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Was bedeutet, Diagnose-Grenzwerte für Diabetes willkürlich definiert?

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    am 11.04.2022 20:07:57 | IP (Hash): 508375626
    Bin per PN nach der willkürlichen Definition der Grenzwerte gefragt worden. Aus welchem Grund auch immer funzt meine Nachrichtenfunktion nur ab und an.

    Willkürlich definiert bedeutet, dass es mit Überschreiten der Grenzwerte keinerlei irgendwie beobachtbare physiologische Veränderungen gibt. Da ist also nur eine imaginäre Schwelle.
    Da lässt sich mit dem Blutzucker Hausnummer 50 mg/dl niedriger oder höher absolut KEINE Veränderung messen. Die Grenzwerte wurden wesentlich an den Folgekrankheiten-Statistiken aus den beiden Langzeit-Studien DCCT (USA, Typ 1) und UKPDS (GB, Typ 2) von um die Mitte der 80er bis in den Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts ausgerichtet.

    Zahlenmäßig wenige Folgekrankheiten wurden und werden auch schon mit dem BZ-Verlauf wenig über gesund beobachtet. Manche sagen dazu auch, im oberen gesunden Bereich. Diabetische Folgekrankheiten ohne Diabetes werden beim Google vor allem von solchen Menschen beklagt, die warum auch immer glauben (wollen), dass die Krankheit erst mit dem Überschreiten der Definitionsgrößen beginne.
    Zunehmend mehr Folgekrankheiten entstehen mit zunehmender Höhe von BZ-Spitzen und Verlauf über den Diagnosegrößen. Und diese Größen sind in der/den Höhe/n festgelegt, um mit der BZ-begrenzenden Behandlung diese zunehmende Menge der Folgekrankheiten möglichst weit in die Zukunft hinauszuschieben.

    Praktisch keine Folgekrankheiten finden sich im Netz bei aller übrigen Nölerei bei Betroffenen, die ihren BZ vor allem mit der Auswahl und Portionierung beim Essen und dem alltäglich gezielten Einsatz von Bewegung und dem dann ggf. noch fehlenden Rest mit passender Medikation nach Möglichkeit völlig gesund steuern.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 11.04.2022 20:10:16. Grund: .
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    am 11.04.2022 20:20:01 | IP (Hash): 1242899438
    Ich verstehe nur Bahnhof...

    Was genau möchtest du uns eigentlich sagen @Jürgen?
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    am 11.04.2022 20:28:39 | IP (Hash): 508375626
    Genau das, was da steht. Ich bin per PN danach gefragt worden, wie ich zu dem Statement komme, das unter meinen Beiträgen steht. Weil die Nachrichten bei mir nicht zuverlässig funktionieren, hab ich's hier geschrieben.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 11.04.2022 20:32:37 | IP (Hash): 1242899438
    Genau das, was da steht, verstehe ich nicht.

    Aber gut...vielleicht verstehen es andere.
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    am 11.04.2022 20:55:47 | IP (Hash): 508375626
    Dann lass es uns doch einfach mal versuchen, oder?

    Willkürlich bedeutet, ohne jeden direkten medizinischen Grund.
    Ein direkter Grund wäre z.B., dass es einem ein wenig unter dem Grenzwert gut und ein wenig über dem Grenzwert schlecht geht.
    Aber so einen Unterschied mit gut und schlecht merken 99 von 100 Betroffenen nicht mal mit 50 mg/dl unter oder über 126 (Grenzwert für morgens nüchtern). Die 126 sind also willkürlich gesetzt. Sorry, genau heißt es, höher als 125 ;)

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 11.04.2022 20:56:45. Grund: .
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    am 13.04.2022 22:07:26 | IP (Hash): 1733426085
    Mit seiner Signatur, da polemisiert Jürgen schon einwenig. Wohlwissend, dass der Grenzwerte der Dia Gesellschaften für Diabetes so hoch gesetzt ist, dass diabetische Folgekomplikationen schon dann ziemlich sicher auftreten, wenn Betroffene über längere Zeit mit Werten knapp unter dem festgelegten Grenzwert leben.
    Apropos Polemik: Neben dem verniedlichenden Begriff „Prädiabetes“ sollte man doch auch mal von prädiabetischen Folgeerscheinungen reden. Jedenfalls würde die Studienlage das hergeben.

    Es gibt noch weitere willkürliche Definitionen in der Medizin:
    wie zB: Präadipositas (Übergewicht) und Adipositas.
    Übergewichtig ist Mann ab einem BMi größer 25
    Adipös ist Mann ab einem BMI größer 30.

    Ein Beispiel: Fred und Fritz sind zwei 1m 70 grosse Männer.
    Fred wiegt 87 kg und ist nach WHO Definition adipös.
    Fritz wiegt 1kg weniger als Fred also 86 kg. Fritz it nach WHO „nur“ präadipös.
    Fred und Fritz machen nun ordentlich Diät und nehmen beide 14 kg ab
    Fred wiegt jetzt 73 kg und ist noch Präadipös
    Während Fritz nun 72 kg wiegt und somit Normalgewicht hat.
    Wilkür dass die Grenze genau da liegt….oder?
    Aber es wird noch besser, denn nun hat Fritz Gefallen am Sport gefunden und geht 3 mal die Woche ins Studio und trainiert auf Muskelaufbau. Dabei verliert er nochmal deutlich Körperfett, geschätzte 2 kg, da er aber betont Muskelaufbau trainiert baut er tatsächlich auch sichtbar Muskelmasse auf, und da Muskeln ordentlich Gewicht auf die Waage bringen in seinem Fall geschätzt 4 kg wiegt Fritz nun wieder in Summe doch 2 kg mehr also 74 kg und uuups da ist er wieder präadipös. Wenn das nicht Willkür ist.
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    am 14.04.2022 08:17:43 | IP (Hash): 72970431
    Danke für diesen Beitrag @Suggardosis.

    Leider ist der nach dem Verhältnis von Körperhöhe zu GESAMT(!)körpergewicht berechnete BMI besonders für sportliche Aktive, damit muskulöse Personen meinend, von geringem Wert. Deswegen empfehle ich hier auch immer wieder, den Körperfettanteil mittels Taillenmaß zu berechnen bzw. abzuschätzen.

    Und da zeigt mir das Maßband mit meiner sportlichen Taille von ca. 77/78 cm gegenüber meinem vergleichsweise hohen BMI von ca. 28/29 (ok, ich habe auch einigen Hautüberschuss; habe vor 2 Jahren viel abgenommen) ein sehr viel genaueres und in diesem Fall "gesünderes" Bild im Hinblick auf das gesundheitliche Risiko durch mein angeblich zu hohes Körpergewicht.

    Ein Beispiel: Bei meiner Körpergröße von 1,83 Meter liegt das obere Limit für meinen Normalgewichts-Status bei ca. 83 kg. Würde ich aber 84 kg wiegen, damit übergewichtig sein, und nun 1 kg Muskeln einbüßen, wäre ich dem BMI nach nun im grünen Bereich angelangt, während ich in Wahrheit ein wertvolles und mühevoll aufgebautes "Luxusgut" hergegeben habe.

    Der BMI ist also bestenfalls ein - vor allem für sportlich gebaute Personen - (vernachlässigbarer) Richtwert.

    Bei den Grenzwerten von DM ist es ja ähnlich, wie eben oben schon beschrieben.
    Bearbeitet von User am 14.04.2022 08:19:51. Grund: .