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Autismus (spätdiagnostiziert) und Diabetes Typ 2
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am 01.11.2025 12:32:07 | IP (Hash): 181891406
Servus,
Ich bin spät-diagnostizierte Asperger Autistin (mit 57 diagn.) und habe gestern eine Diagnose Diabetes Typ 2 bekommen.
Die Werte habe ich noch nicht, es war gestern aufgrund der vielen Patienten in der Praxis so anstrengend, dass ich vergessen habe, danach zu fragen.
Schlechte Ernährung und/oder mangelnde Bewegung kommen als Auslöser nicht in Betracht.
Da ich als Autistin permanent unter Anspannung und damit Stress stehe und das seit 6 Jahrzehnten, gehe ich eher davon aus, dass der Stress der Auslöser ist.
Falls es hier andere Autisten gibt, was denkt Ihr darüber?
Und wie geht Ihr mit Eurer Diabetes um?
Was funktioniert für Euch gut, was eher nicht?
Worauf sollte ich achten?
Auf Eure Antworten freut und bedankt sich im voraus
Aspie -
am 02.11.2025 09:37:56 | IP (Hash): 848069442
Hallo @Aspie:
Viele Antworten wirst Du auf Deine konkrete Frage wahrscheinlich nicht kriegen. Wenn ich trotz Unwissen den Anfang mache, hilft das ggf. ein wenig.
Wahrscheinlich liegst Du mit Deiner Vermutung Stress als Ursache richtig.
Die folgenden Informationen sind allesamt KI-Ergebnisse und deshalb mit Vorsicht zu genießen. KI filtert nur aus dem Netz und macht keinen Unterschied ob richtig oder falsch/Quatsch.
Infos über Sachverhalte/mögliche Ursachen, die Du ausgeschlossen hast, habe ich meistens nicht berücksichtigt.
Das Netz empfiehlt eine enge Zusammenarbeit mit Hausarzt/Fachärzten. Sofern Vertrauen gegenüber Deinen Ärzten und Kompetenz dieser Ärzte vorhanden sind, ist das auch meine klare Empfehlung.
Das Netz (KI) sagt u.a.:
"Zu Lebensstil und Verhaltensfaktoren:
Menschen mit Asperger-Syndrom haben oft bestimmte Verhaltensmuster, die indirekt das Risiko für Typ-2-Diabetes beeinflussen können:
Bewegungsmangel: Aufgrund von sozialen Schwierigkeiten oder sensorischer Überempfindlichkeit kann körperliche Aktivität eingeschränkt sein.
Ernährungsgewohnheiten: Selektives Essverhalten oder sensorische Abneigungen gegenüber bestimmten Lebensmitteln (z. B. Obst, Gemüse, Vollkorn) führen teils zu unausgewogener Ernährung.
Zur Medikamentöse Behandlung:
Ein Teil der Menschen mit Asperger-Syndrom erhält Medikamente, z. B. Antipsychotika (z. B. Risperidon, Olanzapin) zur Behandlung von Reizbarkeit oder Begleitstörungen.
Diese Medikamente können den Stoffwechsel beeinflussen, insbesondere (durch Gewichtszunahme und) eine Insulinresistenz, was wiederum das Risiko für Diabetes erhöht.
Zu Stress, Schlaf und Hormone:
Chronischer Stress, Angststörungen und Schlafprobleme sind bei Autismus-Spektrum-Störungen häufig.
Diese Faktoren erhöhen den Cortisolspiegel, was die Insulinempfindlichkeit verringert und langfristig die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes fördern kann.
Zur Studienlage:
Studien zeigen, dass Autismus im Allgemeinen (nicht speziell Asperger) mit einem leicht erhöhten Risiko für Stoffwechselerkrankungen assoziiert ist.
Ein Teil des erhöhten Risikos wird aber durch Lebensstil, Begleiterkrankungen und Medikamente erklärt – nicht durch Autismus selbst.
Bei leicht veränderter Fragestellung zur Studienlage:
Populationsstudien (z. B. aus Schweden, Dänemark, USA) zeigen ein leicht erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen mit Autismus im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung.
Das Risiko scheint besonders erhöht, wenn psychotrope Medikamente eingenommen werden.
Fazit:
Es gibt keine direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen Asperger/Autismus und Diabetes Typ 2.
Der Zusammenhang ist indirekt und beruht auf Lebensstil, Medikamenten und biologischen Risikofaktoren.
Prävention (gesunde Ernährung, Bewegung, regelmäßige Stoffwechselkontrollen) ist besonders wichtig bei autistischen Menschen, insbesondere unter medikamentöser Behandlung."
-- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 08/2025 -
am 03.11.2025 22:33:45 | IP (Hash): 1277150540
Hallo Aspie, mit den wenigen Infos kann man dir wenig raten.
Was du wissen solltest: dein HbA1c, deine Blutzuckerwerte morgens nüchtern und nach dem Essen. Misst du deinen BZ?
Ist es Diabetes Typ2? Gibt es schon länger Bedenken wg hohem Blutzucker?
Ist der HOMA-Index gemessen worden? Bekommst du Medikamente?
Du kannst dir beim Arzt auch später den Befund kopieren lassen und in Ruhe zuhause studieren. Auch die sonstigen Blutwerte, zB erhöhte Entzündungsmarker wie CRP.
Hast du bereits Folge-//Begleiterkrankungen wie Herz-Kreislaufbeschwerden, Fettleber, Gelenkschmerzen, hohen Blutdruck, erhöhte Harnsäurewerte, Übergewicht, Entzündungen, Hautprobleme usw?
Ernährung - wie hast du dich bisher ernährt und, was bedeutet für dich keine "schlechte Ernährung"?
Für jemanden mit Diabetes bzw hohen Insulinwerten ist zB eine „gesunde“ Ernährung nach DGE mit viel Vollkorn, viel Obst, stärkereichem Gemüse, Dinkelbrot, überhaupt Getreide und Haferflocken - mehr als 50% Kohlenhydraten, wenig Fett und überschaubare Mengen an Protein, genau das Gegenteil von gesund. Denn wir vertragen die KH nicht gut.
Das gilt wohl auch bei Autismus. Auch da kann es günstig sein, wenn man sich entsprechend KH-arm ernährt. Essenzielle Proteine und essenzielle Fette. KH sind nicht essenziell. Mikronährstoffe und Vitamine sind wichtig.
Fleisch, Fisch, Eier, Leber, Käse, Butter, Speck, Olivenöl, Avocados und stärkearmes Gemüse. Kein Zucker, keine Stärke, kein Getreide, keine Fruktose, kein Alk. Also eine ketogene Ernährung. Die würde ich an deiner Stelle mal ausprobieren. Für mindestens 90 Tage, dann siehst du, was sich damit ändert. Zwei Baustellen mit einer Klappe. :)
Es scheint so, hab ich jetzt schon oft gelesen, dass autistische Menschen viel besser mit Ketonen als Gehirnnahrung zurechtkommen und sich ohne KH als Energielieferant wie befreit fühlen.
Mehr noch: es gibt Ärzte, die bei Autismus eine carnivore Ernährung befürworten, also nur tierische Lebensmittel. Gehirnnahrung, nährstoffreich und vollwertig.
DHA, EPA, Ketone, Cholesterin, daraus besteht das Gehirn, das braucht es als Nahrung um gut zu funktionieren. Die Glucose, die die kernlosen Zellen brauchen, macht sich der Körper selber. Das ist von der Natur so vorgesehen.
Mach dich kundig.
Nobody is perfect. Das gilt auch für jede Variation der von dir so genannten "neurotypischen Menschen", die aber tatsächlich in äußerst breiter Variation vorkommen. Den "Normalo" gibt es so gar nicht, ich zumindest kenne keinen. Schon gar keinen "Idealo". Jede/r hat irgenwas, versteckt oder offen zur Schau getragen, früher oder später, charakterbedingt oder fehlgesteuert, angeboren oder durch die Vielfalt des Lebens erworben. Geistig, körperlich oder seelisch. Jede und jeder.
Und unter Nährstoffmangel wird jeder Körper leiden. Muss ja nicht sein.
Mängel kann man messen lassen und ausgleichen.
Vitamine, Mineralien, die Mikronährstoffe und die essenziellen Makronährstoffe brauchen wir, um so gut es geht zu funktionieren. Sonst gibt es chemisches Ungleichgewicht im Gehirn, Störung der Neurotransmitter, der neurologischen Prozesse und im Immunsystem, bei der Herstellung von Hormonen und Enzymen, der Verstoffwechselung von allem, was wir uns zuführen. Alles hängt zusammen.
Der Körper ist schon ein unglaubliches Wunderwerk!
Mach dich schlau und nutze deine autistischen Fähigkeiten (da hast du vielleicht sogar einen Vorteil), entscheide dann für dich selber, um die richtigen Maßnahmen gegen deinen Diabetes und vielleicht auch gegen deine autimusbedingte Erschöpfung zu ergreifen.
Du kannst viel gewinnen, kein Grund zur Panik.
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DM2 in Remission ohne Medikamente 😎