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BMI ist nicht entscheidend

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    Mitglied seit: 12.01.2025
    am 15.03.2025 15:21:58 | IP (Hash): 294716940
    Hallo liebe Mitglieder,

    ich habe auch TD 2 und hatte immer einen guten BMI von 22,1.

    Die Ärzte dachten immer, dass ich Typ 1 bin, was sich nicht bestätigt hat. Aber ich hatte zum Schluss einen Bauchumfang von 92 cm, trotzt BMI von 22,1. Das hatte ich zuletzt, als ich Hochschwanger war. Seit ich jetzt 8 Kilo abgenommen habe, und der BU 80cm ist, habe ich bessere Zuckerwerte. Ich glaube, wichtiger als der BMI ist der BU. Ich war immer schlank, aber durch die ganzen KH hat man sich im Laufe der Zeit eine Wanne angefressen. Ich bin gespannt, wie der LZ nächste Woche ist. Nach meinen Messungen zu Hause, müßte der gut ausfallen. Nachfolgend eine kleine Aufstellung.

    1,70m - 64 kg –BMI 22,1 Hba1c 9,6 (09-2024)
    60 kg – BMI 20,8 Hba1c 7,5 (12-2024)
    jetzt 56 kg – BMI 19,4 Hba1c ? (03-2025)

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    am 15.03.2025 15:55:40 | IP (Hash): 1143438826
    Hallo, ich bin auch schon zu dieser Erkenntnis gekommen. Wirklich relevant dürfte das viszerale Fett im Bauchraum sein, der BMI wird überbewertet, der Bauchumfang sagt anscheinend mehr aus.
    Ich lasse mir jetzt mal dieses Fett explizit messen um einen Referenzwert zu bekommen.
    Ich habe mir auch ein Gerät zugelegt, mit dem man den HbA1c messen kann. Auch der FreeLibre ist sehr hilfreich dabei seine persönlichen Blutzuckerkurven sowie den Langzeitwert zu bestimmen.
    Fix ist aber sicher, dass eine Gewichtsreduktion positive Auswirkungen hat.

    Alles Gute!
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    am 15.03.2025 17:55:24 | IP (Hash): 87849777
    Spider schrieb:
    Ich habe mir auch ein Gerät zugelegt, mit dem man den HbA1c messen kann.

    Hallo Spider,

    da hast du dir aus meiner Sicht eine kräftigen Fehlinvestition geleistet. Was erhoffst du dir von HbA1c-Werten zusätzlich zu denen, die quartalsweise bei deinem Arzt bestimmt werden? Viel schneller wirst du Änderungen gar nicht beobachten können, da das HbA1c den BZ der letzten 8 ... 10 Wochen widerspiegelt. Wenn du Veränderungen zeitnah erkennen willst, dann erkennst du das am besten aus den BZ-Werten.

    Wenn du sehr viel Geld für das Gerät ausgegeben hast, dann liefert es vielleicht sogar brauchbare Werte. Wenn du nur viel ausgegeben hast, dann bezweifle ich, dass die Genauigkeit ausreichend ist. Du kannst ja mal berichten, wie weit bei deiner nächsten Blutabnahme der selbstgemessene Wert vom Laborwert abweicht. Was für ein Gerät hast du dir denn gekauft?

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 15.03.2025 19:22:40. Grund: BBCodes
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    am 15.03.2025 19:33:06 | IP (Hash): 294716940
    Hallo Spider,
    wo kann man das viszerale Fett messen lassen? Ich habe eine Körperwaage, die misst das Körperfett allgemein (24,5%).

    Ich wusste gar nicht, dass es ein Gerät für den Hausgebrauch (HbA1c) zu kaufen gibt. Ist das gut und wieviel kostet es? Ich messe mit Blutzuckermessgerät. Die Teststreifen muss ich mir auch selber kaufen, da ich Metformin nehme. Aber so langsam habe ich mich auf die Nahrung eingestellt, die gut für mich ist.
    Ich messe nur noch den NZ und wenn ich das Gefühl habe unterzuckert zu sein.
    Gruß
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    am 15.03.2025 19:52:34 | IP (Hash): 1378669793
    Hallo Rainer,
    ich habe mir das Gerät einfach aus Interesse zugelegt, ich habe im Dezember einen Wert von 6,6% gehabt und wollte schlicht nicht bis März warten. Natürlich ist mir bewusst, dass der Langzeitwert sich nicht schnell verändert, aber ich habe einfach mal alle zwei Wochen gemessen und habe bemerkt dass der Wert nicht linear sinkt. Anfangs ging es gerade mal um 0,1% runter, dann gab es plötzlich einen Sprung um 0,4% abwärts, dann wieder nur 0,2% und 0,1%.
    Am Montag habe ich 5,7% gemessen, das Labor hat 5,6% gemessen und die FreeLibre Schätzung war bei 5,5%.
    Das Gerät heißt A1CNow+ 10 Messungen kosten etwas über €200,— und sind etwa 9 Monate im Kühlschrank haltbar.
    Ich halte so €20,— für eine Messung nicht wirklich teuer.
    Ich leiste mir auch FreeLibre oder Dexcom Sensoren, diese Kosten sind mir meine Gesundheit locker Wert.
    Ich habe aber nicht vor dies auf Dauer zu machen, mein Diabetes ist faktisch nicht mehr vorhanden, in ein paar Monaten werde ich mit der ständigen Messerei wieder aufhören und nur noch alle paar Monate einen CGM Sensor verwenden.

    Schönen Gruß,

    Spider
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    am 15.03.2025 20:09:02 | IP (Hash): 1378669793
    Hallo Babsi,

    mit einem DEXA, mit dem man auch die Knochendichte messen kann, ist es möglich dieses Fett genau zu erfassen. Zahlt bei uns nicht die Krankenkasse und kostet €60,—

    Das HbA1C habe ich nur gekauft weil ich momentan meinen Lebensstil ziemlich massiv ändere und neugierig auf diese Werte bin.
    Näheres in dem anderen Posting an Rainer.

    Ich empfehle allen die Verwendung eines CGM Sensors, weil man damit die ständige Fingerstecherei sehr reduzieren kann. Man bekommt faktisch ein perfektes Feedback auf seine Nahrung und Blutzuckerkurve. Kostet aber je nach Gerät €150,— bis €200,— monatlich…
    Ich habe mittlerweile meinen Zielbereich auf 70-140mg/dl definiert und halte mich 98% darin auf.

    Beste Grüße,

    Spider
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    am 15.03.2025 22:21:34 | IP (Hash): 87849777
    Spider schrieb:
    Natürlich ist mir bewusst, dass der Langzeitwert sich nicht schnell verändert, aber ich habe einfach mal alle zwei Wochen gemessen und habe bemerkt dass der Wert nicht linear sinkt. Anfangs ging es gerade mal um 0,1% runter, dann gab es plötzlich einen Sprung um 0,4% abwärts, dann wieder nur 0,2% und 0,1%.
    Am Montag habe ich 5,7% gemessen, das Labor hat 5,6% gemessen und die FreeLibre Schätzung war bei 5,5%.

    Ich verstehe, starke Neugier und Ungeduld ist eine ausreichende Begründung für diese Geldausgabe. Haben dir die unterschiedlichen Sprünge in den gemessenen HbA1c-Werten denn irgendwelche Erkenntnisse gebracht, die du aus den BZ-Werten nicht erhalten hast? Die 98% im Zielberaich 70 ... 140mg/dl sagen sehr vile mehr aus - Glückwunsch.

    Die Treffsicherheit der selbstgemessenen Werte erstaunt mich, zumal die Labore vor wenigen Jahren noch Probleme mit ausreichender Genauigkeit hatten. Vielleicht war es ja auch nur eine zufällige Übereinstimmung.

    Miss ruhig weiter, aber jedem der das nachmachen möchte, kann ich nur davon abraten - das ist eine ziemlich unnötige Geldausgabe.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 15.03.2025 22:22:21. Grund: BBCodes
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    am 16.03.2025 08:17:04 | IP (Hash): 1918384236
    In meiner speziellen Situation macht es für mich eben schon Sinn. Ich ändere Gerade meine Ernährung, habe vor 15Kg abzunehmen und bin als gelernter Mess- und Regeltechniker ein Fan von Werten.
    Mit dieser Messung konnte ich nachvollziehen, dass sich meine Methodik auch auf den Langzeitzucker sehr positiv auswirkt.
    Ich habe aber auch nicht vor alle drei Monate beim Arzt einen Wert machen zu lassen, mein Plan geht eher dahin Arztpraxen zu meiden und nur einmal jährlich die Gesundenuntersuchung zu machen.
    Ich empfehle auch keinem diese Messungen zu machen, wollte aber sehr wohl aufzeigen, dass es diese Möglichkeit gibt. Kennt ja kaum wer. Und ich habe schon viel Geld für unnötigere Sachen ausgegeben.
    Von der Genauigkeit kann man getrost von +/- 0,1% ausgehen, selbst wenn es mehr wäre ist es nicht tragisch. Referenz muss immer das Labor bleiben.
    Mein Ziel ist es, nicht mit einem „gut eingestellten Diabetes2“ zu leben, sondern ganz ohne.
    Mein Glück ist, dass ich defacto sehr früh diese Diagnose bekommen habe und gleich reagieren konnte.

    Grüße aus Österreich.
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    am 16.03.2025 10:59:49 | IP (Hash): 913442324
    Für den Messtechniker:

    Der HbA1c-Wert bezeichnet den Prozentsatz an dauerhaft verzuckerten roten Blutkörperchen. Dauerhaft verzuckert bleiben sie mit länger als 3-4 Stunden anhaltendem Blutzucker. Nach weniger lang anhaltenden Spitzen - egal wie hoch - löst sich die Verzuckerung wieder ab.
    Für die Orientierung am HbA1c-Wert ist daher dumm, dass ein großer Teil mieser Folgen von zu hohem BZ durch kurzzeitige Spitzen verursacht wird, von denen im HbA1c-Wert nix zu sehen ist.

    Die Blutkörperchen leben etwa 120 Tage und werden fortlaufend durch neue ersetzt.
    Eine deutliche Veränderung des alltäglichen Blutzuckers kann sich mithin nur nach und nach und vollumfänglich erst zeigen, wenn seitdem alle Blutkörperchen ausgetauscht sind. Also nach den üblichen 3 Monaten.

    Mein Fazit:
    Die tatsächlich Qualität meines alltäglichen Blutzuckerverlaufs kann ich nur sehen und steuern, wenn ich diesen Blutzucker jeweils direkt messe und mich auch möglichst direkt danach richte.


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    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
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    am 16.03.2025 11:55:45 | IP (Hash): 1918384236
    Ich kann dir nur beipflichten, aber um diese Verläufe auch zeitnah und nachvollziehbar zu ermitteln, helfen diese CGM Sensoren extrem gut. Den HbA1c messe ich ja eher deshalb sporadisch um mir ein noch besseres Bild machen zu können.
    Ich habe in den letzten drei Monaten sehr viel über Diabetes gelernt, auch aus deinen Postings, am meisten hat mir deine Empfehlung für das Buch von Roy Taylor gebracht.

    Ich habe auch gesehen wie schnell sich der Blutzuckerwert ändert, wenn man Fruchtsäfte oder viele Kohlenhydrate zu sich nimmt oder Sport betreibt. Vor ein paar Wochen hatte ich noch einen Dawn Effekt und Blutzuckerspitzen bis 260mg/dl, sowie relativ lange Spiegel im Bereich 130-140mg/dl.
    Mit Fingerstechen ist das sehr schwer zu verstehen, man sticht sich ja nicht alle Stunden in den Finger.

    Mittlerweile sind meine „Spitzen“ bei maximal 160 und dauern vielleicht 1/4 Stunde, nach 90 Minuten ist mein Blutzucker im Bereich um die 100mg/dl. Aber ich bin noch nicht ganz dort angelangt, wo ich noch hin will.
    Zur Langfristkontrolle gilt aber der HbA1c als Goldstandard, die Medizin verwendet eben gerne Krücken. Ich bin auch kein Fan davon. Es wäre weit klüger wenn die Krankenkasse CGM Sensoren kostenlos zu Verfügung stellen würde. Leider kann sich das nicht jeder einfach so leisten.