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Sind das Anzeichen für Diabetes?

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 03.01.2022
    am 03.01.2022 20:44:11 | IP (Hash): 1151596080
    Hallo liebe Forumsteilnehmer,

    kann es sein, dass diese Anzeichen bei mir auf Diabetes hinweisen`?

    -Ich habe in den letzten Jahren immer wieder Phasen, wo sich meine Sehkraft stark verschlechtert. Das meist in der dunklen Jahreszeit auf und wird dann im Frühling/Sommer wieder besser. Ich bin Brillenträge (-6 Dioptrin) und sehe dann trotz Brille mehr oder wenige schlecht.

    - Ebenfalls treten bei mir seit einigen Jahren vor allem an Oberschenkeln und Oberarmen Hautprobleme auf. Es sind zunächst kleine Pustel, die dann durch Jucken/Kratzen sich entzünden, größer werden und nur nach sehr langer Zeit abheilen bzw. vernarben.

    - Des weiteren hatte ich in den letzten 15 Jahren mehrere depressive Episoden und nehme auch jetzt täglich noch Antidepressiva.

    - seit den letzten Monaten habe ich vor allem nach dem Aufwachen Schmerzen in der linken Schulter, was wohl auf eine Kalkschulter hinweisen könnte, die im Netz auch mit Diabetes in Verbindung gebracht wird.

    - mein Blutzucker betrug heute nüchtern 162 mg/dl (gemessen mit dem Messgerät "GlucoCheckAdvanced",Misst das Geräte zuverlässig?)

    All diese Problematiken habe ich schon versucht, im letzten Jahr mit meiner Hausärztin abzuklären (selbst gemessene Werte waren da ähnlich hoch) und ihr auch die oben beschriebenen Symptome geschildert. Der darauffolgende Labortest meines Blutes ergab aber lt. Ärztin überhaupt keine Hinweise von Diabetes. Parallel dazu habe ich eine Hautärztin wegen des Ausschlags kontaktiert. Aber auch nach zwei Spritzen und zweimaliger verschriebenen Salbe mit Cortison hat keine Besserung gebracht. In Richtung Diabetes hat mich die Hautärztin allerdings auch nicht gefragt.

    Da die Augenproblematik, wie beschrieben im Frühjahr/Sommer wieder besser wurde, habe ich erst einmal nichts weiter unternommen um in den vergangenen Wochen wieder feststellen zu müssen, dass die Probleme wieder da sind.

    Kann es sein, dass der Blutzuckerspiegel im Laufe eines Jahres stark schwankt?

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und würdet ihr mir raten, einen Diabetologen aufzusuchen?

    Ganz herzlichen Dank für die Antworten und allen noch alles Gute und vor allem Gesundheit für 2022








  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 392
    Mitglied seit: 10.01.2021
    am 03.01.2022 21:10:25 | IP (Hash): 1515891051
    Hallo Scorer,

    ob Deine Hautprobleme etwas mit Diabetes zu tun haben, weiß ich nicht. Aber Dein BZ-Wert von nüchtern 162 deutet auf Diabetes hin. Gehe auf alle Fälle zu einem Diabetologen und lasse es abklären.

    Gruß,
    Biggi
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 03.01.2022 22:02:53 | IP (Hash): 1856392869
    Auf den ersten Blick lesen sich deine Beschwerden nicht wie typische Begleiterscheinungen eines unerkannten Diabetes. Man kann aber immer auch verschiedene Dinge gleichzeitig haben.

    Aber ja, dein Nüchternblutzucker ist zu hoch. Ich habe mal nachgeschaut, dein Messgerät erfüllt die DIN Norm und ist deshalb einigermaßen genau für Handmessgeräte, genauer und für die definitive Diagnose unerlässlich ist die Laboruntersuchung. Klar kann es prinzipiell auch mal eine Fehlmessung sein, aber die Wahrscheinlichkeit ist eher geringer.

    Ich würde als erstes nochmal beim Hausarzt vorsprechen und ihm das Ergebnis deiner Selbstmessung sagen. In vielen Bundesländern kann man nur mit Überweisung überhaupt zum Diabetologen. Der Hausarzt könnte aber prinzipiell, wenn er halt möchte, auch die ersten Tests (Nüchternblutzucker, HbA1C und falls noch nicht eindeutig OGTT) durchführen.

    Zwecks deines Hautausschlages, hast du da denn eine genaue Diagnose? Ich selbst leide an Prurigo Simplex subacuta, deine Beschreibung klingt ähnlich. Wirklich geklärt, warum diese Hautkrankheit auftritt, ist es nicht. Es gibt einige Begleiterkrankungen wie Diabetes oder psychische Probleme, wo anscheinend die Krankheit häufiger auftritt. Bei mir gibt es einen Zusammenhang mit meiner Morbus Crohn Erkrankung, der Diabetes kam erst später. Mir hilft bei einer akuten Ausschlagphase gut Fucicort Salbe. Das ist eine antibiotika und cortisonhaltige Salbe. Ich muss sie allerdings sehr zeitig auftragen, sonst hilft es nicht mehr. Und sobald man sich die Stellen aufkratzt bleiben leider Narben, allerdings verschwinden diese nach wenigen Jahren.

    Zwecks deiner Augen wurde mal auf Vitamin D Mangel getestet? Ein Vitamin D Mangel tritt hauptsächlich in den Wintermonaten auf und kann u.a. auch zu Sehproblemen führen.
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    Beiträge: 3874
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 03.01.2022 22:59:01 | IP (Hash): 745799094
    Hallo Scorer,

    ehe du von inem so hohen Nüchtern-BZ ausgehst, musst du schon noch 2 ... 3 mal messen. Messfehler können aus den unterschiedlichsten Gründen immer mal vorkommen, deshalb kannst du nicht von einer einmaligen Messung ausgehen. Natürlich solltest du das auch noch einmal zu deiner Ärztin gehen, um die Werte überprüfen zu lassen. Bitte sie ausdrücklich darum, auch den Nüchtern-BZ bestimmen zu lassen, falls sie sich nur nach dem HbA1c richten will. Vielleicht gehörst du ja zu den wenigen Fällen, bei denen das HbA1c falsch niedrig ausfällt. Wenn der Nüchten-BZ als Laborwert in Ordnung ist und der HbA1c-Wert auch, dann vergiss deine selbst gemessenen Werte, dann ist es wirklich kein Diabetes. Lass dir die Werte aber geben, damit du selbst einschätzen kannst, wo du in Bezug auf Diabetes stehst. Falls es Prädiabetes ist, dann wäre das kein Fall für deine Ärztin, aber du selbst könntest einer weiteren Diabetesentwicklung wirkungsvoll entgegen wirken.

    Die von dir beschriebenen Symptome müssen nicht mit Diabetes zusammen hängen, können es aber. Eine Diagnose lässt sich daraus aber nicht ableiten.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 03.01.2022 22:59:50. Grund: BBCodes
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    am 03.01.2022 23:20:36 | IP (Hash): 1242969093
    Der einzige Wert, der für Diabetes spricht, sind die 162mg/dl. Alles andere ist unspezifisch.
    Du brauchst zunächst nicht zu einem Diabetologen, sondern zu Deinem Hausarzt, der unbedingt den HbA1c bestimmen sollte. Wenn Du von einem NBZ von 162 berichtest, wird der Hausarzt das sicherlich auch tun.
    Lg
    Hape
    Bearbeitet von User am 03.01.2022 23:22:35. Grund: Ergänzung
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    am 04.01.2022 08:23:25 | IP (Hash): 1181163130
    Danke Rainer, dass du nach all den Jahren endlich mal den hba1auch kritisch betrachtest. Die ständige leier von dir nach dem Motto, lass den hba1c messen, wenns unter 5,7 liegt ist diabetes ausgeschlossen, hat wohl auch ein Ende, danke für die Entwicklung.


    Rainer schrieb:
    Hallo Scorer,

    ehe du von inem so hohen Nüchtern-BZ ausgehst, musst du schon noch 2 ... 3 mal messen. Messfehler können aus den unterschiedlichsten Gründen immer mal vorkommen, deshalb kannst du nicht von einer einmaligen Messung ausgehen. Natürlich solltest du das auch noch einmal zu deiner Ärztin gehen, um die Werte überprüfen zu lassen. Bitte sie ausdrücklich darum, auch den Nüchtern-BZ bestimmen zu lassen, falls sie sich nur nach dem HbA1c richten will. Vielleicht gehörst du ja zu den wenigen Fällen, bei denen das HbA1c falsch niedrig ausfällt. Wenn der Nüchten-BZ als Laborwert in Ordnung ist und der HbA1c-Wert auch, dann vergiss deine selbst gemessenen Werte, dann ist es wirklich kein Diabetes. Lass dir die Werte aber geben, damit du selbst einschätzen kannst, wo du in Bezug auf Diabetes stehst. Falls es Prädiabetes ist, dann wäre das kein Fall für deine Ärztin, aber du selbst könntest einer weiteren Diabetesentwicklung wirkungsvoll entgegen wirken.

    Die von dir beschriebenen Symptome müssen nicht mit Diabetes zusammen hängen, können es aber. Eine Diagnose lässt sich daraus aber nicht ableiten.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.