgendnem Zettelkasten https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/dme.12039
    setzen davon aber bislang praktisch NICHTS in die Praxis hier in D um.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 13.12.2021 21:39:29. Grund: .
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    am 14.12.2021 20:58:55 | IP (Hash): 1638405938
    Entweder du belügst dich selbst oder ein (insulinpflichtiger) Typ2 ist so viel leichter zu händeln als ein Typ1.

    Es gibt so viele Einflüsse auf den Blutzucker:
    - Stress
    - schlecht geschlafen/Alpträume
    - früher/später aufgestanden
    - mehr/weniger Bewegung
    - Krankheit
    - schlechte Spritzstelle
    - Rezeptor up/down Regulierung
    - Temporäre Resistenzen bei bereits leicht erhöhten Werten...

    Wie willst du dabei die exakte Insulindosis bestimmen, wenn sich die Insulindosis immer aus aktuellen Blutzucker und gegessener Mahlzeit zusammensetzt. Ohne zu messen, weißt du das doch gar nicht und kannst nicht korrigieren. Ich muss auch den SEA am gemessenen Blutzuckerwert anpassen. Auch das geht ohne Blutzuckerwert nicht.

    Das es langweilig sein kann, immer nach 3 Std. nach der Mahlzeit zu messen, kann ich verstehen.
    Aber vor einer Mahlzeit und dem Insulinspritzen sollte es definitiv dazugehören. Wenn du bereits niedrig bist, es aber noch nicht merkst und dann spritzt und deinen normalen SEA einhälst, unterzuckerst du am Ende richtig.

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    am 14.12.2021 22:27:22 | IP (Hash): 2055139021
    July95 schrieb:
    Entweder du belügst dich selbst oder ein (insulinpflichtiger) Typ2 ist so viel leichter zu händeln als ein Typ1.


    Vielleicht finden wir ein bisschen davon zusammen raus?

    In den Jahren mit HbA1c 7und und 140-160 IEs gesamt am Tag hätte ich praktisch genauso geschrieben wie Du hier. Weiter runter geht nur mit wenigstens einer Hypo am Tag, zwar nicht Licht aus, aber mieses Gefühl für 2-3 Stunden, hab ich damals meinem T1 Arbeitskollegen häufig genug geantwortet, wenn der mich zum völlig gesunden BZ-Verlauf überreden wollte, nach heutigem Verständnis zu TIR 100% mit 80% davon im Bereich bis 140 mg/dl.

    Seine im Prinzip recht einfache Antwort: Ich messe immer dann, wenn der BZ tiefer sinken kann, als ich das haben will. Also z.B. am Schreibtisch 2 Stunden nach dem Spritzen, in der Werkstatt schon nach 1,5 Stunden.
    Ok, er hatte seine postprandialen Schreibtisch- und Werkstatt-Kurven Xmal in 10-Minuten-Schritten gepiekst (damals gabs noch kein Libre) und wusste von daher, um welchen Testwert herum zu welcher Zeit in welcher Höhe er den Auslauf in seinem Zielbereich erwarten konnte. Und bei niedriger als erwartet und gewünscht, war das der Anlass für den passenden(!) zusätzlichen Happen rechtzeitig ÜBER der Hypogrenze zum waagerechten Kurvenauslauf im Zielbereich vor der nächsten Mahlzeit.

    Natürlich hab ich damals nicht auf einen Schlag aufgehört, vor dem Essen zu messen. Und natürlich hab ich viel mit Essenseinflüssen zu kämpfen gehabt, bis mir aus meinen Protokollen klar wurde, dass mein BZ auf 12 Gramm KH von einer Sorte wie auf 1 BE reagieren konnte, auf 12 Gramm KH von einer anderen Sorte wie auf 0,5 BE und auf 12 Gramm KH von einer weiteren wie auf 1,5 BE.
    Vor da an hab ich nicht mehr auf BEs umgerechnet, sondern immer aufgeschrieben, wieviel etwa von was konkret. Damit wurden im postprandialen Verlauf nach und nach immer weniger Korrekturen fällig, und ich konnte den recht flüssig ohne jedes Hyporisiko von 100-120 auf 70-90 absenken. Und mit Auslauf von der vorhergehenden Mahlzeit um 70-90 mit Toleranzrand ist ne Messung vor der dann anstehenden wirklich über. Zumal Messen ja fachoffiziell mit dem Schutz vor Hypo begründet wird! Und wann könnte der passender funktionieren, als NACH Spritzen und Essen wirklich zeitnah rechtzeitig VOR ihrem möglichen Eintritt?

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    Bearbeitet von User am 15.12.2021 10:57:14. Grund: .
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    am 16.12.2021 13:04:06 | IP (Hash): 154167451
    Deine Antwort geht kaum auf meine Frage ein.

    Dass man es schafft, genau die Insulinmenge zu bestimmen, die man für eine jeweilige Mahlzeit braucht, um wieder nach 3 Std. wieder am Ausgangswert anzukommen, glaube ich sofort. Jedoch nur, wenn der Wert vorher im Zielbereich lag. Startest du mit 90 zu essen und machst dein dir bekanntes Vorgehen (SEA, Insulinmenge, ...) wird es funktionieren. Bist du allerdings vorab bei 50-60 brauchst du weniger Insulin, bist du vorab bei 200 brauchst du deutlich mehr Insulin. Ohne vorab den Blutzucker zu messen, kannst du nicht wissen, wie viel du genau brauchst.
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    am 16.12.2021 14:24:42 | IP (Hash): 1669883219
    July95 schrieb:
    Deine Antwort geht kaum auf meine Frage ein.


    Doch, genau, und das schreibst Du hier doch sogar selbst:
    July95 schrieb:
    Dass man es schafft, genau die Insulinmenge zu bestimmen, die man für eine jeweilige Mahlzeit braucht, um wieder nach 3 Std. wieder am Ausgangswert anzukommen, glaube ich sofort. Jedoch nur, wenn der Wert vorher im Zielbereich lag. Startest du mit 90 zu essen und machst dein dir bekanntes Vorgehen (SEA, Insulinmenge, ...) wird es funktionieren.


    Was dann folgt, stimmt zwar, aber ist doch im Zusammenhang völlig unlogisch:
    July95 schrieb:
    Bist du allerdings vorab bei 50-60 brauchst du weniger Insulin, bist du vorab bei 200 brauchst du deutlich mehr Insulin. Ohne vorab den Blutzucker zu messen, kannst du nicht wissen, wie viel du genau brauchst.


    Im Zusammenhang bin ich doch um 3 Stunden nach dem Essen im Zielbereich angekommen, wie meine Messung bestätigt hat, und es besteht kein Grund zu der Annahme, dass sich am Verlauf in der 1 Stunde bis 2 bis zum nächsten Essen daran grundlegend etwas ändert, jedenfalls nicht bei mir.
    Zeigt Dein Libre bei Dir im postabsorptiven Bereich denn tatsächlich Veränderungen in der Größenordnung von 50-60 bis 200 gegenüber dem postprandialen Auslauf?

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    Bearbeitet von User am 16.12.2021 14:28:53. Grund: .