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Botschaften - welche hättet ihr für andere betroffene?

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    Mitglied seit: 12.01.2023
    am 12.01.2023 22:47:43 | IP (Hash): 157156948
    Hallo,
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    Meine Erkenntnis #1:
    Selbst wenn ich mich gut ernähre kann der Wert im ungesunden oder gesunden Bereich des Blutzuckerbereichs liegen. Über 80 oder zwischen 300 und 400 liegen. Vernünftig essen bedeutet nicht Automatisch das sich der HbA1C günstig entwickelt.
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    Meine Erkenntnis #2:
    Kein Ernährungs-Kurs/Schulung erklärt was ich mit dem Einkauf machen muß :-((((( Woher weiß man was man wirklich an Energie essen muß/darf/soll? Wäre ich gesund wollte ich mein Körper nicht überfordern. Wie die Badewanne die niemand überlaufen lassen will.
    Mein Maßstab ist BE Broteinheit. Kohlenhydrahte der Nährwerttabelle durch 100 durch 12 (oder 10) mal Packungsinhalt.
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    Meine Erkenntnis #3:
    Ich muß nicht mehr satt werden, mein Magen lügt oder erzählt mir nicht das alles unverdaute im Magen verdaut wird. Mein Hungergefühl ist weg.
    Ich muß mich heute oft zum essen zwingen.
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    Meine Erkenntnis #4:
    Körpergewicht reduzieren wurde einfach als ich am Einkaufsregalen vorbei laufen konnte. Will ich nicht kaufen, auch nicht. zu süß zu salzig usw.

    Was habt ihr so für Vorschläge gesammelt?

    Nur Pille - ohne Insulim
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    am 13.01.2023 09:21:03 | IP (Hash): 558295008
    Ich sehe einige deiner Punkte kritisch. Es gibt sehr wohl Ernährungsberatungen, die mit dir gemeinsam schauen können, was ist dein kcal-Bedarf und wie kann du ihn am besten decken, dass du auch keine Mangelernährung erleidest.
    Wichtigste Punkte in der Ernährung ist Gemüse und fettarmes Eiweiß (bspw. Quark, Joghurt, Frischkäse,....). Damit brauchst du nicht sparen und insb. am Gemüse kannst du dich richtig satt essen.

    Meine eigenen Erkenntnisse:
    Diabetes ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Daher müssen die Ernährungstipps langfristig umsetzbar sein. Keine Crash-Diät, keine langfristige Mangelernährung..

    Es ist wichtig, sich auch mal was zu gönnen und Ausnahmen zu machen. Die Ausnahmen sollten allerdings Ausnahmen bleiben.

    Diabetes sollte das Leben nicht bestimmen. Ständig nur kleine Portionen zu essen, massive Essensverbote, schon zwanghaft nach jedem Essen Bewegung, ... sowas sehe ich kritisch.
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    am 13.01.2023 11:09:46 | IP (Hash): 157156948
    Das stimmt schon, aber zu Schulungen schickte mich ein Arzt und das waren verschiedene. Die Ernährungsberatungen fanden in einer Gruppe statt und die behandelten kaum den Alltag wie man mit Essen umgeht, eher immer fragten alle was sie jetzt essen könnten.
    Als ich in Krankenhäuser war fragten mich die Krankenschwestern neben dem Bett ob ich selber Insulin spritzen würde. Wie man den Pen bedient lernte ich oft im Bett als in der Ernährungsberatung.

    Ich ging mal alleine zur Beratung und erfuhr meine Fünf Bratwürste wären schon 1800 Kalorien gewesen :-))

    Und ich setze mir selbst das Ziel wenig zu essen, um mein Körper nicht zu überfordern als wäre ich gesund. Ich kannte früher kaum ein Maß und aß bis ich satt war und das halte ich heute für völlig falsch.

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    am 13.01.2023 11:17:24 | IP (Hash): 524905835
    July95 schrieb:
    schon zwanghaft nach jedem Essen Bewegung, ... sowas sehe ich kritisch.



    Genau das halte ich für eine der sinnvollsten Routinen, gerade bei Bewegungsmangel und Übergewicht.
    Nur als Anmerkung.
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    am 13.01.2023 12:01:23 | IP (Hash): 550563738
    July95 schrieb:
    Ich sehe einige deiner Punkte kritisch. Es gibt sehr wohl Ernährungsberatungen, die mit dir gemeinsam schauen können, was ist dein kcal-Bedarf und wie kann du ihn am besten decken, dass du auch keine Mangelernährung erleidest.
    Wichtigste Punkte in der Ernährung ist Gemüse und fettarmes Eiweiß (bspw. Quark, Joghurt, Frischkäse,....). Damit brauchst du nicht sparen und insb. am Gemüse kannst du dich richtig satt essen


    Nach keiner der Ernährungsberatungen, die ich bisher kennengelernt habe, würde ich als alter Typ 2 INSULINER im Rollstuhl nen BMI von 24 pflegen mit aktuell um 35-45 IE Insulin gesamt am Tag und nem HbA1c um 5. Auch nach keiner der Diabetesberatungen, die ich bisher kennengelernt habe - auch nicht nach der in HH, die der Diehler so preist ;)

    Interessant bei den HH Ernährungsdoks: der Oberdok hört sich gerne davon sprechen, dass man keine Kalorien zählen muss, aber seine App rechnet alle Eingaben fein säuberlich in Kalorien um ;)

    Beim Gemüse stimme ich Dir bis auf die KH-reicheren Sorten zu. Aber wieso Du immer noch für möglichst fettarm plädierst, obwohl Fett gut sättigt und den BZ weitgehend in Ruhe lässt, will sich mir beim besten Willen nicht erschließen.
    https://www.deutschlandfunkkultur.de/studie-zum-herzinfarkt-risiko-cholesterin-schadet-alles-100.html#:~:text=Der%20Vater%20dieser%20Idee%20war,%2DStudie%2C%20die%201958%20startete. Das sollte sich inzwischen eigentlich herumgesprochen haben.

    Und herumgesprochen haben sollte sich auch, dass Fruchtzucker den BZ zwar weitgehend in Ruhe lässt, aber nur deswegen, weil er direkt in der Leber in Triglyzeride umgewandelt und gern an Ort und Stelle gespeichert wird. Und dass Blutzucker- und Insulinspitzen ner Gewichtszunahme vorangehen. Und solche tollen Spitzen gibt es weder mit Fett noch mit Protein, sondern ausschließlich mit den so gesunden KHs.

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    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. Auf gutes Gelingen in 23!
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    am 13.01.2023 13:58:47 | IP (Hash): 157156948
    hjt_Jürgen schrieb:
    July95 schrieb:

    Beim Gemüse stimme ich Dir bis auf die KH-reicheren Sorten zu. Aber wieso Du immer noch für möglichst fettarm plädierst, obwohl Fett gut sättigt und den BZ weitgehend in Ruhe lässt, will sich mir beim besten Willen nicht erschließen.




    Ich weiß nicht ob Du mich meinst. Aber ich wollte Fett reduzieren um abnehmen zu können. Und Übergewicht verursacht Folgekrankheiten, sagte fast jeder Arzt.

    Ich esse Käse und Fleischwurst Ringe und somit schon zu viel Fett.
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    am 13.01.2023 14:39:01 | IP (Hash): 550563738
    Nutella-Hamster schrieb:
    Aber ich wollte Fett reduzieren um abnehmen zu können. Und Übergewicht verursacht Folgekrankheiten, sagte fast jeder Arzt.


    Schon komisch, denn wenn jemand normalgewichtig zum Arzt kommt und dem erzählt, dass er sich ketogen ernährt, also vorwiegend von Fett und etwas Protein und noch kleiner etwas KHs, wird er sofort gefragt, warum er denn abnehmen will?

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    Bearbeitet von User am 13.01.2023 14:39:50. Grund: .
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    am 13.01.2023 14:50:10 | IP (Hash): 558295008
    Nutella-Hamster schrieb:
    Das stimmt schon, aber zu Schulungen schickte mich ein Arzt und das waren verschiedene. Die Ernährungsberatungen fanden in einer Gruppe statt und die behandelten kaum den Alltag wie man mit Essen umgeht, eher immer fragten alle was sie jetzt essen könnten.
    Als ich in Krankenhäuser war fragten mich die Krankenschwestern neben dem Bett ob ich selber Insulin spritzen würde. Wie man den Pen bedient lernte ich oft im Bett als in der Ernährungsberatung.

    Ich ging mal alleine zur Beratung und erfuhr meine Fünf Bratwürste wären schon 1800 Kalorien gewesen :-))

    Und ich setze mir selbst das Ziel wenig zu essen, um mein Körper nicht zu überfordern als wäre ich gesund. Ich kannte früher kaum ein Maß und aß bis ich satt war und das halte ich heute für völlig falsch.

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    Ich meine nicht die Gruppenschulungen. Sondern du bräuchtest eine gute Einzel-Ernährungsberatung. Ich hatte mal eine sehr sehr gute Ernährungsberaterin in der Reha kennengelernt. Sie kannte sich mit allen meiner Erkrankungen aus und konnte mir dann ganz konkrete Tipps geben.

    Ein Bsp. für die Diabetesernährung, die ich von ihr mitbekommen habe, ist die Tellermethode. So sollte eine Mahlzeit/ein Teller so aufgebaut sein: 50% Gemüse, 25% Kohlenhydrate, 25% Eiweiß. Das ist dann eine gute Orientierung.

    Leider funktioniert diese Aufteilung bei mir momentan nicht mehr gut und ich musste die Gemüsemenge reduzieren und im Gegensatz KH erhöhen, um auf meine Gesamtkalorien zu kommen.. aber ja, das sind halt bei mir spezifische Zusatzprobleme.

    Generell musste ich die Erfahrung machen, dass die Schulungen ambulant wenig intensiv und mit wenig Umfang/Zeit sind. Gute Grundlagen-Schulungen habe ich in der Reha bekommen. Und dann Schulungen wirklich auf hohen Niveau in der Diabetesklinik, als ich zur Pumpeneinstellung dort war.
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    am 13.01.2023 16:35:01 | IP (Hash): 550563738
    July95 schrieb:
    Ein Bsp. für die Diabetesernährung, die ich von ihr mitbekommen habe, ist die Tellermethode. So sollte eine Mahlzeit/ein Teller so aufgebaut sein: 50% Gemüse, 25% Kohlenhydrate, 25% Eiweiß. Das ist dann eine gute Orientierung.


    Wenn Du schreibst, dass das eine gute Orientierung FÜR DICH ist, sehe ich das vollkommen i.O. Aber warum sollte das eine ebensolche für uns sein? Und was bedeutet da z.B. die Unterscheidung zwischen KHs und Gemüse? Wo in vielen Gemüsen doch ne Menge KHs stecken, oder?

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    am 13.01.2023 21:05:31 | IP (Hash): 157156948
    July95 schrieb:
    Nutella-Hamster schrieb:


    Ich meine nicht die Gruppenschulungen. Sondern du bräuchtest eine gute Einzel-Ernährungsberatung. Ich hatte mal eine sehr sehr gute Ernährungsberaterin in der Reha kennengelernt. Sie kannte sich mit allen meiner Erkrankungen aus und konnte mir dann ganz konkrete Tipps geben.



    Hallo,

    bisher hatte ich nur eine Einzelberatung, weil ich mich selbst darum kümmerte.

    Die Grupeenberatung war vom Arzt und dann Ärztin im Krankenhaus. Die Erste die ich mitmachte war Rätzelraten mit Platzdeckchen und auf der Rückseite waren die BE als Punkte und wir sollten raten. Das war im Krankenhaus :-(((((((

    Und alle die ich erlebte erzählten nix vom Einkauf den man nach Hause trägt. Sagte nicht darüber aus wieviel Zähler 12 BE oder 1 BE im Blutzucker wären, daß weiß ich bis heute nicht. Aus den Krankenhaus Messungen erkannte ich selbst eine Mahlzeit etwa ==70== Zuckerzahlen.

    Sie erzählten wenig darum was der Körper vorm Koma macht nur ständig man sollte Traubenzucker dabei haben und eventuell cola trinken. Aber wenn ich unterzuckern würde und schlafen würde? Nix erzählt. Ich mußte dumme Fragen stellen auf die ich in meiner Phantasie gekommen wäre.

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    am 13.01.2023 22:13:31 | IP (Hash): 1823668450
    Die KE-Schulung hatte ich auch. Das ist einfach um ein wenig Gespür zu bekommen, wie viele KE in welcher Mahlzeit enthalten sind.

    Was mich ein wenig irritiert, du schreibst erst von gespritzten Insulin, niedrigen Insulinwerten und dann BE-Schulung und Unterzuckerungsbehandlung. Also vieles für einen Typ1/Typ1 Lada spricht. Andererseits nimmst du jetzt aber nur Metformin. Zählst aber wieder BEs, was ohne gespritztes Insulin nicht unbedingt notwendig ist.

    Um einige deiner Fragen zu beantworten:
    - um wie viel eine BE den Blutzucker anhebt, ist bei jedem total unterschiedlich. Das unterscheidet sich sogar je nach Tageszeit. Darum kann dir da niemand von den Ärzten einfach so eine konkrete Angabe geben. Vielmehr kannst du das nur durch selbst Messungen und Beobachtungen herausfinden.
    - Unterzuckerungen treten i.d.R. nur bei gespritzten Insulin auf. Daher brauchst du dich momentan darum nicht sorgen. Nur soviel es gibt bestimmte Gegenregulationen vom Körper, wenn der Blutzucker zu niedrig ist, damit der Blutzucker wieder steigt. Außer es ist Alkohol im Spiel, dann können Unterzuckerungen bei gespritzten Insulin gefährlich werden.

    Da dir ja viele Grundlagen fehlen und du Interesse an den Zusammenhängen von Insulin, Glukose, Glukagon und co hast, würde ich dir diese Internetseite empfiehlen. Die hat mir in der Anfangszeit geholfen, viele Zusammenhänge zu verstehen. Wobei einiges bei mir in der Typ1 Grundlagen-Schulung auch zumindest im Groben enthalten war. Das scheint ja bei dir überhaupt nicht der Fall zu sein.

    https://diabetesinfo.de/
    Hier sowohl der Einsteiger als auch Fortgeschrittene Teil liefert sehr viele Informationen. Der Betreiber der Seite hat seit Jahren Typ1 Diabetes.