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Wie hast du deinen Lebensstil angepasst? Diabetes Type 2 / Prädiabetes

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 02.11.2022
    am 02.11.2022 15:40:44 | IP (Hash): 900318640
    Hallo zusammen,

    habt ihr es geschafft euren Lebensstil nach der Diagnose von Diabetes Type 2 oder Prädiabetes anzupassen und "gesünder" zu leben?
    Was hat euch bei der Umstellung so geholfen und was war für euch so die größte Hürde?

    Freue mich auf eure Rückmeldungen!
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    am 02.11.2022 17:02:09 | IP (Hash): 772279817
    Im Prinzip(!) ganz einfach dieses Rezept https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf von morgens nüchtern über 400 mg/dl auf unter 100 3 Monate weiter. Allerdings mit manchen Tag 10 Pieksen (geht heute mit Abbott Libre sehr viel einfacher) und sehr viel Protokollaufschrieb. Dafür gibt es zwar auch schon Apps, aber ich kenne bislang keine, in die man ausführlich zum Essen und zum Bewegen zu den jeweiligen Zeiten über morgens+mittags+abends hinaus schreiben kann.

    Mit 400 und mehr war ich den ganzen Tag platt, mit 200 und weniger wurde ich immer munterer. War ne suuuper Verbesserung, und da wollte natürlich ausprobiert werden, wie weit das noch zu verbessern ging. Und es ging bis praktisch völlig gesund, also morgens Aufwachen und Aufstehen mit 80-90 mg/dl und in der Stundenspitze nach dem Essen meistens deutlich unter 140, und zwar auch bei Arten und Portionen, mit denen der BZ noch einige Wochen vorher deutlich auf 200 und mehr ausgeflogen war :)

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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 02.11.2022 20:33:05 | IP (Hash): 705993429
    Ich hab' das Ruder schon sehr stark herumgerissen...
    Weniger Kohlenhydrate, vielleicht noch 20% der Menge an Brot und Nudeln, die ich vor der Diagnosestellung zu mir genommen habe. Seit 3 Wochen rauchfrei und natürlich kein zuckerhaltiger Süßkram, Chips und Flips mehr.
    Meinen Katastrophen-HbA1c von 11,2 habe ich in 4 Monaten auf 6,0 absenken können.
    Sicherlich hat sich die sofortige Insulintherapie mit Langzeit-Insulin aufgrund der LADA Typ 1 Diagnose entscheidend niedergeschlagen, allerdings gehört auch unbedingt eine Ernährungsumstellung, hin zu sehr viel Gemüse und ausgewähltem Obst (niedriger glykämischer Index!) dazu!
    Ich denke, eine Ernährungsumstellung ist für Typ 2'er sogar noch weit wichtiger, als
    Typ 1'er...
    Um den Blutzucker in tolerierbaren Bereichen zu halten, hilft mir sehr die Sensorüberwachung. Kein Vergleich zu den blutigen Messungen, die zwar auch täglich aber natürlich weit weniger stattfinden.
    Ich kann nur jedem der die Möglichkeit dazu hat empfehlen, sich die Sensorüberwachung angedeihen zu lassen!
    Insgesamt sollte jeder, der eine Diabetes-Diagnose erhält, verinnerlichen, dass Folgeschäden zu erleiden oder sich mit einer Reduzierung der Lebenserwartung konfrontiert zu sehen, sehr stark in den Händen eines jeden Betroffenen selbst liegt.
    Ärzte und Medikamente können auf dem Weg, den jeder selbst gehen muss nur Hilfestellungen geben...

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    LADA Typ I... Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
    Bearbeitet von User am 02.11.2022 22:57:42. Grund: Ergänzung
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    am 03.11.2022 13:56:25 | IP (Hash): 160582365
    Ich meide Kohlenhydrate (Reis und Nudeln gestrichen, Brot nur noch als Eiweißvariante, mäßig Obst, ab und an Hülsenfrüchte, Süßigkeiten nur in der Eiweißvariante oder mit Erythrit / Stevia), stattdessen viel Proteine und Fett. Und mache fast jeden Tag Sport (ca. 4x Ausdauer, 2x Krafttraining pro Woche). Dadurch HbA1c von 7,7 auf 5,6 in 3 Monaten ohne Medikamente gesenkt.
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    Mitglied seit: 17.12.2020
    am 13.12.2022 10:23:25 | IP (Hash): 1043656225
    Zuerst erschien mir eine Lebensstiländerung fast unmöglich, weil ich festgefahren war in täglichen Ritualen und in meinem Schichtdienst. Also morgens Bäcker, dann mittags Kantine usw. Es schien mir völlig unmöglich, das zu ändern.
    Dann kam vor zwei Jahren (kurz nach meiner Diagnose) das Home Office und das hat ALLES verändert. Ich konnte jetzt mehr selbst kochen, mehr entscheiden, mehr drauf achten, was ich zu mir nehme. Und die Umstellung war gar nicht mal so schwer. Geholfen hat mir auch, dass man sich Einkaufslisten macht und sich auch an diese hält, nie mit Hunger einkaufen geht, auch mal neue Wege geht und Dinge ausprobiert. Die Küche und die Work Life Balance waren für mich der Game Changer.
    Mittlerweile kommt es mir gar nicht mehr so vor, als hätte ich was geändert. Dabei trinke ich fast gar keinen Alkohol mehr, rauche nicht mehr seit 7 Jahren und anstatt jeden Tag Fleisch gibts auch sehr oft Fisch in allen möglichen Zubereitungsarten.
    Ich glaube das ist auch so ne Zauberformel: Auf etwas zu verzichten heißt ja nicht, dass man keine Alternativen hätte, die den Verzicht mehr als ausgleichen.

    Also abschließend kann ich sagen, dass mein Arbeitsleben bis vor zwei Jahren nicht förderlich für meine Gesundheit war und ich es erst bei Diagnose gemerkt habe, dass ich daran was ändern muss.

    Meine größte Hürde ist allerdings Bewegung bzw. Sport. Das hab ich noch nicht so richtig auf die Kette bekommen.



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    Typ 2 , Medis: Metformin & Ozempic, aktueller HbA1 Wert: 5,60
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    Mitglied seit: 29.06.2014
    am 14.12.2022 16:22:33 | IP (Hash): 813552657
    Mein Weg von HbA1 Wert 6.8 auf 5.3 steht bei "Sport:Schlüsselbeinbruch".
    Ist schon lange her aber ich halte mich immer noch dran,,ich denke bis ich in die Kiste
    steige...........Spaß muss sein!

    Sonne muss dabei sein!
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    am 14.12.2022 16:55:43 | IP (Hash): 1593243821
    Daumendrück für Weiterso :)

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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.