Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Rennrad fahren mit Pumpe?!

  • Raphael Lienesch

    Rang: Gast
    am 15.11.2007 11:50:40
    nach langer Sport pause habe ich wieder mit dem Rennrad fahren angefangen. Trage seit etwa 2 Jahren eine Pumpe.

    wie macht ihr das bei längeren Ausfahrten mit der Pumpe? daran lassen (höhere Unterzuckerungs gefahr?) oder abnehmen? was esst ihr? wieviel in was für abständen?

    wäre für Tips und Tricks sehr Dankbar

    Raphy von Raphael Lienesch
  • Ralf

    Rang: Gast
    am 15.11.2007 16:16:57
    Hi Raphael
    Abnehmen ist bei einer langen Ausfahrt ja eigentlich nicht möglich.
    Die Anzahl der "nötigen" Zusatz -Be musst du natürlich für dich selbst ermitteln.
    Ich persönlich fülle meine Radflaschen mit
    Obstsaft und esse massig Riegel und Gummibärchen.
    Ich wünsche dir auf jedenFall viel Spass auf dem Rennad und finde es Super das man sich im November motiviert und mit dem Rennradtraining beginnt (Bin selber eine Frostbeule)
    Gruss
    Ralf
  • Raphael Lienesch

    Rang: Gast
    am 15.11.2007 20:16:17
    das mit den Gummibären ist ein guter Tipp den werde ich beim Rollentraining ausprobieren.
    Ich hab in meiner Trinkflasche Apfelschorle mit einem Teelöffel Traubenzucker und esse alle halbe stunde eine halbe Banane trotzdem habe ich nach gut der hälfte ca 1-1,5 std regelmäßig eine Unterzuckerung bzw Hungerast. Sollte ich dann ehr vor der Ausfahrt mehr essen oder lieber während der Belastung? (vor der Ausfahrt esse ich 1 Banane eine be Traubenzucker) wie sehen da eure/deine Erfahrungen aus? von Raphael Lienesch
  • Ralf

    Rang: Gast
    am 16.11.2007 09:09:15
    Hi Raphael
    Bei mir ist es so das ich einen enormen Energiebedarf beim Radfahren habe.
    10 Be die Stunde sind keine Ausnahme bei mir.
    Da ich bei langen Ausfahrten nachher keine Süßigkeiten mehr sehen kann nehme ich oft Käsebrötchen mit.
    Vorher reduziere ich natürlich die Basalrate,
    weniger Bolus zum Frühstück und während der Fahrt kontinuierlich trinken und essen.
    Gruß
    Ralf

  • Nina

    Rang: Gast
    am 16.11.2007 11:25:41
    10 BE die Stunde?? Wie oft machst du denn dann Pause zum essen? Oder isst und trinkst du währende der Fahrt? von Nina
  • Ralf

    Rang: Gast
    am 16.11.2007 12:42:20
    Hi Nina
    Das meiste nehme ich während der Fahrt
    zu mir.
    Ein Liter pro Stunde zu trinken ist nicht zu viel und wenn man dann Saft nimmt ,hat man schon 10 Be erreicht
    Profis bei der Tour verbrauchen teils bis zu 10000 Kalorien pro Tag.
    Ohne Fettstoffwechsel würde das über 2000 Be entsprechen.
    Gruß
    Ralf
  • Ralf

    Rang: Gast
    am 16.11.2007 15:20:08
    WAAAH
    nichts zum editieren
    ""Ohne Fettstoffwechsel würde das über 2000 Be entsprechen."""
    2000=200BE
    von Ralf
  • Manfred

    Rang: Gast
    am 17.11.2007 01:51:30
    Hallo,

    ich bin seit 12 Jahren Typ 1 Diabetiker. Vor
    2 Jahren habe ich mich fuer die Insulin-
    pumpentherapie entschieden. Gruende
    hierfuer waren Downphaenomaen und andere Gruende, die ich hier nicht alle aufzaehlen will.

    Die Umstellung von ICT auf Pumpentherapie wurde im Diabetesdorf Althausen bei Herrn Dr. Teupe durch-gefuehrt.
    Dort gab es eine sehr umfassende Schulung ueber die Pumpentherapie und
    Findung der Basalrate.
    Man liest viel ueber Basalratenanpassung
    waehrend Sport. Ich habe hier die Erfahrung
    gemacht, man sollte die Finger davon
    lassen und die gefundene Basalrate nicht
    aendern bzw. erst aendern, wenn sich
    wirklich Gruende dafuer ergeben wie z.B.
    Aenderung des Koerpergewichtes oder
    Krankheiten. Diese Aenderungen sollten
    nur nach Ruecksprache mit dem Diabetologen gemacht werden.
    Fuer die Sportanpassung hat Dr. Teupe bestimmte Anpassungsregeln herausgefunden, die sehr zuverlaessig funktionieren aber man muss hier ent-
    sprechende Tests durchfuhren um diese
    Regeln auf die jeweilige Person anzupassen.
    Ich mache hauefig Radtouren mit Rennrad
    oder Mountainbike zwischen 60 und 130 km. Hier mache ich Sportanpassung durch
    zufuehren von BE's in Form von Apfelsaft-
    schorle mit ca. 1 BE pro 30 Minuten. Das
    gleiche verwende ich fuer Laufen und Nordicskating. Beim Schwimmen sind die
    Korrekturen aehnlich. Den Bolus reduziere
    ich um ca. 50 % bei Mahlzeit vor Sport und
    waehrend Sport.
    Wichtig ist bei den ersten Touren hauefig
    zu messen und diese Werte notieren.
    Hierzu gehoert natuerlich auch die Menge
    der zugefuehrten BE's mit aufzuzeichnen.
    Bei der naechsten Tour hat man dann schon eine Grundlage, wie sich Belastung und Nahrungszufuhr ausgewirkt haben.
    Die gesamte Thematik ist sehr komplex,
    aber man sollte sich dadurch nicht vom
    Sport abhalten lassen. Nach einigen Uebungen bekommt man hier sehr schnell
    Routine und man kann sich ueber die Schoenheiten der Natur bei einer Radtour
    freuen.

    Gruesse

    Manfred
  • Thomas

    Rang: Gast
    am 20.03.2008 19:41:59
    Hallo zusammen!
    Der Beitrag ist zwar auch schon 3 Tage älter aber ich denke, er verdient wieder hochgeholt zu werden.
    Fahrradsaison fängt ja jetzt wieder an!!!

    Bin selbst seit 34Jahren T1 - habs mit 1 1/2 bekommen und fahr seit 3Jahren exzessiv Rad. Am Anfang noch mit ICT da gab es hauptsächlich nur Traubenzucker und Apfelsaft zum ausgleichen aber seit 2 Jahren mit Pumpe --> zumindest für den Sport das schönste was passieren konnte.
    Zum Beitrag von Manfred: Ist ja voll vorbildlich und so sollte es auch sein. Ich selbst steck mir (ob mit Mounty durch die Sächsische Schweiz oder mit dem Rennrad über 100km) Unmengen von Traubenzucker ein und der wird je nach Geländeprofil - meist berghoch - eingeworfen. Klar, vor Fahrtantritt BZ möglichst zwischen 8 und 10, die Pumpe je nach Streckenprofil und Mitfahrern auf 40 bis 20% runterdrehen und ganz wichtig die BZ-Zwischenkontrollen. Das alles wird aber nach einer Weile zur Erfahrungssache. Hab selbst nur sehr wenige Aufzeichnungen drüber gemacht. Zum Glück kann ich mich da auf mein Bauchgefühl verlassen!

    Grüße und sturzfreie Fahrt!
    Thomas