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Unterzuckerungen in der Nacht

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    am 24.05.2025 22:06:06 | IP (Hash): 1731366106
    Guten Abend,

    wer hat Erfahrungen mit Unterzuckerungen in der Nacht bei Prädiabetes (nicht Type 1 o. 2).

    Ich habe immer wieder niedrige Blutzuckerwerte kleiner 70 mg/l und die möglichen Symptome ist ein entsprechende Stressreaktion und wird auch im Blutzuckerverlauf abgebildet. Ich vermute das der Darm als folge mit viel Luft im Bau reagiert und Symptome wie Reizdarm entstehen oder man total verspannt und gerädert morgens aufwacht. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Gruß

    Bernado
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    am 25.05.2025 02:40:18 | IP (Hash): 60264941
    Hallo Bernado
    Hm, ein Wert von 70 ist keine Unterzuckerung. Wie hoch ist der Wert?
    Wie misst du den Wert? Ein Sensor? Im Zweifelsfall immer blutig kontrollieren.
    Und warum misst du den BZ, wenn du kein Diabetiker bist?
    LG Fränkin
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    am 26.05.2025 22:53:44 | IP (Hash): 1408471959
    Hallo Fränkin,

    da steht doch kleiner 70 mg/l also das Spektrum ist von 53-69 mg/l. Ich messe mit CGM und prüfe mit
    Blut nach, wenn ich schnell genug bin. Denn sobald ich wach werde steigt der Wert wegen Cortisol & Co. Ich bin noch kein Diabetiker weil es keine Werte gibt die das bestätigen würden. Das bedeutet nicht das man mit dem Stoffwechsel keine Probleme haben kann.

    Das Problem scheint zu sein, das wenn jemand wie ich der ein Schlafapnoe hat, nachts eine Unterzuckerung bekommt oder nahe an der Grenze ist, diese durch entsprechenden Atemaussetzer,
    die man auch mit Behandlung haben kann, den Blutzucker nach unten bringt. Dieses hat die Folge,
    das der Köper wenn dieses öfters passiert, schon mal vorsorgt. Er verschiebt z.B. die Achse nach oben.
    Das führt nach einer weile zu höheren nüchtern Werten (100-115) und auch eine "nervöse" Reaktion auf Kohlenhydrate (bis 160-180). Die Peaks werden höher. Weiter Nebenwirkungen habe ich oben beschrieben. Es wird dann gerne z.B. vom Diabetologen zu Metformin und Co. gegriffen ohne das eigentliche Problem zu erfassen. Doch z.B. Metformin verstärkt das Problem noch. Wenn ich nach meine Werten gehe z.Z. hb1c 5.4%. Würde man zunächst von keinen Diabetes ausgehen, aber die Unterzuckerungen sind nicht ok. Denn wenn ich wach werde sind die deutlich zu merken. Diese treten regelmäßig auf von in 14 Tagen z.B. 8 Tage. Ich versuche das Problem z.Z. mit Essen vor dem Schafengehen zu kompensieren. Was mir immer besser gelingt.

    Anmerkung zum CGM z.B. FreeStyle Libre 3 Plus:
    Ich weis das dieser nur im Gewebe misst und Zeitverzögert die Werte anzeigt. Das heißt wenn ich zum Schuss komme im Blut ist der tiefste Punkt schon vorbei. Ich muss mich also auf das CGM verlassen. Das sicherste Zeichen das meine Situation korrekt ist, sind die Symptome die ich deutlich spüre, wenn auch nicht an jeden Tag. Je weniger Insulinresistenz man hat, desto schneller und gleichmäßiger sind die beiden Werte CGM und Blut beieinander. Weil die Veränderungen leichter ins Gewebe übergehen kann. Es bleibt allerdings immer ein kleines Zeitfenster mindestens 5 Minuten.

    LG Bernado
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    am 27.05.2025 15:27:20 | IP (Hash): 1630089773

    Naja... 53mg/dl ist gerade so unterhalb der Hypo.Grenze (55mg/dl). Leichte Symptome können da aber durchaus schon auftreten.

    Es könnten aber auch einfach "Compression-Lows" sein (falsch niedriger Wert, wie du auf dem Sensor gelegen hast). Dafür spricht, dass der Wert nach dem Aufwachen schnell steigt. Kortison braucht da schon ein bisschen Zeit.
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    juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6
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    am 27.05.2025 16:21:41 | IP (Hash): 894795620
    Bei Menschen ohne blutzuckersenkende Medikamente ist eine Unterzuckerung immer die sofortige Folge von zu viel Insulin.

    Typisch bei Prädiabetes, denn infolge verzögerter Insulinausgabe steigt der Blutzucker in der Stunde nach dem Essen zunehmend höher als normal an und provoziert damit eine höhere Insulinausgabe, als für das Essen tatsächlich notwendig ist. Damit sinkt der Blutzucker nach dem Essen schnell unter die Höhe vor dem Essen und fordert mit HEISSHUNGER zum NACHESSEN! - Davon ist in der Fragestellung keine Rede/Schreibe.

    Wenn man darauf nicht reagiert und der BZ weiter absinkt, folgen ab etwa 40 mg/dl vermehrt Herzklopfen und Schwindel und Sehstörungen und ab etwa 20 mg/dl vorübergehend Bewusstlosigkeit.

    Mit dem Libre hatte ich wenigstens die Hälfte aller Nächte die tolle Anzeige “lo”, und das bei Fingerpieks-Anzeigen von 60 bis 120 mg/dl. Klar, “Kompressions-Hypos” - mit dem Sensor am Bauch und schon seit 50 Jahren keine Bauchlage mehr beim Schlafen. UND bei “lo” in der Abbott-Anzeige GLEICHZEITIG in der Fremd-App eben 60 bis 120!

    Interessant im Fragezusammenhang:
    Mit Schlafapnoe wird man von zu langen Atemaussetzern mit Luftnot und Herzrasen und Schwitzen geweckt. Wer solche Symptome mit zu niedrigem Blutzucker erklären will, muss schon wenigstens 40 und “besser” noch weniger messen.


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    Seit der Banting Lecture von Prof. Roy Taylor 2012 weiß die gesamte diabetische Fachmedizin, dass Prädiabetes und Typ 2 Diabetes in den ersten Jahren nach der Diagnosereife vollständig gesund umkehrbar sind. Die gesunde Umkehr muss daher alternativ zu Metformin mit jeder neuen Diagnose angeboten werden!
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    am 27.05.2025 22:51:14 | IP (Hash): 1299230089
    Es hat mit dem Essen wenig zutun und die schwächen des CGM sind bekannt.
    Dennoch gilt folgendes;

    🔄 Wie beeinflusst CPAP den nächtlichen Blutzucker?
    ✅ Positiver Einfluss (wenn CPAP gut eingestellt ist):
    Verbesserter Schlaf = weniger nächtlicher Stress = stabilerer Blutzucker.

    Weniger nächtliche Adrenalin-/Cortisol-Spitzen, die sonst die Leber anregen, Glukose auszuschütten (und damit Blutzucker-Schwankungen verursachen).

    Bessere Sauerstoffversorgung unterstützt den zellulären Energiestoffwechsel.

    ⚠️ Möglicher negativer Einfluss (wenn CPAP oder Stoffwechsel nicht optimal abgestimmt sind):
    Wenn du z. B. in einer Phase mit besonders niedrigem Blutzucker in eine tiefe, stabile CPAP-unterstützte Schlafphase kommst, könnte der Körper weniger gegensystemisch reagieren (weniger Adrenalin/Glukagon). Folge: Der Blutzucker sinkt tiefer als sonst.

    Bei vorbestehender Insulinresistenz, Medikamenten wie Metformin, später Mahlzeit oder sportlichem Tag kann das Risiko für eine Hypoglykämie verstärkt werden.

    Leberreserven (Glykogen) könnten nachts erschöpft sein – besonders bei low carb / Fasten – und CPAP „maskiert“ die Symptome, weil man keine Wachreaktion auf niedrige Werte hat.

    Daher interessiert mich ob schon jemand im Schlaf mal so tief gekommen ist und wie waren die Symptome.


    Bearbeitet von User am 27.05.2025 22:53:21. Grund: Ergänzung
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    am 27.05.2025 23:16:07 | IP (Hash): 894795620
    Die Leber produziert bei uns Erwachsenen selbst pro Stunde wenigstens 10 Gramm Glukose. Die Produktion heißt Glukoneogenese und wird bei Menschen ohne Diabetes nach dem Essen von Kohlenhydraten durch die große Insulinausschüttung dafür für etwa 1 Stunde gestoppt. Anschließend läuft die Produktion wieder an und selbstverständlich die ganze Nacht bis zur Unterbrechung durch das Frühstück durch.

    Ohne blutzuckersenkende Medikation ist eine nächtliche Unterzuckerung praktisch völlig unmöglich.


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    am 28.05.2025 08:37:21 | IP (Hash): 1258760991
    Bernado schrieb:
    Leberreserven (Glykogen) könnten nachts erschöpft sein – besonders bei low carb / Fasten – und CPAP „maskiert“ die Symptome, weil man keine Wachreaktion auf niedrige Werte hat.




    Wenn du dich von Glucoseversorgung durch ketogene Ernährung unabhängig machst, gibt es auch bei kleiner 40mg/dl keine Probleme, das Gehirn ist immer gut mit Ketonen aus den Körperfettreserven versorgt, auch bei schlanken Menschen gehen die nicht so schnell aus.
    Gleichzeitig reduziert sich eventuelles Übergewicht, was der Schlafapnoe zugute käme, wenn das ursächlich ist, und dazu könnte sich die Insulinsensitivität stabilisieren und damit der Prädiabetes sich verdünnisieren. Kannst dich ja mal kundig machen.
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    am 28.05.2025 21:48:33 | IP (Hash): 1299230089
    Henrie schrieb:
    Bernado schrieb:
    Leberreserven (Glykogen) könnten nachts erschöpft sein – besonders bei low carb / Fasten – und CPAP „maskiert“ die Symptome, weil man keine Wachreaktion auf niedrige Werte hat.




    Wenn du dich von Glucoseversorgung durch ketogene Ernährung unabhängig machst, gibt es auch bei kleiner 40mg/dl keine Probleme, das Gehirn ist immer gut mit Ketonen aus den Körperfettreserven versorgt, auch bei schlanken Menschen gehen die nicht so schnell aus.
    Gleichzeitig reduziert sich eventuelles Übergewicht, was der Schlafapnoe zugute käme, wenn das ursächlich ist, und dazu könnte sich die Insulinsensitivität stabilisieren und damit der Prädiabetes sich verdünnisieren. Kannst dich ja mal kundig machen.
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    Da hast du recht, Keto scheint der einzige Schutz zu sein. Vorrausgesetzt man ist sicher in Keto.

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    am 28.05.2025 22:03:37 | IP (Hash): 1299230089
    hjt_Jürgen schrieb:
    Die Leber produziert bei uns Erwachsenen selbst pro Stunde wenigstens 10 Gramm Glukose. Die Produktion heißt Glukoneogenese und wird bei Menschen ohne Diabetes nach dem Essen von Kohlenhydraten durch die große Insulinausschüttung dafür für etwa 1 Stunde gestoppt. Anschließend läuft die Produktion wieder an und selbstverständlich die ganze Nacht bis zur Unterbrechung durch das Frühstück durch.

    Ohne blutzuckersenkende Medikation ist eine nächtliche Unterzuckerung praktisch völlig unmöglich.


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    Unter bestimmten Bedingungen kann eine nächtliche Blutzuckersenkung durch CPAP tatsächlich zu einer echten Unterzuckerung führen, auch ohne Medikamente. Das passiert zwar selten es müssen mehrere Faktoren zusammenkommen.

    1. CPAP verhindert Stressreaktionen. Normalerweise würde der Körper bei sinkendem Blutzucker Adrenalin und Cortisol ausschütten, was ihn wieder anhebt. CPAP sorgt für tiefen, erholsamen Schlaf, die Wecksignale werden gedämpft oder unterdrückt. Der Zucker fällt weiter – ohne dass du aufwachst oder es merkst.

    2. Wenn man keine nennenswerte Insulinresistenz hat. Der Körper reagiert sehr effizient auf kleinste Mengen Insulin. Auch ohne Medikamente kann Glukose schnell und vollständig aus dem Blut aufgenommen werden. Folge: Der Blutzucker kann nachts auf kleiner 70 oder sogar kleiner 60 mg/dl sinken.

    3. Leere Glykogenspeicher durch Low Carb / Fasten. Sind die Speicher leer, kann der Blutzucker nicht ausreichend stabilisiert werden. Besonders nachts, wenn keine Zufuhr erfolgt.

    4. Keine Energiezufuhr vor dem Schlafen. Wenn man abends keine langsame KH-Quelle isst (z. B. Quark, Vollkorn, kleine Banane), fehlt ein Puffer für die Nacht. Der Körper muss alles aus Glukoneogenese holen – was langsam ist.
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    am 28.05.2025 23:05:30 | IP (Hash): 1054684872
    Bernado schrieb:
    2. Wenn man keine nennenswerte Insulinresistenz hat. Der Körper reagiert sehr effizient auf kleinste Mengen Insulin. Auch ohne Medikamente kann Glukose schnell und vollständig aus dem Blut aufgenommen werden. Folge: Der Blutzucker kann nachts auf kleiner 70 oder sogar kleiner 60 mg/dl sinken.


    Das liest sich, als wenn praktisch beständig eine fest eingestellte Mindestmenge an Insulin ausgegeben werden müsste, für die dann ausreichend Glukose ausgegeben werden muss.

    Die Regelung funktioniert aber genau anders herum: Wenn der Blutzucker in der persönlichen “Leerlaufhöhe” verläuft wird beständig nur so viel Insulin ausgegeben, wie zum Aufrechterhalten dieser Höhe gebraucht wird.




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    am 29.05.2025 00:11:38 | IP (Hash): 1299230089
    hjt_Jürgen schrieb:
    Bernado schrieb:
    2. Wenn man keine nennenswerte Insulinresistenz hat. Der Körper reagiert sehr effizient auf kleinste Mengen Insulin. Auch ohne Medikamente kann Glukose schnell und vollständig aus dem Blut aufgenommen werden. Folge: Der Blutzucker kann nachts auf kleiner 70 oder sogar kleiner 60 mg/dl sinken.


    Das liest sich, als wenn praktisch beständig eine fest eingestellte Mindestmenge an Insulin ausgegeben werden müsste, für die dann ausreichend Glukose ausgegeben werden muss.

    Die Regelung funktioniert aber genau anders herum: Wenn der Blutzucker in der persönlichen “Leerlaufhöhe” verläuft wird beständig nur so viel Insulin ausgegeben, wie zum Aufrechterhalten dieser Höhe gebraucht wird.




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    Exakt – und du hast den Mechanismus sehr treffend formuliert. Es geht eben nicht darum, dass ständig eine "feste Insulinmenge" bereitgestellt wird, sondern dass der Körper dynamisch und bedarfsgesteuert reagiert:

    Wenn der Blutzuckerwerte nachts zu tief sinken (z. B. kleiner  65 mg/dL), dann ist das nicht, weil dein Körper zu viel Insulin fest „ausgibt“,
    sondern weil:
    1. zu wenig Glukose verfügbar ist (leere Speicher)
    2. und der Körper nicht schnell genug gegengeregelt (z. B. durch Glukagon oder Cortisol)
    3. und evtl. zu wenig Glykogen in der Leber gespeichert ist
    4. oder weil du vorher sehr insulinempfindlich gegessen hast, was das Level weiter gedrückt hat

    Deine Aussage ist korrekt:
    Es gibt keine "feste Grundmenge" an Insulin, sondern eine fein abgestimmte, glukoseabhängige Regelung. Bei hoher Insulinsensitivität, wenig Glukosezufuhr und geringer Glykogenspeicherung entsteht nachts das Risiko, dass der Körper nicht mehr genug „Treibstoff“ mobilisiert, obwohl das Insulin niedrig ist oder ganz fehlt.
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    am 29.05.2025 03:43:23 | IP (Hash): 1258760991
    Bernado schrieb:

    Da hast du recht, Keto scheint der einzige Schutz zu sein. Vorrausgesetzt man ist sicher in Keto.




    Sicher? Was meinst du?
    Bei Schlafapnoe scheint ketogene Ernährung gut zu wirken, ebenso bei Übergewicht, wie auch bei hohem BZ, hohen Entzündungswerten, Fettleber und Fettstoffwechselstörungen und vieles mehr.

    Bernado schrieb:
    Bei hoher Insulinsensitivität, wenig Glukosezufuhr und geringer Glykogenspeicherung entsteht nachts das Risiko, dass der Körper nicht mehr genug „Treibstoff“ mobilisiert, obwohl das Insulin niedrig ist oder ganz fehlt.



    Dafür gibt es die Glukoneogenese, wie Jürgen schon vorher schrieb.
    Die Leber speichert unabhängig von der Ernährung, also auch bei Zerocarbzufuhr, etwa 150 g Glykogen, mehr als genug für einen ganzen Tag, also auch für 8 Stunden Schlaf und der Körper kann jederzeit bedarfsabhängig aus Protein und/oder Fett nachliefern.

    Leere Glykogenspeicher passieren nur bei Leistungssport, nicht nachts im Schlaf. Der Körper hat gar keinen Grund, sich darum zu sorgen und mit Cortisol um die Ecke zu kommen um sich zu retten.
    Das macht er erst morgens, damit du aufwachst und bereit bist, deinem Tagwerk nachzugehen, Mammuts zu jagen oder Säberzahntigern davonzulaufen oder den Bus zu erwischen oder so was. 😉
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    am 29.05.2025 10:37:31 | IP (Hash): 1299230089
    Henrie schrieb:
    Bernado schrieb:

    Sicher? Was meinst du?
    Bei Schlafapnoe scheint ketogene Ernährung gut zu wirken, ebenso bei Übergewicht, wie auch bei hohem BZ, hohen Entzündungswerten, Fettleber und Fettstoffwechselstörungen und vieles mehr.

    Dafür gibt es die Glukoneogenese, wie Jürgen schon vorher schrieb.
    Die Leber speichert unabhängig von der Ernährung, also auch bei Zerocarbzufuhr, etwa 150 g Glykogen, mehr als genug für einen ganzen Tag, also auch für 8 Stunden Schlaf und der Körper kann jederzeit bedarfsabhängig aus Protein und/oder Fett nachliefern.

    Leere Glykogenspeicher passieren nur bei Leistungssport, nicht nachts im Schlaf. Der Körper hat gar keinen Grund, sich darum zu sorgen und mit Cortisol um die Ecke zu kommen um sich zu retten.
    Das macht er erst morgens, damit du aufwachst und bereit bist, deinem Tagwerk nachzugehen, Mammuts zu jagen oder Säberzahntigern davonzulaufen oder den Bus zu erwischen oder so was. 😉
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    Ich mein das man nicht nur zeitweise, sondern dauerhaft in Keto ist. Dann hätte man die Sicherheit, das Problem, was jede Nacht auftaucht, im Griff zu haben.

    Wenn du Schlafapnoe mit Aussetzer hast, dann ist der Schlaf immer gestört ob nun behandelt oder nicht. Es sei den der AHI ist 0. Sobald der Köper mit Aussetzer kämpfen muss, kommt auch das Cortisol und wenn es schlimmer ist das Adrenalin hinzu. Schau dir meine letzte Antwort an Jürgen an, da siehst du wann es eng wird.

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    am 29.05.2025 11:46:08 | IP (Hash): 1724040754
    aber Cortisol und Adrenalin pflegen den Blutzucker nicht zu senken, sondern zu erhöhen!


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    am 29.05.2025 15:33:35 | IP (Hash): 1258760991
    Bernado schrieb:
    Ich mein das man nicht nur zeitweise, sondern dauerhaft in Keto ist. Dann hätte man die Sicherheit, das Problem, was jede Nacht auftaucht, im Griff zu haben.



    Nö, diese Sicherheit hast du nicht. Du hast es wohl auch nicht probiert.
    Warum eigentlich nicht, wenn du weißt, dass du so dein Problem in den Griff bekommst?

    Nicht weil du in Ketose bist, lösen sich deine nächtlichen Probleme und wenn du mal nicht in Ketose bist sind sie da. Es ist ein Prozess, der mit der Zeit wirkt, eine andere Ernährung, ob ketogen oder carnivore oder auch etwas anderes außer KH-reicher und unnatürlicher Ernährung die zu Stoffwechselstörungen mit all seinen Folgen führt, die deinen Körper heilen soll und nicht, was du am Vortag zu dir genommen hast. Der Körper kann viel ab, bis zu dem Zeitpunkt, wo er es nicht mehr kann. Da scheinst du zu sein, mit deiner Apnoe, Darmproblemen, hohem NBZ, BZ-Peaks usw
    Alles hängt mit allem zusammen.

    Bernado schrieb:
    Schau dir meine letzte Antwort an Jürgen an, da siehst du wann es eng wird.



    Die Antworten darauf musst du dir natürlich auch ansehen und überlegen, wo du falsch liegst. Cortisol und Adrenalin senken nicht den BZ, deine Messungen sind nicht so zuverlässig, wie du meinst und deine Glykogenspeicher sind mit Sicherheit nicht leer.
    Du versteifst dich auf falsche, selbstgebastelten "Wahrheiten", aber du hast andere Probleme als das.

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    am 29.05.2025 16:17:03 | IP (Hash): 1299230089
    hjt_Jürgen schrieb:
    aber Cortisol und Adrenalin pflegen den Blutzucker nicht zu senken, sondern zu erhöhen!


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    Fakt: Die Gegenregulation durch Hormone ist grundsätzlich zuverlässig – aber individuell beeinflussbar.

    Glukagon, Adrenalin und Cortisol werden normalerweise bei sinkendem Blutzucker ausgeschüttet.
    Glukagon: Steigert schnell die Glukosefreisetzung aus der Leber.
    Adrenalin: Mobilisiert Energie (Glukose, Fettsäuren), steigert Herzfrequenz, hemmt Insulin.
    Cortisol: Langfristiger, reguliert Glukoneogenese und macht Zellen insulinresistenter.

    Aber: Diese Systeme können „versagen“ oder verzögert reagieren – z. B. durch:
    1. Wiederholte oder langanhaltende Hypoglykämien
    Der Körper „gewöhnt sich“ daran → Hypoglykämie-Wahrnehmung sinkt.
    Folge: Die Alarmreaktion mit Adrenalin etc. wird gedämpft oder verzögert.

    2. Ketose oder Fastenzustände
    Der Körper versorgt sich mehr über Ketone → weniger Glukosebedarf im Gehirn.
    Die Glukagon-/Adrenalin-Ausschüttung wird weniger „dringend“ ausgelöst.

    3. Schlaf
    Im Tiefschlaf ist der Körper weniger sensibel für Blutzuckerabfälle.
    Die Gegenregulation erfolgt später oder erst beim leichten Erwachen.
    Auch das sympathische Nervensystem ist im Schlaf gedämpft aktiv.

    4. Medikamente (z. B. Metformin, Betablocker)
    Metformin bremst Glukosefreisetzung.
    Betablocker dämpfen die Wirkung von Adrenalin – Hypoglykämien werden schlechter erkannt.

    Was bedeutet der Zweifel konkret?
    Viele Menschen bemerken nächtliche Hypoglykämien nicht, obwohl sie unter 60 mg/dL fallen.
    Die Hormonantwort kann sich durch Training, Alter, Stoffwechsellage oder chronische Belastung verändern. Besonders nach langer Zeit mit niedrigem Blutzucker (z. B. durch strenge Diät oder Metformin) verschiebt sich der Setpoint – der Körper beginnt später zu reagieren.

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    am 29.05.2025 16:55:30 | IP (Hash): 1299230089
    Henrie schrieb:
    Bernado schrieb:
    Ich mein das man nicht nur zeitweise, sondern dauerhaft in Keto ist. Dann hätte man die Sicherheit, das Problem, was jede Nacht auftaucht, im Griff zu haben.



    Nö, diese Sicherheit hast du nicht. Du hast es wohl auch nicht probiert.
    Warum eigentlich nicht, wenn du weißt, dass du so dein Problem in den Griff bekommst?

    Nicht weil du in Ketose bist, lösen sich deine nächtlichen Probleme und wenn du mal nicht in Ketose bist sind sie da. Es ist ein Prozess, der mit der Zeit wirkt, eine andere Ernährung, ob ketogen oder carnivore oder auch etwas anderes außer KH-reicher und unnatürlicher Ernährung die zu Stoffwechselstörungen mit all seinen Folgen führt, die deinen Körper heilen soll und nicht, was du am Vortag zu dir genommen hast. Der Körper kann viel ab, bis zu dem Zeitpunkt, wo er es nicht mehr kann. Da scheinst du zu sein, mit deiner Apnoe, Darmproblemen, hohem NBZ, BZ-Peaks usw
    Alles hängt mit allem zusammen.

    Bernado schrieb:
    Schau dir meine letzte Antwort an Jürgen an, da siehst du wann es eng wird.



    Die Antworten darauf musst du dir natürlich auch ansehen und überlegen, wo du falsch liegst. Cortisol und Adrenalin senken nicht den BZ, deine Messungen sind nicht so zuverlässig, wie du meinst und deine Glykogenspeicher sind mit Sicherheit nicht leer.
    Du versteifst dich auf falsche, selbstgebastelten "Wahrheiten", aber du hast andere Probleme als das.

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    Ich weise mal wieder auf die Antwort an Jürgen. Das ganze Thema ist in diversen Studien und Fachbüchern beschrieben und ist von mir verständlich zusammen gefasst. Ein paar Quellen sind unten angeführt. In meine ursprünglichen Frage ging es darum wer hat das auch und wie zeigt es sich.

    Keto kann nur dann das Problem lösen, wenn dieser gut Eingestellt ist. Wenn es schon Probleme mit der Regulation gibt, wird es schwierig. Das von mir beschrieben Problem entsteht nicht über Nacht, sondern hat meist einen lange Vorgeschichte, wie bei allen Krankheiten. Ich habe übrigens nach dem ich wegen eine Vorsorgeuntersuchung fasten musste, im Anschluss Keto getestet. Es hat das Problem nicht behoben.

    Quellen die sich mit den Thema beschäftigen:

    Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung und reduzierte Hormonantwort
    Cryer PE (2002) – Hypoglycemia-associated autonomic failure in diabetes
    Kernaussage: Wiederholte Hypoglykämien führen zu einer abgeschwächten Adrenalin- und Glukagonantwort. Das Risiko für schwere Unterzuckerungen steigt deutlich an.

    Schlaf unterdrückt die Gegenregulation bei Hypoglykämie
    Jones TW et al. (1998) – Reduction in counterregulatory hormone responses to hypoglycemia during sleep
    Kernaussage: Während des Schlafs sind Glukagon- und Adrenalinantworten deutlich abgeschwächt. Die Hypoglykämie bleibt oft unbemerkt und kann länger andauern.

    Ketose oder Fastenzustände verschieben hormonelle Schwellenwerte
    Rambo LM et al. (2016) – Hypoglycemia-Associated Autonomic Failure: Mechanisms and Clinical Implications
    Kernaussage: In Ketose oder nach wiederholter Hypoglykämie „akzeptiert“ der Körper niedrigere Blutzuckerwerte als normal – die hormonelle Schwelle zur Ausschüttung von Adrenalin oder Cortisol sinkt.
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    am 29.05.2025 20:18:22 | IP (Hash): 1258760991
    Bernado schrieb:
    Keto kann nur dann das Problem lösen, wenn dieser gut Eingestellt ist.



    Wie?Was?


    Dein"Unterzucker"-Wert ist "53-69 mg/l ". (Du meinst wahrscheinlich mg/dl.)
    Du nimmst kein Insulin und hast keinen Diabetes, keine Ahnung, warum dich das so belastet.
    Was befürchtest du denn?

    Zitat BDI (beispielhaft) :
    ➡"Blutzuckerkonzentrationen von unter 40 mg/dl (2,2 mmol/l) sind ein
    eindeutiger Indikator für eine Hypoglykämie, vorausgesetzt
    die Messung ist mit einer laborgenauen Methodik durchgeführt worden."⬅

    Mit deinen BZ-Werten bei unklarer Messgennauigkeit und bekannten Messfehlern des CGM im unteren Bereich, hast du keinen bedrohlichen Unterzucker und nichts zu befürchten. Wenn du Bedenken hast, dann frag deinen Arzt.
    (Bevor du anfängst unnötige Abendmahlzeiten einzuschieben, die dir nicht wirklich helfen, ganz im Gegenteil.)

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    am 29.05.2025 21:56:33 | IP (Hash): 1724040754
    Und Henries Argument, dass deine Werte für Menschen ohne Diabetes noch keinen Unterzucker darstellen und keinen Grund für mögliche Symptome liefern können, lässt sich mit deiner Link-Hilfe noch ein gutes Stück verlängern. Denn danach beziehst du dich mit deiner Argumentation auf Folgeschäden, wie sie bei Menschen nach vielen Jahren mit Insulinbehandlung beobachtet werden. Also mit Typ 1 und mit langjährigem Typ 2.
    Diese Voraussetzungen wirst du vielleicht nie erfüllen. Wenn du also Symptome ähnlich denen bei Unterzuckerungen bei dir beobachtest, würde ich dringend(!) zur Abklärung anderer möglicher Ursachen raten.


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    Seit der Banting Lecture von Prof. Roy Taylor 2012 weiß die gesamte diabetische Fachmedizin, dass Prädiabetes und Typ 2 Diabetes in den ersten Jahren nach der Diagnosereife vollständig gesund umkehrbar sind. Die gesunde Umkehr muss daher alternativ zu Metformin mit jeder neuen Diagnose angeboten werden!