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Ab wann ist ein Wert zu hoch?

  • Lacrima

    Rang: Gast
    am 01.06.2008 16:59:04
    Hallo alle zusammen.
    Ich habe mich ja schon einmal vorgestellt. Habe einae pathologische Glukosetoleranz. Mein Hausarzt findet das nicht so schlimm und will mit mir nur alle zwei Jahre einen oGTT machen. Daraufhin hab ich mir jetzt einen Diabetologen gesucht. Leider ist der Termin erst in zwei Wochen. Ich teste jezt seit ein paar Tagen kontinuierlich meinen BZ Wert. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich frühs nach dem Frühstk. (meistens zwei Scheiben getostetes Vollkornbrot mit Frischkäse (magerrahmstufe)) meistens über 170 liege. Der Wert wird ungefähr eine 3/4 h nach dem essen gemessen. Nach 1h und 15 min. ist meistens alles wieder im grünen Bereich. Muss ich mir jetzt Sorgen machen, dass ich Medikamente bekomme oder ist das vieleicht sogar normal. Vieleicht könnt ihr mir ja auch ein paar Tips geben wie ich das vieleicht selbst in den Griff bekomme.
    Danke schon mal für Lesen. von Lacrima
  • hanno

    Rang: Gast
    am 01.06.2008 18:35:49
    Die Glukoseintoleranz zeigt sich meistens mit erhöhten Werten nach dem Essen, vornehmlich nach dem Frühstück.

    Eine probate Möglichkeit, den postprandialen Blutzuckeranstieg ohne Medikamente zu glätten im Vorstadium des Diabetes ist eine Nahrungsaufteilung.
    Vielleicht zunächst nur eine Schreibe Toast essen und nach 1,5 -2 Stunden die zweite.
    Eine Alternative ist mehr körperliche Aktivität oder Sport unmittelbar nach der Mahlzeit,
    wobei schon 15 bis 30 Min Dauer ausreichen können.

    Ingesamt nicht zu viel, nicht zu fett und nicht zu süß essen mit regelmäßiger Bewegung,
    und der Diabetes kann weit hinausgeschoben oder sogar verhindert werden. von hanno
  • Tom

    Rang: Gast
    am 02.06.2008 15:23:38
    .. er kann verhindert werden? Ist das wirklich der Fall? von Tom
  • EH

    Rang: Gast
    am 02.06.2008 16:34:35
    Auch wenn dieser Unfug immer wieder verbreitet wird, nein, ein Typ 2 kann nicht verhindert werden. Um an einem Typ 2 zu erkranken muß eine genetische Disposititon vorliegen und die wird eben früher oder später "zuschlagen".
    Wer Zeit und Muße hat sich den ganzen Tag ausschließlich um seinen Diabetes zu kümmern,der mag die Krankheit vielleicht einige Zeit hinauszögern. Aber wer hat schon Zeit nach jeder Mahlzeit Sport zu treiben oder seine Mahlzeiten aufzuteilen und was der Ratschläge mehr sind.
    Jemand, der seinen Lebensunterhalt durch Arbeit verdienen muß, ganz sicherlich nicht. von EH
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 03.06.2008 11:28:21
    Hallo Tom,

    hier ist meine Meinung zu deinen Fragen:

    - Die Phase 1 der Insulinantwort ist bei dir defekt und bleibt defekt.

    - Die Insulinresistenz kannst du auf erreichtem Stand halten, vielleicht sogar verbessern, wenn du den BZ nach den Mahlzeiten nicht über 140 steigen lässt.

    - Wenn sich die Insulinresistenz nicht verschlechtert, wird die Diagnoseschwelle für Diabetes nicht überschritten werden. Du kannst also auch mit genetischer Veranlagung „gesund“ bleiben.

    Den BZ unter 140 halten kannst du so, wie Hanno es beschrieben hat. Ich halte allerdings die KH-Reduzierung für sinnvoller. Iss z.B. zum Frühstück nur eine Scheibe Toast mit der Butter von den beiden und einer dicken Scheibe Käse. Das schmeckt genauso gut und lässt den BZ bestimmt nicht über 140 ansteigen. Frischkäse enthält auch KH in Form von Lactose. Nimm besser gereiften Käse, der enthält nur noch wenige KH.

    Natürlich hilft auch Bewegung, Abspecken und das ganze andere Programm. Dreh- und Angelpunkt ist aber die Ernährungsumstellung und dazu braucht man weder viel Zeit, noch viel Geld.

    Rainer
  • Tom

    Rang: Gast
    am 03.06.2008 14:18:51
    Rainer...ich habe den Toast nicht gegessen und auch den Frischkäse nicht:-((

    Ich glaube trotzdem nicht, dass man den DM verhindern kann, sondern nur hinauszögern...ich muss nochmal googeln. von Tom
  • hanno

    Rang: Gast
    am 03.06.2008 15:44:02

    Wer hier im Zusammenhang vom Verhindern des Diabetes Typ2 von „Unfug“ schreibt (EH), sollte sich vielleicht mal eine professionelle Schulung gönnen oder ein gutes Fachbuch lesen. Unter Diabetes mellitus Typ2 versteht man in der Diabetesklassifikation eine Stoffwechselstörung, die bedingt ist durch periphäre Insulinresistenz und/oder Sekretionsstörungen der Betazellen.

    Zur genetischen Disposition müssen in der Regel weitere Faktoren hinzukommen
    - am häufigsten Überernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel- die zur Manifestation des Typ2 Diabetes führen.
    Mit ausgewogener Ernährung kann der Diabetes freilich bis ins hohe Alter hinausgeschoben werden.
    Bei vorherigem Ableben wurde er somit auch verhindert.

    Des weiteren gibt es jedoch den eher seltenen Sondertyp des Diabetes infolge Insulinresistenz, die alleine auf genetischen Defekten der Insulinwirkung beruht
    und nicht dem Typ2 zugeordnet wird.

    Nicht alle Diabetiker, die nicht Typ1 sind, sind Typ2. Bisweilen kommt es diesbezüglich zu Fehldiagnosen und falscher Therapie.



    -




    von hanno
  • lacrima

    Rang: Gast
    am 03.06.2008 18:12:15
    Danke für eure Tips. Leider weiß ich selbst auch nicht warum ich die hohen Wete hab. Ich hab nen BMI von 21 bin erst 20 Jahre alt und treibe neben meiner Arbeit als Kellner und dem Studium mindestens einmal in der Woche Sport. Bin halt total irretiert und ich muss sagen ich weiß net wie lange ich das "etwas weniger essen" bei der körperlichen Belastung aushalte. von lacrima
  • Nora

    Rang: Gast
    am 03.06.2008 18:46:05
    Hi!!

    Du schreibst ja, dass der Wert nach 1 Stunde 15 Minuten wieder im grünen Bereich ist... wie hoch ist er denn dann ungefähr? Und wie sind deine Werte so, wenn du längere Zeit nichts gegessen hast?? Und der Nüchternwert??
    Ich denke, wenn du die 170 nur mal kurz nach dem Frühstück misst (was frühstückst du denn?? Das Frühstück ist ja nämlich oft ne ziemlich zuckerhaltige Sache) und die Werte ansonsten gut sind musst du dir keine Sorgen machen...

    viele Grüße,
    Nora
  • EH

    Rang: Gast
    am 03.06.2008 18:58:28
    @hanno

    Ich brauche deine Belehrungen nicht. Ich hab schon mehr über Diabetes Typ2 vergessen als du je wissen wirst.

    Und es ist eben ein Ammenmärchen, daß Überernährung etc. zu der genetischen Disposition dazukommen müßten. Das Übergewicht der meisten Typ2er ist nicht die Ursache, sondern ein Symptom der Krankheit. So ganz allmählich dämmert das sogar der Schulmedizin. Allerdings wird man wohl warten müssen, bis die heutigen "Diabetespäpste" das Zeitliche segnen, vorher seh ich keine Chance für ein Umdenken.

    Zu deiner Information: Ich war Anfang dreißig und hatte einen BMI von 18 als sich erste Anzeichen des Diabetes bei mir einstellten. Und ja, es ist ganz sicher ein Typ 2. von EH