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Insulinschock?
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am 06.09.2023 14:16:34 | IP (Hash): 1837132686
Ich habe eine Frage zu den Blutzuckerwerten. Ich bin Diabetikerin.
Es geht um Folgenes:
Ich musste wegen einer anderen Sache ins Krankenhaus. Ich habe in der Regel die Tablette Januvia 1000, die ich nehmen muss. Doch dann spritzte man mir im Krankenhaus trotzdem 2x Insulin.
Als ich dann wieder zu Hause war, bemerkte ich, dass die Blutzuckerwerte sehr hoch waren (24.2 / 27.0 / 21.7 mmol/L). Durch noch strengere Diät bekam ich diese wieder runter. Die Werte sind nun fast wieder im Normalbereich.
Nun frage ich euch: Ist das normal, dass die Blutzuckerwerte plözlich so hochschiessen?
Hat das mit der 2xligen Insulingabe etwas zu tun?
Für zu Hause habe ich kein Insulin, sondern nur eine Tablette (Januvia 1000) am morgen.
Ein Hausarzt habe ich leider schon lange nicht mehr, den ich fragen könnte.
Danke für eure Antwort. -
am 06.09.2023 14:44:21 | IP (Hash): 109094903
Manno! Bei deinem Titel hab ich gedacht, du wärst 5 Minuten nach der Spritze bewusstlos umgefallen!
Stattdessen hattest du nur ein bisschen sehr hohen Blutzucker. Aber das kenne ich im kranken Haus als völlig normal mit der Untergrenze dort meistens bei 10 mmol/l.
Ich hab in so einer gastlichen Stätte mal morgens nüchtern einchecken müssen und war nach dem Labor kaum auf meinem neuen Zimmer, als mir ein Lernpfleger mit nem großen Fruchtjoghurt hinterhergejapst kam. Und er musste bei mir sitzenbleiben, bis ich brav alles ausgelöffelt hatte. Warum? Weil mein Blut mit nur 5 mmol/l getestet worden war - also krankenhauspraktisch Unterzucker ;(
Du wirst da sehr viel mehr KHs zu essen bekommen haben, als du dir zuhause leistest. Und vielleicht war an den Medis zur Behandlung, für die du dort warst, ja auch noch das eine oder andere, das den BZ hoch getrieben hat?
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Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :) -
am 06.09.2023 15:11:42 | IP (Hash): 732444679
Hallo Rosa,
es ist durchaus denkbar, dass es mit dem zusätzlich gespritztem Insulin zusammen hängt.
Wenn zuviel Insulin anflutet, dann schützen sich die Zellen dadurch, dass sie resistenter gegen Insulin werden. Das Durchbrechen einer so entstandenen Insulinresitenz ist eine recht schwierige Sache.Typ1-Diabetiker haben manchmal damit zu tun und haben dann große Probleme, das wieder in Ordnung zu bringen.
Toll, dass du es mit Ausdauer und Geduld geschafft hast, wieder im Normalbereich zu landen. Du hast auf jeden Fall die richtige Strategie angewendet - meinen Glückwunsch.
Beste Grüße, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 06.09.2023 15:12:29. Grund: BBCodes -
am 06.09.2023 18:28:20 | IP (Hash): 109094903
Rainer schrieb:
es ist durchaus denkbar, dass es mit dem zusätzlich gespritztem Insulin zusammen hängt.
Wenn zuviel Insulin anflutet, dann schützen sich die Zellen dadurch, dass sie resistenter gegen Insulin werden. Das Durchbrechen einer so entstandenen Insulinresitenz ist eine recht schwierige Sache.Typ1-Diabetiker haben manchmal damit zu tun und haben dann große Probleme, das wieder in Ordnung zu bringen.
Sicher gut gemeint, aber die Insulindosen in Krankenhäusern liegen IMMER im unteren Bereich der Blutzucker-Wirksamkeit :)
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Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :) -
am 06.09.2023 21:31:19 | IP (Hash): 732444679
Toll, dass du dich in allen Krankenhäusern in D so gut auskennst - es sind ja wohl nicht mal 2.000. -
am 06.09.2023 21:47:26 | IP (Hash): 109094903
Sorry, aber mit ner Tochter als Pflege-Lehrerin kenne ich mich mit den Vorgaben aus, und die lassen nun mal KEINE Hypo zu, und die fängt in meiner Erfahrung schon bei 100 an, wie Tochter bestätigt. Weniger geht nur, wenn der Patient seinen BZ eigenverantwortlich steuert und das auch für das kranke Haus rechtskräftig bescheinigt - mehr als 1 Zettel!
Im vorliegenden Fall wird also an 2 Tagen für den Eingriff statt der üblichen Pille eine kleine Dosis Basal gespritzt worden sein.
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Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :) -
am 07.09.2023 19:34:16 | IP (Hash): 1365757348
Das gilt aber z.B. sicher nicht auf einer diabetologischen Station (Zielkorridor 70-180mg/dl), schwanger auf der Gyn (max. 140mg/dl) und in der Neurologie wollte niemand, dass ich irgendwas unterschreibe und Probleme mit Werten unter 100mgdl hatten die auch nicht. Die fanden unter 70mg/dl und über 250mg/dl nicht so toll... Und auch in der Orthopädie wollten die eher normnahe Werte wegen besserer Wundheilung nach der OP.
Während einer OP, besonders bei Vollnarkose, liegt der Zielwert allerdings bei 140-180mg/dl.
Egänzung: Ein zu viel an Insulin macht resistent, aber auch zu hoher Blutzucker. Und die Resistenz bei hohem Blutzucker ohne Insulin zu durchbrechen, stelle ich mir auch schwierig und langwierig vor.
Bearbeitet von User am 07.09.2023 20:01:05. Grund: Ergänzung -
am 07.09.2023 21:13:50 | IP (Hash): 1053701218
Diabetes-Abteilungen haben die Aufgabe, zur ordentlichen BZ-Führung anzuleiten. Aber nur dort bis hin zum gesunden BZ-Verlauf, wo Leute wie ehemals Doc Teupe tatsächlich bis in den Bereich hinein anleiten. Und davon gibt es nun mal nur wenige.
Gyn Abteilungen haben die Vorgabe und versuchen auf Biegen und Brechen, die auch umzusetzen. Mit z.T. wahnsinnigem Stress beim Personal und vor allem bei den Schwangeren, die dort vermittelt bekommen können, dass ne Spitze von 150 mg/dl ihr Baby schädigt. Und mit wenig konstruktiver Anleitung.
Für den Rest an INSULINERn:
Du wirst nach deinem 1c und deinen Faktoren gefragt und ganz sicher danach, ob du den selbst managen willst.
Du unterschreibst einen Behandlungsvertrag, und in dem ist mit Sicherheit angekreutzt, dass du mit T1D kommst und deinen BZ eigenverantwortlich regelst.
Für den großen Rest T2D Tabletter:
Für nen Eingriff mit Narkose ist ausschließlich Insulin zur BZ-"Kontrolle" zugelassen. Und wo die Betroffenen keinen blassen Schimmer von Insulin haben und das Personal keinen blassen Schimmer von der individuellen Insulin-Wirkung und eh nicht viel gegessen wird, wird halt minimal Basal gespritzt.
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Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :) -
am 08.09.2023 11:12:24 | IP (Hash): 1288118410
Rosa32 schrieb:
Ich habe eine Frage zu den Blutzuckerwerten. Ich bin Diabetikerin.
Es geht um Folgenes:
Ich musste wegen einer anderen Sache ins Krankenhaus. Ich habe in der Regel die Tablette Januvia 1000, die ich nehmen muss. Doch dann spritzte man mir im Krankenhaus trotzdem 2x Insulin.
Als ich dann wieder zu Hause war, bemerkte ich, dass die Blutzuckerwerte sehr hoch waren (24.2 / 27.0 / 21.7 mmol/L). Durch noch strengere Diät bekam ich diese wieder runter. Die Werte sind nun fast wieder im Normalbereich.
Nun frage ich euch: Ist das normal, dass die Blutzuckerwerte plözlich so hochschiessen?
Hat das mit der 2xligen Insulingabe etwas zu tun?
Für zu Hause habe ich kein Insulin, sondern nur eine Tablette (Januvia 1000) am morgen.
Ein Hausarzt habe ich leider schon lange nicht mehr, den ich fragen könnte.
Danke für eure Antwort.
Hallo Rosa,
wenn du das wenig hilfreiche Gequatsche von hjt_Jürgen einfach beiseite schiebst, bleibt übrig, dass die Verschlechterung der Werte eindeutig mit deinem Krankenhausaufenthalt und sehr wahrscheinlich mit den Insulingaben zusammen hängen. Es lässt sich lediglich nicht eindeutig feststellen, auf welchem Weg die Insulinresistenz deiner Zellen dermaßen zugenommen hat.
Ich möchte noch mal betonen und Heike hat das auch bestätigt, dass es nicht einfach ist, eine so aufgebaute Insulinresistenz zu durchbrechen und wieder auf die normale Wirkung der Diabetesmedikamente zurück zu kommen. Das hast du ganz toll hinbekommen, großen Glückwunsch.
Weiter alles Gute, Rainer
P.S.: Von Insulinresitenz hat Jürgen, wenn er sich vielleicht auch wirklich in fast 2.000 Krankenhäusern auskennt, überhaupt keine Ahnung. Er behauptet sogar - und das als einziger Mensch auf der großen weiten Welt - das es so etwas überhaupt nicht geben kann. :lol:
Erfahrungsgemäß gibt er keine Ruhe und schreibt weiter sein Gequatsche hier in dein Thema. Es bleibt dir leider nichts anderes übrig, als dieses Gequatsche zu ignorieren.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 08.09.2023 11:13:51. Grund: BBCodes -
am 09.09.2023 13:28:25 | IP (Hash): 155245415
Anderes Essen (im KH nicht sehr diabetesgeeignet), Stress/Angst/Aufregung im KH, weniger Bewegung beeinflusst den BZ schon deutlich.
Dazu ist man ja nicht im KH, weil es einen gut geht. Entzündungen, Infekte, Operationen, Schmerzen, zusätzliche Medikamente, das alles kann nochmal massiv den BZ durcheinander bringen.
Ich persönlich denke eher nicht, dass es am Insulin spritzen lag.