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Insulinresistenz zu extrem?

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 26.03.2023
    am 26.03.2023 05:42:05 | IP (Hash): 355709317
    Hallo,

    ich hoffe ich bin hier im richtigen Forum.

    Ich schreibe hier, weil ich mich um meine Frau sorge.
    Meine Frau ist Anfang 30 und hat nun schon seit knapp 10 Jahren Typ 2 Diabetes.
    Die Ärzte die sie aufsucht scheinen sich nicht kümmern zu wollen, weil viele eine Abscheu vor Übergewicht haben.
    Meine Frau ist übergewichtig, aber hält tatsächlich nichts von Süßigkeiten oder Fast Food.
    Da wir hier anonym sind, hätte ich keinen Grund euch anzulügen.
    Da ihr kein Arzt glaubt, sind wir seit Ewigkeiten auf der Suche nach einem guten Diabetologen.
    Vor kurzem fanden wir einen, der ihr zumindest mal glaubt, dass Sie nicht frisst wie ein Scheunendrescher.

    Bei ihr liegen noch andere Erkrankungen vor wie Schilddrüsenunterfunktion und eine Fettstoffwechselerkrankung.

    Um zum Hauptproblem zurück zu kommen:

    Seit ich sie kenne, ist sie auf der Suche nach einer Erklärung dafür und einer Lösung was ihre Insulinresistenz angeht.
    Sie spritzt morgens und Abends jeweils 80 Einheiten Lantus und nach einer Mahlzeit braucht sie in der Regel 80 Einheiten Apidra, manchmal reicht das aber nicht und sie spritzt nochmal 40 Einheiten hinterher,
    Das heißt sie benötigt etwa einen Pen pro Tag.

    Vorher hatte sie Berlinsulin, da war es das selbe. Mit Lyumjev hatten wir auch diese Erfahrungen.
    Metformin verträgt sie nicht, davon bekommt sie massivste Magenprobleme, die auch nach Wochen der Einnahme statt besser eher schlimmer werden.

    Die Ärzte meinten bisher, dass Sie diese Dosen spritzen darf, wenn es denn letztendlich funktioniert.
    Ich bin der Meinung, dass solche Dosen mit Sicherheit irgendwelche Wechselwirkungen haben müssen.
    Und tatsächlich muss ich sagen, dass meine Frau weder ihre Schilddrüse eingestellt bekommt, noch dass sie sich überhaupt dazu in der Lage fühlt ihren Alltag zu bewältigen.

    Ich habe gelesen, dass hier einige Nutzer so um die 8-12 Einheiten pro Mahlzeit spritzen.
    Das ist ja schon echt süß.

    Wir erkundigen uns seit Jahren im Internet, was die Insulinresistenz angeht. Im Internet findet man nichts und wie das immer so ist, bekommt man von vielen Ärzten (ja vorallem Fachärzte) zu hören, dass meine Frau selbst schuld daran ist, weil sie so fett ist und ständig McDonalds und Süßkram frisst.

    Ich esse etwas mehr als meine Frau, was die Hauptmahlzeiten angeht.
    Im Gegensatz zu meiner Frau, bei der Schokolade und anderer Süßkram fast immer abläuft, bin ich zuckersüchtig und ich wiege die Hälfte von ihr.

    Meine Frau geht 3 mal die Woche für 2 Stunden schwimmen (nicht planschen sondern schwimmen).

    Da wir so langsam echt am Verzweifeln sind benötige ich eure Meinung/Hilfe.
    Was können wir tun?

    Danke im Voraus
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 14.05.2022
    am 26.03.2023 09:58:00 | IP (Hash): 1195340454
    Hallo,
    Was mir zu deinem Beitrag einfällt ist Folgendes:
    1. Deine Frau sollte sich selber mit ihre Gesundheit auseinandersetzen. Damit meine ich nicht nur dass sie diejenige sein sollte die hier schreibt. Vor allem meine ich auch dass es ihr nicht weiterhilft ihr Essverhalten mit deinem Essverhalten zu vergleichen.
    Ich versuche es zu erklären was ich meine: Ich habe trotz Normalgewicht einen Diabetes Typ 2 entwickelt. Wenn ich mich immer Vergleiche mit Menschen die was ihr Körpergewicht betrifft deutlich höheres Risiko haben Diabetes zu haben, frustriert mich das nur, macht mir sogar teilweise sauer bis wütend , selbstmitleidend und resignierend. Das macht nur schlechte Laune, hilft mir aber beim richtigen Umgang mit dem Diabetes keinen Schritt weiter.
    2. War deine Frau schon mal stationär zur Diagnostik / Einstellung. Vor allem in dem Hinblick darauf eigentlich keinen richtigen Arzt zu haben der sie ernst nimmt, würde ich das mal in Erwägung ziehen.
    Bis dahin, wünsche ich einen schönen Sonntag:-)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 26.03.2023 10:03:17 | IP (Hash): 845420839
    Werthers schrieb:
    Im Internet findet man nichts ...

    Hallo Werthers,

    ich denke, dass man im Internet eher zu viel findet. Allerdings ist es nicht gerade einfach, aus den vielen Vorschlägen diejenigen herauszufinden, die wirklich sinnvoll sind.

    Hier mal ein paar Vorschläge, in welche Richtungen ihr euch intensiver informieren könntet:

    1. Schilddrüsenunterfunktion:
    Mit einer Schilddrüsenunterfunktion ist es besonders schwer, Gewicht zu verlieren. Wenn deine Frau diese nur beim Hausarzt behandeln lässt, dann sollte sie damit vielleicht mal zu einem Fachmannn, einem Endokrinologen gehen. Zur Schilddrüse gibt es auch etliche Foren, aus denen ihr euch mit weiteren Informationen versorgen könnt.

    2. Diabetesmedikamente:
    Habt ihr euch mit dem Diadoc schon mal über GLP1-Rezeptoragonisten (Ozempic, Trulicity, ...) unterhalten? Diese Medikamente unterstützen neben der BZ-Regulierung sehr gut die Abnahme. Leider ist das nicht ganz ohne Nebenwirkungen zu haben. Bei vielen sind die Nebenwirkungen nach einer anfänglichen Eingewöhnungszeit ertäglich, für manche wieder nicht. Das müsste deine Frau einfach ausprobieren. Falls der GLP1-RA alleine für die BZ-Regulierung nicht mehr ausreicht, dann kann die Wirkung mit einem Basalinsulin unterstützt werden. Redet mal mit dem Arzt darüber.

    3. Leberentfettung:
    Das ist etwas, das deine Frau wahrscheinlich nur mit Unterstützung ihres Arztes machen kann. Es geht um eine 8-wöchige hypokalorische Diät, mit der Leber und Bauchspeicheldrüse von falsch eingelagertem Fett befreit werden, was wieder zu einer besseren Insulinwirkung führt. Bei so einer Diät sinkt der Insulinbedarf stark, was gut beobachtet und bei der Spritzdosis unbedingt berücksichtigt werden muss. Stichworte, nach denen du hier suchen kannst, sind 'Prof. Roy Taylor' oder 'Newcastle Diet'.

    4. Nur der Vollständigkeit halber, keinesfalls als Empfehlung - Magen OP:
    Mit der Newcastle Diet kann man annähernd das gleiche Ergebnis erreichen, wie bei einer Magen OP - allerdings mit sehr viel besseren Aussichten für die langfristige Lebensqualität.

    Das soll für den Anfang erst mal genügen. Wenn ihr für einen Punkt oder zu anderen Diabetesfragen weitere Hinweise haben möchtest, dann fragt einfach danach.

    Alles Gute für deine Frau, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 26.03.2023 11:00:25. Grund: BBCodes
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    am 26.03.2023 12:28:37 | IP (Hash): 512375083
    Eure Verzweiflung kann ich nachvollziehen. Was ist das für ne Fettstoffwechselerkrankung, und wie wirkt sich die aus? Was muss deine Frau dafür tun und ggf. nehmen?
    Grund für die FRage: Insulin ist in seiner Hauptaufgabe zuständig für den Fettstoffwechsel. Es wandelt jedes Kohlenhydrat in Triglyzerid um und lagert es in die Schwimmhilfen ein und bewacht die.

    ----------------------------------------------
    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
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    am 26.03.2023 15:15:44 | IP (Hash): 355709317
    Hallo,

    erstmal danke für alle Antworten, ich versuche mal auf alles einzugehen:

    1. Meine Frau setzt sich mit ihrer Gesundheit auseinander, aber sie hält nicht viel von Internetquellen.
    Dass ich unser Essverhalten miteinander vergleiche liegt daran, dass es scheinbar keiner glauben mag, dass sie nicht zu 100% Schuld daran ist Diabetes zu haben bzw. die aktuellen Probleme.
    Sie ist selber der Meinung, dass sie sich das Gewicht natürlich "angefressen" hat, aber bei der Menge an Kalorien die sie zu sich führt, sollte sie keinesfalls auf ihrem Gewicht bleiben bzw sogar noch zuzunehmen.
    Ihr alter Diabetologe empfohl ihr nicht alles zu frittieren was sie isst, nicht den ganzen Tag Cola zu trinken und vielleicht mal ein bisschen weniger Süßigkeiten und Fast Food zu essen...
    Meine Frau ist übergewichtig aber nicht blöd.
    Wir kochen sehr gesund. Eine Flasche Öl hält bei uns 2 Monate. In unser Essen kommt kein Tütchen, kein Maggi Fix, keine Brühe und keine Butter oder Sahne. In diversen Kochsendungen wird empfohlen Kartoffelbrei so zuzubereiten, dass man genau so viel Butter nimmt wie Kartoffeln.. Ich mag diese Ausdrucksweise ja nicht aber: Alter, ernsthaft? Bei uns kommt ein kleines Stück Butter von vielleicht 10g rein.
    Es ist immer wieder ermüdend dass zu erwähnen, damit einem die Leute anfangen zuzuhören.

    Was ihre Schilddrüsengeschichte angeht:
    Ihr TSH schwankt stark ist aber nie wirklich im Zielbereich. Ihr fT3 und fT4 Wert ist aber in Ordnung.
    Als sie einen TSH von 1,1 hatte, ging es ihr blendend. Jetzt hat sie mal 4 (was laut Labor noch ok ist) manchmal mehr. Fakt ist aber, sie fühlt sich mit 4 nicht gut.
    Nur ihr Gynäkologe glaubt ihr das, aber auch er meint, ohne Magenband gäbe es keine Chance.

    Thema Magenband: Nein!

    Sie nimmt ein Fibrat, ihre Triglyceride sind bei etwa 250, waren aber schonmal bei Werten, die der Arzt noch nie gesehen hat.

    2.:
    Meine Frau war auf Grund einer Pankreatitis mal stationär. Sie hat morgens eine Scheibe Brot und Wurst bekommen und ihr Zucker wurde regelmäßig gemessen. Das können wir zuhause auch.
    Ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass viele Ärzte keinen Bock mehr haben, wenn sie jemanden sehen der übergewichtig ist.
    Wir waren bei einem großen Endokrinologen in Mainz. Er meinte nur, ihre Schilddrüse kann man nicht in den Griff bekommen, solange sie Übergewichtig ist.... ???? Was?
    Genau deshalb war sie aber dort.
    Sie wurde fast dort abgelehnt, bis sie einen Kinderwunsch vorlog, dann wurde sie zumindest mal kurz angehört. Nach monate langem warten auf den Termin war unsere Erkenntnis:
    Selber Schuld, nimm halt ab!

    Diabetes-Medikamente:

    Sie hat mal Spritzen bekommen, von denen ihr allerdings so schlecht wurde, dass sie bettlägrig wurde.
    Dieses Medikament, keine Ahnung was es war, hatte sie auch schonmal in Kombination mit einem Langzeit-Insulin, ich weiß nicht mehr wie es hieß.

    Was auch sehr merkwürdig ist:
    Apidra soll nach 20 Minuten sein volles Wirkspektrum erreicht haben. Bei ihr sind es etwa 3-4 Stunden. Dass sie nicht in Verhärtungen stechen soll, dass weiß sie.

    Die Niedrigkalorische Diät hört sich gut an, ich glaube aber dass sie das nicht durchhält.

    Der gute Diabetologe empfohl ihr einen stationären Aufenthalt mit hochdosiertem Insulin um die Insulinresistenz zu "durchbrechen". Davon habe ich teilweise im Internet gelesen.
    Was gibt es denn dazu zu sagen?
    Als hochdosiert würde ich 120 Einheiten schon bezeichnen, ich weiß nicht ob hier eventuell Insulin IV gemeint ist.
    Bearbeitet von User am 26.03.2023 15:25:11. Grund: Ergänzung
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    am 26.03.2023 16:46:44 | IP (Hash): 512375083
    Dann mal von hinten angefangen:

    Alle Insuline werden in ihren Wirkkurven mit Typ 1 dargestellt und beworben. Mit Typ 2 setzen diese Kurven meistens deutlich später ein und verlaufen flacher. Wir brauchen also meistens für gleiche BZ-Größen deutlich mehr Insulin, als mit Typ 1. Und je höher der BZ-Verlauf, desto größerer Insulinbedarf für die gleiche Absenkung. Beispiel: Von 300 mg/dl auf 200 kann locker die anderthalbfache Menge vom Apidra erfordern, die frau für von 200 auf 100 braucht.

    Zudem kann ich jedes mal, wenn ich erst nach dem Essen spritze, nach dem Wirkauslauf um 3 Stunden später einen deutlich höheren BZ messen, als wenn ich mit passendem SEA (sie weiter unten) vor dem Essen die gleiche Menge Apidra spritze.

    UND dann habe ich bei um 120 mg/dl Apidra passend zum Essen gespritzt, das vor mich hingestellt und alle 10 Minuten gemessen. Zum Frühstück hat es ca. 40 Minuten gedauert, bis mein BZ auf um 90 gesunken war und ich mit dem Essen angefangen hab. Die 40 Minuten, die ich da ausgetestet hab, nennen sich Spritz-Ess-Abstand (SEA), und zu den übrigen Mahlzeiten hab ich einen SEA von 20 Minuten.

    ----------------------------------------------
    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
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    am 26.03.2023 18:54:14 | IP (Hash): 969680860
    Hallo Werthers,

    was du schreibst, ist alles sehr viel und auch sehr extrem. Aber ich will mal versuchen, dir ein paar Antworten zu geben.

    - Also auch ich meine, deine Frau müsste sich selbst kümmern und auch selbst hier schreiben.

    - Jeder Mensch ist anders, ihr könnt euer Essverhalten nicht miteinander vergleichen.

    - Hat deine Frau schon mal ein Ernährungstagebucht geführt? Ich finde, das hilft immer gut, um einen Überblick zu erhalten und ggf. Änderungen vorzunehmen.

    - Ins Ernährungstagebuch sollten auch die kcal, das Fett und die Kohlenhydrate der Mahlzeit eingetragen werden. Auch der Glucosewert vor und nach der Mahlzeit gehört dazu. So kann sie genau feststellen, wie sie auf welche Lebensmittel reagiert. Auch da kann sie dann Anpassungen vornehmen.

    - Die Spritzen, die einem speiübel werden lassen, hatte ich auch schon und kam nicht damit klar. Mir war so übel, dass ich meinen damaligen Arbeitsalltag nicht durchhalten konnte und habe es deshalb abgesetzt. Es macht keinen Sinn, es soweit kommen zu lassen, dass man bettlägerig wird, das muss man rechtzeitig beenden und mit dem Arzt sprechen.

    - Zum gesunden Kochen. In zwei Monate eine Flasche Öl zu verbrauchen ist schon eine reife Leistung. Außer, ihr seid mehr als zwei Personen im Haushalt. Aber für nur zwei Personen finde ich den Ölverbrauch als viel zu hoch. Ich z. B. habe immer zweierlei Öle in der Küche, eine 0,5-Liter-Flasche gutes Olivenöl und eine 0,5-Liter-Flasche neutrales Öl. Beides reicht mir gut 2,5 Jahre, manchmal wird der letzte Rest ranzig. Man kann fast alles ohne Fett zubereiten...es schmeckt dann auch viel besser, Fett verfälscht nur den natürlichen Geschmack der Speisen.

    - Mit der Schilddrüse gehört deine Frau in die Nuklearmedizin. Das ist das Fachgebiet dafür. Falls sie da noch nicht war, sollte sie sich da schnellstmöglich einen Termin machen. Nuklearmediziner haben durch die Bank eine Wartezeit von ca. 6 Monaten.

    - Ansonsten empfehle ich (falls noch nicht geschehen) eine Diabets-Schulung incl. Ernährungsberatung.

    So, das wars dann erst mal von mir. Ich hoffe, das nächste Post kommt von deiner Frau.

    Viele Grüße an die Frau
    Zuckerle
    Bearbeitet von User am 26.03.2023 18:57:07. Grund: Korrektur
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    am 26.03.2023 23:10:00 | IP (Hash): 845420839
    Werthers schrieb:
    Die Niedrigkalorische Diät hört sich gut an, ich glaube aber dass sie das nicht durchhält.

    Für die volle Wirkung (Entfettung von Leber und Bauchspeicheldrüse) wären es schon sinnvoll, die 8 Wochen durchzuhalten.

    Zur Durchbrechung der starken Insulinresistenz dürfte eine Woche bereits ausreichen. Vielleicht wäre das für deine Frau erst mal leichter und auch schon mit genügend Erfolg verbunden. Aber die richtige Anpassung der Insulindosis für Basis und Bolus ist wirklich nicht so einfach, dafür wäre wahrscheinlich fachliche Begleitung notwendig.

    Mit geringerem Insulinbedarf kann deine Frau dann auch damit rechnen, dass die Abnahme besser klappt.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 26.03.2023 23:10:33. Grund: BBCodes
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    Punkte: 0
    Beiträge: 22
    Mitglied seit: 02.04.2015
    am 27.03.2023 08:03:42 | IP (Hash): 231197207
    Hat Deine Frau ein CGM im Einsatz?

    Hat sie einmal eine ketogene Ernährung versucht?

    Hat sie schon mal intermittierendes Fasten versucht?

    Mehr Fett und nicht weniger und weg mit den Kohlehydraten funktioniert bei vielen T2D in Kombination mit größeren Abständen zwischen den Mahlzeiten. Bloss nicht auf Zuckerle hören!

    Google mal nach:
    Dr. Simon Unwin sugar

    Auf youtube sehr zu empfehlen Dr. Jason Fung

    Lesetipps:
    Dr. Benjamin Bikman - Warum wir krank werden
    Dr. Jason Fung - Die Schlankformel
    Dr. Jason Fung - Diabetes rückgängig machen
    Bearbeitet von User am 27.03.2023 08:04:47. Grund: Tippfehler
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    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1093
    Mitglied seit: 21.10.2014
    am 27.03.2023 12:26:36 | IP (Hash): 969680860
    [quote=keine Ahnung;122337]
    Mehr Fett und nicht weniger und weg mit den Kohlehydraten funktioniert bei vielen T2D in Kombination mit größeren Abständen zwischen den Mahlzeiten. Bloss nicht auf Zuckerle hören!

    Google mal nach:
    Dr. Simon Unwin sugar

    Auf youtube sehr zu empfehlen Dr. Jason Fung

    Lesetipps:
    Dr. Benjamin Bikman - Warum wir krank werden
    Dr. Jason Fung - Die Schlankformel
    Dr. Jason Fung - Diabetes rückgängig machen[/quote]

    hm @keine Ahnung...dein Nick scheint ja Programm zu sein. Dein Vorschlag ist wohl für so manchen schlanken Typ1-Diabetiker richtig. Nicht aber für eine übergewichtige Typ2-Diabetikerin, die zusätzlich mit einer Fettstoffwechselstörung und Schilddrüsenunterfunktion zu kämpfen hat. Da müssen die Fettkalorien auf ein Minimum reduziert und das Eiweiß erhöht werden. Die Kohlenhydrate sollten aus Vollkorn und Pflanzenkost kommen. Größere Abstände zwischen den Mahlzeiten? Woher willst du denn wissen, wie groß die Abstände derzeit sind? Darüber hat Werther nichts geschrieben.

    Also bitte nächstens erst lesen und nachdenken, bevor man was schreibt.

    Diabetes rückgängig machen? Ich persönlich glaube nicht, dass das funktionieren kann...schon gar nicht, wenn die Probleme so groß sind, wie bei Werthers Frau.

    Übrigens bloß schreibt man mit scharfem "ß"