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  • Annihanni

    Rang: Gast
    am 17.11.2024 19:35:48 | IP (Hash): 2126512881
    Hallo erstmal,
    ich habe mich gerade hier angemeldet und weiß momentan gar nicht ob mein Beitrag wohl demnächst hier für alle zu lesen ist. Aber ich versuche es einfach mal.
    Also ich bin Anni ,seit 1984 Diabetes Typ1 und seit ca. einem Jahr komme ich nicht mehr klar. Habe den FreeStyle libre 3, bin völlig perfektionistisch geworden seit ich den Sensor am Arm habe. Hba1c 6%. Aber mega anstrengend. Mittlerweile habe ich eine Angststörung vor hohen Werten entwickelt. ich komme damit nicht klar. Inzwischen vermeide ich zum Teil schon vernünftig zu Essen. Ich bin eh schlank und durch das vorsichtige Essen wird es natürlich nicht besser. Ich habe die leise Hoffnung hier jemanden zu finden dem es evtl schon einmal ähnlich erging oder ergeht.
    Ich weiß nicht mehr wen ich sonst um Hilfe bitten kann.
    Liebe Grüße
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5070
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 17.11.2024 21:27:13 | IP (Hash): 329160143
    Hallo Annkatrin,

    ja, dein Beitrag ist angekommen und kann von allen gelesen werden - willkommen im Forum.

    Bezüglich deiner Angst, wenn du manchmal etwas höhere Werte hast, bist du hier auf jeden Fall im falschen Forum. Hier gibt es mehrere Spinner, die uns Diabetikern bei jedem etwas höheren BZ-Wert einreden wollen, dass man damit kurz vor Siechtum und diabetischen Schäden steht. Das ist echt nicht so, nur dauerhaft zu hohe Werte sind wirklich schädlich.

    Hole dir deine Anregungen und Unterstützung lieber im Forum insulinclub.de. Dort findest du übrigens überwiegend Typ1-Diabetiker, was für dich bestimmt besser passt. Dein HbA1 ist mit 6% wirklich recht gut - Glückwunsch.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 18.11.2024 13:15:18. Grund: BBCode
  • Annihanni

    Rang: Gast
    am 18.11.2024 09:35:32 | IP (Hash): 648782069
    Lieber Rainer,
    ganz lieben Dank für deine Antwort.
    Ich habe auch schon gemerkt das sich hier wohl die meisten mit Typ 2 herumschlagen.
    Und zum Thema Angst gibt`´s nicht viele Beiträge.
    Bei mir ist es nicht die Angst vor Spätschäden, nach 40 Jahren ist nichts zu erkennen und mein
    Diabetologe sagt da wird wahrscheinlich auch nichts mehr kommen. Mein Problem ist nicht mit hohen Werten umgehen zu können. Gestern mal wieder extrem belastend. War unterwegs , beim Bäcker ein
    halbes weißes Brötchen gegessen schon mit einer bitteren Vorahnung das das bestimmt nicht gut geht.
    Dann Werte zwischen 250 und 280, stündlich korrigiert und nichts passierte. Abends aus Angst wieder nichts gegessen, Ab 21.00 dann wieder alles normal, gut durch die Nacht gekommen. Aber das ist so anstrengend! Und bei 1,81 wiege ich mittlerweile 62 kg, auch das macht mir Angst.
    Ich werde mich jetzt mal bei dem Mitbewerber anmelden.
    Danke nochmal für den Tipp und liebe Grüße
    Anni
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 320
    Mitglied seit: 27.10.2023
    am 18.11.2024 11:46:11 | IP (Hash): 1531505263
    Lass die Brötchen weg und iss Nahrhaftes, was wenig Insulin fordert, Protein und Fett,
    zB Butter, Fleisch Eier, Avocados, Hähnchenschenkel, Hackfleisch vom Rind, fetten Käse und sowas.
    Deine Ängste kommen vielleicht auch vom Nährstoffmangel.

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    DM2 in Remission ohne Medikamente 😎
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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 18.11.2024 11:58:22 | IP (Hash): 1854290714
    Für wenn du hier noch liest:

    Der Gewebezucker für den Sensor folgt dem Blutzucker mit einiger Verzögerung, und zwar in 2 Schritten:
    1. In einem mentalen, denn wo wir nicht zu pieksen brauchen, neigen wir viel eher und häufiger nach dem BZ zu schauen, und der braucht schon im Blut bis in die Spitze um ne Stunde nach dem Essen. Da entsteht mit dem häufigen Nachschauen schon in der normalen Zeit jede Menge Ungeduld.
    2. In einem tatsächlichen, denn vom Blut ins Gewebe vergeht häufig auch noch mal um wenigstens ne halbe Stunde zusätzlich, und entsprechend verlängert sich dann auch das Plateau und das anschließende Absinken.

    Diese Verlängerung der Anzeige und damit unserer Wahrnehmung kann natürlich noch mehr und tatsächlich völlig unnötige Ungeduld machen, übrigens völlig unabhängig vom persönlich gewählten BZ-Rahmen.
    Und spätestens seit der Glukosegöttin wissen wir alle, dass eine Handvoll Gemüse oder ein Stück Käse vorher den BZ mit dem Brötchen weniger hoch ansteigen lässt :)


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    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
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    am 18.11.2024 12:36:25 | IP (Hash): 1484554942
    Wer ist denn die Glukosegöttin?

    Sowas hilft jemandem mit Angst rein gar nicht...
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    Mitglied seit: 26.10.2015
    am 18.11.2024 16:41:05 | IP (Hash): 1905362630
    Ich glaube, einige haben das Problem nicht ganz verstanden.
    Es geht nicht darum, dass man als Typ1er mal hohe Werte hat.
    Das ist aufgrund des absoluten Insulinmangels einfach so, und "schlaue" Ernährungsvorschäge helfen da auch nicht wirklich...

    Es geht darum, dass Annkathrin diese durch den Sensor immer sieht und sich dadurch unter Druck setzt und eine Angststörung entwickelt hat. Sie hat Angst vor ihren Reaktionen auf hohe Werte und die Folgen dieser Reaktionen.
    Im Insulinclub bekommt sie gerade bessere Hilfe!

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    juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6
    Bearbeitet von User am 18.11.2024 16:53:32. Grund: Ergänzung
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 18.11.2024 16:52:34 | IP (Hash): 1854290714
    HeikeOV schrieb:
    Es geht darum, dass Annkathrin diese durch den Sensor immer sieht und sich dadurch unter Druck setzt und eine Angststörung entwickelt hat.
    Im Insulinclub bekommt sie gerade bessere Hilfe!


    Danke für die Info :)


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    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)