Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Hafer pusht den BZ extrem hoch

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 6
    Mitglied seit: 07.06.2023
    am 07.06.2023 10:50:36 | IP (Hash): 385587601
    Hallo liebe Forumsgemeinde,

    das ist meine erste Post. Ich bin 58 Jahre, Diabetes wurde bei mir vor 15 Jahren diagnostiziert. Die ersten Jahre hatte ich Hba1c ca. 6,2, später dann meistens 6,5, seit einigen Monaten ist er schon oft um die 6,9. Jetzt hatte ich das erste Mal über 7. Ich nehme morgens und abends jeweils 1x 1000mg Metformin. Kein Insulin. Ich bin relativ normalgewichtig, 91Kg bei 1,89. Generell ernähre ich mich mir viel frischen Gemüse, Fleisch, meistens Vollkornbrot und recht wenig Nudeln, Kartoffeln und Reis eigentlich garnicht. Klar leiste ich mir auch mal eine Süßigkeit und gern auch einen Rotwein am Abend.

    Nun habe ich gemäß Vorgabe der Ernährungs-Docs diese Haferkur angefangen. Esse auch sonst oft morgens Hafermüsli. Also wirklich nur Haferflocken mit Wasser (manchmal auch Naturjoghurt) und Tiefkühlbeeren dazu, schneide auch manchmal etwas Apfel rein. Hafer soll die Insulinwirkung langfristig deutlich verbessern heißt es. Das kann ja auch sein. Aber was nützt mir das wenn mein BZ dann 1 Stunde nach der Hafermalzeit auf 270 mg/dl hochschnellt und auch nach 1,5 Stunden noch immer bei 245 mg/dl liegt. Ich merke das dann auch ganz extrem, dass ich mich total platt fühle, könnte mich nach ca. einer Stunde einfach direkt ins Bett legen. Und das obwohl ich eine Tablette Metformin 1000mg direkt nach der Mahlzeit genommen habe. Habe meinen Hausarzt schon gefragt, der hat auch nur mit den Achseln gezuckt. Er meint man könne noch ein Medikament dazu geben. Im Gegensatz dazu wenn ich zum Frühstück einfach nur ein Vollkornbrot mit Käse, Schinken oder ein Spiegelei oder Humus esse. Da habe ich dann nach 1,5 Stunden einen BZ von ca. 190 mg/dl und fühle mich bei weitem nicht so Müde und erschöpft.

    Kann es sein, dass das mit dem Hafer eben nicht bei jeden funktioniert? Herr Riedl von den Ernährungsdocs erwähnt nicht ein einziges Mal, dass durch den hafer solche BZ Spitzen entstehen können, sondern redet immer nur davon, das der Blutzucker gesenkt wird.

    Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder hat jemand eine Idee was da falsch läuft?

    Beste Grüße
    Udo

     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 625
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 07.06.2023 14:27:44 | IP (Hash): 2099588454
    Ich empfehle die Lektüre dieses Artikels:

    https://www.ddg.info/diabetes-zeitung/alles-nur-hokuspokus

    Außerdem gab es hier unlängst einen thread:
    https://www.diabetes-forum.de/forum/topic/16723/Haferkur

    Lg Hape
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 01.10.2020
    am 07.06.2023 20:23:56 | IP (Hash): 1507650756
    Hallo Udo

    Ja, ich war bei meiner ersten Haferkur auch erschrocken was da nach der Mahlzeit für Werte zu messen waren. Habe aber festgestellt das der Nüchternzucker am nächsten Tag bei so niedrigen Werten war wie ich sie schon lange nicht mehr gesehen hatte.

    Auch war bei der nächsten Quartalsmessung der HbA1c von 6,1 auf 5,8 gesunken obwohl ich sonst das Essen nicht geändert habe. Ich zähle die KH und kann das vergleichen.

    Nun
    In diesem Quartal habe ich 2x die Haferkur gemacht. Gerade erst Gestern mit der zweiten fertig geworden. Der Nüchternwert viel von vorher um die 110 auf 93, 90 und 88. Er wird zwar die nächsten Tage wieder steigen, aber aus Erfahrung der ersten Haferkur nicht mehr auf 110 sondern eher auf um die 102.

    In 7 Wochen, beim nächsten Termin, werde ich sehen ob ich den HbA1c mit 2 Haferkuren im Quartal noch weiter senken konnte.

    Gruß
    Peter
    ______________
    —————————————-
    Typ 2 (HbA1c bei Diagnose 6/2020 13,7) - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 5,8 - NW: 102,9 im Schnitt (Stand 4/23)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 625
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 07.06.2023 21:20:03 | IP (Hash): 2099588454
    Hallo Udo,
    darf ich Dir eine Frage stellen?

    Ich habe dieselbe Medikation (2 x 1000mg) Metformin und auch einen HbA1c im Bereich knapp unter 7%.
    Und die Frage einer Zusatzmedikation steht im Raum und wird akut.
    Bei low-carb-Ernährung habe ich kaum mal Werte über 200mg/dl, aber oft sehr hohe BZ-Werte am Morgen (180mg/dl).

    Magst Du mitteilen , in welchem Bereich Dein Morgen-BZ in etwa liegt?

    Lg
    Hape

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 6
    Mitglied seit: 07.06.2023
    am 10.06.2023 17:27:42 | IP (Hash): 352729062
    Hallo Hape,
    ich hatte die letzten Wochen eine Schlechte Phase wo mein Nüchtern BZ leider oft zwischen 200 mg/dl und 220 mg/dl lag. Normal liegt er aber zwischen 160 und 180 mg/dl.
    Grüße
    Udo
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 6
    Mitglied seit: 07.06.2023
    am 10.06.2023 17:30:52 | IP (Hash): 352729062
    Hallo Peter,
    mir ist nun aufgefallen, dass mein BZ nun nach der Haferkur besser geworden ist. Besonders morgens nüchtern bin ich nun wieder deutlich unter 200 mg/dl.
    Grüße
    Udo
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 6
    Mitglied seit: 07.06.2023
    am 10.06.2023 17:37:51 | IP (Hash): 352729062
    Hugin66 schrieb:

    Ich zähle die KH und kann das vergleichen.


    eine Frage ... bedeutet du zählst KH aber machst keinen Unterschied zwischen Vollkorn oder Weißbrot?
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 10.06.2023 18:14:35 | IP (Hash): 881614737
    Bei euch beiden stellt sich mir die Frage, warum ihr’s nicht mal mit ner kompletten Remission versucht?

    Also völlig ohne Medis mit 600 (+ bis 200 Salat/Gemüse) kcal pro Tag für schon nach ner Woche von einem Tag auf den anderen morgens nüchtern deutlich unter 100 mg/dl? Und nach 6-8 Wochen weiter mit dann wieder normalem Low Carb Essen in gewichthaltenden Portionen zuverlässig unter 140?

    Insgesamt sehr viel weniger weite Schwankungen, und unter den 140 bleiben dann auch KH-Portionen, die ihr heute noch mit an 200 oder darüber quittiert messt. Wäre das kein lohnendes Ziel? Also gesunder BZ völlig ohne Medis?

    ----------------------------------------------
    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 01.10.2020
    am 10.06.2023 21:12:22 | IP (Hash): 1964936433
    Udo123 schrieb:

    eine Frage ... bedeutet du zählst KH aber machst keinen Unterschied zwischen Vollkorn oder Weißbrot?



    Ich habe mir eine Liste aus Exelbasis gemacht in der ALLES was ich kaufe eingetragen ist.
    War am Anfang eine Menge Arbeit.
    Da brauche ich bei einem Produkt dann nur die Gramm eintragen und bekomme ausgerechnet wieviel KH das dann sind.
    Da ich das jetzt gut 2 Jahre mache kann ich mir meinen Speiseplan so zurecht legen das ich eine selbstgerechte Grenze von max 100gKH pro Tag nicht überschreite. Meist ist es viel weniger.
    In diesem Quartal (läuft seit 8 Wochen) habe ich bisher im Schnitt 80gKH pro Tag zu mir genommen.

    Vollkorn oder Weißbrot esse ich normalerweise nicht. Zu viel KH. Eiweißbrot ist mein bevorzugtes Brot. Manchmal genehmige ich mir nach dem Einkauf an der warmen Theke ein Brötchen mit Fleischkäse. Das lasse ich beides getrennt wiegen und trage es in meine Liste. Dann gibt es aber zum Abendessen etwas mit sehr wenig KH.

    Ich leide keinen Hunger. Ich esse 3 Mahlzeiten am Tag. 1x davon warm. Meistens gibt es noch einen Nachtisch (selbstgemacht) und nochmal ein paar Nüsse zum knabbern.

    @Jürgen
    Auf Kalorien achte ich nicht. Wäre für mich Neuland wenn ich das mal versuchen würde.
    Muß ich mich mal schlau machen.

    Gruß
    Peter

    ______________
    —————————————-
    Typ 2 (HbA1c bei Diagnose 6/2020 13,7) - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 5,8 - NW: 102,9 im Schnitt (Stand 4/23)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 625
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 11.06.2023 00:48:06 | IP (Hash): 2099588454
    Udo123 schrieb:
    Hallo Hape,
    ich hatte die letzten Wochen eine Schlechte Phase wo mein Nüchtern BZ leider oft zwischen 200 mg/dl und 220 mg/dl lag. Normal liegt er aber zwischen 160 und 180 mg/dl.
    Grüße
    Udo



    Diese Werte sind sicherlich zu hoch, auch wenn der Hba1c unter 7% ist.
    Welche Optionen gibt es?
    * GLP-1-Rezeptoragonisten (z.B. Ozempic oder Trulicity)
    * SGLT-2-Hemmer (z.B. Forxiga)
    * Langzeitinsulin
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 6
    Mitglied seit: 07.06.2023
    am 12.06.2023 10:22:11 | IP (Hash): 352729062
    Ja, das glaube ich ... auf jeden Fall ist mein nüchtern Blutzucker zu hoch. Ich glaube es liegt an meiner Fehleinschätzung bzgl Kohlenhydrate. Nämlich mein Glaube Vollkorn könne man essen soviel man will. habe jetzt in einer Tabelle für die glykämischen Last gesehen, dass selbst Vollkorn immer noch relativ schlecht ist. Nun bevor ich zusätzlich zum Metformin weitere Medikamente nehme werde ich erst mal die Kohlenhydratemenge stark reduzieren. was ich zur Zeit pro Tag an Kohlenhydrate esse, ist wohl zu viel. Normaler Tag: Morgens 6 Löffel Hafer neben dem Obst und Joghurt im Müsli, ca. 3-4 Scheiben Vollkornbrot mittags, manchmal Kuchen zum Kaffee, abens oft auch Vollkornnudel oder Kartoffel oder nochmal Vollkornbrot.
    Gruß
    Udo
    Bearbeitet von User am 12.06.2023 10:24:46. Grund: Falsche Formulierung
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5071
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 12.06.2023 10:56:11 | IP (Hash): 1929087283
    Udo123 schrieb:
    Nun bevor ich zusätzlich zum Metformin weitere Medikamente nehme werde ich erst mal die Kohlenhydratemenge stark reduzieren.

    Hallo Udo,

    das ist eine gute Strategie - ich wünsche dir viel Erfolg damit.

    Vollkorn ist kein Allheilmittel, es hilft lediglich dabei, dass der BZ langsamer und auch ein bisschen wenger ansteigt. Das funktioniert aber nicht mal bei jedem, manche können überhaupt keinen Unterschied feststellen. Ob und wie viel Vollkorn bei dir ausmacht, musst du mit dem Messgerät überprüfen. Falls es bei dir hilft, dann bleibe bei Vollkorn, aber beachte auch da die KH-Menge.


    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.

    Bearbeitet von User am 12.06.2023 10:56:47. Grund: BBCodes
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 01.10.2020
    am 12.06.2023 15:37:23 | IP (Hash): 1196869132
    Hallo Udo

    Hier mal 2 Bilder von meiner Kuchenliste (kann man hier ja nicht direkt hochladen)

    https://i.postimg.cc/FzNsVjL4/IMG-7057.jpg
    https://i.postimg.cc/fyqyWVVQ/IMG-7058.jpg

    In die orangen Felder wird das Gewicht eingetragen. Rechts daneben werden die gKH angezeigt. Oben rechts werden die gKH zusammengezählt sollte ich mal mehr wie ein Stück essen.

    Bild1 Kuchen mit wenig KH. Bild2 mit viiiiiiiel KH.

    So habe ich Listen für alles was ich esse.

    Hoffe es klappt mit den Links
    (Nachtrag: bei mir hat es geklappt)

    Gruß
    Peter

    ______________
    —————————————-
    Typ 2 (HbA1c bei Diagnose 6/2020 13,7) - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 5,8 - NW: 102,9 im Schnitt (Stand 4/23)
    Bearbeitet von User am 12.06.2023 15:42:10. Grund: .
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 625
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 12.06.2023 22:21:50 | IP (Hash): 2099588454
    Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollkornreis, das bringt alles fast nichts. Es kommt auf den Kohlenhydratgehalt an. Bei Brot hat nur Eiweißbrot wenig Kohlenhydrate, das "Pur"-Brot auch nur 20g/100g Brot.

    3-4 Scheiben?
    Kuchen?
    Kartoffeln?

    Du hast noch vieleOptionen Deine Ernährung kohlenhydratärmer zu gestalten?

    Wenig oder kaum Kohlenhydrate enthalten: Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, Eier, Nüsse, die meisten Gemüse.

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 625
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 12.06.2023 22:26:23 | IP (Hash): 2099588454
    hjt_Jürgen schrieb:
    Bei euch beiden stellt sich mir die Frage, warum ihr’s nicht mal mit ner kompletten Remission versucht?

    Also völlig ohne Medis mit 600 (+ bis 200 Salat/Gemüse) kcal pro Tag für schon nach ner Woche von einem Tag auf den anderen morgens nüchtern deutlich unter 100 mg/dl?.



    Stimmt. Eine konsequente Diät mit weniger als 1000kcal/Tag habe ich niemals über eine Woche durchgezogen.

  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 12.06.2023 23:22:52 | IP (Hash): 220555016
    Ehrlich? Als ich mich vor so um 8 Jahren an meinen Selbstversuch gemacht hab, war das eher zum Nachweis, dass das eh nix bringt. Damals hatte ich mich mit dem alten Nicolai Worm (Menschenstopfleber) in seinem eigenen Forum angelegt, und eigentlich wollte ich nur in ner Woche beweisen, dass son Quatsch nix bringen kann.
    Dazu brachte ich mit seit über 10 Jahren gesundem BZ mit Hilfe von Insulin gute Voraussetzungen mit. Denn wenn an dieser Leberentfettung was dran war, dann musste sich das bei mir doch in deutlich sichtbar sehr viel weniger Einheiten für denselben gesunden BZ darstellen.

    Ok, für weniger Essen braucht’s halt weniger Insulin. Das ist völlig normal. Und so war kein Wunder, dass ich von meinem kurzwirksamen Insulin Apidra nur sehr wenig brauchte. Aber vom Basal-Insulin Lantus brauchte ich noch am 7. Tag meines Selbstversuchs 40 Einheiten! Und ich hatte den "passenden" Text für den Ernährungsprof schon sendebereit am Moni, als sich ein Gefühl von um 60 mg/dl einstellte. Bei mir noch keine Hypo, aber ein im Hypotraining erlernter Vorbote. Und das Nachmessen bestätigte am Mittag 62, und bis zum Abend hatte ich von den 20 IE Lantus, die ich am Morgen gespritzt hatte, für nen BZ zwischen 60 und 80 mehr als 10 aufgefressen.

    Und dann hab ich natürlich auf die zweite Hälfte der Tagesdosis verzichtet und am nächsten Tag vorsichtig angefangen, mich an meinen neuen Basalbedarf ranzutasten: 10 statt 40 Einheiten Lantus für 24 Stunden! -
    Und 5+5 bis 5+6 Einheiten Lantus sind die Menge, die bei mir seitdem bis heute für morgens mit 80-110 mg/dl Aufwachen passt. Übrigens egal, ob ich um 7 oder um 10 Uhr aufwache. Denn genau seitdem ist auch mein Dawn-Phänomen Geschichte. Damit hatte ich bis dahin um 6 Uhr 90 mg/dl messen können und um 8 Uhr 160 und mehr, ohne einen Happen zu essen.

    Mit der Erfahrung und den Daten von Prof Taylors durchgemessenen Verhaltensstudien gehe ich davon aus, dass die BZ-Regelung in 2 Regelkreisen verläuft, im prandialen und im basalen. Und den basalen hab ich mit meiner Leberentfettung auf Remission setzen können, den, der mit der passenden Menge an Insulin die gesunde Glukose- und Insulin-Ausgabe in den Ganzkörperkreislauf bewirkt.
    Am prandialen war ich nicht so erfolgreich, also an dem, der die passende Lieferung an Insulin aus dem Pankreas bewirkt, wenn die neu gegessene Glukose die Dünndarmwand passiert. Da passiert wohl nix mehr. Denn obwohl ich damals für 25 kg weniger in meiner um 600 kcal Spur geblieben bin, brauche ich für die KE immer noch dieselbe Menge Apidra! Sagt mir, dass da nix mehr an verwertbarem Insulin aus dem Pankreas kommt. Für die Ausgabe zu retten hab ich den Selbstversuch nach Taylor wohl wenigstens 10 Jahre zu spät gemacht.

    ----------------------------------------------
    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5071
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 13.06.2023 10:21:43 | IP (Hash): 1633046505
    Hugin66 schrieb:
    @Jürgen
    Auf Kalorien achte ich nicht. Wäre für mich Neuland wenn ich das mal versuchen würde.
    Muß ich mich mal schlau machen.

    Hallo Peter,

    Informationen findest du, wenn du nach "Prof. Roy Taylor" oder nach "Newcastle Diet" suchst.
    Auf englisch gibt es hier z.B. eine gute Anleitung.
    Auf deutsch könnte evtl. von Prof. Roy Taylor dieses Buch für dich interessant sein.

    Die Studien dazu sind übrigens:
    - für Übergewichtige: DiRECT (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/127226/Typ-2-Diabetes-Diaet-aus-Apotheke-erreicht-haeufig-Remission) und
    - für Normalgewichtige: ReTUNE (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/137675/Typ-2-Diabetes-Gewichtsreduktion-kann-auch-bei-Normalgewichtigen-eine-Remission-erreichen)

    Viel Spaß beim Recherchieren, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 13.06.2023 10:29:04. Grund: BBCodes
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 6
    Mitglied seit: 07.06.2023
    am 15.06.2023 08:19:58 | IP (Hash): 352729062
    Hallo Hape,
    Mein Problem ist, dass ich ständig eine sehr große Lust auf süßes und kohlenhydratiges habe 😳 ...
    Gruß
    Udo
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 15.06.2023 08:56:01 | IP (Hash): 207628784
    "Der Glukose-Trick" zeigt praktische Möglichkeiten auf, wie sich mit dem Verlangen UND weniger hohen BZ-Spitzen leben lässt. Daumendrück :)

    ----------------------------------------------
    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 625
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 15.06.2023 09:30:14 | IP (Hash): 2099588454
    Udo123 schrieb:
    Hallo Hape,
    Mein Problem ist, dass ich ständig eine sehr große Lust auf süßes und kohlenhydratiges habe 😳 ...
    Gruß
    Udo



    Sehr süß bei moderaten Werte sind High-Protein-Joghurts:
    100 g haben 6,5 g Kohlenhydrate, davon 4,2 g Zucker.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 01.10.2020
    am 15.06.2023 09:54:35 | IP (Hash): 1964936433
    Udo123 schrieb:
    Mein Problem ist, dass ich ständig eine sehr große Lust auf süßes und kohlenhydratiges habe 😳 ...
    Gruß
    Udo



    Moin Udo
    DAS mußt du eben in den Griff bekommen.

    Ich esse eigentlich jeden Tag süßes.
    Süße durch Süßstoff.
    Morgens mein „süßes Müsli“ mit 17gKH.
    Abend immer einen süßen selbst gemachten Nachtisch.
    Samstags eigentlich immer ein Stück Kuchen.

    Eben alles in Maßen.

    Ich war auch voll auf Kohlenhydrate.
    Nudeln, Kartoffeln, Brot oder Laugengebäck. Und Süßkram.
    Milchreis mit Zimt/Zucker und Birne habe ich jedem Rumpsteak vorgezogen.

    Das ist eben vorbei oder zumindest eingeschränkt.
    Aber sowas wie vor 3 Jahren will ich eben auch nicht nochmal erleben. Ich bin mal nach dem Frühstück wie besoffen durch die Stadt gelaufen. Hätte man da den BZ gemessen wäre ich bestimmt ins Krankenhaus eingeliefert worden.
    Mein höchster selbst gemessener BZ war mal 480. Aber da hatte ich die KH schon eingeschränkt. DAS passiert mir nicht nochmal.

    Du schaffst das!

    Gruß
    Peter

    ______________
    —————————————-
    Typ 2 (HbA1c bei Diagnose 6/2020 13,7) - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 5,8 - NW: 102,9 im Schnitt (Stand 4/23)