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Sollte ein HbA1c - Screening Kassenleistung sein?
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am 29.08.2025 21:25:03 | IP (Hash): 442844484
Ich bin der Ansicht, dass eine regelmäßige HbA1c-Untersuchung - beispielsweise ab dem 50. Lebensjahr alle zwei Jahre - eine sinnvolle Maßnahme zur Früherkennung von bislang unentdecktem Diabetes mellitus Typ 2 darstellen würde.
Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung könnte nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen verbessern, sondern auch langfristig Kosten im Gesundheitssystem senken.
Die alleinige Bestimmung des Nüchternblutzuckers ist in der Praxis oft unzuverlässig, da viele Patientinnen und Patienten nicht vollständig nüchtern zur Blutabnahme erscheinen. Der HbA1c-Wert hingegen bietet eine aussagekräftigere und unabhängigere Einschätzung des durchschnittlichen Blutzuckerspiegels über einen längeren Zeitraum.
Meinungen ?
Lg
Hape
Bearbeitet von User am 29.08.2025 21:32:43. Grund: corr -
am 30.08.2025 08:53:21 | IP (Hash): 1795473004
Als Kassenleistung wäre der 1c eine weitere regelmäßig zu überprüfende Größe für die Arzt-Ansage: “Etwas erhöht, aber noch lange kein Diabetes. Das müssen wir im Auge behalten. Sie sollten abnehmen.” Dasselbe gilt bislang für den Nüchternzucker unter 125 mg/dl.
KEINE SILBE Hinweis darauf, dass in dem Stadium ein vergleichsweiser Klacks ist, den Typ 2 komplett wieder auszuschalten!
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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am 30.08.2025 12:49:55 | IP (Hash): 444784906
Hallo @Hape,
das hängt vielleicht von den Krankenkassen ab?
Ich mache alle drei bis vier Monate Blutbild.
Ohne Zuzahlung (o. ä).
Teststreifen kenne ich gar nicht.
Zur Erinnerung: ich kam von 9,7 (2023).
-- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 (aktuell 4,8) -- Stand: 08/2025 -
am 30.08.2025 13:42:01 | IP (Hash): 1051232955
Da wir aber wissen, wenn BZ und damit der HbA1c ansteigt, hat der wunderbare Body schon alles getan, was ihm möglich ist, um Schaden abzuwenden: Insulin hoch. Folge: Insulinresistenz.
Daher halte ich für noch wichtiger Nüchterinsulin und HOMA-Index regelmäßig zu messen und entsprechend zu reagieren und nicht lange abzuwarten und dann Symptome und später dann Spätfolgen zu behandeln.
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DM2 in Remission ohne Medikamente 😎 -
am 30.08.2025 16:15:25 | IP (Hash): 1795473004
Henrie schrieb:
Daher halte ich für noch wichtiger Nüchterinsulin und HOMA-Index regelmäßig zu messen und entsprechend zu reagieren
Das will ich gern unterschreiben. Allerdings fehlt mir dabei wie auch bei der Orientierung am 1c die direkte eigene Erkenntnis- und Handlungs-Möglihckeit.
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am 26.09.2025 19:29:33 | IP (Hash): 947239086
Ich stimme dir absolut zu. Ein regelmäßiges HbA1c-Screening ab einem bestimmten Alter als Kassenleistung wäre sinnvoll. Viele Fälle von Typ-2-Diabetes bleiben lange unbemerkt, was oft zu Folgeschäden führt. Der HbA1c-Wert ist praktischer und weniger fehleranfällig als der Nüchternblutzucker. Langfristig würden frühzeitige Diagnosen wahrscheinlich sogar das Gesundheitssystem entlasten. -
am 28.09.2025 17:44:35 | IP (Hash): 295480289
Was nützt eine frühe Diagnose Typ 2 Diabetes, wenn der dann nach GBA und DDG ordentlich progredient behandelt wird? Also im Bereich von bestenfalls HbA1c 6,5-7 mit zunehmend mehr und stärkerer Medikation und nach und nach auch immer mehr Folgekrankheiten?
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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am 28.09.2025 18:55:45 | IP (Hash): 442844484
hjt_Jürgen schrieb:
Was nützt eine frühe Diagnose Typ 2 Diabetes, wenn der dann nach GBA und DDG ordentlich progredient behandelt wird? Also im Bereich von bestenfalls HbA1c 6,5-7 mit zunehmend mehr und stärkerer Medikation und nach und nach auch immer mehr Folgekrankheiten?
Die Folgekrankheiten sind sicherlich höher, wenn jemand fünf Jahre lang mit einem HbA1c von 10 % rumrennt. (Das soll es geben). -
am 29.09.2025 10:52:22 | IP (Hash): 1478316931
Definitiv
Bei uns wird das bei jeder Blutanalyse definitv mit getestet aber eben nur WENN man dann eine macht.
Problem hier noch eher: wenn der Arzt nichts dazu sagt oder es verharmlost dann ist niemandem damit geholfen.
Ich bekam im Frühjahr telefonisch nach einer Blutanalyse vom Arzt gesagt "ihre Blutzuckerwerte sind etwas erhöht, vielleicht kommen ihre Beschwerden davon. Ich verschreibt ihnen mal Medformin, nehmen sie 2x täglich, das wird helfen!"
Da ich kein Mediziner bin, habe ich das nun so interpretiert:"die sind halt nicht ganz top aber wenn ich das Medikament nehme dann ist alles wieder gut und ich kann so weiter machen"
Im August kam dann "ja die Werte sind weiter gestiegen, die sind jetzt aber relativ hoch, aber so hoch dass ihre Beschwerden davon kommen sind sie eigentlich nicht" (da war ich bei 6,4). Ein weiterer Arzt meinte dann "uff, die sind aber sehr hoch, also ohne das Medformin wären sie jetzt ziemlich sicher Diabetiker.
Und an der Stelle immer noch KEIN Hinweis alla "Ernährung umstellen, abnehmen,..." Nix.
Medformin erhöht. Sonst nix. KEIN Hinweis.
Nun bin ich ein sehr ängstlicher Typ und hab viel gefragt und auf weitere Untersuchungen gedrängt.
Dann bekam ich dann einen Zuckerbelastungstest (der aber normal ausgefallen ist) aber mit der Aussage "ja aber SO schlimm ist es noch nicht, Diabetologe ist noch nicht nötig, nehmen sie einfach die Medikamente und dann warten wir ab"
Selbst die Diabetologin bei der ich trotzdem auf eigene Faust war, war absolut unaufgeregt "nein Sie müssen ihren Blutzucker nich ständig testen, nehmen sie einfach mehr Medformin"
Erst auf meine Nachfrage ob ich denn die Werte nicht durch Abnahme und Ernährung verbessern könnte (ich hatte mich zwischenzeitlich selbst belesen) kam ein ja doch, abnehmen wäre schon gut aber ich müsste das Medformin schon nehmen, nur bei großer Abnahme könnte man schauen ob es dann irgendwann runter gesetzt werden könne.
Hätte ich das aber nicht angesprochen hätte selbst die Diabetologin mir kein Wort zum Thema Abnahme gesagt.
Neben dem regelmäßigen Blutbild müssen mMn auch ganz dringend die Vorgaben zur Vorgehensweise der Ärzte bei sich erhöhenden Zuckerwerten verändert werden.
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am 29.09.2025 11:24:08 | IP (Hash): 300333604
Hape schrieb:
Die Folgekrankheiten sind sicherlich höher, wenn jemand fünf Jahre lang mit einem HbA1c von 10 % rumrennt. (Das soll es geben).
Mehr Folgekrankheiten machen eine kürzere Lebenszeit und eine entsprechende kürzere Behandlungsdauer und kürzere Leistungszeit für die kranke Kasse.
UND HbA1c 10 kommt häufig genug bei T2D Behandlung sogar in diabetologischen Praxen vor.
Wirklich hilfreich und deutlich kostengünstiger wäre die generelle ärztliche und fachärztliche Auskunft, dass der Blutzucker ohne Medis im völlig gesunden Rahmen ein ordentliches Behandlungsziel sein kann, und selbstverständlich dann auch die Anleitung dazu.
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