Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Blutzucker Sensor bekommen
-
Noel
Rang: Gastam 24.06.2024 11:39:39 | IP (Hash): 954233367
Hallo,
ich bin 33 und bei mir wurde nach 2 Jahren Suche eine Insulinresistenz festgestellt.
Ich musste mir erst immer von jedem Arzt anhören "ja einfach mehr bewegen und weniger essen" Obwohl ich bei einer völlig normalen Ernährung (war auch bei der Ernährungsberatung) zunahm. Und auch weit unter dem Grundbedarf essen zu keiner Abnahme führte.
Selbst dann hieß es aber immernoch "dann müssen Sie eben noch weniger..." Aber dass mal jemand den Blutzucker checkt, war scheinbar zu viel verlangt.
Jedenfalls habe ich Glucopharge verschrieben bekommen, habe es aber erst mit einer angepassten Ernährung versucht. Zwar funktioniert die Abnahme wieder, und mir geht es auch symptomatisch sehr viel besser. Aber ich habe dennoch keinen Überblick was mein Blutzucker macht, und auf worauf mein Blutzucker wie reagiert.
Beim Glucopharge habe ich gelesen, dass die Dosis auch abhängig vom Blutzuckerspiegel wäre. Vielleicht würde auch nur die angepasste Ernährung reichen, aber ich weiß es nicht da ich keine Werte habe.
Ich hatte das Thema Blutzucker Sensor angesprochen (Diabetologe) und bekam als Antwort "Gute Idee, können Sie ja selbst kaufen" und auch das Glucopharge habe ich (als Kassenpatient) nur auf ein Privatrezept bekommen. Da ich zusätzlich autistisch bin (Asperger-Autismus) fällt es mir auch schwer, etwas einzuschätzen oder nur nach Gefühl zu machen.
Ist eine Isulinresistenz (von einem Endokrinologe fesgestellt) keine Indikation, um die Verordnung auf ein Kassenrezept zu bekommen?
Danke für eure Hilfe, das Thema ist noch völlig neu für mich und ich verstehe manches nicht.
LG Noel.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 24.06.2024 12:18:51 | IP (Hash): 718726932
Noel schrieb:
Ist eine Isulinresistenz (von einem Endokrinologe fesgestellt) keine Indikation, um die Verordnung auf ein Kassenrezept zu bekommen?
Hallo Noel,
nein, das ist keine ausreichende Indikation. Einen BZ-Sensor oder auch nur BZ-Teststreifen bekommt man auch als Diabetiker nur verschrieben, wenn man eine intensive Insulintherapie mit Basal- und Mahlzeitinsulin hat. Bei Glucopharge oder anderen Metforminpräparaten könntest du evtl. bei einem Arzt, der es nicht so streng sieht, ein Kassenrezept bekommen. Aber das hilft dir nicht viel, weil das Zeug nicht viel mehr als die Zuzahlung kostet.
BZ-Mssgeräte mit dem Zubehör und einigen wenigen Teststreifen kannst du von den meisten Herstellern kostenlos als "Testgerät" anfordern. Die weiteren Teststreifen müsstest du dann aber auch alleine bezahlen. Als Tipp dazu: nutze die Online-Apotheken und einen Medikamentenpreisvergleich. Dort bekommst du die Teststreifen häufig deutlich preiswerter als in der Apotheke vor Ort. Sinnvoll wäre so ein BZ-Messgerät und zusätzliche 50 Teststreifen für dich bestimmt. Ein Sensor zur kontinuierlichen BZ-Kontrolle ist natürlich noch ein ganzes Stück besser, aber dafür müsstest du dann auch mehr bezahlen.
Wie wurde die Insulinresitenz bei dir festgestellt? Was für Werte sind bei dem Tast rausgekommen?
Alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 24.06.2024 16:37:30. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 24.06.2024 16:28:34 | IP (Hash): 1649640148
Noel schrieb:
Hallo,
ich bin 33 und bei mir wurde nach 2 Jahren Suche eine Insulinresistenz festgestellt.
Ich musste mir erst immer von jedem Arzt anhören "ja einfach mehr bewegen und weniger essen" Obwohl ich bei einer völlig normalen Ernährung (war auch bei der Ernährungsberatung) zunahm. Und auch weit unter dem Grundbedarf essen zu keiner Abnahme führte.
Selbst dann hieß es aber immernoch "dann müssen Sie eben noch weniger..." Aber dass mal jemand den Blutzucker checkt, war scheinbar zu viel verlangt.
Jedenfalls habe ich Glucopharge verschrieben bekommen, habe es aber erst mit einer angepassten Ernährung versucht. Zwar funktioniert die Abnahme wieder, und mir geht es auch symptomatisch sehr viel besser. Aber ich habe dennoch keinen Überblick was mein Blutzucker macht, und auf worauf mein Blutzucker wie reagiert.
Beim Glucopharge habe ich gelesen, dass die Dosis auch abhängig vom Blutzuckerspiegel wäre. Vielleicht würde auch nur die angepasste Ernährung reichen, aber ich weiß es nicht da ich keine Werte habe.
Ich hatte das Thema Blutzucker Sensor angesprochen (Diabetologe) und bekam als Antwort "Gute Idee, können Sie ja selbst kaufen" und auch das Glucopharge habe ich (als Kassenpatient) nur auf ein Privatrezept bekommen. Da ich zusätzlich autistisch bin (Asperger-Autismus) fällt es mir auch schwer, etwas einzuschätzen oder nur nach Gefühl zu machen.
Ist eine Isulinresistenz (von einem Endokrinologe fesgestellt) keine Indikation, um die Verordnung auf ein Kassenrezept zu bekommen?
Danke für eure Hilfe, das Thema ist noch völlig neu für mich und ich verstehe manches nicht.
LG Noel.
Hallo Noel,
einige Fragen und Anmerkungen.
fiel den auch der Begriff Typ 2 Diabetes?
Wie war denn der Nüchternblutzucker?
Wurde der HbA1c (der Blutzuckerlangzeitwert) mal gemessen?
Glucophage ist der Handelsname von Metformin der Firma Merck. Metformin ist immer Kassenleistung!
Hat Dir Der Diabetologe nicht dazu geraten Dir ein BZ-Gerät anzuschaffen?
Dies ist verglichen mit einem Sensor, der kontinuierlich den Blutzucker misst, preiswert.
Wie bereits berichtet, ist der FreeStyle libre 3 nur für insulinpflichtige Patienten Kassenleistung, und selbst da auch nur für Patienten, die zu Mahlzeiten kurzwirksames Insulin spritzen müssen. -
am 25.06.2024 11:34:49 | IP (Hash): 87838855
Hape schrieb:
Glucophage ist der Handelsname von Metformin der Firma Merck. Metformin ist immer Kassenleistung!
Genauer:
Metformin ist immer dann eine Kassenleistung, wenn der Arzt die therapeutische Notwendigkeit für die Anwendung sieht. Diese Einschätzung kann sich von Arzt zu Arzt unterscheiden.
Falls er keine Notwendigkeit sieht, kann er auf Wunsch des Patienten ein Selbstzahlerrezept ausstellen . Dafür muss er nur prüfen, dass kaine Kontraindikation vorliegt. Auf jeden Fall ist Metformin rezeptpflichtig und darf ohne Rezept nicht abgegeben werden.
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 25.06.2024 13:06:32. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 25.06.2024 12:29:56 | IP (Hash): 1610387493
Rainer schrieb:
Ein Sensor zur kontinuierlichen BZ-Kontrolle ist natürlich noch ein ganzes Stück besser, aber dafür müsstest du dann auch mehr bezahlen.
Darf ich mal fragen, was so ein Sensor privat kostet und wie man ihn bekommt?
Gruß Marion -
am 25.06.2024 12:42:42 | IP (Hash): 1600124445
https://www.FreeStylelibre.de/produkte/freestyle-libre-3-sensor.html
--------------------------------------------------------
DM2 in Remission ohne Medikamente1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 25.06.2024 13:06:10 | IP (Hash): 1610387493
Vielen Dank. Benötige ich dazu ein privates Rezept vom Arzt?
Gruß Marion -
am 25.06.2024 13:18:00 | IP (Hash): 1600124445
Nur wenn du insulinpflichtig bist übernimmt die KK die Kosten.
Wenn nicht, kaufst du einfach den Sensor und gegebenenfalls das Lesegerät.
Oder du hast ein kompatibles Smartphone. Dazu kannst du dir dann die App runterladen.
--------------------------------------------------------
DM2 in Remission ohne Medikamente -
am 25.06.2024 14:14:56 | IP (Hash): 1610387493
Ich bin Selbstzahler, darum interessiert mich der Preis. Ich überlege, ob ich das mal einige Zeit kaufe.
Gruß Marion -
am 25.06.2024 14:25:17 | IP (Hash): 1600124445
Woanders ist es auch nicht wirklich billiger.
Ist sicher interressant, probier vielleicht erstmal einen, kostet nur die Versandtkosten obendrauf.
--------------------------------------------------------
DM2 in Remission ohne Medikamente1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 25.06.2024 14:29:58 | IP (Hash): 87838855
Hallo Marion,
vielleicht kannst du auch einen kostenlosen Testsensor ergattern.
(siehe auch die Nachricht an dich)
Ein Sensor Libre 3 reicht für 14 Tage. Außerdem brauchst du ein kompatibles Handy dafür.
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 25.06.2024 14:33:08. Grund: BBCodes2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
Noel
Rang: Gastam 27.06.2024 06:53:19 | IP (Hash): 1986923783
Die Insulinresistenz festgestellt hatte ein Endokrinologe, der hat in seinem Arztbrief empfohlen dass man Metformin verordnen könnte aber selbst hat er es nicht gemacht. Eine Diabetologin hat mir das Medikament dann zum selbst bezahlen aufgeschrieben. Sie hat gemeint, das die Krankenkasse "off label" Verordnungen nicht bezahlen würde.
Eigentlich soll ich nach dem Essen und zur Anpassung der Metformin Dosis den Blutzucker messen. Auch für einen Überblick, ob die Ernährungsumstellung passt. Aber ich kann mich nicht selbst stechen, wegen den Schmerzen. Ich musste auch mal ein Medikament nehmen, wo ich 1x die Woche eine Spritze brauchte. Das Medikament musste ich absetzen, weil 1x die Woche Schmerzen zu viel waren.
Aber selbst wenn ich ein Rezept bekommen würde, es müsste ja die Krankenkasse prüfen und die nutzen jeden Grund um etwas ablehnen zu können (eigene Erfahrung). -
Noel
Rang: Gastam 27.06.2024 08:38:45 | IP (Hash): 1986923783
Weiß zufällig jemand, warum in Glucophage zusätzlich Macrogol (ein Abführmittel) drin ist?
Ich vertrage das Glucophage bisher gut, ich soll 1x täglich abends anfangen und dann wöchentlich die Dosis erhöhen. Und wenn ich Beschwerden bekomme, dann bei der zuletzt vertragenen Dosis bleiben. Aber ich habe immer morgens seh weichen Stuhl und Darmgrummeln, was wohl daher kommt wenn man abends Macrogol einnimmt.
-
am 27.06.2024 08:44:03 | IP (Hash): 1929085094
Noel schrieb:
Eigentlich soll ich nach dem Essen und zur Anpassung der Metformin Dosis den Blutzucker messen. Auch für einen Überblick, ob die Ernährungsumstellung passt. Aber ich kann mich nicht selbst stechen, wegen den Schmerzen. Ich musste auch mal ein Medikament nehmen, wo ich 1x die Woche eine Spritze brauchte. Das Medikament musste ich absetzen, weil 1x die Woche Schmerzen zu viel waren.
Hallo Noel,
das Pieksen für die BZ-Messung ist wesentlich harmloser als das Spritzen mit einer Spritze. Vielleicht hast du irgendwo eine Gelegenheit, es mal auszuprobieren. Evtl. ist das für ein geringes Entgeld in deiner Apotheke möglich.
Du kannst alledings auch ohne BZ-Messung allerhand für einen besseren BZ-Verlauf tun. Wichtig ist insbesondere, dass du auf Menge und Qualität der Kohlenhydrate achtest. Du findest hier im Forum genügend Beispiele, wie das konkret aussehen könnte.
Alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 27.06.2024 08:46:38. Grund: BBCodes -
Noel
Rang: Gastam 27.06.2024 09:38:14 | IP (Hash): 1986923783
Rainer schrieb:
Wie wurde die Insulinresitenz bei dir festgestellt? Was für Werte sind bei dem Tast rausgekommen?
Hape schrieb:
fiel den auch der Begriff Typ 2 Diabetes? Wie war denn der Nüchternblutzucker? Wurde der HbA1c (der Blutzuckerlangzeitwert) mal gemessen?
Also an Laborwerten habe ich einen HOMA-IR von 4,6 (Norm unter 2,5) Da geht es, wenn ich das richtig verstanden habe, wohl um die Insulinresistenz.
der BZ nüchtern hatte einen Wert von 107 (Norm unter 100)
Der HbA1c Wert war 5,6 (Norm unter 6,5 GZ über 5,7)
Rainer schrieb:
das Pieksen für die BZ-Messung ist wesentlich harmloser als das Spritzen mit einer Spritze. Vielleicht hast du irgendwo eine Gelegenheit, es mal auszuprobieren.
Du kannst alledings auch ohne BZ-Messung allerhand für einen besseren BZ-Verlauf tun. Wichtig ist insbesondere, dass du auf Menge und Qualität der Kohlenhydrate achtest. Du findest hier im Forum genügend Beispiele, wie das konkret aussehen könnte.
Danke für den Tipp mit dem Ausprobieren!
Ich war vor der Diagnose schon bei einer Ernährungsberatung (von der Krankenkasse) und einem Ernährungskurs. Da wurde meine Ernährung als normal/gesund beurteilt. Weshalb ich noch nicht verstanden habe, wieso man mit einer normalen Ernährung (auch Zucker, Khd war alles im Empfohlenen Rahmen. Keine Softdrinks, keine Zwischensnacks, keine Fertigprodukte, keine Süßungsmittel) eine Insulinresistenz bekommt.
Meine Ernährung habe ich schon umgestellt, genauer sollte und möchte ich mich trotzdem noch einlesen. Und zu einer Ernährungsberatung gehe ich auch nochmal.
Bearbeitet von User am 27.06.2024 09:50:10. Grund: Ergänzung -
am 01.11.2025 11:51:44 | IP (Hash): 181891406
Hm... Du schreibst weiter vorn, dass Du Asperger-Autist bist. Als Autisten (ich bin selbst Asperger-Autistin) stehen wir aufgrund unserer kommunikativen und sozialen Einschränkungen aus meiner Sicht permanent unter Stress. Hinzu kommt bei vielen Autisten auch eine erhöhte Reizsensivität (etwa gegenüber dem von Dir beschriebenem Pieks). Auch das führt zu Stress.
Im Gegensatz zu neurotypischen Menschen können wir diesen jedoch nur schlecht bis gar nicht regulieren.
Heisst permanent hoher Level der Stresshormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin. Und damit permanent erhöhte Energieausschüttung.
Soweit meine Recherchen, nachdem ich gestern ebenfalls eine Diabetes Typ-2 Diagnose bekam.
Auch bei mir kann sie ursächlich nicht in der Ernährung begründet sein, denn ich ernähre mich ebenfalls durchwegs gut und wie hier empfohlen (mit möglicherweise noch nicht genutzten kleineren "Stellschrauben (RW)").
Daher die derzeitige Vermutung auf jahrzehntelang hohem Stress durch autismusbedingte Anpassung als Hauptursache
Hoffe, diese Gedanken helfen.