Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Unterschied Dapagliflozin und Sitagliptin (Januvia)

  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 260
    Mitglied seit: 14.06.2017
    am 12.03.2025 09:06:17 | IP (Hash): 1019178422
    Hallo,

    Dapagliflozin ist ein SGLT-2-Inhibitor und Sitagliptin (Januvia) ist ein DPP-4 Hemmer.
    Soweit so gut... oder auch nicht?
    Wie unterscheiden sich die beiden Wirkstoffe und wie wirken sie auf den Körper?
    Was ist ggf. besser bzw. wirksamer in Kombination mit Metformin?

    Im Internet finde ich z.B. folgende Aussagen:

    Im primären Wirksamkeitsendpunkt der Studie war Sitagliptin (Handelsname Januvia) nach 24 Wochen signifikant besser als Dapagliflozin: Es senkte den HbA1c-Wert im Mittel (LS=Least Squares) im Vergleich zum Ausgangswert um 0,51 Prozentpunkte, während er unter Dapagliflozin um 0,36 Prozentpunkte abnahm.

    Dapagliflozin verringerte den Körperfettanteil um 1,2 %, während Sitagliptin und Lobeglitazon ihn um 1,1 % bzw. 1,8 % erhöhten .

    Der ersten Aussage nach ist Sitagliptin für den HbA1c-Wert besser, der zweiten Aussage nach ist Dapagliflozin zur Senkung des Körperfettaneils besser.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 12.03.2025 09:26:32 | IP (Hash): 1762499918
    Hallo r2d2,

    aus meiner Sicht ist auch der SGLT-2-Hemmer, falls du das Medikament gut verträgst, die bessere Wahl. Für seine Wirkung braucht er nicht die Erhöhung des Insulinausstoßes, was ihn zum sinnvolleren Medikament macht. Dieser Unterschied in der Wirkung macht auch die Unterschiede bei der Entwicklung des Körperfettanteils aus. Insulin begünstigt nun mal die Fetteinlagerung.

    Nebenwirkungen der SGLT-2-Hemmer können Genitalpilze sein. Die kann man aber gut behandeln und treten oft auch kein weiteres mal auf.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 12.03.2025 09:33:44. Grund: BBCodes
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8855
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 12.03.2025 09:34:40 | IP (Hash): 1940132130
    Copy & Paste bei Google:
    “DPP-4-Hemmer blockieren die Dipeptidyl-Peptidase-4 (DPP 4) und hemmen den GLP-1-Abbau. Dadurch wird die GLP-1-Wirkung und so die Insulinausschüttung verlängert.”
    Mit der Übergabe von Glukose durch die Dünndarmwand in den Portalkreislauf bestellen die Inkretine dafür passend Insulin und werden dann praktisch entwertet. Diese Entwertung wird durch den Hemmer verzögert, so dass die Inkretine länger wirksam bleiben und Insulin bestellen.

    SGLT-2-Inhibitor senkt den Glukose-Überlauf in den Nieren von normal um 180 mg/dl auf um 140. Mehr zu viele Glukose geht ins Klo.
    Allerdings nicht mehr von aller in 24 Stunden, sondern nur von der in etwa 180 Litern Blutplasma. Das ist die Menge, die die Nieren in 24 Stunden filtern.
    Wir haben im Schnitt als Erwachsene 5 Liter von dem roten Lebenssaft, und in Ruhe pumpt das Herz die komplett 1mal pro Minute. In 24 Stunden sind das 5x60x24 = 7.200 Liter.

    Studien werden in aller Regel mit Menschen mit wenigstens HbA1c 7 durchgeführt und im Typ 2 Bereich über einen längeren Zeitraum auch nicht besonders überwachend begleitet.
    UND beide Medis sind im Vergleich zum Remission auf dem kurzen Weg via Newcastle Diet mit dem Stoppen der Progredienz halt Krücken.


    ----------------------------------------------
    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 260
    Mitglied seit: 14.06.2017
    am 12.03.2025 09:56:18 | IP (Hash): 1019178422
    hjt_Jürgen schrieb:
    “DPP-4-Hemmer ... Insulinausschüttung verlängert.”


    Bedeutet doch also, das die BSD "ausgequetscht" wird und somit eher ihren Geist aufgibt also ohne den DPP-4-Hemmer - oder?
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8855
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 12.03.2025 10:13:03 | IP (Hash): 1940132130
    Die noch eingeschalteten Betas müssen nach dem Essen länger Insulin ausgeben, statt Hausnummer nur 1 Stunde nach dem Essen von KHs(!) dann halt 2.
    Ausquetschen würde ich das nennen, was ich mit Euglucon hatte: völlig unabhängig vom Essen die beständige Verstärkung der Insulinausgabe für X Nummern Stunden, so lange die Pille wirkt.


    ----------------------------------------------
    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 260
    Mitglied seit: 14.06.2017
    am 12.03.2025 10:44:09 | IP (Hash): 1019178422
    Aber wenn die Betas statt eine Stunde nun zwei Stunden Insulin ausgeben (Annahmewerte), dann produzieren Sie doch mehr bzw. länger als normal. Wenn ich statt 1 Stunde Sport 2 Stunden Sport mache bin ich ja hinterher auch kaputter. Ob das für die BSD nun gut ist auf lange Sicht ... ?
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8855
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 12.03.2025 11:21:35 | IP (Hash): 1940132130
    Die Betas produzieren den lieben langen Tag so vor sich hin und geben fortlaufend ein bisschen aus und speichern das meiste für größere Anforderungen nach den Mahlzeiten.

    Für die normale ordentliche Versorgung reichen etwa 20 % der gesunden Menge.
    Etwa so viele sind noch aktiv, wenn Menschen mit Typ 1 nach dem ersten Auffallen und passend Insulin aus dem Pen ihre vorübergehende Remission erleben, völlig gesunden BZ völlig ohne Pen-Hilfe.
    Bedeutet: In der normal gesunden Menge ist jede Menge “Luft” für nen Eimer Cola o.ä.

    Bei uns mit Typ 2 sind viele Betas erst einmal nicht weg, sondern unter einer Fettschicht ausgeschaltet. Lange genug unter der Fettschicht ausgeschaltet sterben sie auch ab und sind dann wie mit Typ 1 einfach weg.

    Wenn immer mehr ausgeschaltet sind und der Blutzucker den immer weniger noch eingeschalteten mit beständig über 100 mg/dl keine Möglichkeit mehr zum Speichern gibt, wird natürlich jedes Mehr an Anforderung zum Ausquetschen. Wenn du so willst, ist 24/7 höher als gesunder BZ die erste Wahl, die Betas auszuquetschen.

    Wie weit die Betas jeweils aktuell gequetscht werden, lässt sich übrigens einfach mit der Menge des intakten Proinsulins testen (was aber warum auch immer praktisch nicht gemacht wird): Unter Ausquetsch-Stress trennen die Betas bei der Ausgabe das Produktions-Molekül Proinsulin nicht mehr in C-Peptid und Insulin, sondern geben das ganze Molekül eben intakt aus. Und damit verstärken sie sich dann praktisch auch noch den Stress, denn das Proinsulin hat nur etwa 10% der Blutzuckerwirkung vom ordentlich abgetrennten Insulin.


    ----------------------------------------------
    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)