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Insulinresistenz - was bedeutet das?
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am 13.01.2023 13:43:32 | IP (Hash): 550563738
Ich nehme die Frage vom Nutella Hamster mal hier in nen eigenem Fred zum Thema. Die Antwort, wie ich sie diabetologisch gelernt habe:
Insulinresistenz bedeutet, dass die Glukose-Verbraucher-Zellen (wesentlich die peripheren, also Muskeln und so) sich weigern, den Blutzucker gesund zu steuern. Konret: Sie verschließen sich dem Insulin. Deswegen stauen sich Glukose und Insulin, die sie nicht aufnehmen wollen, praktisch vor ihren Türen im Kreislauf.
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. Auf gutes Gelingen in 23!
Bearbeitet von User am 13.01.2023 13:52:41. Grund: Konkret: -
am 13.01.2023 13:52:06 | IP (Hash): 157156948
Ist Glykose nicht auch ein Zucker? Warum erfahre ich hier im Forum erst was über solche Zusammenhänge? das heißt würde ein Labor das Körper eigene Insulin messen könnte das schon älter sein und es wäre ein verwaschener Wert der nicht die Wahrheit wiedergibt was der Körper noch selbst kann?
Dein Post verwirrt mich mehr als vorher.
Nur Pille - ohne Insulim
Nichtraucher -
am 13.01.2023 14:02:19 | IP (Hash): 550563738
Glukose ist Zucker in seiner einfachsten Form, also jedes Molekül = kleinstes Teilchen einfach nur Zucker. Gibt's auch gepresst als Traubenzucker und schmeckt da nicht mal ordentlich süß. Und Glukose verfällt nicht, wie Insulin. 1 g Glukose im Blut ist auch nach ner Stunde noch 1 g Glukose, wenn niemand was davon abgefressen hat.
Aber 1 Einheit Insulin ist schon nach 5 Minuten nur noch 0,5 Einheit und nach 10 Minuten nur noch 0,25 und nach 15 nur noch 0,125 und nach... , und zwar ohne dass davon auch nur ein klitzekleines Bisschen verbraucht worden wäre.
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Bearbeitet von User am 13.01.2023 14:03:13. Grund: . -
am 13.01.2023 21:18:26 | IP (Hash): 157156948
hjt_Jürgen schrieb:
Glukose ist Zucker in seiner einfachsten Form, also jedes Molekül = kleinstes Teilchen einfach nur Zucker. Gibt's auch gepresst als Traubenzucker und schmeckt da nicht mal ordentlich süß. Und Glukose verfällt nicht, wie Insulin. 1 g Glukose im Blut ist auch nach ner Stunde noch 1 g Glukose, wenn niemand was davon abgefressen hat.
Aber 1 Einheit Insulin ist schon nach 5 Minuten nur noch 0,5 Einheit und nach 10 Minuten nur noch 0,25 und nach 15 nur noch 0,125 und nach... , und zwar ohne dass davon auch nur ein klitzekleines Bisschen verbraucht worden wäre.
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. Auf gutes Gelingen in 23!
Und wer oder was beseitigt dann Glykose im Blut?
Und das heißt Insulin macht nur die Türen der Zellen auf? Ich dachte bis jetzt Insulin frißt/beseitigt den Zucker.
Nur Pille - ohne Insulim
Nichtraucher -
am 14.01.2023 10:13:17 | IP (Hash): 1196426551
Nutella-Hamster schrieb:
Und das heißt Insulin macht nur die Türen der Zellen auf?
Ja, die peripheren Zellen sind empfangsbereit für Insulin, wenn sie Glukose brauchen. Wenn dann ein Insulin da andockt, öffnet sich damit der Zugang für ein Glukose, das die Zelle als Treibstoff nutzt.
Für die passende Menge an Glukose und Insulin und allem anderen, was unser Organismus braucht, ist unsere Leber zuständig. Sie sammelt an ihrem Eingang zusammen mit dem Blut, das aus dem Körper zurückkommt und vieles abgegeben hat, alle neuen Versorgungsgüter aus dem Bauchraum. Die bereitet sie auf und packt bis zu ihrem Ausgang dem Blut, das auf seine nächste Versorgungsrunde geht, alles wieder bis zur Normalhöhe auf.
Nicht so bei Menschen mit Typ 2, wie z.B. bei mir. Bei uns ist die Regelung für die passende Aufladung defekt, und mit dem Defekt neigt die Leber zu immer größeren Ausgaben von Glukose und Insulin, als normal wäre und gebraucht wird.
Das sieht die Diabetologie traditionell anders: Sie meint, dass die Normalhöhe nicht die Aufgabe der Leber sei, sondern die Aufgabe der Verbraucherzellen. Die sollen gefälligst aufnehmen, was die Leber ihnen via Kreislauf liefert. Weil sie das nicht tun, sich also praktisch widersetzen, gelten sie als insulinresistent.
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am 16.01.2023 20:44:59 | IP (Hash): 1054603798
hjt_Jürgen schrieb:
Das sieht die Diabetologie traditionell anders: Sie meint, dass die Normalhöhe nicht die Aufgabe der Leber sei, sondern die Aufgabe der Verbraucherzellen. Die sollen gefälligst aufnehmen, was die Leber ihnen via Kreislauf liefert. Weil sie das nicht tun, sich also praktisch widersetzen, gelten sie als insulinresistent.
Wenn die gesunde Regelung tatsächlich Sache der Verbraucherzellen wäre, wie wäre das dann bei z.B. dem häufigen Fall von nem Kind mit gebrochenem Bein für ein paar Tage im Bett oder wenigstens sehr ruhig mit jeder Menge Süßigkeiten zum Trost?
Da hätten die peripheren Zellen keine Möglichkeit, Energie zu verbrauchen, Und wo jede von ihnen auch nur einen ganz winzigen Speicher für wenige Betriebsminuten hat, müssten BZs deutlich über 500 und eher noch über 1.000 mg/dl die Regel sein, SIND SIE ABER NICHT!
Und wo bleibt in solchen Fällen dann all die Glukose?
Ganz einfach da, wo sie bei gesunden Menschen auch immer bleibt, im Glykogenspeicher der Leber. Und damit der nicht überläuft, wird bei größeren Glukosemengen auch gleich davon zu Fett umgeformt und in die Schwimmhilfen geschickt.
In den Kreislauf geschickt wird immer nur so viel, wie gerade darin verbraucht worden ist.
Denn bei gesunden Menschen haben die Verbraucherzellen keine aktive Rolle an der Steuerung des Blutzuckers! Diese Rolle hat die Diabetologie für Menschen mit Typ 2 erfunden, damit die sich mit ihrer Insulinresistenz der Aufnahme von Insulin widersetzen und so einen einfach plausiblen Grund für das vergleichsweise viele Insulin im Blut bei Typ 2 liefern.
Das bis heute gern genommene perfekte Narra-Tief ;)
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. Auf gutes Gelingen in 23!