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Vorstellung
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am 19.07.2025 11:31:58 | IP (Hash): 1826990261
Hallo,
ich möchte hier die Möglichkeit nutzen und mich
vorstellen. Ich bin männlich, 42 Jahre alt, BMI 21 und vor 4 Jahren wurde bei mir Diabetes Typ2 festgestellt. In den Jahren bewegte sich mein Hba1c meist auch aufgrund einer Ernährungsumstellung und viel Sport zwischen 5,8 und 6,7. Seit ein paar Wochen hatte ich nun plötzlich Sehstörungen und starken Durst, der Nüchternzucker lag bei 19 mmol
Ich wurde direkt ins Krankenhaus eingewiesen. Ob sich nun ein Typ1 entwickelt hat, ist noch nicht klar. Das große Problem ist, dass ich schon seit 20 Jahren anfallsartig an Krankheitsängsten/Panikattacken leide.
Für mich ist die Tatsache, dass ich jetzt spritzen muss, eine Katastrophe. Wie schaffen es viele Menschen mit Diabetes so gelassen mit der Krankheit umzugehen, wo man doch so viel schreckliches darüber liest?
Viele Grüße -
am 19.07.2025 16:26:36 | IP (Hash): 295482491
Als ich meinen definitiv Typ 2 Anfang 1991 mit HbA1c über 15 und nüchtern über 400 mg/dl(22mmol/l) kennenlernte, war die ärztliche Ansage recht einfach: 8-10 Jahre Tabletten, dann Insulin, und spätestens von da an auch immer mehr Folgekrankheiten, die immer mehr von meiner Lebensqualität und schließlich auch von meinen Lebensjahren abfressen würden.
Tatsächlich hatte ich meinen ICT=Basal-Bolus Insulineinstieg in 1998 mit 140 Einheiten gesamt pro Tag für HbA1c 7-7,5 praktisch wie angedroht. Aber um die Jahrtausendwende hat mich dann ein Arbeitskollege mit Typ 1 und unendlicher Geduld in den voll gesunden Blutzucker überredet, also mit den Spitzen nach dem Essen maximal 140 mg/dl (8 mmol/l) und HbA1c maximal 5,5. Das gelingt mir voll zuverlässig seit 2002, und damit bin ich praktisch mit meinem Diabetes gesund, mit allen Laborwerten ohne irgendwelche Medis im grünen Bereich.
Meine Empfehlung: Den Blutzucker systematisch selbst messen und sich mit Essen und Bewegen so danach richten, dass der die meisten von 24 Stunden möglichst gesund verläuft. Also z.B. möglichst wenig KHs essen und am besten gar keine trinken und für 20-30 Minuten direkt nach jedem Essen intensiver bewegen. Und was dann noch zum gesunden Blutzucker fehlt, z.B. mit Insulin ausgleichen. Daumendrück!
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Seit der Banting Lecture von Prof. Roy Taylor 2012 weiß die gesamte diabetische Fachmedizin, dass Prädiabetes und Typ 2 Diabetes in den ersten Jahren nach der Diagnosereife vollständig gesund umkehrbar sind. Die gesunde Umkehr muss daher alternativ zu Metformin mit jeder neuen Diagnose angeboten werden!
Bearbeitet von User am 19.07.2025 16:31:25. Grund: Einheiten-Ergänzung -
am 19.07.2025 17:46:17 | IP (Hash): 30547227
Hallo Haferbrot,
ich denke Deine Angst vor Krankheiten ist schlimmer als ein möglicher Diabetes Typ 1 und schränkt die Lebensqualität mehr ein. Da solltest Du Dir Hilfe holen. Es gibt doch Therapien.
Falls Typ 1 sich bestätigt, ist das in Anführungsstrichen "nicht so schlimm". Mit Insulin lässt sich der Zuckerspiegel besser in Schach halten als mit Tabletten, Bewegung und Diät. Man kann fast alles essen was man will und kleine Sünden lassen sich "wegspritzen". Das Spritzen geht einem bald in Fleisch und Blut über. Es tut kein bisschen weh. Man merkt es gar nicht, die Nadeln sind kurz und hauchdünn.
Klar ist Diabetes doof, aber er lässt sich handeln. Natürlilch gilt es, Spätfolgen zu verhindern.
LG, Zuckerhut
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am 19.07.2025 18:18:24 | IP (Hash): 1933122463
Vielen lieben Dank für eure Beiträge, genau solche Aufmunterung brauche ich jetzt.....ich glaube da könntest du Recht haben, dass meine Angst das größte Problem ist.....ich habe so viele Beiträge von positiv denkenden Menschen gelesen und dass man heute auch mit Typ1 sehr alt werden kann, habe schon ein paar Therapeuten angeschrieben. -
am 20.07.2025 09:58:11 | IP (Hash): 459263824
Haferbrot83 schrieb:
Hallo,
ich möchte hier die Möglichkeit nutzen und mich
vorstellen. Ich bin männlich, 42 Jahre alt, BMI 21 und vor 4 Jahren wurde bei mir Diabetes Typ2 festgestellt. In den Jahren bewegte sich mein Hba1c meist auch aufgrund einer Ernährungsumstellung und viel Sport zwischen 5,8 und 6,7. Seit ein paar Wochen hatte ich nun plötzlich Sehstörungen und starken Durst, der Nüchternzucker lag bei 19 mmol
Ich wurde direkt ins Krankenhaus eingewiesen. Ob sich nun ein Typ1 entwickelt hat, ist noch nicht klar. Das große Problem ist, dass ich schon seit 20 Jahren anfallsartig an Krankheitsängsten/Panikattacken leide.
Für mich ist die Tatsache, dass ich jetzt spritzen muss, eine Katastrophe. Wie schaffen es viele Menschen mit Diabetes so gelassen mit der Krankheit umzugehen, wo man doch so viel schreckliches darüber liest?
Viele Grüße
Ein NBZ von 19 mmol = 342 mg/dl erfordert weitere Untersuchungen.
Z. B. eine C-Peptid-Bestimmung um zu schauen, ob Deine Bauchspeicheldrüse noch ausreichend Insulin produziert.
Und natürlich Antikörperuntersuchungen, ob nicht etwas Anderes vorliegt als Typ 2.,
Oder es andere Gründe für die Blutzuckerentgleisung gibt.
Insulinspritzen ist eigentlich nicht so schlimm wie es sich anhört.
Als schlanker Mensch hast Du sogar den Vorteil, dass Dir eine insulin-bedingte Gewichtszunahme in den Normbereich nicht schadet. Insulin ist ein "anaboles" Medikament, dass das Körpergewicht eher erhöht.
Warte erst mal die weiteren Ergebnisse ab.
Wie ilautet denn die Empfehlung im Entlassbrief des Krankenhauses für das weitere Vorgehen? -
am 20.07.2025 16:29:39 | IP (Hash): 2038344011
Einen Entlassungsbrief gibt es nicht weil ich ja noch im KH liege, morgen soll Blut abgenommen werden denn es ist Wochenende und da wird hier nicht großartig was gemacht, wenigstens ist mein Durst weg, ich muss sagen das Spritzen hab ich mir auch wirklich schlimmer/schmerzhafter vorgestellt.....wie ist das denn....ich bin ja sportlich, gerne mal 5 km joggen oder 1 km Schwimmen, das ganze mehrfach die Woche...sagen wir ich spritze, frühstücke und möchte dann etwas eine Stunde später Sport machen....muss ich das beim Spritzen berücksichtigen? -
am 20.07.2025 17:11:38 | IP (Hash): 470244022
Haferbrot83 schrieb:
...sagen wir ich spritze, frühstücke und möchte dann etwas eine Stunde später Sport machen....muss ich das beim Spritzen berücksichtigen?
Ja, das musst du berücksichtigen.
Du musst dich vorsichtig ran tasten, wie stark sich der Sport bei dir auswirkt, das ist nämlich bei jedem etwas anders und kann bei dir auch noch bei jeder Sportart unterschiedlich sein. Zum Ausprobieren musst du zum Frühstück erst mal weniger spritzen und nachsehen, wo du nach dem Sport raus kommst.
Viel Erfolg beim Ausprobieren, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 20.07.2025 17:13:20. Grund: BBCodes