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Prädiabetes oder Anfang von Diabetes Typ 2
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am 24.08.2022 20:05:09 | IP (Hash): 76565350
Liebe Forenmitglieder,
ich bin neu hier und etwas ratlos mit dem Thema Prädiabetes?
Ich hoffe ich finde hier Menschen die verstehen? Wie ich mich an manchen Tagen fühle.
Leider bin ich mit Stoffwchselerkrankungen durch Erbanlagen vorbelastet.
2020 wurde bei mit Langzeitblutzucker gemessen und der war 108
Dann habe ich verstärkt nach den Mahlzeiten plötzlich Sehstörungen bekommen. Dann Kopfschmerzen - Übelkeit - Schwäche und Müdigkeit. Daraufhin wurde mir in der Apotheke geraten öfter meinen Nüchternblutzucker morgens zu messen. Das habe ich 6 Wochen jeden morgen getan.
Mein Nüchternblutzucker ist zwischen 111 und 122.
Eine Stunde nach dem Essen 102 und 3 Stunden nach dem Essen 95 - 99.
Da meine Beschwerden nach bestimmten Mahlzeiten genauso aussehen wie bei Diabetes Typ 2?
Ist meine Frage: Bin ich schon auf dem Weg dorthin?
Ich habe jetzt meine Ernährung ein wenig umgestellt auf Vollkornprodukte.
Viel besser sind die Werte büchtern auch nicht geworden. Vor allem wenn ich Säfte trinke.
Da ist mein Blutzucker nach 9 Stunden noch ziemlich hoch.
Es ist für mich Neuland und dazu noch sehr unangenehm. Da ich mich körperlich kaputt und müde fühle.
Es wäre super wenn mich jemand von Euch vor allem mit der richtigen Ernägrung beraten könnte, danke. Ich bin für jeden Rat dankbar.
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am 24.08.2022 20:14:23 | IP (Hash): 1076764836
Mein Rat:
Konsultiere einen Arzt und lass erstmal feststellen, ob du Diabetes hast oder nicht. Erst dann machen weitere Ratschläge Sinn, alles andere wäre nur stochern im Nebel. -
am 25.08.2022 07:53:09 | IP (Hash): 1552368212
Hallo Sunny,
dass es nicht besonders gut ist, Obstsaft zu trinken, hast du ja schon heraus gefunden. Das klingt zwar gesund, unterscheidet sich aber in der schädlichen Wirkung nur wenig von Cola. Dazu kannst du dir ja mal diesen Atikel und die darin verlinkte Studie ansehen:
https://www.dank-allianz.de/pressemeldung/studie-haeufiger-konsum-von-gezuckerten-getraenken-foerdert-uebergewicht-und-fettleber-softdrinksteuer-in-deutschland-laengst-ueberfaellig.html
Darüber hinaus solltst du sorgfältig beobachten, nach welchen Speisen es dir schlecht geht. Wenn du das weißt, kannst du diese Sachen meiden. Das gilt unabhängig davon, was die wirkliche Ursache ist. Neben Diabetes kämen da z.B. auch noch eine Reihe von Unverträglichkeiten in Frage.
Was die Ursache ist, solltest du versuchen, mit deinem Arzt zusammen heraus zu finden. Ratschläge, die du ohne weitere Untersuchungen von einer Apothekenangestellten oder aus dem Internet bekommst, können dich da ganz schnell auf eine falsche Fährte locken.
Viel erfolg bei deinem Arzt, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 25.08.2022 07:55:17. Grund: BBCodes -
am 25.08.2022 11:10:05 | IP (Hash): 76565350
Hallo,
ich habe eine Vorstufe von Diabetes - Prädiabetes.
Der Langzeitblutzuckerwert hat das deutlich gezeigt.
Meine Frage drehte sich darum? Ob ich mit meinen Nüchternblutzuckerwerten von 111 - 122
auf dem Weg zur Diabetes bin? Trotzdem danke für die freundliche Antwort.
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am 25.08.2022 11:31:03 | IP (Hash): 1552368212
Einen Langzeitwert von 108 gibt es nicht. Der Langzeitwert HbA1c wird entweder in % und liegt gewöhnlich zwischen 5 ... 10% oder in mmol/mol zwischen 30 ...85mmol/mol.
Deine 108 waren dann sehr wahrscheinlich ein Nüchternwert von 108mg/dl. Der Nüchternwert spielt keine große Rolle dabei, ob du dich unwohl fühlst. Dazu braucht es häufig hohe BZ-Werte nach den Mahlzeiten. Egal wie du oder dein Arzt deinen Diabetesstatus einschätzt, dass dein Unwohlsein bei deinen gesunden Werten nach den Mahlzeiten dadurch verursacht wird, ist höchst unwahrscheinlich. Ich denke, du solltest nach einer anderen Ursache suchen und trotzdem den BZ im Auge behalten.
Beste Grüße, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 25.08.2022 11:31:22. Grund: BBCodes -
am 25.08.2022 11:32:34 | IP (Hash): 76565350
Hallo Rainer,
danke für deine Antwort. Da meine Nüchtern Blutzuckerwerte jeden Tag zwischen 111 - 122 sind.
Habe ich Prädiabetes. Das hat mein Langzeitblutzuckerwert beim Arzt auch gezeigt. Das Problem ist das Ärzte es nicht wirklich interessiert. Wenn man Prädiabetes hat. Ich habe nur 53 kg. Und war immer schon eher untergewichtig. Ich ernähre mich eher gesund. Fahre Fahrrad und bewege mich sehr viel. Wir haben eine kleinen Bauernhof mit Tieren und das seit Jahren. Ich verstehe nicht wo diese Blutzuckerwerte her kommen? Auch wenn ich Selter trinke. Sind die Nüchtern Blutzuckerwerte auch am morgen über 100.
Ich denke das es an meinem Stoffwechsel liegt. Ich habe auch Glutenunverträglichkeiten und diverse Lebensmittelallergien. Aber damit lebe ich und weiß auch was ich vertrage und was nicht. Die Prädiabetes ist seit 2020 dazu gekommen. Da habe ich den Langzeitblutzuckwert untersuchen lassen. Der war nicht OK.
Das Problem ist, das sich meine Beschwerden im letzten Jahr verschlimmert haben. Da ich über Wochen jeden Tag morgens meinen Nüchtern Blutzucker gemessen habe. Bin ich auch über die Werte von 111 - 122 informiert. Ich war auch nicht nur in der Apotheke. Die Apothekerin hat mich nur darauf aufmerksam gemacht. Das mein Nüchtern Blutzucker etwas höher ist und ich mal regelmäßig messen sollte. Ob das ein Dauerzustand ist. Und das ist es leider. Ich wollte mit meiner Frage an Euch nur gerne wissen? Ob ich mit den Werten 111 - 122 Nüchtern Blutzucker auf dem Weg der Diabetes bin. Oder das irgendwie durch bestimmte Ernährung verhindern kann? Den Arzt interessiert es nicht ob ich Prädiabetes habe. Das wird nicht behandelt. Naja muss ich wohl durch!
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am 25.08.2022 12:21:54 | IP (Hash): 1552368212
Sunny73 schrieb:
Da habe ich den Langzeitblutzuckwert untersuchen lassen. Der war nicht OK.
Nenn doch mal eine Zahl.
Bei den meisten entwickelt sich ein Diabetes in der Form, dass die BZ-Werte nach den Mahlzeiten immer weiter ansteigen und dann irgendwann im Nachgang die Nüchternwerte immer höher werden. Bei manchen verläuft die Entwicklung aber auch anders herum mit ansteigenden Nüchternwerten und irgendwann später dann auch steigenden Werten nach den Mahlzeiten. Bei so einer Entwicklung kann man aus meiner Sicht, außer sich gesund zu ernähren und besonders auf Quantität und Qualitätder KH zu achten, nicht viel tun.
Beobachte ruhig weiter die Nüchternwerte aber nimm die selbstgemessenen BZ_Werte nicht allzu ernst. Zum einen können die sehr ungenau sein, eine Abweichung von 15% wird dafür zugelassen. Außerdem kannst du die Ausreißer nach oben wegstreichen, die kommen immer mal vor und spielen keine Rolle. Wenn die Nüchternwerte ungefähr so bleiben und sich die Werte nach den Mahlzeiten weiter brav verhalten, dann kannst du gut damit leben und musst nicht noch mehr tun. Für Unwohlsein kannst du deinen BZ dann aber auch nicht verantwortlich machen. Falls du allerdings eine allgemeine Entwicklung nach oben feststellst, dann gehe lieber gleich zu einem Diabetologen, wobei es auch da gute und weniger gute gibt.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 25.08.2022 12:22:13. Grund: BBCodes -
am 25.08.2022 12:37:01 | IP (Hash): 705993429
Aus eigener Erfahrung kann ich Dir raten, einmal einen Antikörpertest bezüglich LADA Typ I machen zu lassen. Bei mir hat es vor Jahren auch mit Nüchternwerten leicht über 100 angefangen und die ganze Problematik mit hohen BZ-Werten hat sich langsam immer mehr gesteigert. Bis ich am Ende bei einem HbA1c von 11,1 angelangt war, obwohl ich bei 185 cm und vormals 100 kg Gewicht bis auf 78 kg abgenommen hatte. Hat aber eben rein gar nix an meinem schlechten HbA1c geändert und das war dann auch für einen möglichen Typ II eher untypisch...
Weiterhin darf ich Dir getrost raten, einmal eine auf diabetologische Probleme spezialisierte Praxis aufzusuchen!
Sehr viele Hausärzte kennen sich mit Diabetes entweder nicht gut aus, oder stehen dem Beginn dieses Krankheitsbildes sehr ignorant gegenüber. Beides ist schlecht und sollte Dich in diesem Stadium bereits zu einem Fachmann oder einer Fachfrau führen. Da viel Zeit vergehen und eventuelle Schäden bereits entstehen lassen, muss ja nicht sein?.
Gemäß der Beschreibung deines Gewichtes und deiner Lebensweise erscheint mir ein Typ II eher weniger wahrscheinlich.
Ach ja, ich bin auch ein LADA Typ I und komme derzeit mit 22 IE Toujeo Langzeitinsulin einmal täglich gespritzt mit vergleichsweise guten Werten (noch) hin...
Diese Diagnose wäre aus meiner persönlichen Erfahrung auch erstmal kein Weltuntergang, gemäß dem Motto: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt... ;)
Bezüglich der Ernährung hat z. B. Rainer schon sehr viel Richtiges benannt.
Wie hoch oder niedrig ist denn aber nun dein HbA1c?
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 25.08.2022 12:50:23. Grund: Ergänzung -
am 25.08.2022 19:54:57 | IP (Hash): 76565350
Hallo Thomas,
danke für die umfangreiche Information. Ich hoffe ich habe nur die Vorstufe von Diabetes?! Prädiabetes.
Mein Langzeitwert war 2020 - 108 mg - 38 oder 5.8
Da es mir aber nach manchen Mahlzeiten schlecht geht. Sehstörungen - Übelkeit - Kopfschmerzen unsw.
habe ich angefangen am morgen meinen Nüchtern Blutzucker zu messen. Das mache ich seit 8 Wochen jeden Morgen. Mein Nüchternblutzucker liegt zwischen 111 und 122. Dabei fühle ich mich schlapp und müde. Nach den Mahlzeiten ist der Blutzuckerwert nach 1 Stunde 102 und nach 3 Stunden 95 - 99.
Ich könnte auch eine Glukoseintoleranz haben? Wer macht den Antikörpertest? Danke für die Ratschläge. -
am 25.08.2022 20:33:38 | IP (Hash): 331327064
Sunny73 schrieb:
Da es mir aber nach manchen Mahlzeiten schlecht geht. Sehstörungen - Übelkeit - Kopfschmerzen unsw.
Vielleicht ist Diabetes gar nicht Dein Problem? Vielleicht führst Du einfach mal ein bisschen konsequent Buch? Wie viel von was wann gegessen, wann wie auffällig gefühlt, wann... Dann könntest Du schauen, was Du vorher gemacht hast, wenn Dich wieder sone Schlappe erwischt. Wenn Du dann da sowas wie ein System entdeckst, könntest Du doch an dem Vorlauf was ändern. Und wenn damit die Schlappe ausbleibt, wäre das doch die zielführende Verhaltensmodifikation, oder?
Diabetologischer Hintergrund für den Vorschlag:
Diabetes macht bis in weit fortgeschrittene Stadien keine Symptome, wie Du sie beschreibst.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.