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  • steffi

    Rang: Gast
    am 10.09.2010 10:57:12
    Hallo,

    hat jemand schon Erfahrungen mit dem Omnipod? Würde mich brennend interessieren wie das handling so ist und wahnsinnig freuen, wenn jemand schon was dazu schreiben könnte. VIELEN DANK schonmal im voraus.
    steffi
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 10.09.2010 20:12:26
    Hab grad mal Google nach Omnipod Erfahrungen und omnipod experience gefragt und hätte wahrscheinlich wenigstens heute den ganzen Abend zu lesen ;-) von Jürgen
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 11.09.2010 17:46:48
    Hi,

    das ist der Beschreibung nach schonmal der letzte Dreck!
    Wenn man bedenkt, dass Teflonkanülen maximal 2 Tage liegen sollen, da es sonst zu Narbenbildung kommt und man dann noch daran denkt, dass Teflon abknicken kann - ist das Ding nicht gut.
    Ein Diabetiker hat nichts von einer tollen Pumpe, die am Körper diskret anliegt, wenn die Insulingabe nicht erfolgt weil die Kanüle abgeknickt ist, bzw. es zu Resorptionsstörungen aufgrund von Narbengewebe kommt.
    Das sollte die Firma mal neu überdenken und eine Pumpe mit 12 mm Stahlkanüle, auswechselbar, entwickeln.
    Davon abgesehen ist das Ding bestimmt eine interessante Entwicklung, erinnert ein wenig an ein Mobiltelefon ohne SIM-Karte ^^

    LG, Daniela
    "Einfaches Aufziehen des Insulins (2 ml-Reservoir)

    Kann an viele Stellen einfach aufgesetzt werden (Bauch, Oberarm, Gesäß...)

    Die 9 mm Teflonkanüle wird automatisch im 45 Grad-Winkel gesetzt

    Liegedauer: 3 Tage

    Exakte und sichere Insulingabe

    Steriles Einmalprodukt, das nach Verwendung entsorgt wird

    Wasserdicht beim Schwimmen und Tauchen

    Sehr diskret - liegt flach auf der Haut

    Ultraleichte 34 g bei gefülltem Reservoir

    Hautfreundliches Pflaster

    Sitzt sicher auf der Haut

    7 Basalprofile

    Minimale Bolusgabe 0,05 I.E."
    Quelle: www.diaexpert.de/insulinpumpen/mylife-omnipod.html
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 12.09.2010 01:55:48
    @ Daniela

    Wieso bist du so aggresive, ich kenne dich nicht so.

    Zitat
    Wenn man bedenkt, dass Teflonkanülen maximal 2 Tage liegen sollen, da es sonst zu Narbenbildung kommt und man dann noch daran denkt, dass Teflon abknicken kann - ist das Ding nicht gut.
    Ende Zitat

    Viele benützen Teflonkanüle, ich auch seit 5 Jahre und habe keine Problem damit.
    Für leute mit Narbenbildung weniger geeignet aber für viele anderen wohl. Habe selbst wie du weisst eine Animas jetzt den zweite und benütze Accucheck Flexlink

    Grüsse

    Hajo von Hajo Janse
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 17.09.2010 22:34:16
    Hallo Hajo,

    agressiv würde ich das nicht nennen - ich habe Dank der Teflonkatheter und einer bescheidenen Schulung, Einstellung einen Hba1c von > 9 gehabt, mir Nächte um die Ohren schlagen müssen, da die Insulingabe mit Teflon so gut wie nie funktioniert hatte (habe dann alle 3 - 4 Stunden mit U100-Spritze Insulin gegeben). Wie kann man denn dann Teflon noch empfehlen?
    Sorry, aber Teflonkanülen dürften Ärzte meiner Meinung nach nur verordnen wenn dringende Gründe dafür vorliegen (Nickelallergie etc.) oder aber zurück zur ICT verordnen. Die Insulingabe mít Teflonkanülen ist NICHT sicher, die Fehlerquote liegt bei weitem höher als bei der ICT mit Pen!

    Und ich denke, dass sich auch irgendwann bei Dir das Problem darstellen wird..
    Teupe hat sehr bildlich gezeigt was Teflonkanülen anrichten. Außer dem Teflon bemängel ich noch die Kanülenlänge, bedenkt man, dass die Masse Der Diabetologen nicht richtig schult, was die Kanülenlänge und die maximale Insulinmenge aufeinmal gegeben, bezüglich Insulinrückfluss, betrifft.
    Dann sind auch noch senkrechte Teflonkanülen auf dem Markt, absoluter Dreck - meine Meinung und Erfahrung...

    Solange es Omnipod nicht mit mindestens 12 mm Stahlkanülen gibt, halte ich das Ding für Mist ^^

    Es kann nicht sein, dass man ins Design investiert, aber die Insulingabensicherheit unter den Tisch fallen lässt - eine hübsche Insulinpumpe hat noch keinem Diabetiker im diabetischen Koma weiter geholfen!

    LG, Daniela
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 18.09.2010 10:03:56
    Sorry Daniela,

    aber es gibt auch bei Teupe Teile, die in Richtung persönliche Mystik gehen und nur bedingt oder vielleicht sogar gar nicht zutreffen. Dazu zähle ich eindeutig die Teflon-Stahl-Geschichte. Und einen nennenswerten Insulin-Rückfluss in ein am anderen Ende geschlossenes bzw. in kurzen Intervallen unter leichtem Überdruck stehendes Microrohr von vielleicht 30 oder 40mm Länge (inkl. Leitung innerhalb des Pods) halte ich unabhängig von der einstechenden Kanülen-Länge für schlicht technisch unmöglich.

    Bisdann, Jürgen
  • Sabine

    Rang: Gast
    am 19.09.2010 16:43:48
    Hallo Daniela,

    wieso muss die Kanüle 12 mm lang sein?
    Nur bei Pumpen oder auch bei Pens?

    Gruß
    Sabine
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 21.09.2010 19:54:38
    Hallo Sabine, Hallo Jürgen,

    Insulinrückfluss findet nicht in die Kanüle statt, sondern vor allem aus dem Gewebe hinaus, entlang der Kanüle. Naja, es gibt wohl auch Pumpen, da fließt das Insulin zur Pumpe zurück (Blut um Katheter). Außerdem ist die schräge Kanüle auch da günstiger als die senkrechte.
    Es gilt nach Teupe prinzipiell pro mm Nadel-/Kanülenlänge maximal 1 Einheit Insulin geben um das Problem zu vermindern. Ich persönlich habe die Erfahrungen mit dem Rückfluss gemacht und das schon lange bevor ich bei Teupe war.
    Wer also eine große Mahlzeit vor sich hat, kann entweder lange Kanülen verwenden oder den Bolus aufteilen (Pen, Spritze) bzw. langsam über die Pumpe abgeben, um die bestmögliche Resorption von Insulin zu gewährleisten.
    8 mm-Kanülen sind was für Kinder oder alte Menschen mit geringem Insulinbedarf.

    Das ist keine Mystik sondern Physik, das Gewebe bietet dem Insulin einen Widerstand, je größer der Bolus, desto größer ist der Druck des umliegenden Gewebes auf die Insulinblase. Da in der Natur alles den Weg des geringsten Widerstandes nehmen will, wird das Insulin entlang der Kanüle (um die ist "freier Raum" durch Bewegungen der Kanüle im Gewebe) zurück fließen wollen. Die Länge und Lage der Kanüle bestimmt nun ob das Insulin das schafft oder nicht. Weiterhin bestimmt noch die Tragedauer von Kanülen den Insulinrückfluss (das ist meine Theorie), je länger Kanülen liegen, desto größer der "freie Raum".
    Durch Bewegung wird auch die Kanüle im Gewebe bewegt und damit Gewebe verdrängt. Das Gewebe wird sich nicht wieder an die Kanüle anschmiegen, es bildet sich vielmehr ein Film von Flüssigkeit um die Kanüle.
    Wechselt man die Kanüle nach spätestens 2 Tagen regeneriert sich das Gewebe und es kommt zu weniger bis keiner Narbenbildung als wie es bei längeren Tragedauern der Fall ist.
    Auch hier ist noch einmal anzumerken, dass dass Teflonkanülen dicker sind als Stahlkanülen.
    Stahlkanülen (starr) bewegen sich auch weniger im Gewebe wenn der Katheter gut fixiert ist als Teflon es tut, das flexibel ist und damit trotz gut fixiertem Katheter die Bewegungen im Gewebe mitmacht und zurück "springt" - Impulserhaltung kommt da neben den Hebelgesetzen der Physik auch noch zur Anwendung ^^

    Das ist alles logisch und nachvollziehbar, ich verstehe nicht, wie man das nicht begreifen kann.
    Das mit den Kanülen macht sich dann bemerkbar wenn die Therapie so fein formuliert ist, dass JEDER Fehler auffällt.
    ôô

    Kann ja sein, dass alles irgendwie gut läuft, nur dann sollte man sich nicht auch irgendwann über Hypos oder Hypers "aus heiterem Himmel" wundern!
    Ich hatte noch bis Ende Juli katastrophale Werte, dass es jetzt so super läuft, verdanke ich auch den Erkenntnissen über die Kanülen. Gebe ich große Boli mit Verzögerung ab oder teile den Bolus auf, kommt es zu weniger Problemen als damals.
    Bolus örtlich aufteilen ist auch noch nen super Tipp gehen hohe pp-Werte bei schnelleren KH ;-)

    LG, Daniela
  • ce wfr fg3rbvf

    Rang: Gast
    am 22.09.2010 04:23:57
    mein gott, daniela, wie kannst du es dir erlauben, an dm-papst jürgens fachkundiger meinung zu zweifeln oder diese gar zu berichtigen. so etwas tutet man nicht, denn er weiss, wovon er redet. das hoffe ich jedenfalls für andere.
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 22.09.2010 11:02:05
    Moin Daniela,

    danke für die umfassende Info. Während Rückfluss in aller Regel das bedeutet, was dahin zurück fließt, wo's hergekommen ist, meinen Pumpis mit Rückfluss also den Spritzverlust, der nebenher geht und immer dann entsteht, wenn sie versuchen, mehr Insulin rein zu drücken, als die Spritzstelle aufnehmen kann. Hätte ehrlich nicht gedacht, dass da pro Bolusdruck mehr als vielleicht 10% verlustig gehen könnte, also bei meinen ca. 40-50 Boluseinheiten vielleicht 4-5. Ok, und dieser Spritzverlust wird rein technisch umso geringer, je tiefer die Nadel im Fell steckt. Das ist logisch nachvollziehbar und vollkommen verschieden von der Diskussion bei den Pennadeln, bei der es eher um die Unterhautschicht geht, die den Stoff am besten weiter leitet, und bei denen mit Einmallochung ja auch bei eigentlich zu großen Mengen pro Loch eher kein Insulin raus kommt, sondern höchstens ein Tropfen Gewebewasser. Und bei Diskussionen um Stahl oder Teflon hatte ich nie gedacht, dass die Nadeln in der Form verschieden sein könnten, sondern mich und andere immer nach dem Zauber des verschiedenen Materials gefragt. - Wenn ich das so bedenke, müsste ich auf Pumpe bei meinen Spritzmengen den Bolus wahrscheinlich immer zu einem guten Teil per Pen nehmen :-(

    Auf die Hypers und Hypos aus heiterem Himmel, wie Du sie beschreibst, kann ich dagegen zuverlässig verzichten, seit ich mich nicht mehr drauf verlasse, dass es gut läuft, sondern meinen BZ nach dem postprandialen Verlauf steuere. Also nach dem Verlauf in der Zeit, in der die meisten Hypers und Hypos aufzutreten pflegen. Und so weit ich das mitbekommen habe, bezieht sich das meiste von dem, was man bei Dok Teupe lernen kann, auf diesen Verlauf nach dem Essen.

    Bisdann, Jürgen