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Januvia
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Addi
Rang: Gastam 22.03.2008 17:19:16
Hallo
ich habe heute bei bekannten in der zeitung einen bericht über eine wunderpille gelesen, die diabetes im anfangsstadium heilen soll......jaaaa, ich lach mich auch kaputt.....:-)))
der name war januvia, die man einmal am tag nimmt und die bauchspeicheldrüse arbeitet wieder wie bei gesunden leuten.
ihr müsst mir jetzt NICHT schreiben das das quatsch ist, das weiss ich selber, .....
.....aber was ist januvia wirklich ???
Ciao Addi -
hut
Rang: Gastam 22.03.2008 17:55:39
Hier habe ich Informationen über Januvia gefunden:
http://www.januvia.ch/secure/index.html von hut -
Jürgen
Rang: Gastam 22.03.2008 18:01:52
Moin Addi,
im Prinzip nix zum Lachen, sondern genau der Quatsch.
Schau, beim Gesunden läuft die Insulinantwort auf jede neu aufgenommene Glukose in 2 Phasen ab. Die erste Phase besteht aus in den Inselzellen gespeichertem Insulin. Das wird just dann passend ausgeschüttet, wenn die neue Glukose durch die Darmwand ins Blut über geht. Dann ist der BZ noch gar nicht angestiegen.
Woher wissen die Inselzellen dann, wann sie passend ausschütten sollen? Das wissen sie von der Signalkette, die im Mund beginnt und im Darm endet und genau meldet, wo die Glukose nun gerade ist. Und einer der Defekte beim Typ2 ist das Nachlassen dieser Signalkette. Und die Wirkung von Januvia ist die brauchbare Verstärkung der Restsignale so weit, dass beinahe wie bei Gesunden sehr früh zur eintreffenden Glukose Insulin ausgegeben wird. -
So lange, wie sich da noch Signale ausreichend verstärken lassen, können die glücklichen Betroffenen und ihre Therapeuten von Heilung träumen. Hat man doch damals mit dem ersten Gelingen der ersten Insulintherapien auch geträumt ;-)
Frohe Feiertage! Jürgen -
Natascha
Rang: Gastam 22.03.2008 18:07:48
Hi Addi,
ich muss tägl. 1 Januvia einnehmen und mache das mit Widerwillen. Denn diese Tablette hat bei mir nix bewirkt. Sie soll angeblich bewirken, dass sich der Magen langsamer entleert und man dadurch a) schneller und b) länger satt ist.
Dazu kann ich nur eins sagen:
Ich kann das für mich NICHT bestätigen.
Ich wollte sie schon absetzen, aber leider ist mein BZ dann so hoch gewesen (trotz sehr bewusster Ernährung + Bewegung), dass ich wieder damit angefangen habe. Ich muss dazu meinen Doc interviewen, wie ich diese Dinger am besten wieder los werde, ohne dass der BZ so ansteigt.
Ich würde diese Januvia NIEMANDEM EMPFEHLEN:
Keine Ahnung, wie die Wirkung bei anderen ist, bei mir jedenfalls war es eine große Enttäuschung.
Natascha -
rudi
Rang: Gastam 22.03.2008 18:28:10
hi natascha,
das soll mal einer verstehen:
>>Ich wollte sie schon absetzen, aber leider ist mein BZ dann so hoch gewesen (trotz sehr bewusster Ernährung + Bewegung), dass ich wieder damit angefangen habe.<<
dann haben die pillen doch gewirkt?
oder waren nebenwirkungen unangenehm?
gruss rudi -
Addi
Rang: Gastam 22.03.2008 18:39:31
Hallo Hut
habe mir alles durchgelesen, und finde es interessant. wenn es so ein gutes mittel ist, was kaum hypos macht, warum kann es dann nicht jeder nehmen. mein Hba1c ist 5,8, muss aber immer aufpassen nicht hypos zu bekommen, da ich glimepirid nehme.
Ciao Addi -
klausdn
Rang: Gastam 22.03.2008 19:37:10
hallo an alle,
natürlich ist dem schreiberling die phantasie durgegangen, wenn er von heilung spricht.
aber januvia ist ein genauso zugelassenes neues mittel wie byetta, demnächst kommt ein drittes von novartis dazu.
an addi natürlich kannst du statt glimepirid januvia probieren, dein arzt muß es dir nur verschreiben.
an natascha wenn bei nicht einnahme der bz steigt versteh ich überhaupt nicht weshalb du es nicht magst, denn es ist ein mittel um den bz zu senken,
weiter nichts, daß es bei manchen menschen beim abnehmen hilft wie byetta , ist eine "nebenwirkung"
die eintreten kann aber nicht muß.
da wird der sinn von medikamenten auf den kopf gestellt.
mfg. klaus von klausdn -
Natascha
Rang: Gastam 23.03.2008 10:45:39
Hallo Klaus,
es tut mir leid, dass ich so ganz ohne die Hintergründe aufzuzeigen, von meiner Ablehnung dieser Tabletten geschrieben habe.
Die Januvia wurden mir vor ca. 3 Monaten verschrieben, damit es mir leichter fällt, abzunehmen. Es wurde mir Hoffnung gemacht, dass es dann endlich klappen könnte (s.o., verlangsamte Magenentleerung etc.). Das war bei mir eben nicht der Fall. Aber dass dies eine der "Nebenwirkungen" ist, die halt bei mir nicht zutrifft, daran hatte ich noch nicht gedacht. Normalerweise ist man froh, wenn man nicht unter irgendwelchen "Nebenwirkungen" zu leiden hat. In diesem Fall wäre es für mich ein Vorteil gewesen.
Aber der eigentliche Sinn dieser Tabletten darf ja nun wirklich nichrt vergessen werden. Sie helfen, den BZ zu senken, und das stimmt tatsächlich.
Die "Nebenwirkung" Gewichtsabnahme wäre halt für mich von Vorteil gewesen, aber traf nicht zu.
Deshalb meine Enttäuschung.
Ich habe schon so viel versucht, aber es klappt einfach nicht mehr, ich müsste dringend abnehmen. Mein Diabetes-Doc findet mich zwar attraktiv, wie er immer wieder betont, aber ich finde mich alles andere als nett anzusehen. Ich wiege nunmal viel zu viel. Und daran möchte ich etwas ändern. (seufz).
Schönes Osterfest
wünscht euch allen
euere Natascha -
LisaO
Rang: Gastam 24.03.2008 06:41:01
Zeitungsartikel betreffend JANUVIA von Karin Herzle aus der Diabetikerzeitschrift „Mein Leben“
INNOVATIVER WIRKMECHANISMUS AKTIVIERT DIE KÖRPEREIGENE BLUTZUCKERSENKUNG
Die von MSD neu entwickelte Substanz Sitagliptin (Handeslname Januvia) wird als erstes Produkt einer gänzlich neuen Wirkstoffklasse den Diabetiker-innen und Diabetiker zur Verfügung stehen.
Mit dem neuen Arzneimittel, das als Tablette geschluckt wird, eröffnet sich eine vielversprechende Möglichkeit für Typ 2 Diabetiker. Die Tablette mit dem Wirkstoff Sitagliptin wird einmal täglich nahrungsunbahängig eigenommen. Sie wird als zusätzliche Therapie zu den derzeit verwendeten AntiDiabetika Metforminen eingesetzt werden.
Der Körper selbst wird aktiviert
Der Abbau von Zucker im Blut ist ein komplizierter Vorgang, an dem nicht nur die Bauchspeicheldrüse mit dem Insulin, sondern auch der Darm und die Leber beteiligt sind. Wissenschafter haben zeigen können, dass nach der Nahrungsaufnahme im Darm so genannte Inkretin-Hormone freigesetzt werden. Diese beeinflussen nicht nur die Beta-, sondern auch – und das ist das besondere an deren Wirkungsweise – die Alpha-Zellen.
Die Beta-Zelle produziert daraufhin vermehrt Insulin und die Alpha-Zelle vermindert die Ausschüttung von Glukagon. Auf diese Weise wird eine schonende physiologische Blutzuckerkontrolle ermöglicht. Ferner ist beobachtet worden, dass die Ausschüttung der Inkretin-Hormone bei Typ 2 Diabetikern vermindert ist und somit zu keiner ausreichenden Insulin-Ausschüttung nach dem Essen führt. Weitere Forschung hat ergeben, dass man Inkretine länger wirksam erhalten kann, in dem man das Enzym blockiert, welches für ihre Deaktivierung zuständig ist – dies führte zur Enteckung der Substanz Sitagliptin.
Der Wirkmechanismus von Sitagliptin liegt in der Hemmung des körpereigenen Enzyms DDP-4 (Dipetidyl Peptidase 4), welches die Inkretine deaktiviert. Daher heißt die neue Substanzklasse auch DDP-4-Hemmer.Dadurch ist eineEhöhung des GLP1 Spiegels (Glucagon-like-Peptid1, das wichtigste Inkretin-Hormon) und somit eine stärkere Insulinausschüttung möglich. In zweiter Linie bewirkt das GLP1 aber auch die Verlangsamung der Magenentleerung oder die Verminderung von Hungergefühl. Und Fachleute sprechen noch von einer weiteren Wirkungsweise von GLP1: In Studien mit Tiermodellen gab es Hinweise darauf, dass das Inkretin sowohl die Zahl der Betazellen in der Bauchspeicheldrüse erhöht, als auch ihre Funktion verbessert.
Hypoglykämie-Gefahr gering
Der Vorteil von Sitagliptin im Vergleich zu bereits am Markt befindlichen oralen Antidiabetika liegt darin, dass der GLP1-Spiegel nur in Abhängigkeit von der aufgenommen Glukose erhöht und der Blutzuckerspiegel gesenkt wird, so dass die Gefahr von Hypoglykämie äußerst gering ist. Darüber hinaus ist Sitagliptin im Gegensatz zu Sulfonylharnstoffen Gliniden undGlitazonen gewichtsneutral bis gewichtsreduzierend. Das heißt, dass man nicht nur nicht zunimmt sondern sogar in Gewicht verlieren kann. Das neue Medikament verursacht im Gegensatz zu Metformin und Acarbose auch keine Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt.
Experten-Studiendaten überzeugen.
Doch nun zu den Fakten und Aten über Sitagliptin aus dem Bereich der klinischen Forschung: bisher haben in Experten-Studien etwa 5.000 Personen weltweit Sitagliptin für eine Dauer von bis zu 24 Monaten erhalten. In ganz Österreich haben bisher insgesamt ca. 100 Patienten an vier verschiedenen Phase III Studien mit Sitagliptin teilgenommen.
Ungefährt 10 österreichische Diabetologen haben erste Erfahrung durch diese Studien mit Januvia gemacht. Auffallend war von Beginn an die geringe Anzahl von Nebenwirkungsmeldungen.
Dies bedeutet, dass die neue Substanz besonders gut vertragen wird und wenig Nebenwirkungen hat.
Januvia ist gut wirksam
Die Wirksamkeit dieser neuartigen Substanz konnte in den wissenschaftlichen Studien sehr gut belegt werden. Je nach Ausgangslage wurde eine Sekung des HbA1c zwischen 0,79 und 1,45 Prozent erzielt , wobei sowohl die Nüchtern- als auch der postprandiale Blutzucker signifikant gesenkt wird.
von LisaO -
Barbara
Rang: Gastam 24.03.2008 11:13:35
hallo Lisa, ich hätte eine Frage,kann das Januvia auch genommen werden,wenn ich Insulin spritze ? von Barbara