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Hilferuf nach 20 Jahren Diabetes1

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 21.07.2022
    am 21.07.2022 19:42:11 | IP (Hash): 176177795
    Hallo!
    Über dieses Forum versuche ich nun mein Problem, welches ich mir über die Jahre durch DiabeteS1 zugezogen habe zu schildern und hoffe, dass jemand ein ähnliches Schicksal hat und mit mir Erfahrung und Hoffnung teilt.
    1984, während eines Besuchs bei meiner Mutter in Spanien überkam mich unstillbarer Durst.
    Da es sehr heiß war, habe ich mir nichts dabei gedacht.
    Ich brauchte ständig Wasser und trank somit täglich einen ganzen Kasten Sprudel.
    Meiner Mutter fiel das auf, und sie bat mich dringendst mir ärztliche Hilfe zu holen.
    Da ich der ärztlichen Versorgung in Spanien nicht traute, wartete ich, bis ich wieder zu Hause in Deutschland war.
    Mein Arztbesuch, so stellte sich heraus, war nicht nur dringend, sonder äußerst dringend.
    Mir wurde eine Diabetes1 diagnostiziert, und ich wurde in einem Seminar aufgeklärt, belehrt medikamentös eingestellt. Ich wurde eingedeckt mit meinem Humalog, Langzeitinsulin, Messgerät, Pikser und einer nicht einstellbaren Diabetes1 ins neue Leben geworfen. Ich war 40 Jahre alt und musste fortan Tag und Nacht alle drei Stunden Zucker messen. Durch verpasste Messungen landete ich immer wieder im Koma mit zu hohem Zucker oder unterzuckert auf der Intensivstation. Die Nervenschädigungen in den Füßen ließen nicht lange auf sich warten, sodass ich mit schlimmsten Schmerzen vor ca. 10 Jahren morgens und abends mit Morphin (Hydromorphonhydrochlorid) versorgt wurde.
    Die Folge, ich bekam Übelkeit, musste mich übergeben und Durchfälle. Anfangs hielten diese Anfälle ein paar Tage bis zu einer Woche an. Danach hatte ich dann erst mal wieder für ca. zwei bis vier Wochen Ruhe.
    Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle verlängerten sich, die Rekonvaleszenzzeit wurde immer kürzer.
    Fakt ist, ich kann nicht mehr.
    Heute schreibe ich, weil ich mittlerweile über vier Wochen nicht mehr von der Toilette komme.
    Esse ich nur eine Kleinigkeit, kommt es kurz darauf oben wieder raus.
    Meine Diabetologin sagt mir, es läge am Morphin und der Körper wehrt sich dagegen, ich müsse da durch.
    Vielleicht findet sich ja jemand, der das selbe oder zumindest ähnliche Problem hat, hatte oder einen Weg zur Linderung gefunden Hat.