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Insulin gespritzt und der Wert geht nicht runter..
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am 12.10.2024 09:34:22 | IP (Hash): 503905302
Bei mir habe ich folgendes Phänomen, manchmal wenn ich einen hohen Wert habe dann spritze ich auch dementsprechend, so wie es sein soll, so weit so gut. Dann nach einer Stunde habe ich den selben Wert wie vor dem Spritzen, erst nach erneuten spritzen geht der Wert soweit runter das er den erwünschten Wert erreicht, das kommt allerdings nicht immer vor.
Das Insulin ist immer den gleichen Temperaturen ausgesetzt, es ist nicht flockig oder abgelaufen, also ganz normal.
Was kann das jetzt wohl sein, spielt mein Körper einfach nur verrückt oder was kann das sein? -
am 12.10.2024 11:24:05 | IP (Hash): 1029852936
Hallo joschi3268,
das von dir genannte Phänomen kenne ich und es tritt bei mir auch gelegentlich auf. Es gibt dafür mehrere Ursachen.
Eine Möglichkeit ist häufig, dass beim Messen (mit Libre 3), wenn der Messwert über den Zielbereich in kürzester Zeit in die Höhe hinaus "schießt" und dann genauso schnell wieder abfällt o.ä. und der Trendpfeil wärend dieser Phase horizontal steht. Während diese Phase sollte nicht Korrektur gespritzt werden. Dann solange abwarten, bis nach mehrmaligen Minutenmessungen der Messwert wieder stabil ist.
Das genannte Phänomen kann zu den verschiedensten Tageszeiten auftreten. Besonders erschreckent empfindet man es, wenn beim Korrekturspritzen das Gegenteil erreicht wird (bei Libre 3) und dann der Messwert plötzlich ansteigt und der Trendfpfeil kein ansteigen der Werte anzeigt.
Es gibt leider noch weitere Ursachen zum Auftreten des von dir genannten Phänomens. Daher sollte man immer darauf hinwirken, dass der gemessene Gewebezucker so gut wie möglich sich zu allen Zeiten innerhalb des Zielbereiches befindet, da dort Gewebe- und Blutzuckermessungen annähernd gleich sind (zumindest bei Libre 3).
Ich empfehle immer wieder eine Tages-Vergleichs-Messreihe mit sehr vielen Gewebe- und Blutzuckermessungen zu erstellen, damit man das Messverhalten des Messgerätes kennen lernt und um dann richtig reagieren zu können. Ich musste nach der Umstellung Libre 2 zu 3 alle meine Parameter neu errechnen. Ich erlebe es heute noch immer wieder, dass mein Libre 3 Gewebezucker z.B. 270 mg/dl anzeigt wenn ich mich bei den KE verrechnet habe und die Kontrollmessung mit Blut-Teststreifen 180 mg/dl misst.
Besonders vorsichtig solltest Du damit umgehen, wenn Du Ratschläge von Typ 1ern erhältst, denn die haben meist kein Eigeninsulin und deshalb ein anderes Wirkverhalten des Insulins infolge des bei dir zu jeder Zeit noch vorhandenen RestInsulins, sowie von in Remission befindlichen, deren Körper noch genug Eigeninsulin hat.
Ich selbst spritze schon Jahrelang zwei Insuline und erlebe immer wieder Überraschungen mit den von dir genannten und auch anderen Phänomen.
Alles Gute, Zuckermann
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Typ 2 Insulinpflichtig, ICT und rtCGM
Bearbeitet von User am 12.10.2024 12:20:46. Grund: "und in Remission befindlichen" -
am 12.10.2024 15:21:55 | IP (Hash): 503905302
Das Gerät zeigt schon den richtigen Wert an, wieso auch den falschen ? Es kommt ja nicht immer vor, das ist es ja was mich so verwundert, mein Körper muss ja solche Sperenzchen machen und nicht das Gerät.
In zwei Wochen habe ich einen Termin bei meiner Diabetologin und werde das Problem mal vortragen und um ihre Meinung dazu bitten, ich bin mal gespannt was sie dazu sagt.
Mache das beste aus deinen Leben -
am 12.10.2024 16:15:45 | IP (Hash): 1588657197
Meinen Blutzucker JETZT habe ich mir in den vergangenen 5-6 Stunden gemacht, und zwar mit allem, was darauf wirkt. Also mit allem Essen, allen Medis, allem an körperlicher Bewegung und ggf besonders auch Stress.
Und zu dem JETZT gehört auch, wie mein Organismus JETZT auf eine Insulin-Injektion reagiert.
Bei gleichem Vorlauf zur gleichen Tageszeit sollte die Reaktion auf die gleiche Dosis gleich sein. Und gleich sein bedeutet bei mir im Bereich von plusminus 10 mg/dl, z.B. im Bereich von 90-110 mg/dl. Als ich noch HbA1c um 7 gepflegt habe, waren das eher plusminus 20 mg/dl, also 80-120 mg/dl.
Kein Insulin richtet sich nach irgendwelchen Vorschriften, sondern dieselbe Menge vom selben Insulin bewirkt bei 10 Menschen mit T2D mit denselben 5-6 Stunden Vorlauf im Auslauf 2-3 Stunden nach dem Spritzen 10mal verschieden. Wie mein Insulin bei mir wirkt, kann mir kein Arzt sagen, sondern das kann ich nur systematisch selbst austesten. Und verfolgen! Denn die Wirkung kann sich mit der Zeit und weiteren Einflüssen Recht weitgehend ändern.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 12.10.2024 16:35:16 | IP (Hash): 503905302
Natürlich hält sich kein Insulin an irgendwelchen Vorschriften genauso wie der Körper auch nicht, deswegen muss auch die Medikation von Zeit zu Zeit wieder neu eingestellt werden. Beim Körper geht das ja nicht, das wäre ja noch schöner, hier ein Einstellrad und da eines, fertig, ne ne so funktioniert es nicht :-)
Du meinst 5-6 Stunden Vorlauf wie soll das denn gehen, ich habe höchstens 15 Minuten.
Ich ziehe meinen Hut vor deiner Signatur mit Hba1c 5 (selbst zu meinen Besten Zeiten 6,0)
Mache das beste aus deinen Leben
Bearbeitet von User am 12.10.2024 16:35:56. Grund: korrektur -
am 12.10.2024 17:17:26 | IP (Hash): 1029852936
Ich weiß zwar nicht wielange du schon Insulin spritzt und nach welcher Therapie, aber um Insulin richtig einzusetzen solltest du nach ICT spritzen, denn den Bedarf an der Menge des zusätzlichen Insulins was deinem Körper fehlt musst du ohnehin vor jeder Mahlzeit erneut ermitteln und spritzen und deshalb reicht es niemals aus, von Zeit zu Zeit, wie du schreibst, die "Medikation" neu einzustellen, denn der zusätzliche Insulinbedarf zum vorhandenen körperlichen Insulin ist zu jeder Zeit ein anderer und niemals linear!
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TYP-2, Insulinpflichtig, ICT und rtCGM
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am 12.10.2024 17:42:26 | IP (Hash): 503905302
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Mache das beste aus deinen Leben
Bearbeitet von User am 12.10.2024 17:44:22. Grund: Löschen -
am 12.10.2024 17:43:31 | IP (Hash): 503905302
Nach Insulintherapie spritze ich ja schon seit ich Diabetes habe, ich wurde damals im Krankenhaus geschult und eingestellt. Auch jetzt bin ich noch im DMP Programm und gehe regelmäßig zur Untersuchung Hba1c Ermittlung, (Nervengefühl Fuß./jähl. Augenunters.)
Mache das beste aus deinen Leben -
am 12.10.2024 18:33:06 | IP (Hash): 1588657197
joschi3268 schrieb:
Du meinst 5-6 Stunden Vorlauf wie soll das denn gehen, ich habe höchstens 15 Minuten.
Ich bin urlaubsmäßig unterwegs und habe um 13:00 Uhr einen großen Salatteller mit Tuna und Käse gegessen und dazu zum Schluss ein Stück frisches Knoblauchbrot. Anschließend bin ich um 4 km spazierengerollt. Gerade um 18:00 hab ich eine Gewürzgurke, einen Apfel und ca 60-80 g Käse gegessen. Das plus die nächste halbe Stunde ist der Vorlauf zu dem BZ-Wert, den ich um 19:00 messen werde. Mein Ziel ist 80-100 mg/dl.
Nachtrag:
19:00 129 mg/dl - weil ich vor dem Essen nicht gespritzt habe, würde sich der BZ jetzt eine Weile in der Höhe halten, in der ich ihn die meisten von 24 Stunden nicht mag.
Zuhause hätte ich zu meinem Abendessen 4 Einheiten Apidra gespritzt. Hier lasse ich jetzt bei 3, die meinen BZ maximal um etwas weniger als 60 mg/dl senken.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
Bearbeitet von User am 12.10.2024 19:13:34. Grund: Nachtrag -
am 13.10.2024 13:45:09 | IP (Hash): 1055283887
Warum Insulin manchmal besser und manchmal schlechter und manchmal zumindest gefühlt gar nicht wirkt kann viele Ursachen haben.
- War der Blutzucker längere Zeit hoch, bilden sich Resistenzen, die das Insulin schlechter wirken lassen.
- Infekte, Stress, Anstrengung verändern die Insulinwirkung
- War der Wert zwischen den Messungen konstant? Vielleicht hat deine Korrektur nur ein weiteres Ansteigen verhindert oder begrenzt...
- unterschiedliche Injektionsstellen können auch zu stark unterschiedlicher Insulinwirkung führen. Besonders Verhärtungen und Narbengewebe machen da Probleme.
- Bewegung in den Stunden vor der Injektion verbessert oft die Insulinwirkung
- usw...
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juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6