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CGM - Anschaffung und "laufende Kosten" und mehr...

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    am 21.11.2023 21:52:23 | IP (Hash): 1207959626
    Die Info´s im Netz sind ziemlich verwirrend - was kostet denn so ein Gerät? Der Sensor muss quasi alle 14 Tage getauscht weren - also muss ich dann eigentlich immer alles neu kaufen?
    Ich habe zwar ein paar Bilder gefunden, aber wo bekomme ich denn weitere Informationen, z.B. wie dieses Inlay aufgebaut ist, woraus es besteht usw.?
    Kann man sich das in der Apotheke angucken?

    Ich bin ja froh, dass ich dieses Forum gefunden habe, und bitte um Hilfe :-)

    LG
    Nada
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    am 21.11.2023 22:44:58 | IP (Hash): 1107542867
    Also zunächst bestellst du dir erst mal einen Teststsensor und zwar kostenlos.

    Das Angebot besteht sowohl für das Libre 3 für 14 Tage als auch für Dexcom G7 für 2 * 10 Tage. Mit den Testsensoren kannst du sehen, wie sie funktionieren und ob sie dir so viel Wert sind, dass du die hohen Kosten auf dich nehmen willst oder nicht. Für den jeden Libre-Sensor bezahlst du 65,90€ zzgl. Versand die Dexcom-Sensoren sind noch ein Stück teurer. Zusätzliche Anschaffungskosten entstehen nicht, wenn du die Sensoren mit dem Handy ausliest.

    Bei einer Insulintherapie nach ICT spendiert dir die KK sehr wahrscheinlich auch ein CGM-Gerät.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.

    Bearbeitet von User am 22.11.2023 16:14:59. Grund: BBCodes
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    am 22.11.2023 10:03:36 | IP (Hash): 1893807364
    Hallo Nada,
    als Typ-2 Diabetiker insulinpflichtig mit 2 Insulinen (Langzeit- und Mahlzeiteninsulin) die du spritzen musst, kann dein Diabetologe (auch Hausarzt) dir ein CGM-System verschreiben, um Unterzuckerungen vorzubeugen. Wenn der behandelnde Arzt dir das System verschreibt, werden die Beschaffungskosten auch von deiner Krankenkasse bei entsprechenden Begründung des Arztes auch übernommen (hier entscheidet der Arzt, nicht die Krankenkasse!) Wenn du ausserdem ein Lesegerät dazu benötigst, wie ich es bekommen habe, übernimt auch dafür die KK die Kosten. Die Kosten der Sensoren betragen weit über 1.000 € pro Jahr.
    Bei Selbstzahlung siehe oberen Beitrag.
    Wie die Verfahrensweise bei Typ-1 Diabetiker ist, ist mir nicht bekannt.
    Viele Grüße, Zuckermann
    ----------------------------------------------------
    Seit 2010 Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
    Bearbeitet von User am 22.11.2023 10:04:44. Grund: Typ-1 korrigiert
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    am 22.11.2023 14:35:49 | IP (Hash): 422506600
    Zuckermann schrieb:
    Hallo Nada,
    als Typ-2 Diabetiker insulinpflichtig mit 2 Insulinen (Langzeit- und Mahlzeiteninsulin) die du spritzen musst, kann dein Diabetologe (auch Hausarzt) dir ein CGM-System verschreiben, um Unterzuckerungen vorzubeugen.



    Laut offiziellen Vorgaben ist eine Verordnung durch einen Facharzt für Diabetologie erforderlich, ein Rezept vom Hausarzt reicht offiziell explizit nicht aus.

    Nur zur zusätzlichen Info: wenn die Krankenkasse das Libre-System bei Insulintherapie übernimmt, zahlst du pro Monat 10€ Zuzahlung, also 120€/Jahr.
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    am 22.11.2023 15:57:16 | IP (Hash): 1207959626
    Lieben Dank für die Antworten und Tipps. Da bin ich schonein gutes Stück weiter :-)).
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    am 22.11.2023 15:58:22 | IP (Hash): 880386175
    Rainer schrieb:
    ... Dexcom G7 (deutlich teurer) für 2 * 10 Tage.

    ? Wieso 2 * 10 Tage? Nach 10 Tagen war meiner deaktiv.
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    am 22.11.2023 16:14:07 | IP (Hash): 704261410
    Bei dem kostenlosen Testsensorangebot kannst du mit einem einfachen Klick noch einen zweiten nachbestellen. Danach ist aber Schluss und alle weiteren musst du kaufen.
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    am 27.01.2024 06:12:43 | IP (Hash): 229843331
    So super teuer sind die Sensoren dann auch wieder nicht.

    Wenn Du konservativ den BZ bestimmst, brauchst Du 7 Messungen am Tag bei 3 Mahlzeiten.

    Die Lanzetten kosten etwa 15 Euro je 100 Stück und die Teststreifen 50 Euro je 100 Stück.

    Bei 7 Messungen am Tag hast Due die Teststreifen und Lanzetten nach 2 Wochen auch aufgebraucht und kommst damit so in Etwa auf den Preis des Sensors. Ist vielleicht eine Argumentation gegenüber der Krankenkasse.
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    am 27.01.2024 08:30:02 | IP (Hash): 510800047
    Minimalvoraussetzung, um Teststreifen zu bekommen, ist Insulin.
    Ansonsten nur in Ausnahmesituationen maximal 50.
    Nada ist Typ2 ohne Insulin - wenn ich mich nicht täusche...

    Teststreifen für 7 Messungen (ca. 650/Quartal) sind nur unter CSII vorgesehen. Unter ICT sind es - glaube ich - 450/Quartal.
    Ja, der Arzt darf so viele Teststreifen verschreiben, wie notwendig, aber viele machen das nicht aus Angst vor Regressforderungen...
    Bei nem CGMS braucht man auch ein paar Teststreifen.

    Typ1er habe 2016/2017 mit deiner Argumentation nen Libre1 gegenüber der Krankenkasse durchsetzen können. Die anderen CGMS sind aber deutlich teurer.

    Ergänzung aus 2023 (Orientierungsrahmen KVN):
    Diabetes mellitus Typ 2
    ==================
    Diät und Nicht-Insulin-AntiDiabetika
    Es besteht ein Verordnungsausschluss (gemäß Anlage III AM-RL), ausgenommen in Ausnahmefällen bei instabiler Stoffwechsellage (z.B. bei interkurrenten Erkrankungen, Ersteinstellung auf oder Therapieumstellung bei oralen Antidiabetika mit hohem Hypoglykämierisiko (grundsätzlich je Behandlungssituation 50 Teststreifen)).

    Konventionelle Insulintherapie
    In der Regel 100 Teststreifen pro Quartal, maximal 200 Teststreifen pro Quartal

    Basalunterstützte orale Therapie
    ca. 50-100 Teststreifen pro Quartal; einmal pro Woche Tagesprofil empfohlen

    Intensivierte Insulintherapie
    400-600 Blutzuckerteststreifen pro Quartal

    Diabetes mellitus Typ 1
    ==================
    Konventionelle Insulintherapie
    100-200 Blutzuckerteststreifen pro Quartal

    Intensivierte Insulintherapie und Pumpentherapie
    400-600 Blutzuckerteststreifen pro Quartal
    https://www.kvn.de/internet_media/Mitglieder/Verordnungen/Arzneimittel/Veröffentlichungen/Rezept_Info_+Blutzuckerteststreifen-p-1958.pdf
    ______________________________________________________
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    Bearbeitet von User am 27.01.2024 16:49:42. Grund: Korrektur
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    am 27.01.2024 14:53:34 | IP (Hash): 180001734
    HeikeOV schrieb:
    Minimalvoraussetzung, um Teststreifen zu bekommen, ist Insulin.....


    Ergänzung als Hinweis für Typ-2 Insulinpflichtige und Kassenleistung (Bestätigung durch Ärzte - Stand Dezember 2023):
    Es müssen zwei Insuline gespritzt werden und ICT angewendet werden. Die Behandlung muss durch einen Facharzt (Diabetologe) erfolgen (am besten in einem Diabetologischen Zentrum).

    Ob Hausärzte das CGM-System verschreiben dürfen konnte nicht verbindlich geklärt werden. In Hausarztpraxen wurde auf die hohen Kosten verwiesen, die das Budget nicht hergibt. Selbst ein Arzt berichtete, dass ihm nicht bekannt sei, ob Kollegen in einer sehr großen Praxis mit sehr vielen Patienten und demzufolge mit einem hohen Budget CGM-Systeme verschreiben.

    Mir selbst wurde von einem Diabetologen wegen meiner komplizierten Einstellungen als Typ-2er sogar das Pumpensystem angeboten. Ich habe das abgelehnt weil mir bisher niemand erklären konnte, wie die sehr hohen und sehr niedrigen Gewebezuckermessungen (nun gerade neuerdings bei Libre 3) gegenüber den tatsächlichen Blutzuckermessungen mit Teststreifen mit der Pumpentechnik verarbeitet werden bzw. eingestellt werden, da ich mich nicht auf eine Maschine verlassen möchte, deren Funktionsweise ich nicht nachvollziehen kann.

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    Bearbeitet von User am 27.01.2024 16:16:09. Grund: ..
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    am 27.01.2024 18:17:14 | IP (Hash): 232046285
    Zuckermann schrieb:
    Ob Hausärzte das CGM-System verschreiben dürfen konnte nicht verbindlich geklärt werden.

    Der GBA-Beschluss ist da eigentlich eindeutig.

    Zuckermann schrieb:
    Ich habe das abgelehnt weil mir bisher niemand erklären konnte, wie die sehr hohen und sehr niedrigen Gewebezuckermessungen (nun gerade neuerdings bei Libre 3) gegenüber den tatsächlichen Blutzuckermessungen mit Teststreifen mit der Pumpentechnik verarbeitet werden bzw. eingestellt werden, da ich mich nicht auf eine Maschine verlassen möchte, deren Funktionsweise ich nicht nachvollziehen kann.

    Die meisten Systeme arbeiteten mit dem Dexcom G6, der kalibrierbar ist.
    Von den kommerziellen arbeitet nur CamAPS auch mit dem Libre3, aber ohne die Möglichkeit zu kalibrieren - eignet sich also nur für Leute, bei denen der Libre3 zuverlässig misst.
    Die DIY-Systeme arbeite mit fast allen verfügbaren CGMS zusammen und bieten dabei auch eine (teilweise begrenzte) Kalibrierung.

    Rauschen die Sensorwerte, erkennen die Loopsyteme das, und schalten in den manuellen Modus. Sind sie dauerhaft zu hoch oder zu tief, regelt der Algorithmus natürlich mit diesen Werten - er hat ja keine Informationen, dass die Werte falsch sind. Da ist dann der Anwender gefragt, bei sehr falschen Werten z.B. in den manuellen Modus zu wechseln.
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    Bearbeitet von User am 27.01.2024 18:22:32. Grund: Korrektur
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    am 27.01.2024 19:22:14 | IP (Hash): 180001734
    Danke für deine Infos. Dass das Dexcom kallibrierbar ist habe ich schon gelesen. Ich hatte mit meinem Diabetologen im letzten Jahr eine Auseinandersetzung, als ich ihm per Messprotokoll nachweisen wollte, dass das Libre3 System ein eigenartiges Messverhalten hat. Bei Libre3 steigt der Messwert öfter abends ca. 2-3 Stunden nach dem Basal-Spritzen vom Zielwert bis auf ca. 250mg/dl (Blutkontrollmessung bei ca. 160) sehr schnell an und fällt dann genauso schnell (wenn ich Glück habe) wieder ab. Noch schlimmer ist es wenn ich eine Unterzuckerungsalarmmeldung bekomme (eingestellt kleiner 70) dann ist der Blutzucker manchmal schon um die 50! Diese Abweichungen habe ich Anfangs durch Parallelmessungen am rechten und linken Arm mit Libre2 und Libre3 dokumentiert. Die Libre2 Messungen waren alle fast gleich wie die Blut-Kontrollmessungen. Libre3 zeigte immer andere nicht vergleichbare Werte an.

    Mein Diabetologe machte eine Vergleichsmessung vormittags in der Sprechstunde mit dem Ergebnis, dass der Blutzucker nur um ca. 20 mg/dl abwich, woraufhin er in einem nicht freundlichen Ton sagte, dass alles in Ordnung sei, stand auf und sagte, wir sehen uns in einem viertel Jahr wieder und verließ den Raum. Meine Messprotokolle haben ihn überhaupt nicht interessiert. Ich habe meine Krankenkasse informiert und diesen Arzt seit dem nicht mehr gesehen.

    Nach langem suchen habe ich eine Schwerpunktpraxis gefunden, in der ich nun seit Januar behandelt werde. Vieleicht ist dieser Situationsbericht auch für andere Leser, wenn sie ähnliches mit ihrem Arzt erleben, hilfreich.
    Grüße Zuckermann

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    Hallo Nada,

    wie sieht es bei dir mittlerweile aus? Hast du dir ein CGM-System zugelegt?
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    am 27.09.2024 12:07:09 | IP (Hash): 1814798740
    In China gibt es übrigens was neues von Sibionics mit nem unschlagbar niedrigen Preis.

    https://insulinclub.de/index.php?thread/35941-neues-system-von-sibionics/&postID=759301#post759301

    Mal sehen, ob wir das in D auch zu sehen bekommen...
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    Bearbeitet von User am 27.09.2024 16:17:48. Grund: Korrektur