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BZ Anstieg und keine Insulinresistenz

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    am 01.12.2025 11:08:21 | IP (Hash): 1168434197
    Mittlerweile sind ettliche Untersuchungen gelaufen.

    Stand jetzt:

    - Ich habe keine Insulinresistenz, mein Homa ist perfekt.
    - 20kg Abnahme seit Mitte September. BMI bei 26 jetzt
    - Cholesterinwerte alle in Ordnung
    - Urin auch in Ordnung
    -Hba1c ist jetzt wieder normal (allerdings unter völlig veränderter Ernährung! Also ist das nur relativ gesehen)

    Klingt gut?
    Jein.

    Ich habe jetzt den FreeStyle libre vom Arzt bekommen, damit ich meinen BZ genau analysieren kann.

    Dadurch konnte ich jetzt feststellen dass ich den Peak einfach immer verpasst habe. Mein Peak findet nicht 1-1,5St nach dem Essen statt sondern bereits viel früher. Ca 1/2 Stunden nach dem Essen schnellt der BZ steil in die Luft und dabei ist es (fast) egal was ich esse.

    Bei Kohlenhydraten geht er richtig rauf aber selbst bei Essen was eigentlich gut sein sollte geht er zu hoch. ZB einen schönen Salatteller mit Pute und Ei und lediglich 1TL Dressing. Anstieg auf 155
    Auch bei Low Carb bz No Carb Brot mit Ei und Paprika, Anstieg bis 145

    Den hab ich bislang schlicht verpasst denn nach 1 Stunde sinkt er (oft) schon wieder.

    Aber warum zur Hölle tut er das wenn das Insulin funktioniert (und auch der Pankreas arbeitet wohl richtig, diese Beta Dings, hab vergessen wie es heißt waren bei der Blutanalyse auch in Ordnung)
    Ich verstehe es nicht und bin zunehmend frustriert.

    Ich bin völlig isoliert und an zu Hause gefesselt den JEGLICHES Essen außerhalb von zu Hause eskaliert total.
    Nichts was schmeckt kann ich noch essen oder trinken.
    Ich kann keine Einladung wahrnehmen, nirgendwo hin fahren weil ich da dann ja nichts zu mir nehmen kann und selbst zu Hause wo ich akribisch KH und Zucker aus meinem Essen verbanne bekomme ich die Glukosespitzen meistens nicht abgeflacht.

    Die ganzen Gluckosehacks, Essig vor dem Essen, Proteine, Eiweiße, Ballaststoffe vor KHs, Reihenfolge beim Essen beachten, Essenspausen einhalten (seit ich Intervall fasten probiere dh 16/8 hab ich NICHT mehr angenommen obwohl die Kilos davor gefallen sind), rein gar nichts funktioniert😭
    Das Einzige was direkt anspringt ist die Bewegung nach dem Essen. Leider verhindert das nur den schnellen Peak. Ändert aber nix denn der Peak kommt dann einfach später genau so hoch (hab immer mehrfach 1-1 verglichen) und bleibt dann oft sogar länger.

    Ich weiß, alle diese Werte sind nicht dramatisch, aber sie verschlechtern sich zunehmend dh irgendwo ist ein Problem und man findet es nicht.

    Ich bin gerade einfach nur völlig deprimiert und würde am liebsten einfach aufgeben. Kipp ich halt tot um, who cares.
    Blöderweise habe ich 3 Kinder die mich noch brauchen also ist das momentan noch nicht wirklich eine Option ... Aber grad weiß ich nicht was ich noch machen soll und vor allem macht es mich fertig dass ja irgendwo irgendwas ganz und gar nicht stimmt und niemand findet es




    Bearbeitet von User am 01.12.2025 11:10:31. Grund: Rechtschreibung
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    am 01.12.2025 15:24:35 | IP (Hash): 295470392
    Na ja, Uhu, das ist nicht nur dein Problem, sondern vielleicht auch das deiner Kinder. Denn manches von dem, was uns plagt, pflegen wir zu vererben. Insofern wäre es nicht nur für dich hilfreich, wenn du rausfinden würdest, wie du am besten mit deiner Plage fertig wirst. Noch besser, wie sie zustande kommt/gekommen ist und wie man sie abstellt. Denn dann könntest du dazu wenigstens auch dieses Wissen weitergeben.

    Aus dem schnellen Anstieg nach dem Essen schließe ich, dass da direkt nach dem Essen die passende Menge Insulin fehlt. Das heißt, die Insulinbestellung bei Übergabe der Glukose aus dem Dünndarm in den Portalkreislauf ist unzureichend.
    An deiner Stelle würde mich dazu interessieren, ob da zu wenig Bestell-Funktion ist, also zu wenig Insulin angefordert wird, oder ob mit zu wenig Liefer-Funktion bei den Beta-Zellen spontan weniger Insulin ausgegeben als angefordert wird?

    Deine besondere Herausforderung in diesem Zusammenhang: Dein Blutzucker spielt in dem Rahmen ein bisschen verrückt, der gar nicht bis wenig in den medizinisch als krank definierten Bereich hinreinreicht.
    Aus ärztlicher und fachärztlicher Sicht bist du also wahrscheinlich gesund, obwohl dein Fall natürlich interessant ist. Und mit dem Verordner vom Libre hast du ja wahrscheinlich einen Mediziner gefunden, der zusammen mit dir ein bisschen mehr rausfinden mag. Daumendrück :)


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    Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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    am 01.12.2025 17:54:54 | IP (Hash): 323189950
    Psyllium musste ich erst mal googeln. Für alle Muttersprachler...das sind

    Flohsamenschalen
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    am 01.12.2025 19:40:14 | IP (Hash): 1168434197
    NADEGE schrieb:
    Hey!
    Ich kenne das – bei manchen Menschen kommt der Glukoseanstieg extrem früh, nicht wegen Insulin, sondern wegen einer zu schnellen Magenentleerung. Nach meinem starken Gewichtsverlust war es ähnlich. Mein Arzt meinte, dass der Darm manchmal „zu effizient“ wird und selbst gesunde Lebensmittel einen Peak auslösen.

    Mögliche Ansatzpunkte:
    – lösliche Ballaststoffe wie Psyllium,
    – kleinere Mahlzeiten,
    – auch GLP‑1 und GIP prüfen lassen.

    Kein Diagnoseversuch – nur eine Spur, die mir damals geholfen hat.



    Vielen Dank für die Spur. Ich weiß dass das keine Diagnose ist aber ich bin für jede Spur dankbar!
    Effektiv habe ich auf 2,5Monaten 20kg abgenommen was natürlich sehr viel sehr schnell ist (ich habe grad auch wieder große Probleme mit dem Rücken. Sollte man denken das müsste besser werden bei Gewichtsverlust aber die Physio meinte eben dass manche ?eure bei so schneller Abnahme erstmal Probleme haben weil der Körper Schwerpunkt und der Druck ändern)
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    am 02.12.2025 12:33:08 | IP (Hash): 368759325
    NADEGE schrieb:
    – auch GLP‑1 und GIP prüfen lassen.


    Genau! Wenn die neu gegessene Glukose die Dünndarmwand auf ihrem Weg in den Portalkreislauf passiert, fordern diese Hormone die erste Insulin-Lieferung dafür an. Die ist gesund so groß, dass sie die eigene Glukoseproduktion und -ausgabe in der Leber (Glukoneogenese) praktisch sofort(!) stoppt und damit Platz macht für die mit dem Insulin zusammen ankommende neu gegessene Glukose.



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    am 02.12.2025 22:22:33 | IP (Hash): 106078986
    [quote=Nachtvogel ;135948]

    Stand jetzt:

    - Ich habe keine Insulinresistenz, mein Homa ist perfekt.
    ....
    Aber warum zur Hölle tut er das wenn das Insulin funktioniert (und auch der Pankreas arbeitet wohl richtig, diese Beta Dings, hab vergessen wie es heißt waren bei der Blutanalyse auch in Ordnung)
    Ich verstehe es nicht und bin zunehmend frustriert.....

    [/quote]

    Hallo Nachtvogel,
    Erstmal finde ich es gut, dass deine Praxis sich die Mühe gemacht hat überhaupt den HOMA zu bestimmen. Ich hab 4 Ärzte und 3 Praxen genervt bis sich mal jemand erbarmt hat meiner Frage zu beantworzen "echt jetzt- bin ich wirklich Insulinresistent? Könnte man mal den Homa bestimmen?" (Ich bin schon immer sehr schlank und sehr sportlich)
    "Bei Typ2 ist immer etwas IR dabei."
    "Das macht unser Labor nicht."
    "Das ändert erstmal nix an der Therapie..."
    Waren die jeweiligen Antworten.
    Als mir dann mein jetziger Diadoc als erstes Vorschlug zu schauen ob ne IR vorliegt war ich happy...(Ergebnis Homa=1) Also weit weg von IR...Ist wohl eher Insulinmangel. Das gibts auch ohne Antikörper.

    Was war denn das für eine Blutwert aus der dein Arzt/Ärtztin schließt das dein Pankreas und die Betazellen richtig arbeiten? Mir ist da kein Wert bekannt.
    darf ich fragen wie hoch dein HOMA war?

    Und ja deinen Frust verstehe ich, kenne ich. Und der ganze Glukoshäck heckmeck wirkt bei mir auch nicht, jedenfalls nicht ernsthaft messbar.
    Und mit der vielgepriesenen Haferkur gehts steiler bergauf als mit ner Butterbrezel.
    Das einzige was hilft ist massive Kohlehydrat- reduktion, was kein Spaß macht.

    Und deinen Efekt mit der Bewegung nach dem Essen kenne ich auch, besonders dann wenn ich z.B. Joggen gehe. Erklärung: durch den Sport stoppt die Verdauung, und geht erst nach Sportende weiter. Was mir hilft ist leichte Bewegung wie Gartenarbeit oder Hausputz, oder ein sehr gemäßigter Spaziergang. Oder auch richtig lange Joggen(1,5-2h) vor dem Essen, Da hab ich dann aber auch soviel Hunger, dass ich auch mehr esse, womit der Nutzen fast wieder weg ist.
    Seit 4 Monaten spritze ich jetzt Basalinsulin 10 Einheiten am Tag. Damit ist mein Nüchternwert zwischen 85 -100mg/dl (vorher 110-120) und mein A1c von 6,3 auf 5,8. Kohlehydratarm muss ich mich aber leider immer noch ernähren.
    Hast du deine Spitzen jetzt auch mal blutig nachmessrn können? Der Libre ist ja auch nur ein Schätzeisen. Und wenn deine Spitzen immer so schnell wieder weg sind, dass du sie mit den 1,5h nicht erwischst, dann sind die auch nicht sehr schädlich.
    Kopf hoch! Du fällst nicht gleich tot um und wenns doch schlimmer wird: Diabetes ist durchaus behandelbar. Schau mal hier. Ist ganz interessant:
    https://www.diabetologie-online.de/a/phaenotypisierung-teil-glukosekosmetik-versus-personalisierte-diabetestherapie-2509301


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    am 03.12.2025 20:18:46 | IP (Hash): 1168434197
    Den Wert den der Arzt ermittelt hat und womit er das mit den Betazellen geschlussfolgert hat weiß ich nicht.
    Allerdings habe ich den Homa im September selbst ausgerechnet weil die Ärzte die ich bis dato hatte einfach gar nix gemacht haben und mit den richtigen Blutwerten kann man's kalkulieren (hallo Fachliteratur). Wenn ich richtig lag war ich wohl bei 1,2 wenn ich mich recht erinnere.

    Ich weiß dass man gegen Diabetes was tun kann. Allerdings bezieht sich das meines Wissens immer darauf die Insulinresistenz umzukehren. Da ich keine hab, ist da auch nichts zu machen.

    Mein Nüchternwert ist in aller Regel jetzt unter 100 mittlerweile. Sonst war er aber auch nur knapp über 100 und mein Hba1c ist durch die veränderte Ernährung jetzt wieder im gesunden Bereich (letzte Messung im Oktober 5,8). Mittlerweile sollte er drunter sein, mein Glukosedurchschnitt der letzten 2 Wochen laut FreeStyle libre 3 liegt bei 95.
    Aber natürlich alles unter arg KH reduzierter bzw quasi weggelassen KH

    Und ja, meine Spitzen sind relativ kurz, zumindest wenn ich mir nicht die volle Ladung KH reinhaue... Nach 1 Teller Nudeln mit Gemüse beim Thailänder bin ich trotz 40 Minuten Spaziergang (danach war er bei sehr moderaten 119 aber dann hab ich 2 Stunden im Auto gesessen, das war Gift) bei 170 gelandet und es hat insgesamt gut 3 Stunden gedauert bis er wieder ganz unten war. Ich bin mir trotzdem recht sicher dass ich ihn relativ tief gehalten hätte wenn ich mich die ganzen 2 Stunden nach dem Essen bewegt hätte.

    Ich glaube Bewegung ist echt das Ding was hilft bei mir und zwar das Einzige. Und da reicht auch nicht der kleine 10Minuten Spaziergang aus leider, bei vielen KH muss ich 2 Stunden in Bewegung bleiben.
    Dummerweise ist das ja nicht immer eine Option.


    Heute getestet: 1Portion Salat mit Nüssen und Essig, danach 1 Burger und eine Hand Pommes.
    (Muss ja bisschen was testen solange ich den Freestyle hab)
    30Minuten danach fing der Wert an zu steigen. Zu dem Zeitpunkt bin ich mit den Hunden raus spazieren gegangen. Relativ stramm spaziert, eine Stunde lang.
    1 Stunde nach Beginn der Mahlzeit, also nach 30Minuten spazieren war ich bei "nur" 138 und das war auch der Peak. 30 Minuten später am Ende der Stunde spazieren war er schon wieder auf 110 runter.
    Als ich dann zu Hause war und die Bewegung vorbei, ist er dann wieder hoch. Aber einfach etwas hin und her geräumt und stehend ein paar Dinge erledigt, Pakete gepackt usw hat ausgereicht. Ganz kurz nochmal an 130 und nach 2Stunden und 10Minuten nach Beginn des Essens war ich wieder auf 90 runter.

    Das fand ich ganz erfolgreich und soweit ich das lesen konnte, können bei Burger und Pommes ja sogar gesunde Menschen bei über 140 landen also war es ja schon irgendwie ein großer Erfolg dass ich die 140 nichtmal erreicht hab, wenn auch mit etwas Aufwand😅

    Was bei mir ganz schlecht ist, ist wenn ich nach dem Essen sitzen bleibe, dann steigen die Werte eigentlich immer, selbst bei gutem Essen ohne KH.


    Also mein Doc meinte mit den Resultaten der Blutanalyse ist es kein Typ1 oder 2. Wenn überhaupt Diabetes dann hab ich den Jackpot einer Sonderform. Oder halt eine Stoffwechselstörung.
    Insulin muss eigentlich genug da sein, sonst würde die Spitze ja nicht so schnell wieder abflauen.
    Typ 2 wäre mir ehrlich lieber gewesen denn da hätte ich ja wenigstens was gegen die Insulinresistenz tun können und hätte die Hoffnung auf ein normales Leben gehabt😔

    So bin ich völlig isoliert und von meinem alten Sozialleben abgeschnitten. Nicht mehr Ausgehen, keine Restaurantbesuche oder Urlaub. Kein gutes Essen mehr.

    Selbst einen Salatteller kann ich nicht außer Haus Essen weil irgendwie trotzdem immer noch irgendwas drin ist was meinen BZ über 140 befördert, und dabei tu ich schon immer nur ne Teelöffel Soße drauf. Ist aber scheinbar auch schon zu viel.
    Und da hier bei weitem nicht jedes Restaurant überhaupt Salat anbietet muss ich jedes Mal die Speisekarte checken um zu sehen ob ich überhaupt mit Freunden, Kollegen, Familie mitgehen kann und zu 95% muss ich zu Hause bleiben😔

    Alles was ich geliebt habe, ist weg und ich kann nix dagegen tun 😔

    Und was ich wirklich habe, weiß auch niemand.
    Bearbeitet von User am 04.12.2025 08:48:24. Grund: Rechtschreibung
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 04.12.2025 15:11:36 | IP (Hash): 515209668
    Mit der Ankündigung vom Diabetes hast du dein Leben so weit umgekrempelt, dass einstweilen ärztlich an deinem alltäglichen BZ-Verlauf nix zu verbessern ist. Allerdings beschreibst du diese Art zu leben als für dich recht unerträglich.

    Wenn du stattdessen damals wie bis dahin für dich normal weiter gegessen hättest, hättest du heute passend zu deiner alten Art zu leben eine medikamentöse Einstellung deines Blutzuckers im normalen Behandlungsrahmen bei HbA1c 6,5-7. Das Ergebnis könntest du nun mit deinem eigenen Einsatz in einem für dich erträglichen(!) Rahmen für einen gesünderen alltäglichen BZ-Verlauf oderund weniger Medikation verbessern.

    Vielleicht diskutierst du das mal so mit deinem Arzt mit dem Ziel, dass er dich praktisch medikamentös entlastet - bevor du an den Punkt kommst, an dem du so nicht weitermachen kannst und ihm in der Folge deinen munter ansteigenden BZ/HbA1c zur Behandlung präsentieren musst.


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    Bearbeitet von User am 04.12.2025 15:13:29. Grund: ,
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    Mitglied seit: 21.09.2025
    am 04.12.2025 16:49:52 | IP (Hash): 1168434197
    hjt_Jürgen schrieb:
    Mit der Ankündigung vom Diabetes hast du dein Leben so weit umgekrempelt, dass einstweilen ärztlich an deinem alltäglichen BZ-Verlauf nix zu verbessern ist. Allerdings beschreibst du diese Art zu leben als für dich recht unerträglich.

    Wenn du stattdessen damals wie bis dahin für dich normal weiter gegessen hättest, hättest du heute passend zu deiner alten Art zu leben eine medikamentöse Einstellung deines Blutzuckers im normalen Behandlungsrahmen bei HbA1c 6,5-7. Das Ergebnis könntest du nun mit deinem eigenen Einsatz in einem für dich erträglichen(!) Rahmen für einen gesünderen alltäglichen BZ-Verlauf oderund weniger Medikation verbessern.

    Vielleicht diskutierst du das mal so mit deinem Arzt mit dem Ziel, dass er dich praktisch medikamentös entlastet - bevor du an den Punkt kommst, an dem du so nicht weitermachen kannst und ihm in der Folge deinen munter ansteigenden BZ/HbA1c zur Behandlung präsentieren musst.



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    Hm, ja. Insofern der gute Mann sich denn genug Zeit nimmt (der hetzt einen da durch und lässt einen kaum zu Wort kommen) wäre das effektiv eine Möglichkeit.

    Ich würde halt wirklich ungerne meinen Hba1c einfach hoch knallen lassen um die Ärzte zum Handeln zu zwingen. Ist immerhin meine Gesundheit, da Spiele ich ungerne mit. Aber ein bisschen Lebensqualität hätte ich schon gerne noch die nächsten Jahre 😔

    Immerhin hat der Arzt mich ja nicht direkt mit "so schlimm ist es ja noch nicht" abgewimmelt wie die Andere sondern erstmal geschaut was nicht stimmt.

    Da ich ja anscheinend wirklich auf Bewegung anspreche (und leider nur darauf) wäre eine Piste ggf noch ordentlich Muskelaufbau Training.
    Mit allem was ich so feststelle scheint mir dass meine Muskeln den Zucker nicht aufnehmen wie so sollen, es sei denn ich bewege mich. Evtl kann ich die Postprandialen Werte etwas drosseln wenn ich Muskeln aufbaue. Im Prinzip müsste das ja funktionieren. Wenn die paar Muskeln die ich grad hab unter Bewegung die Spikes gut abgefedert bekommen sollten mehr Muskeln das ja noch besser hinbekommen, oder?! Vielleicht schaffen die es dann sogar irgendwann auch ohne so viel und lange Bewegung mehr aufzunehmen und somit die Spikes tiefer zu halten selbst wenn ich danach nicht 2 Stunden durch die Gegend laufe...

    Hmpf. Eigentlich bräuchte ich ja "nur" mal einen Spezialisten der sich mit solchen Dingen auskennt und der sich auch die Zeit nimmt das mit mir durch zu sprechen.
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    am 04.12.2025 18:00:26 | IP (Hash): 515209668
    Deine Spezialisten-Herausforderung kurz zusammengefasst:
    Es gibt sehr wenige, die sich mit einzelnen Bruchstücken bei Fehlfunktion im großen gesunden Bereich auskennen. Aber was alles was genau bewirkt oder bewirken kann, ist bislang weitgehend unerforscht bis noch völlig unbekannt. (Nachtrag) Das ist es auch in dem großen diabetischen Bereich, aber da wird es wenigstens BZ-begrenzend behandelt!

    Wenn mehr Bewegung zu weniger zu hohem BZ führt, dann liegt das weniger am direkten Glukose-Verbrauch und sehr viel mehr an der vermehrten Umwandlung der Glukose, die aus dem Essen plus(!) aus der eigenen Produktion anfällt, in Triglyzeride = Speicherfett. Die Bewegung sorgt mit der Beschleunigung der Kreislaufs dafür, dass das Insulin in seiner kurzen Wirkzeit (Halbwertszeit im Blut knapp 5 Minuten) mit sehr viel mehr möglichen Zielzellen in Kontakt kommt, als in Ruhe.

    Den höchsten Füllstand erreichen die kleinen Speicher in den Muskelzellen etwa 4-5 Stunden nach einem Essen. Die populäre Idee, dass sie einen großen Einfluss auf die BZ-Regelung haben sollen, ist mithin rein logisch ein Narra-Tief :(


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    Bearbeitet von User am 04.12.2025 18:02:17. Grund: Nachtrag