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Fettleber vers Zucker

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 22.03.2022
    am 22.03.2022 20:33:31 | IP (Hash): 1963064017
    Grüß Euch,
    wenn eine Fettleber geringer wir, sinkt dann auch der Zuckerwert Diabetes 2? bzw die Zuckerresilienz.
    Bzw wie wirkt sich der Abbau der Fettleber auf Diabetes 2 aus?

    LG
    Herbert
    Bearbeitet von User am 22.03.2022 20:35:00. Grund: Erweiterung
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    am 22.03.2022 21:48:00 | IP (Hash): 85597136
    Willkommen im Club ;)

    Die meisten Menschen mit ner Fettleber haben keinen Diabetes.

    Die meisten Menschen mit Typ 2 haben eine Fettleber.

    Unter denen mit Typ 2 mit Fettleber macht die Verringerung des Leberfetts mit sehr kalorienarmer Ernährung (600-800 kcal/Tag) recht zuverlässig schon nach einer Woche die Normalisierung des Nüchtern-BZ von einem Tag auf den anderen. Ist wie wenn da ein Schalter umgelegt wird.

    Wo der Schalter in gleicher Weise bei der einen mit 30% Fettleber funktioniert und beim anderen mit 80% Fettleber, kann das Fett auch wieder nur ein Symptom sein und nicht die Ursache vom Typ 2.

    Um 6 Wochen weiter mit der Ernährung werden offenbar weitere störende Fetteinlagerungen z.B. im Pankreas aufgebraucht. Damit wird dann auch wieder sehr viel passender auf gegessene Glukose reagiert.

    Wer seinen Blutzucker misst, wird also nach der ersten Woche - beim einen nach 6 und bei der anderen nach 8 Tagen morgens nüchtern unter 100 mg/dl messen. Und nach weiteren 5 Wochen in der Spur wird der BZ in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Einverleiben der gleichen Scheibe Brot seeehr viel niedriger zu lesen sein, als am Beginn des gezielten Fettverbrauchs.

    Original dazu hier https://www.ncl.ac.uk/media/wwwnclacuk/newcastlemagneticresonancecentre/files/banting-memorial-lecture.pdf

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    Mitglied seit: 22.03.2022
    am 24.03.2022 19:03:23 | IP (Hash): 1963064017
    danke für die info,
    mein langzeitwert ist von 7,7 in 4 wochen auf 7,1 gefallen. wieweit sich die leber erholt, weiss ich nicht.
    mei n nüchterzucker ist zz bei 116. wie ich 100 schaffen kann ist mir noch ein rätsel. wie ich diese kalorienarme ernährung umsetzen soll ist mir noch ein rätsel. dh ich müßte diese ernährung 6 wochen durchziehen, damit sich auch die pankreas erholt - geht das außerhalb iner klinik? hat das hier schon wer geschafft?

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    am 24.03.2022 20:58:39 | IP (Hash): 398650272
    wie lange es dauert, bis sich zuerst sicher die leber, dann hoffentlich die bauchspeicheldrüse erholt, kann dir niemand genau sagen. mit extremdiät mag es schnell gehen, bei mir waren es 4 bis 6 monate.

    dass du da was erreichen kannst, bin ich mir sicher. dabei kommt es nicht auf geschwindigkeit an.

    wichtig ist, danach nicht nachzulassen. also keine crash-diät, sondern spätestens nach erreichen des ziels ein durchhaltbares ernährungskonzept für eine dauerhafte umstellung der ernährungsgewohnheiten.

    sonst bleibt der erfolg nicht langfristig erhalten.
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 24.03.2022 21:11:46 | IP (Hash): 294184280
    Fett in der Leber (ist der falsche Speicherplatz) und was wir sonst so mit uns rumschleppen, ist kein überflüssiger Schmier, sondern die biologisch optimale Speicherform von all der Energie, die wir gegessen und nicht verbraucht haben. Das hält unser Organismus da für schlechte Zeiten einfach vor. Und schlechte Zeiten aus der Sicht des Organismus sind schon die Fastenwochen, die noch immer viele gläubige Christen vor Ostern einlegen, in diesem Jahr vom 2. März bis zum 14. April. Und die werden eher nicht in kranken Häusern verbracht, sondern im ganz normalen Leben. Und nach den ersten 2-3 Tagen ohne Essen und etwas beschwerlicher berichten die allermeisten fastenden Menschen seit Jahrhunderten von einem Zugewinn an Lebensfreude und Schaffenskraft und eben Vitalität. Vielleicht schaust Du dich einfach mal ein bisschen in den sozialen Medien um?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.