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Einschätzung zu meiner Situation

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    Mitglied seit: 27.03.2024
    am 28.12.2024 18:59:23 | IP (Hash): 793102578
    Werte Gemeinschaft,
    ich möchte einmal meine Situation schildern und bitte um Eure Einschätzung.
    Ich bin Typ2 und spritze Humalog zu den Malzeiten und Lantus (Morgens 30 E) seit ca. 6 Jahren.
    Ich verwende FreeStyle Libre 3 zur Kontrolle. Mein HbA1c liegt zwischen 5,2 und 5,8.
    Für den Arzt ist alles i.O., ich glaube er hat ganz andere Probleme in der Patientenschaft.
    Nun mein Problem:
    Ein Beispiel, wenn ich eine Scheibe Brot esse gebe ich mir 6 Einheiten Humalog.
    Dann erreiche ich im Idealfall einen BZ von 150 - 160. Nach 2 Stunden falle ich unter 60.
    Gebe ich mir weniger Insulin reiße ich die 180. Ich bräuchte eigentlich ein Insulin, welches
    zuerst stärker und nach zwei Stunden schwächer wirkt. Was sagt Ihr zu der Situation?
    Das 2. Problem ist für mich die Tatsache, daß ich zur Behandlung meines Diabetes nicht nur Insulin
    sondern auch immer wieder als Gegenspieler Zucker, welcher nun höchst ungesund ist, benötige.
    Wie geht Ihr damit um?
    Verstärkend kommt noch dazu, daß ich das Glück habe, daß mein Insulinbedarf sehr stark von der
    körperlichen Aktivität abhängt.
    Für Eure Einschätzung und auch Kritik wäre ich Euch sehr dankbar.
    Viele Grüße
    Albrecht
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    am 28.12.2024 19:43:13 | IP (Hash): 109097080
    Das Ding ist vergleichsweise einfach: Wenn dein BZ nach dem Auswirken des Bolus, also nach dem Absinken wieder auf derselben Höhe wie vor dem Essen ausläuft, haben Essen- und Insulin-Menge zueinander gepasst. Wenn dir dabei die Spitze nach dem Essen zu hoch ist, kannst du z.B. in 2 Raten mit so viel Zeit dazwischen essen, wie für den Verlauf passt, den du haben willst. Alternativ mag ich lieber, wenn ich meine KH-Portion von vornherein so klein bemesse, dass sie mit der insgesamt passenden Insulinmenge in der Spitze nach dem Essen unter 140 mg/dl bleibt.

    Und mit der immer passenderen Dosierung vom Humalog brauchst du immer weniger Zucker oder was auch immer zum Ausgleich von Unterzuckerungen, womit wir bei deiner 2. Frage sind und im Grunde beim Kern der Herausforderung: Ich vergleiche das mit dem Fahrradfahrenlernen. Zuerst wird einfach umgekippt. Dann wird das Umkippen immer rechtzeitiger verhindert. Das sieht dann zwar immer noch mächtig wackelig aus, aber auch das Wackeln wird mit zunehmender Übung weniger, weil wir praktisch ganz automatisch aus den vorhergehenden Bewegungen schon dann mit dem Abfangen anfangen, wenn noch gar nix kippt NACHTRAG: wenn wir also immer passender spritzen und essen :)

    Das ist ganz praktisch prädiktive nicht-künstliche Intelligenz ;)

    Nachfrage zum Namen:
    Schwalbe oder Trabbi ?


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    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
    Bearbeitet von User am 28.12.2024 20:12:14. Grund: Nachfrage
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    am 29.12.2024 13:15:08 | IP (Hash): 1199626674
    Aufgrund deiner Schilderung empfehle ich dir, auf die ICT Therapie umzusteigen. Allerdings ist dazu eine intensive Schulung unter Berücksichtigung der neusten Erkenntisse der Diabetologie zwingend erforderlich. Dort lernst du u.a. die erforderlichen Parameter zur Selbsteinstellung nach deinen Erfordernissen anzuwenden.
    Viel Erfolg Zuckermann

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    Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
    Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten.
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    am 29.12.2024 15:21:51 | IP (Hash): 1929088364
    Zuckermann schrieb:
    Aufgrund deiner Schilderung empfehle ich dir, auf die ICT Therapie umzusteigen.

    @Zuckermann, ich entnehme den Schilderungen von Albrecht, dass er ICT macht und das, wenn er das ohne häufige Hypos hinkriegt, mit sehr gutem Erfolg mit HbA1c-Werten von 5,8% und niedriger. Er will es nur noch etwas perfekter hinbekommen.

    Es ist schwer denkbar, dass eine gewöhnliche ICT-Schulung ihm da weiter helfen kann. Dort muss er sich vielleicht als erstes anhören, dass er höhere HbA1c-Werte erreichen muss - was er ganz bestimmt nicht will.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 29.12.2024 15:35:05. Grund: BBCodes
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    am 29.12.2024 16:13:55 | IP (Hash): 1199626674
    Rainer schrieb:
    Zuckermann schrieb:
    Aufgrund deiner Schilderung empfehle ich dir, auf die ICT Therapie umzusteigen.

    @Zuckermann, ich entnehme den Schilderungen von Albrecht, dass er ICT macht und das, wenn er das ohne häufige Hypos hinkriegt, mit sehr gutem Erfolg mit HbA1c-Werten von 5,8% und niedriger. Er will es nur noch etwas perfekter hinbekommen.



    Die Frage, ob er nach ICT Therapiert wird solltest du ihn selber stellen und nicht mir, anstelle hier irgend welche Belehrungen Dritten zu erteilen.
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    Bearbeitet von User am 29.12.2024 16:17:34. Grund: ?
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    am 29.12.2024 19:23:21 | IP (Hash): 793102578
    @Rainer
    @Zuckermann

    Also ich bin ja schon einige Jahre mit Basal- und Bolusinsulin unterwegs.
    Wir haben die Therapie nie ICT genannt, aber es ist eine ICT-Therapie.
    Bis vor drei Jahren hatte ich nur die blutige Messung und hatte dabei
    einen HbA1c zwischen 5,8 und 6,2.
    Da hat mich die Ärztin nur fragend angesehen und gesagt:
    "Wenn alle meine Patienten solche Werte hätten und so lebten."
    Da hat man es als Patient mit Optimierungsbedarf nicht leicht.
    Dann habe ich vor drei Jahren mit FreeStyle Libre angefangen und lebe
    mit einem HbA1c von 5,2 - 5,8. Kein Kunststück, mit der blutigen Messung
    lebt man ja zeitweise im Blindflug.
    Konkret möchte ich natürlich jede Unterzuckerung und jeden Wert über 170/180
    vermeiden da mir niemand sagt, wie die Nieren damit umgehen. Ich komme mir
    manchmal wie auf einem Hochseil vor da ich mich auf einem schmalen Grat zwischen
    Unter- und Überzuckerung bewege. So ist zumindest meine Wahrnehmung.
    Daher bin ich für alle Tips und jegliche Kritik dankbar.

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    am 29.12.2024 19:49:01 | IP (Hash): 1199626674
    @Rainer,
    ich erkläre dir mal, weshalb ich Albrecht die ICT Therapie empfohlen habe, in die du wieder einmal deinen Senf hinzufügen musstest, ohne der Sache dienlich zu sein und Albrecht somit keine Hilfe empfohlen hast!

    Albrecht schreibt: „Ein Beispiel, wenn ich eine Scheibe Brot esse gebe ich mir 6 Einheiten Humalog.
    Dann erreiche ich im Idealfall einen BZ von 150 – 160“

    Albrecht schreibt weder wieviel KE (schon seit Jahren Einheit für die Insulinberechnung) noch die entsprechende Nährstoffangabe von seinem Brot pro 100 g.

    Albrecht schreibt: „Nach 2 Stunden falle ich unter 60. Gebe ich mir weniger Insulin reiße ich die 180.“

    Jeder Insulinpflichte, besonders ICT therapierte muss wissen, dass zwei Stunden nach dem Essen der vor dem Essen zu erreichende Zielwert nach den Essen wieder erreicht werden muss. Wenn der nicht erreicht wird, wurde entweder zu viel oder zu wenig Insulin gespritzt

    Albrecht schreibt: „Das 2. Problem ist für mich die Tatsache, daß ich zur Behandlung meines Diabetes nicht nur Insulin, sondern auch immer wieder als Gegenspieler Zucker, welcher nun höchst ungesund ist, benötige.“

    Jedem ICT therapierten ist bekannt, dass er bei zu viel gespritzten oder falsch berechnetem Insulinbedarf Kohlenhydrate als Gegenmittel gegen Unterzuckerungen zu sich nehmen muss.

    Albrecht schreibt: „Verstärkend kommt noch dazu, daß ich das Glück habe, daß mein Insulinbedarf sehr stark von der körperlichen Aktivität abhängt.“

    Jedem ICT therapierten ist bekannt, dass bei sportlichen Aktivitäten die zu spritzende Menge an Insulineinheiten (IE) verringert werden muss.

    Ich habe Albrecht lediglich meine Einschätzung genannt um die er gebeten hat (siehe oben), während du keinen dienlichen Ratschlag für Albrecht genannt hast, sondern hier mal wieder, wie schon zuvor, nur als Besserwisser in diesem Forum aufgetreten bist (siehe auch deine Falschaussage zu strafbaren handeln hinsichtlich der Weitergabe von rezeptpflichtigen Madikamenten an Dritte).

    Zuckermann

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    Bearbeitet von User am 29.12.2024 23:32:50. Grund: *
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    am 30.12.2024 13:34:00 | IP (Hash): 793102578
    Hallo Zuckermann,
    das von Dir geschriebene ist alles richtig und mir auch bekannt.
    Ich möchte natürlich vermeiden jede Brotmahlzeit nach zwei Stunden mit Traubenzucker abzuschließen,
    aber auch keine Überzuckerungen erleben. Liegt sicher auch daran, daß mein Tag sehr ungeplant zwischen
    Schreibtisch und körperlicher Aktivität abläuft. Wie ich schon früher schrieb, ich bin gut therapiert, versuche aber die Optimierung.
    Danke Dir!
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    am 30.12.2024 15:33:47 | IP (Hash): 1108307208
    Zweitakt schrieb:
    Ich möchte natürlich vermeiden jede Brotmahlzeit nach zwei Stunden mit Traubenzucker abzuschließen,
    aber auch keine Überzuckerungen erleben.


    Meine letzte Brotmahlzeit liegt inzwischen über 20 Jahre zurück. Das gilt für alle sogenannten Sättigungsbeilagen = KHs. Davon esse ich, wenn überhaupt, dann nur noch ne kleine Portion und die nach Gemüse und Fleisch und Käse, wenn mir das Angebot gerade lecker schmeckt.


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    Bearbeitet von User am 30.12.2024 15:34:54. Grund: ,
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    am 30.12.2024 16:33:46 | IP (Hash): 1199626674
    Hallo Zweitakt,
    ich komme nochmal auf dein dein Problem mit dem Abfallen der Messwerte nach zwei Stunden Richtung Unterzuckerung. Das ist auch ein bekanntes Problem des Libre3 Messgerätes dass ich unter dem Beitrag "Probleme mit FreeStyle Libre 3" beschrieben habe. Ich habe festgestellt, wenn bei mir zwei Stunden nach dem Essen der Gewebezucker noch nicht im Zielbereich, besser am Zielwert (bei richtigen Einstellungen) ist und bei einer Blutzucker Kontrollmessung der Blutzucker Messwert immer immer noch im Zielbereich (bei mir 100 bis 160 mg/dl) ist, dass ich in diesem Fall auf gar keinen Fall eine Korrekturspritzung durchführen darf, denn dann lande auch ich unterhalb der Unterzuckerungsalarmschwelle, und wenn ich dann KE zu mir nehme lande ich wieder irgendwo oberhalb des Zielwertes.

    Wenn du es nicht schon gemacht hast, solltes du auf jeden Fall Kontrollmessungen mit Blutzucker-Teststreifen machen, wenn du ausserhalb deines Zielberiches hohe oder tiefe Gewebezucker Messwerte erhältst um einen Überblick über das eigenartige Libre 3 Mess System zu erhalten.

    Ansonsten hast Du ja wirklich spitzen Werte. Ich halte mich an 40-50 g Kohlehydrate (4-5 KE) zu jeder der täglichen drei Mahlzeit bei einer Größe von 182 cm und 85 kg Gewicht. Da diskutiere ich auch nicht weiter bei meinem viertel jährlichen Praxisbesuchen, sondern gehe dort nur wegen meiner Rezepte und turnusmäßigen Diabetes Untersuchungen hin.

    Vieleicht helfen dir die einen oder anderen Angaben von mir, deine Werte zu verbessern.

    Grüße, Zuckermann
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