Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Schulungsangebot: welche Inhalte würde ich zeitgemäß erwarten?
-
am 02.09.2023 20:40:37 | IP (Hash): 788752248
Schulungsangebot: welche Inhalte würde ich zeitgemäß erwarten?
1. Info, was möglich ist, also
a) was bisher konventionell angeboten wird
b) gesund mit Diabetes mit 24/7 BZ-Verlauf im völlig gesunden Rahmen
c) eine Variante mit persönlich (in der Diskussion mit der ärztlichen Fachkraft) definiertem Ziel irgendwo dazwischen oder auch darüber
Zu jeder Wahl der jeweils betroffenen Person gehört für mich auch die systematische Anleitung, bis das Ziel im Alltag 24/7 steht. Und dazu die weitere Begleitung passend dazu, dass erhalten wird, was angestrebt und erreicht wurde.
So weit mein Aufmacher. Den will ich gern nach und nach konkreter erweitern.
----------------------------------------------
Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :) -
am 02.09.2023 22:13:32 | IP (Hash): 557854224
Ich schreibe jetzt mal aus der Typ1-Sicht...
Ich würde in einer für mich aktuell akzeptablen "Schulung" erwarten:
- neue Erkenntnisse
- neue Insuline /Medikament
- Infos über aktuelle AID- und CGMS-Systeme
In einer Schulungphase kurz nach der Diagnose:
- Erklärung von Blutzucker-Messgerät und Insulinpen
- soviel Unterstützung wie nötig bei den ersten Spritzen (einschließlich Geduld)
- Hinweis auf regelmäßiges Wechseln der Spritzstellen
- Bedeutung von Basal- und Bolusinsulin
- Wie Kohlenhydrate den Blutzucker beeinflussen
- Umgang mit Kohlenhydrat-Tabellen, wiegen und Bolus ausrechnen
- Alles essen dürfen, aber nicht unbedingt müssen ;)
- gemeinsame Anpassung von Basalinsulin und Faktoren (eher Therapie als Schulung)
- Hinweis auf eine mögliche, NICHT dauerhafte Remission
- Hohe und tiefe Werte gehören einfach dazu!
- Hypo-Behandlung
- AUF KEINEN FALL: Compliance erzwingen wollen durch Ängste vor Folgeerkrankungen
In einer oder mehreren Schulungen einige Monate nach der Diagnose:
- Wie passe ich meine Therapie selbstständig an
(Sport, Hormone, Arbeit, Urlaub, Fasten z.B. im Ramadan, Zeitumstellung...)
- bessere Abstimmung zwischen Kohlenhydraten und Insulin (Wirkkurven)
- Welche weiteren Therapiemöglichkeiten gibt es
- evtl. Ketoazidose-Behandlung
- Kohlenhydrate schätzen
- Umgang mit schwierigen Lebensmitteln wie Pizza, Gummizeug, Alkohol, Buffet, ...
- Hinweis auf FPEs
- Soziales und Recht (Schwerbehindertenausweis, Reha, ...)
- Glukagon
- FGM, CGM
- bei Bedarf auch mal eine Einheit für die Typ-F
Das Definieren und Überprüfen von (realistischen!) Therapiezielen gehört eher in den Bereich der Therapie und nicht Schulung. Die Schulung hilft aber natürlich beim Erreichen.
Gruppenschulungen halte ich im Allgemeinen für besser als Einzelschulungen, wobei in der Anfangsphase vieles sicherlich nur als Einzelschulung gemacht werden kann. Die Gruppen müssen dabei aber sinnvoll zusammengestellt werden bezüglich Fähigkeiten, Erfahrungen, Alter, Erwartungen.
Die gemischten Typ1/2 (und andere)-Schulungen halte ich für total ungeeignet.
Gerade für die Typ1er ändern sich die Therapiemöglichkeiten gerade rasant. Deshalb müssen die Schulungsinhalte natürlich immer aktuell gehalten werden.
Bearbeitet von User am 03.09.2023 20:38:51. Grund: Ergänzung -
am 02.09.2023 22:25:45 | IP (Hash): 788752248
Ich denke, dass ne Schulung nur dann Sinn macht, wenn sie informativer Teil der entsprechend möglichen Behandlung/Therapie ist.
----------------------------------------------
Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :) -
am 03.09.2023 11:06:05 | IP (Hash): 1977976339
Das wäre ein schöner Traum, ist aber meiner Meinung nach weder finanziell noch zeitlich machbar.
Am Anfang muss natürlich vieles in Einzelterminen stattfinden und da finden Schulung und Therapie gleichzeitig statt.
Aber wenn es um das Erlernen von selbständigem Diabetesmanagement geht, dann reden wir von vielen Schulungseinheiten (PRIMAS z.B. 12 mal 90 Minuten nur für das erste Modul). Die sind nur als Gruppenschulungen wirtschaftlich machbar und das schließt individuelle Therapie weitgehend aus.
Und ganz ehrlich. Wer es nicht schafft oder nicht bereit ist, die Schulungsinhalte eventuell mit anfänglicher Unterstützung der Praxis in seine Therapie zu übernehmend und diese entsprechend anzupassen, der sollte bei einer starren Einstellung bleiben, bei der die Praxis die Anpassungen vorgibt. Ohne eigenes Denken geht das nicht und wäre auch potenziell gefährlich.
Bearbeitet von User am 03.09.2023 11:32:57. Grund: Ergänzung -
am 03.09.2023 19:29:14 | IP (Hash): 1177615933
Sorry Jürgen, aber einem Diabetiker einen "völlig gesunden BZ-Verlauf" lehren zu wollen ist genauso, als solle ein fußamputierter Weitspringer an seine beidfüßigen Weiten anknüpfen müssen...
Physisch und psychisch ein völlig falscher Ansatz!
______________________________________________________________________________________________________________
LADA Typ I... (Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance+15 IE Toujeo, abends 16 IE Toujeo)
Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?! -
am 03.09.2023 20:59:18 | IP (Hash): 1300553252
Dann dröseln wir den schönen Traum doch mal ein bisschen auf, und zwar von hinten, vom neu diagnostizierten Typ 2 Diabetes.
Mit der Diagnose bekommt das neue Clubmitglied die Info, nun eine chronische Krankheit mit progredientem Verlauf zu haben. Chronisch heißt, dass sie nicht zu beseitigen geht. Progredient heißt, dass für ein sehr gutes Behandlungsergebnis in Gestalt von HbA1c 6,5 mit den Jahren meistens immer mehr bzw. stärkere Medis genommen werden müssen, nach 8-10 Jahren häufig auch Insulin. Und meistens auch davon immer mehr!
Und trotz des sehr guten HbA1c von 6,5 nimmt die Belastung der Pipelines damit mit den Jahren deutlich mehr zu, als mit gesund um 5,5.
Keine Info gibt es zur Möglichkeit des Zurückdrehens des T2D in den völlig gesunden HbA1c Rahmen um 5,5 mit ner maximalen Variabilität von 50 mg/dl völlig ohne Medis nach Taylor!
Es gibt zwar die allgemeine Faselei davon, dass Abnehmen dahin führe, Aber selbst viele Paradebeispiele der Ernährungs-Doks leiden so vielfach, wie sie denn messen, auch bei voller Compliance und super Gewichtsverlust weiter am Dawn-Phänomen.
Aus meiner Sicht, weil das Zurückdrehen des Leber-Regelkreises einen Trigger braucht. So jedenfalls wirkt offenbar die bariatrische OP oder die ohne Skalpell mit der Newcastle Diet nach Taylor:
Nach einer Woche stellt sich von einem Tag auf den anderen der völlig gesunde Nüchternzucker ein. Bei meinem alten T2D immerhin noch die Verringerung von 40 auf 10 IE Lantus!
ABER keinerlei ernsthaft nachvollziehbare Info dazu von DDG & Co :(
----------------------------------------------
Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :) -
am 03.09.2023 21:42:25 | IP (Hash): 1977976339
Beim diesjährigen DDG Kongress (April) gab es sogar ein Symposium mit Roy Taylor und seine Studien werden auch immer wieder zitiert. Auch bei diabetologie-online wird über seine Studien berichtet.
Vielleicht nicht so, wie du dir das vorstellst, aber erwähnt werden er und auch seine Studien schon... Bei dir klingt das immer danach, dass er völlig ignoriert werden würde...
Zu Schulungen zu Typ2 Diabetes kann ich nicht viel sagen, ist für mich einfach nicht relevant.
Bearbeitet von User am 03.09.2023 21:45:20. Grund: Ergänzung -
am 03.09.2023 21:49:59 | IP (Hash): 1300553252
Es geht mir nicht darum, was in Fachkreisen diskutiert wird, sondern was uns Betroffenen ärztlich angeboten wird. Taylor hat seine Banting Gedenkvorlesung vor über 10 Jahren gehalten. Davopn ist definitief hier noch absolut nichts in der alltäglichen Patienten-Info angekommen!
----------------------------------------------
Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :) -
am 04.09.2023 08:47:33 | IP (Hash): 1177615933
Wer sagt denn bzw. kann eindeutig belegen, dass das Gefäßsystem bei einem HbA1c von unter 7 dauerschädigend belastet wird?
Das sind genau die Schreckgespenster, die hier permanent rumgeistern und Neulingen, wie denen den es schwerer fällt, sich den ganzen Tag von Rohkost zu ernähren, damit der HbA1c unter 5,5 bleibt, Angst macht...
Ich hab' hier wohl schon mehrfach die Frage gestellt, welche BZ-Verläufe/BZ-Werte sich nachweislich schädigend auf den Organismus auswirken. Keiner konnte mir das eindeutig benennen und genauso ist es auch!
5,7-6,5 ist ein Diagnosebereich, sonst überhaupt gar nichts!
Ein Nüchternwert von 110 ist ein Diagnosewert! 110 an sich schädigt Dich ansonsten ganz vermutlich überhaupt nicht!
Der Cholesterinspiegel soll wohl auch unter 180 liegen müssen, aber niemand würde sich aufschwingen zu sagen, wenn Du da von deinen jetzigen 220 nicht hinkommst, hast Du 5 Jahre weniger zu leben.
Eine Einschränkung würde ich jedoch gelten lassen, nämlich das ein Typ II über sein Essen und entsprechend Bewegung sehr viel, bis gar eine Gesundung hinbekommen kann...
______________________________________________________________________________________________________________
LADA Typ I... (Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance+15 IE Toujeo, abends 16 IE Toujeo)
Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 04.09.2023 08:55:59. Grund: . -
am 04.09.2023 12:39:47 | IP (Hash): 2129830201
ThomaS1968 schrieb:
Ich hab' hier wohl schon mehrfach die Frage gestellt, welche BZ-Verläufe/BZ-Werte sich nachweislich schädigend auf den Organismus auswirken. Keiner konnte mir das eindeutig benennen und genauso ist es auch!
Ein Lottospieler träumt von der Wahrscheinlichkeit, mit mehr Einsatz seine Gewinnchancen zu erhöhen. Einen direkten kausalen Zusammenhang von Einsatzhöhe und Gewinn gibt es nicht, obwohl der Wahrscheinlichkeits-Zusammenhang unbestritten eindeutig besteht. Nur wer kein Lotto spielt, hat definitiv keine Gewinnchance.
In genau dem Sinne nimmt die Chance auf Diabetes-Folgen mit zunehmenden Blutzucker-Spitzen und Blutzucker-Verläufen zu.
Nur haben wir hier keine einfach eindeutige Unterscheidungsmöglichkeit wie Lottospielen oder nicht. Denn Diabetes ist eine Definitions-Krankheit, und die Definition für die Diagnosegröße(n) ist schon an der Folgen-Statistik ausgerichtet. DCCT(USA T1) und UKPDS (GB T2) haben von den 80er zu den 90er Jahren die Beobachtungs-Grundlagen dafür geliefert: bis HbA1c 7 wurden darin auch schon eindeutig Folgekrankheiten beobachtet, aber von da an stiegen die Mengen der Folgekrankheiten deutlich an.
Als bisher(!) praktisch völlig ohne auffällige Folgen gilt der Bereich von nüchtern deutlich unter 100 mg/dl bis max 140 in den Spitzen.
----------------------------------------------
Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :) -
am 04.09.2023 17:13:49 | IP (Hash): 1177615933
Und zu guter Letzt ereilt mich nach 'zig Jahren braven Möhrchen kauens dann doch der Prostatakrebs, Schlaganfall oder Sonstwas...
Auch so eine Art Lotto und der Einsatz ist einfach das stink normale Leben... ;)
Für mich gilt HbA1c möglichst immer unter 6,5% und ansonsten kann mich mein Diabetes gerne mal am Arsche lecken! (Sorry, aber nur so kann man meiner Meinung nach diese chronische Geschichte ohne psychischen Schaden zu erleiden den Rest vom Leben aushalten...)
______________________________________________________________________________________________________________
LADA Typ I... (Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance+15 IE Toujeo, abends 16 IE Toujeo)
Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu schädigen?!
Bearbeitet von User am 04.09.2023 17:19:45. Grund: . -
am 04.09.2023 20:09:36 | IP (Hash): 2129830201
Von irgendwas geht am Ende immer das Licht aus. Und die Spanne bis dahin wird völlig persönlich nach den verschiedensten Rezepten genutzt. Daran hab ich auch nix zu meckern.
Mein Meckern setzt immer da ein, wo jemand sein Ding für allgemeingültig erklärt. Das gilt für Dr. Richard. K. Bernstein, Typ 1 und Autor von "Diabetes Solution" als ersten Verfechter strengen Low Carb Essens mit 30 g KH pro Tag genauso wie für Leute, die HbA1c 6,5 als völlig ausreichenden Standard für alle Menschen mit Diabetes verkaufen.
Und dann muss ich auch immer da meckern, wo Profis nicht mal auf Nachfrage so ausreichend über alle jeweils seit vielen Jahren sach-bekannten Möglichkeiten informieren, dass betroffene Neulinge nicht wenigstens grob die Richtung ihrer Behandlung wählen können.
Das bemeckere ich aktuell vor allem bei uns mit Typ 2. Denn tatsächlich können wenigstens 8 von 10 Neudiagnostizierte ihren Typ 2 auf völlig ohne Medis voll gesund zurückdrehen, wenn sie denn wollen.
Und NEIN, die müssen dann nicht Zeit ihres restlichen Lebens Möhrchen knabbern, sondern können nach dem Zurückdrehen wenigstens im moderaten Low-Carb Rahmen völlig normal essen.
https://www.diabetes-deutschland.de/martin.html ist der einzige Profi, von dem ich hier in D weiß, dass der auf Anfrage zur Remission anleitet.
----------------------------------------------
Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :) -
am 04.09.2023 21:41:51 | IP (Hash): 1177615933
Stimme völlig zu!
______________________________________________________________________________________________________________
LADA Typ I... (Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance+15 IE Toujeo, abends 16 IE Toujeo)
Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu schädigen?! -
am 12.09.2023 11:12:39 | IP (Hash): 231992444
Ich will hier keine Forderungsliste für Schulungsinhalte erstellen. Dafür fehlt mir das Wissen. Ich kann nur darüber berichten, wie das Ganze in der FIT-Schulung bei Kinga Howorka verläuft, was übrigens jeder auf diabetesfit.org nachlesen kann.
Es beginnt mit einer mehrtägigen Basisschulung für Typ 1, die man schon sehr bald nach der Diagnose beginnen kann. Getrennt von dieser gibt es auch Basisschulungen für Typ 2er. Vernünftigerweise nach dem Ende der Remission folgt eine fünftägige FIT-Schulung, ein absolutes Vollzeitprogramm, in dem man mehrheitlich gut angeleitete und überwachte Selbsttests durchführt und die es einem ermöglicht, die Insulintherapie an die verschiedensten Lebenssituationen anzupassen. Für jedermann ist auch eine 3x3-stündige Blutdruckschulung und eine 2-tägige Lipidämieschulung vorgesehen. Darüber hinaus gibt es Spezialschulungen für Schwangerschaft, Hypoglykämie-Wahrnehmung, Pumpenverwendung, Gewichtsreduktion, etc. für all jene, die das brauchen. Jährlich gibt es ein zweitägiges FIT-Update (Vertiefung und neue Entwicklungen), getrennt für Typ1 und Typ2 (natürlich optional). Seit Corona ist auch die Teilnahme per Zoom möglich.
Am Anfang meiner Einschulung vor bald 35 Jahren stand die Frage „Wie soll ihr Leben verlaufen?“. Ich war total perplex über diese Frage und wusste nicht, was ich antworten soll. Ich war solche Fragen von Ärzten nicht gewohnt. Kinga Howorka präzisierte: „Wie sieht ihr Traumleben aus?“ Langsam taute ich auf, sagte, dass Sport und Reisen für mich wichtig sind und dass ich davon träume, an einer 7000er-Expedition teilzunehmen. Sie antwortete mir, dass sie keine Ahnung hat, wie das Leben dort oben auf 7000 Metern verläuft, aber dass wir gemeinsam eine Therapie dafür finden werden. Sie hat! So verlief die FIT-Schulung für jeden anders, entsprechend seinen Lebenszielen. Ich musste während der gesamten Schulung täglich 15 Kilometer laufen, und das in strammen Tempo, um eine Basisrealität herzustellen. Großer Vorteil für mich: ich hatte nie die Probleme mit Sport, wovon so viele andere Typ1er berichten (Hypo, Zusatz-BE).
Bei der FIT-Therapie geht es nicht darum, einen Rekord-HBA1c zu erreichen, sondern um ein Leben ohne jede Einschränkung (das gilt für Typ1er, bei Typ2ern weiß ich das nicht). Ich könnte aufgrund meiner Schulung jederzeit einen 5,x-HBA1c erreichen, müsste aber Einschränkungen in Kauf nehmen. Daran bin ich nicht interessiert. So lebe ich seit Jahrzehnten mit einem 6,x-HBA1c und merke vom Diabetes nichts außer einigen täglichen Insulinspritzen und dem sporadischen Blick auf das Lesegerät.
LG Geri
-
am 13.09.2023 11:08:13 | IP (Hash): 160582365
"nach dem Ende der Remission" - Welche Remission? Was ist hiermit gemeint? -
am 13.09.2023 15:44:48 | IP (Hash): 1229761980
"Welche Remission? Was ist hiermit gemeint?"
Die anfängliche Verbesserung, die bei Typ1-Diabetikern öfter auftritt, nachdem sie das erste Insulin gespritzt bekommen, wird als Remission oder auch als Honeymoonphase bezeichnet. -
am 13.09.2023 16:14:50 | IP (Hash): 1177615933
@Geri... Dein letzter Absatz gefällt mir sehr gut, beruhigt mich auch einwenig und bekräftigt auch meine Einschätzung, dass ein 6,xxx HbA1c nicht zwangsläufig Probleme machen muss...
______________________________________________________________________________________________________________
LADA Typ I...
(Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance +15 IE Toujeo, abends 12,5 mg Jardiance + 16 IE Toujeo)
Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu schädigen?! -
am 13.09.2023 19:44:30 | IP (Hash): 369799287
ThomaS1968 schrieb:
@Geri... Dein letzter Absatz gefällt mir sehr gut, beruhigt mich auch einwenig und bekräftigt auch meine Einschätzung, dass ein 6,xxx HbA1c nicht zwangsläufig Probleme machen muss...
Du scheinst da mit dem HbA1c noch immer was miss zu verstehen. Der ist nicht die Ursache von miesen Folgen, sondern benennt bei den Grad vom Risiko. Halt unsere Chance auf einen miesen Lotto Gewinn.
Bei uns mit Typ 2 kommt allerdings zum generellen Risiko für alle mit Diabetes noch das der Progredienz: Um den jeweiligen Stand zu halten, brauchen schon ab wenig über gesund zunehmend ansteigenden BZ- und in der Folge HbA1c-Verläufen die meisten von uns mit den Jahren immer mehr Medikation.
Mit dem HbA1c bis um 6 wird zahlenmäßig weniger Progredienz vermeldet. Ab um 7 ist sie die Norm.
----------------------------------------------
Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :) -
am 13.09.2023 20:13:35 | IP (Hash): 369799287
Geri schrieb:
So lebe ich seit Jahrzehnten mit einem 6,x-HBA1c und merke vom Diabetes nichts außer einigen täglichen Insulinspritzen und dem sporadischen Blick auf das Lesegerät.
Genau das sehe ich als Ziel einer sinnhaften Schulung:
Der persönliche Zielbereich kann eigenverantwortlich gewählt und erhalten werden. Sporadische Mess-/Test-/Scan-Ergebnisse bestätigen den Weg oder weisen auf Veränderungspotenzial hin.
----------------------------------------------
Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)