Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

viele Erkrankungen auf einmal

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 30.08.2023
    am 30.08.2023 15:02:04 | IP (Hash): 1362110557
    Liebe Forumsmitglieder,
    Ich habe mich angemeldet, um einmal einen Rat zu bekommen, Meine Gesamtlage gesundheitlich ist anstrengend, und eins von mehreren Problemen sind HBA1C-Werte von etwa 8. Ich bin 57 Jahre alt, leicht übergewichtig, 5 kg zuviel, laut meinem Hausarzt ist das aber kein Gewicht, wo Abnehmen allein es rausreissen würde. Ich bekomme nun seit sechs Monaten Metformin 1000, vertrage es gut, HBA1c ist geringfügig besser, um die 7,5. Was aber wohl kaum ausreicht.

    Meine Kernproblematik ist meines Erachtens etwas anderes. Mir das einzugestehen ist nicht leicht, aber ich muss doch für mich den richtigen Weg suchen. Essen, Süßigkeiten essen, das puscht mich hoch. Ich habe Berge Süßes gegessen, um mich auf den Beinen halten zu können und meinen Haushalt zu schaffen. Ich habe eine MS-ähnliche Erkrankung, die mich in der Bewegung einschränkt und mit einer Rumpfmuskelschwäche verbunden ist. Und ich hatte einen Brustkrebs und leide an Erschöpfung seitdem. Ich hab einfach jeden Tag den kurzfristigen Kick vom Zucker ausgenutzt, den ich sehr deutlich spüre. Nun arbeite ich hart daran, mir das abzugewöhnen. Die Folge sind Tage, wo ich kaum die Augen offen halten kann, ich liege viel, Muskeltraining ist dann unmöglich. Neurologisch ist wenig zu machen, und gegen die Fatigue vom Krebs auch nicht. Es ist ein Teufelskreis, nun schaff ich es nicht mehr, mir ein ordentliches Essen zu kochen.

    So, das habe ich offen mit meinem Arzt besprochen, denn es muss was passieren. Er hat mir drei Vorschläge gemacht:
    1. Metformin deutlich erhöhen
    2. Antidepressivum versuchen
    3. Evtl. über Insulin nachdenken, denn damit könnte ich mir ab und zu leisten, Zucker zu essen.

    Ich würde mich freuen, wenn ihr sagt, was ihr darüber denkt. Vielleicht neige ich zu Nr. 2, nur früher hat das nicht geholfen gegen die Erschöpfung. Was ich gern wüsste, ist: GIbt es eine Chance, dass mein müder Körper sich an weniger Zucker gewöhnt und allmählich stabiler wird? Dann würde ich wohl weiter durchhalten und Metformin erhöhen.

    Herzlichen Dank ! Elsine

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 625
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 30.08.2023 16:53:43 | IP (Hash): 55982570
    Meines Erachtens kann, wenn es gut vertragen wird, Metformin auf 2000mg pro Tag erhöht werden.
    Antidepressiva sollten nicht nicht leichtfertig eingenommen werden, das sind keine harmlosen Pillen. Ggf. erst bei einem Neurologen/Psychiater vorstellig werden statt alleinige Beratung durch einen Hausarzt. (Allerdings haben Neurologen/Psychiater i.d.R. keinerlei Ahnung von Diabetes).

    Letztlich ist eine Verhaltensänderung bezüglich des Süsshungers erforderlich. Das können Medikamente allein kaum leisten. Und ist eher ein psychologisches Problem.

    Lg
    Hape
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 31.08.2023 21:28:19 | IP (Hash): 2087864459
    Wenn du anschließend an deinen Zucker-Kick abschlappst, war das eindeutig zuviel Zucker-Kick. Und wie du's beschreibst, braucht dein Kick immer mehr Zucker.

    Dabei fehlt deinem Organismus tatsächlich überhaupt kein Zucker, wie dein HbA1c deutlich ausweist. Sondern nach dem ist in deinem Kreislauf und damit überall in deinem Organismus schon jetzt 24/7 sehr viel mehr Zucker vorhanden, als maximal gesund gebraucht werden kann. Und sehr viel mehr, als die meisten Menschen auf die Sicht von 5-10 Jahren ohne das Entstehen neuer, eben diabetischer, negativer Folgen vertragen.

    "Der Glukose-Trick" ist die in meinen alten Augen bislang am interessantesten lesbare Darstellung von alledem, wofür Glukose in unserem Organismus alles notwendig und gut ist, und wofür nicht. Dazu interessante praktische Beispiele dafür, wie sich der Glukoseumsatz im eigenen Organismus für mehr Wohlbefinden verringern lassen kann. Persönlich ziehe ich die Kindle/Online Reader Version vor, denn darin bringt mich der Click/Tapp auf jede Anmerkungszahl zu ihrer Quelle. Und ich lese nun mal gerne, auf welche Erkenntnis sich eine Aussage im Text bezieht.

    Die Autorin hat es ausdrücklich nicht als Patentrezept geschrieben, sondern als offene Sammlung von Möglichkeiten. Daumendrück, dass du da die eine oder andere findest, die für dich interessant und vor allem auch machbar ist :)

    ----------------------------------------------
    Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)