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Prädiabetes oder bereits richtiges Diabetes?

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 20.04.2022
    am 20.04.2022 16:45:05 | IP (Hash): 1119731530
    Hallo,
    undzwar habe ich letztes Jahr um diese Zeit bemerkt,wie es mir immer schlechter ging. Nach dem Essen war ich müde,aber sobald ich etwas kleines süßes gegessen habe,schien sich mein Zuckerpegel wieder zu normalisieren. Darum war ich bei meinem damaligen Hausarzt,wo ein Zuckertest gemacht wurde. Trotz das mein nüchterner Wert 130 anzeigte,schien die Ärztin es nicht weiter zu kümmern. Als ich dann bei meinem jetzigen Arzt war,bestätigte die Ärztin das mein Blutzucker immer bei 126-130 läge,es eine Vorstufe zu Diabetes wäre und gab mir nur den Tipp wenig rotes Fleisch zu essen. Ich würde aber gerne meinen Blutzucker selber messen um ihn im Blick zu behalten. Weswegen ich mir ein kostenloses Testgerät bestellt habe. Allerdings weiß ich nicht wie ich ihn auf meine Werte am besten einstelle. Zudem frage ich mich,ob sich innerhalb von einem halben Jahr,wo ich zuletzt bei meiner Ärztin war,etwas verändert haben könnte. An mir habe ich bemerkt das meine Haut nach zuviel Zucker anfängt zu jucken,ich vergesslicher geworden bin,Probleme mit den Augen habe(trage bereits eine Brille die ich aber demnächst wieder anpassen muss)und auch oftmals Durst. Ich bin 26 und mein BMI liegt bei 31,davor lag er bei 35.
    Achja Probleme mit dem Blutdruck habe/hatte ich auch. Die Werte lagen immer bei 150-160.
    Ps: ich finde es selber erschreckend wie man trotz Besorgnis,von den Ärzten in Unwissenheit gelassen wird. Und andere Werte die wichtig wären,wurden mir nicht mitgeteilt. Geschweige denn ausführlichere Untersuchungen durchgeführt die mir mehr Auskunft gegeben hätten.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 20.04.2022 17:27:56 | IP (Hash): 718718231
    Hallo Sarah,

    hier ist mal ein Anleitung zum sinnvollen Messen:
    https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf
    (Quelle: https://www.bloodsugar101.com/download-the-lower-your-blood-sugar )
    Du brauchst nicht so oft zu messen und die Zielwerte wirst du am Anfang bestimmt auch nicht erreichen, aber die Messzeitpunkte kannst du der Anleitung gut entnehmen.

    Ich denke, dass du wahrscheinlich bereits Diabetes hast. Wenn deine Ärztin dich in der Beziehung nicht ernst nimmst, dann versuche mal, einen Termin beim Diabetologen zu bekommen. Der wird dich ernst nehmen und hat ausreichend Erfahrung mit Diabetes. Lass dir übrigens immer eine Kopie des Laborberichts mitgeben, dann kannst du alleine prüfen, welche Werte sich wie stark verändert haben.

    Mit dem Anpassen einer neuen Brille musst du etwas vorsichtig sein. Wenn dein Diabetes behnadelt wird und dein BZ sich wieder normalisiert, dann ändern sich die Augenwerte noch mal stark. Die frisch angepasste Brille wird dann wahrscheinlich gar nicht mehr passen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 20.04.2022 17:32:23. Grund: BBCodes
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    am 20.04.2022 21:56:42 | IP (Hash): 1171580058
    Hallo Sarah,

    meines Erachtens wäre zunächst einmal die Bestimmung des HbA1c erforderlich, also des "Langzeitwertes" für den Blutzucker. Darauf solltest Du bei Deinem Hausarzt drängen.
    Lg
    Hape
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 20.04.2022 22:17:41 | IP (Hash): 1229030757
    Was Dir an Dir auffällt, könnte so auch jeder anderen Person mit völlig gesundem Blutzucker mit Deinem Alter, Geschlecht, Gewicht und ähnlichem Ess- und Bewegungs-Verhalten bei seiner Selbstbeobachtung auffallen.
    Daran ist bis jetzt nix irgendwie echt diabetisch.
    Die meisten Menschen sind nach dem Essen schlapp. Nicht umsonst weiß der Volksmund, dass wie nach dem Essen ruhen sollten oder laufen. Und wenn die aufmunternde Wirkung von Süßigkeiten nur diabetisch wäre, würde sich die Wahnsinnsproduktion bei Storck & Co nicht einen Tag lohnen.
    Ebenso ist das mit den Brillen: Die meisten Brillenträger*innen haben einen völlig gesunden Blutzucker. Auch die meisten von denen, die alle paar Monate ne neue Anpassung brauchen.
    Zum Durst schau Dich einfach mal im ganz normalen Alltagsleben um. Fällt nicht längst auf, wenn jemand keine Trinkflasche mit sich rumschleppt? Und meinst Du wirkllich, all die Flaschen-Menschen hätten Diabetes?

    Menschen mit Diabetes und vorschriftsmäßig guter ärztlicher Behandlung wachen morgens mit 100-140 mg/dl auf und messen ihren Zucker in diesem Bereich vor jeder Mahlzeit. Völlig wurscht ist dabei, wie hoch der Blutzucker jeweils in der Spitze nach den Mahlzeiten ansteigt. Der Langzeitwert HbA1c dazu ist 6,5-7,5.
    Deinen Blutzucker hast Du bis jetzt in genau diesem Bereich gemessen bekommen, sogar bis jetzt noch völlig ohne Medikamente! Also gibt es da für die Ärzte keinen Grund für irgendwas zu tun.
    Wenn er nicht mehr darin bleiben will, werden Dir Deine Ärzte sicher die passenden Medis dafür verschreiben und mit der Zeit immer mehr davon, dass er in diesem Bereich bleibt. Weil darin praktisch Null Auffälligkeiten registriert und mögliche Folgekrankheiten um meistens wenigstens 10 Jahre hinausgeschoben werden.

    Gesund verläuft der Blutzucker nüchtern meistens irgendwo zwischen 60 und 90 mg/dl plusminus 10%. Mit viiiielen KHs steigt er bei gesunden Menschen in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Einverleiben um maximal 50 mg/dl. Bei jemandem mit nüchtern 60 also maximal 110, und bei jemandem mit nüchtern 90 also maximal 140. Der Langzeitwert HbA1c dazu ist bis 5,5 - seit einigen Jahren bis 5,7.
    So gesunden Blutzucker können auch die besten Fachärzte nicht einstellen, sondern den können wir mit Typ 2 uns nur selbst machen. Den Link zum bislang wirksamsten Rezept dazu hat Rainer Dir schon präsentiert. Dein Bier, was Du damit machen willst :)

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    Mitglied seit: 18.11.2020
    am 21.04.2022 08:00:52 | IP (Hash): 1040372874
    Hallo Sarah,

    deine Symptome sind viel zu unspezifisch und deine paar gemessenen Werte noch nicht aussagekräftig genug.

    Wenn der Nüchtern Wert mal über 200/300 ist gibt es nichts mehr zu diskutieren aber bei allem was deutlich drunter ist wird es für den normalen Hausarzt schon sehr speziell.
    Die Behandeln in ihrer täglichen Praxis dann auch eher ältere Patienten mit Diabetes bei denen die Zielsetzung eine ganz anderen ist als bei jungen Patienten.

    Wie schon geschrieben sollte man bei dir mal den Langzeitwert ermitteln. Ins Blaue geraten würde ich jetzt mal schätzen das der bei dir etwas erhöht ist aber noch in so einem Bereich in dem der Arzt keinen akuten Behandlungsbedarf sieht , außer vielleicht (vermeintlich) guten Ratschlägen ;)
    Ob das dann schon offiziell Prä Diabetes ist oder Diabetes oder gar nix !?
    Die Grenzen sind da doch sehr fließend.

    Wie und wann du selbst messen solltest, dazu hast du ja schon Tipps bekommen.

    Wichtig für dich zu Wissen, Wenn es dir gelingt deine Werte mit anpassen der Ernährung weitgehend in einem gesunden Bereich zu halten sind die Chancen gut das das immer so bleiben wird.

    Wenn man erhöhte Werte akzeptiert (weil ja noch nicht so schlimm) werden die im Laufe der Jahre immer stärker ansteigen und irgendwann braucht man Medikamente bis zur Insulinspritze.

    Daher ist es durchaus positiv zu sehen wenn du dich jetzt darum kümmerst, du wirst jetzt wahrscheinlich mit recht gering Anpassungen bei deiner Ernährung sehr viel erreichen können.

    Warum dir dein Arzt z.b. das rote Fleisch ausreden will ist mir nicht klar (zumindest bezüglich Diabetes). Ein gutes Stück Fleisch, dazu ein schöner Salat und/oder Gemüse ist super und erhöht deinen BZ kaum. Kartoffeln, Reis, Nudeln etc. sollte man da eher einschränken oder ganz weg lassen.