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Glukoselinie zu hoch?
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am 19.09.2023 16:40:36 | IP (Hash): 1666030320
Hallo!
Wegen Interesse im Sport und lernen wie Zucker sich beim Sport verhält, habe ich mir einen Libre3 Sensor gekauft.
Ich habe nun aber bemerkt (nach 10 Tagen) das ich in der Nacht fast immer (oder sehr oft) über 100 mg/dl bin.
Leider kann man wohl keine Dateien hier anhängen, um den Plot zu sehen.
Aber mein Glukosedurschnitt pro Tag ist immer zwischen 105 und 118
Ist das allg. gesehen zu hoch und sollte mit meinem Hausarzt einmal sprechen?
Danke! -
am 19.09.2023 16:58:46 | IP (Hash): 1673037289
Zur Orientierung:
Als ordentlich behandelt gilt ein Diabetes mit nüchtern und vor den Mahlzeiten 100-140 mg/dl ohne Rücksicht auf Spitzen, häufig durchaus bis an 300.
Als super behandelt gilt ein Diabetes mit nüchtern und vor den Mahlzeiten 80-120 mg/dl und maximalen Spitzen meistens um ne Stunde nach dem Essen bis 200.
Diese Größen sind nach statistischen Werten definiert. Nach der Statistik werden in diesem BZ-Rahmen keine nennenswerten Symptome beobachtet und keine unmittelbaren negativen Folgen. Negative Folgen mit 10 und mehr Jahren mit Diabetes gelten als völlig normal.
Dass sich Typ 2 zurückdrehen lässt, und das je eher, umso einfacher, ist eine vergleichsweise neue Erkenntnis, die als erstrebenswertes Ziel noch keinen Einzug in die fachoffiziellen Richtlinien gefunden hat.
Wer das will, findet dafür eher keinen Arzt, sondern kann sich nur selbst drum kümmern und seinen Blutzucker gezielt und systematisch mit der Auswahl und Portionierung von Essen und Bewegen in dem Rahmen halten, in dem er ihn haben will. Hilfreiche Lektüre dazu "Der Glukose Trick".
Mit dem Blutzucker im völlig gesunden Rahmen hat man dann kein größeres Risiko für als diabetisch geltende Folgekrankheiten, als die Mehrheit der Menschheit ohne Diabetes.
Zum Libre:
Persönlich glaube ich dem nur, wenn ich es mit dem Fingerpieks abgleichen kann und dabei nur Unterschiede um plusminus 10 mg/dl sehe.
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Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)
Bearbeitet von User am 19.09.2023 16:59:55. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.09.2023 17:35:18 | IP (Hash): 436322766
Hallo Fohnbit,
ein Gespräch mit deinem Hausarzt wird dir auf jeden Fall nicht schaden. Er kennt deine GesaMTSituation und kann das viel besser beurteilen...medizinische Laien in einem Forum können das nicht.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.09.2023 18:03:51 | IP (Hash): 505718258
Danke!
Mir ging’s in erster Llnie drum, grob abzuschätzen ob die Werte normal sind, da ich Sie als Laie anders erwartet hätte.
Dachte eventuell gibt es einen Schwellenwert der aussagekräftig ist.
Das Gespräch mit dem Hausarzt kommt sicher früher oder später. Aber ob ich nur deswegen ihn aufsuche weiß ich noch nicht. -
am 19.09.2023 22:00:48 | IP (Hash): 1673037289
Den gesunden Rahmen hast du hier zusammen mit seiner ganzen möglichen Streubreite https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar
Diagnsoeschwellen sind HbA1c 6,5 und mehr, morgens nüchtern mehr als 125 mg/dl und 2 Stunden nach dem Trinken von 75 Gramm Glukose mehr als 200 mg/dl.
Du siehst, Typ 2 Diabetes ist eine Definitionskrankheit. Und du siehst zwischen dem gesunden Bereich und dem diagnosereifen liegt ein weiter Graubereich, den jeder für sich selbst bewerten muss. Mit immer weniger Ärzten für immer mehr Patienten bleibt wenig Zeit für ein ausreichend informatives Gespräch über Blutwerte im Graubereich, in dem ja noch keine ärztliche Behandlung erforderlich ist und damit auch von den kranken Kassen nicht bezahlt wird. - Natürlich kann man jede Gelegenheit zum Gespräch mit dem Arzt nutzen, die man irgend kriegen kann.
https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf ist eine super Anleitung dafür, wie man ganz einfach selbst wesentlich mit der Auswahl und Portionierung von Essen für weniger Blutzuckerspitzen und damit auch meisten insgesamt weniger hohen Verlauf sorgen kann.
Mit dem Libre bitte berücksichtigen, dass der Scan im Gewebe misst und damit hinter dem gepieksten Blutzucker immer um etwa 20 Minuten hinterher läuft.
Dafür hast du mit dem Libre den großen Vorteil, dass du deine Spitze(n) auch dann zu sehen kriegst, wenn du nicht just passend in den Finger piekst :)
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Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 20.09.2023 12:26:54 | IP (Hash): 160582365
Ich bin nachts auch leicht über 100, paar Anstiege auf 110-115. Tagsüber nüchtern so bis 125. Nach Essen max. 150 (ich esse aber nicht kohlenhydratreich - nur Obst oder mal ein Stück Kuchen), meist ab 17-18 Uhr bis zum Abendessen BZ bei 75-95. Nehme noch keine Medikamente.
Sportlich: 2-3/Woche Tennis oder Joggen, 3/Woche Krafttraining
Bearbeitet von User am 20.09.2023 12:28:02. Grund: Sport vergessen1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.09.2023 10:06:40 | IP (Hash): 1666030320
Danke, ich habe nun diese Seite gefunden:
https://www.blood-sugar-lounge.de/2018/08/zeit-im-zielbereich-statt-hba1c-wert-was-internationale-experten-raten/
Demnach passt es, wenn im sich im Zielbereich aufhält.
Werde aber beim nächsten Arztbesuch das Thema kurz anschneiden. -
am 21.09.2023 11:57:37 | IP (Hash): 1007550652
Da geht wohl doch einiges ein bisschen durcheinander. Der verlinkte Artikel ist immerhin schon 5 Jahre alt und bezieht sich ausdrücklich und eindeutig auf Typ 1.
Und er besagt, dass die BZ-Führung im darin dargestellten Rahmen fachoffiziell in Ordnung ist.
Dieses Fachoffiziell-in-Ordnung gilt natürlich auch für Typ 2 als progrediente Krankheit. Also als Krankheit, die sich meistens selbst verstärkt. Mit dieser Selbstverstärkung braucht man für das Einhalten dieses in-Ordnung-BZ-Rahmens über die Jahre immer mehr Medikation.
Wenn ich hier für Typ 2 für den BZ im völlig gesunden Rahmen plädiere, dann deswegen, weil der Typ 2 nicht progredient verlaufen muss.
Er kann im Gegensatz zum Typ 1 teilweise oder sogar ganz zurückgedreht werden!
Zurückdrehen in den völlig gesunden Rahmen ist meistens mit weniger bis gar keinen Medis zu erreichen und geht wenigstens 10-20 Jahre zu halten. Längere Erfahrungen hab ich noch nicht veröffentlicht gefunden.
Aber schon 10-20 Jahre mit deutlich weniger bis keinen Medis halte ich für einen Gewinn.
Mein Beispiel mit meinem inzwischen über 30 Jahre alten Typ 2: Statt 140 und mehr Einheiten Insulin pro Tag im in-Ordnung-Rahmen im völlig gesunden Rahmen 30-40. Und ich bin mir sicher, dass ich heute noch keine Zucker-Medikation bräuchte und schon gar kein Insulin, wenn ich das Zurückdrehen sofort nach meiner Diagnose im Frühjahr 1991 gemacht und seitdem durchgehalten hätte.
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Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)