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HBAC1 nur 0,1 weniger

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 14.05.2022
    am 14.05.2022 20:22:59 | IP (Hash): 81480552
    Hallo Leute,
    ich lese schon eine Weile leise mit, jetzt möchte ich mal euer Rat.
    Bei mir wurde vor 5 Monate Diabetes vom Typ 2 festgestellt bei einer Routine-Untersuchung. Die typische Diabetes- Betroffene bin ich aber nicht, deswegen fiel die Hausärztin aus allen Wolken, ich bin schlank und sportlich, ernähre mich gesund. Eine Fettleber habe ich auch nicht, alle anderen Blutwerte sind im grünen Bereich.
    Der HBAC1 war bei 6,1. Weil ich noch jung bin und schon so einen gesunden Lebensstil habe, wurde mir, in Absprache auch mit einem Diabetologen geraten gleich Metformin zu nehmen. Das nehme ich jetzt also seit 5 Monaten, morgens 850, abends 500.
    Jetzt war ich wieder bei der Ärztin und der HBAC1 hat sich nur wenig gesenkt auf jetzt 6,0
    Die Ärztin war darüber zufrieden, aber ich bin, je länger ich darüber nachdenke doch recht frustriert, muss ich gestehen.
    Sollte mit Metformin-Einnahme der Wert nicht weiter herunter gehen? Ich lese hier immer wieder solche Geschichten dass der HBAC1 innerhalb von 1/2 Jahr um mehr als 1 senkt. Und bei mir nur 0,1……
    Was meint ihr?
    schöne Grüße von Nosweets
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    am 14.05.2022 21:07:25 | IP (Hash): 1592289766
    Hallo,
    alles was du schreibst spricht definitiv gegen einen Typ 2 Diabetes.
    An deiner Stelle würde ich mir
    eine Überweisung zum Diabetologen holen.
    Der kann dann feststellen, welcher Diabetes Typ vorliegt und welche Behandlung passt.
    Viele Grüße,
    Lena
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 14.05.2022 21:55:21 | IP (Hash): 1456991211
    Um 2 von 10 Menschen mit Typ 2 sind schlank und würden von der Fachmedizin sofort als Typ 1 akzeptiert, wenn da nicht die eigene wenigstens voll ausreichende Insulinproduktion wäre.
    Und nicht Fettleber hat sich als ein wichtiges Moment zur Ausgabe von zu viel Glukose aus der Leber bei den Untersuchungen von Prof. Taylor, Newcastle, herausgestellt, sondern individuell zu viel Fett in der Leber. Bei der einen schon mit 10%, wo normal noch lange nicht von Fettleber gesprochen wird, und beim anderen erst mit 90%. Und bei vielen aber auch überhaupt nicht. Die meisten mit Fettleber haben keinen Typ 2, aber die meisten Typ 2 haben ne Fettleber - allerdings eben auch nicht alle. Schon ganz schön verwirrend - auch für die Fachmedizin ;)

    Erschüttert bin ich immer wieder, wenn jemand wie Du schreibt und von Arzt bis Facharzt keine Anleitung dazu erfährt, wie der alltägliche Blutzucker-Verlauf völlig ohne Medikamente in den gesunden Bereich bewegt und darin gehalten werden kann, nämlich nach diesem seit über 20 Jahren bewährten Konzept https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf

    Selbstverständlich bleibt dann immer noch interessant herauszufinden, woher der Antrieb für den Anstieg des Blutzuckers über diesen gesunden Rahmen hinaus gekommen ist?
    Aber ganz vornan steht aus meiner Sicht der Verlauf des Blutzuckers nach Möglichkeit im völlig gesunden Rahmen, und das besonders, so lange sich das noch völlig ohne Medis (auch ohne Metformin) erreichen lässt. Denn im gesunden Rahmen macht der Blutzucker auch über Jahre keine Schäden, UND so im gesunden Rahmen lässt er sich nach vielen (allerdings nur Einzel-)Erfahrungen erstaunlich problemlos über viele Jahre halten. Wäre heute an Deiner Stelle meine erste Wahl. Daumendrück!

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 14.05.2022 22:17:01 | IP (Hash): 980570203
    Nosweets schrieb:

    Sollte mit Metformin-Einnahme der Wert nicht weiter herunter gehen? Ich lese hier immer wieder solche Geschichten dass der HBAC1 innerhalb von 1/2 Jahr um mehr als 1 senkt. Und bei mir nur 0,1……



    Bemühst Du Dich denn halbwegs den Konsum von Zucker zu reduzieren? Z.B. gesüßte Getränke und Süßigkeiten und Kuchen wegzulassen?

    Metformin hilft natürlich bei völlig entgleistem Diabetes besser als bei nur leicht erhöhtem Hba1C.

    Lg Hape
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    am 14.05.2022 22:27:57 | IP (Hash): 81480552
    Danke erstmal für die rasche Antworten am Abend!
    Zur Ergänzung meines Anfangsbeitrags:
    Ja, ich ernähre mich kohlenhydratarm. Praktisch so wie in dem Link von Jürgen beschrieben esse ich die wenigen Kohlenhydrate die ich zu mir nehme mit Eiweiß, Fett und Gemüse kombiniert. herausgefunden habe ich auch schon welche Arten von Kohlenhydrate meinen Blutzucker in die Höhe treiben und diese meide ich komplett (Reiss, industrielles Brot, Weizennudeln) Süßigkeiten und süssgetränke war ich noch nie ein Fan von. Ab und zu (maximal 2 mal pro Woche) mal einen Eiskaffee mit Sahne (wegen Fett) oder ein Stückchen Käsekuchen.
    Zusätzlich zu den Frust über den nur 0,1 Senkung kommt noch dass ich mit dem meiden von Kohlenhydrate ständig Hunger habe und bis 8 kleinere Mahlzeiten am Tag nehmen muss. Dabei ist der BMI in den letzten Monate von 22,5 auf 20,9 gesunken….
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    am 14.05.2022 22:29:07 | IP (Hash): 81480552
    @Lena, was könnte es deiner Meinung sein wenn nicht Diabetes Typ 2?
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    am 14.05.2022 23:16:11 | IP (Hash): 1456991211
    Dann würde ich (mit der Erfahrung von gut 30 Jahren mit dem eigenen Typ 2 und gut 20 Jahren in der aktiven Selbsthilfe) die Kiste umdrehen und nach DGE gesund = KH-reich und fettarm essen und auch protokollieren und von meinen Ärzten die passende Behandlung einfordern.
    Wenn Du auf diese Weise ausreichend Mittel für die ordentliche Behandlung verordnet bekommst, ist an Dir, die dann so einzusetzen, wie Du das magst.

    Ich bekomme z.B. seit 1998 Insulin und Teststreifen für ICT und ursprünglich für HbA1c um 7, inzwischen mit Senioren-Bonus bis 8.
    Damit mache ich mir allerdings in meiner eigenen Regie seit um 20 Jahren beständig HbA1c 5,5 und besser, aktuell 4,9.

    Klar würde ich an Deiner Stelle auch gern wissen wollen, was meinen Diabetes gemacht und ausgelöst hat, aber ich habe in meinen über 30 Jahren damit jede Menge weißbekittelter und studierter Fragezeichen gesehen und bis heute KEINE eindeutige Antwort.
    Menschen mit Typ 1 wollen an der Stelle gern widersprechen, weil bei ihnen ja eindeutig die Beta-Zellen vom eigenen Immunsystem gefressen werden. Und was bitte veranlasst das Immunsystem zu so idiotischem Verhalten?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    Mitglied seit: 06.03.2022
    am 15.05.2022 00:07:31 | IP (Hash): 1592289766
    Hallo,
    zumindest sollte ein Diabetologe z.B. Antikörper bestimmen um einen autoimmunen Diabetes auszuschließen.
    Außerdem kann dann auch festgestellt werden, wie viel Insulin deine Bauchspeicheldrüse herstellen kann und ob evtl. eine Insulinresistenz vorliegt.
    Ich spreche da aus eigener Erfahrung und wurde auch von meinem Hausarzt zunächst als Typ 2 Diabetiker falsch diagnostiziert…….
    Ich war zu dem Zeitpunkt ebenfalls schlank, hatte keine Fettleber und auch keinen Typ 2 Diabetiker in der Familie. Ernährt habe ich mich immer gesund.
    Viel zu spät stellte sich dann raus, dass ich einen späten Typ 1 (LADA) Diabetes habe.

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    am 15.05.2022 08:20:23 | IP (Hash): 81480552
    Lena8107 schrieb:
    Hallo,
    zumindest sollte ein Diabetologe z.B. Antikörper bestimmen um einen autoimmunen Diabetes auszuschließen.
    Außerdem kann dann auch festgestellt werden, wie viel Insulin deine Bauchspeicheldrüse herstellen kann und ob evtl. eine Insulinresistenz vorliegt.
    Ich spreche da aus eigener Erfahrung und wurde auch von meinem Hausarzt zunächst als Typ 2 Diabetiker falsch diagnostiziert…….
    Ich war zu dem Zeitpunkt ebenfalls schlank, hatte keine Fettleber und auch keinen Typ 2 Diabetiker in der Familie. Ernährt habe ich mich immer gesund.
    Viel zu spät stellte sich dann raus, dass ich einen späten Typ 1 (LADA) Diabetes habe.




    Da werde ich den Arzt darauf ansprechen, Danke für den Hinweis Lena!

    @Jürgen, verstehe ich es richtig dass du mir den Tipp gibst ich solle den Blutzucker mit Absicht höher steigen lassen um so bei meinen Ärzten andere Aufmerksamkeit zu bekommen?Dein Ernst?!
    Bearbeitet von User am 15.05.2022 08:22:09. Grund: Schreibfehler
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    am 15.05.2022 09:56:55 | IP (Hash): 1288121489
    Nosweets schrieb:
    @Jürgen, verstehe ich es richtig dass du mir den Tipp gibst ich solle den Blutzucker mit Absicht höher steigen lassen um so bei meinen Ärzten andere Aufmerksamkeit zu bekommen?Dein Ernst?!

    Das ist sein Ernst, aber du solltest es nicht sehr ernst nehmen. Du darfst sowieso nicht auf jeden Tipp hören, den du im Internet angeboten bekommst,

    Wegen einem Diabetologen solltest du nicht nur deine Ärztin ansprechen, sondern dich intensiv um einen Termin beim Fachmann bemühen. Bei dir spricht vieles dafür, dass es sich auch um LADA handeln könnte. Ob es so ist oder nicht, solltest du unbedingt durch einen kompetenten Diabetologen überprüfen lassen, weil bei LADA nur Insulin hilft und weil ein schneller Behandlungbeginn mit einer kleinen Dosis Basalinsulin sinnvoll wäre. Bei den anderen Sonderformen (z,B, MODY) ist das nicht so wichtig. Da könnte es zwar sein, dass Metformin nur wenig bringt, aber die anderen Diabetesmedikamente sind sinnvoll und wirksam.

    Bei einem HbA1c um die 6,0% brauchst du dir übrigens noch keine allzu großen Sorgen zu machen. Wenn du den Wert dort halten kannst, bist du auf einem guten Weg.

    Alles Gute und viel Erfolg beim Diabetologen, Rainer

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    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 15.05.2022 10:07:28. Grund: BBCodes