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Sehstärke schwankt nach sehr hohem Überzucker

  • Yvonne

    Rang: Gast
    am 03.10.2007 21:34:03
    Hallo,

    bevor wir zum Augenarzt kommen, eine Frage:
    Ist es normal, dass die Sehstärke schwankt, wenn man einen starken Überzucker hatte?

    Mein Mann hatte vor 13 Tagen einen Wert von 1280, der im Krankenhaus langsam gesenkt wurde. Die Werte liegen jetzt zwischen 60-180, wir sind nun zuhause und müssen das mit dem Insulin und dem Essen probieren. Er spitzt NovoRapid (nach Liste) und abends Levemir (14 Einheiten). Außerdem nimmt er 1/0/1 Glucophage (850) und ein blutdrucksenkendes Mittel.

    Er sieht zwar besser als vor 2 Wochen, aber er meint nun, er wird weitsichtig statt kurzsichtig und es ändert sich permanent. Ist so etwas möglich? Und ist es gefährlich?

    Vielen Dank und Grüße
    Yvonne
  • WUn

    Rang: Gast
    am 04.10.2007 00:24:54
    Ja, wenn der BZ über etwa 270 mg/dl kommt verändert sich die Linse im Auge. Durch den hohen Zucker quillt sie auf und wir Diabetiker merken, dass wir schlechter sehen.

    Ist der BZ so entgleist wie bei Deinem Mann, dann kann die Normalisierung der Sehkraft durchaus 14 Tage dauern!!! Also Geduld haben und zukünftig auf den BZ achten.
    von WUn
  • Georg

    Rang: Gast
    am 04.10.2007 12:07:31
    Hallo Yvonne,

    diese Reaktion ist "normal" bei den Werten, aber leider nicht gesund. Ein so extremer BZ darf nicht abrupt heruntergespritzt werden, das kann zu Netzhautschäden führen!

    Überhaupt sollte man starke Schwankunen und vor allem Hypos meiden, die führen zu diabet. Retinopathie. Er sollte unbedingt zum Augenarzt gehen. Welche AÄ sich mit Diabetes auskennen, erfährt er beim INSULINER.

    Ich verstehe auch nicht, warum er bei zwei Insulinen auch noch Metformin bekommt. Übergewicht?

    Listen zur Behandlung taugen eher wenig. Er braucht eine gründliche Schulung, an der Du auch teilnehmen solltest. von Georg
  • Yvonne

    Rang: Gast
    am 04.10.2007 15:14:16
    Hallo,

    ja er hat auch Übergewicht, aber im KH auch schon einige Kilos verloren.

    Wir arbeiten zwar mit der Liste, sollen sie aber anpassen. Ich denke auch, dass eine weitere Schulung wichtig ist.

    Er hat z.B. gestern Abend 2 Einheiten weniger gespritzt, der Wert war heute morgen trotzdem niedriger als am Vortag. Wir hoffen, dass er doch Typ 2 ist und sich die Tabletten so auswirken, dass er immer weniger Insulin braucht und vielleicht irgendwann keines mehr oder nur nachts.

    Mich stört dieses Rumprobieren, weil ich es doch für gefährlich halte, aber ein besserer Weg fällt mir auch nicht ein. Er bewegt sich jetzt auch mehr als im KH und das spielt ja auch eine große Rolle.

    Naja, wir müssen halt messen, messen, messen...

    Vielen Dank und viele Grüße
    Yvonne
  • Reinhard

    Rang: Gast
    am 05.10.2007 10:46:30
    Insulin ist auf jeden Fall auf längere Sicht die bessere Therapie. Wer gut Bescheid weiß, braucht davor keine Angst zu haben. von Reinhard
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 05.10.2007 12:06:13
    hallo yvonne,
    so ganz sinnvoll sind die beiträge von dir nicht.
    1. wer ohne grund(operation, pav, oder ähnliches)
    innerhalb von 14 tagen von über 1000 auf 80 runtergeholt wird ist nach meinung von fachaugenärzten zu schnell abgesenkt worden.
    mit sehr hohem risiko der retinopatie.
    daher ja auch die sichtschwankungen.
    2. natürlich ist dein mann t2, er wäre als t1 mit diesem wert im ketokoma gewesen.
    3. falls sekundärschäden da sind gibt es gar keine alternative zu insulin.
    4. spätestens nach 10jahren landen auch tabletter beim insulin.
    5. was bedeutet deine aussage, die therapie mit insulin ist dir nicht recht?
    dein mann hat dm nicht du, daher muß er wissen was gut für ihn ist.
    6. wie schon andere geschrieben haben ist insulin von allen die optimalste und nebenwirkungfreie langzeittherapie für dm.
    mfg klaus
    von klausdn
  • Yvonne

    Rang: Gast
    am 05.10.2007 15:07:36
    Hallo Klaus,

    ich gebe nicht meine Meinung wieder, sondern die vom Krankenhaus.
    Dort wurde der BZ eben in der Zeit abgesenkt, ich war nur Besucherin.

    Ich habe auch nicht geschrieben, dass mir das mit dem Insulin "nicht Recht" ist, sondern mich verunsichert dieses Rumprobieren. Der Wert war so und so, dann spritzen wir halt mal ne Einheit mehr oder weniger. Das macht mir Angst. Ich weiß, dass er Insulin braucht, keine Frage.

    Ob er t1 oder t2 ist konnten die im KH nicht sagen, auch das habe ich nur wiedergegeben. Ich bin nur Laie.

    Danke & Grüße
    Yvonne
  • Reinhard

    Rang: Gast
    am 05.10.2007 21:59:10
    Leider kommt es immer noch vor, daß auch Ärzte im kranken Haus wenig Ahnung von Diabetes haben. Deshalb nach Möglichkeit nur ein KH mit Diabeteologie aufsuchen und auch als Hausarzt einen Diabetologen konsultieren.

    Daß man bei der Therapie, besonders im Anfang, so manches ausprobieren muß, ist normal. Dadurch lernt man viel, gerade auch was die Ernährung und sonstige Einflußfaktoren angeht.

    von Reinhard
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 05.10.2007 22:23:01
    hallo yvonne,
    was ich dir geschrieben habe war kein vorwurf an dich , nur eine aufzählung von tatsachen und folgerungen.
    wie gesagt , es gibt keinen der typ1 hat und mit über 1000 ohne ketokoma davonkommt.
    bei kindern wird leider wegen schlamperei der kiä
    erst im kh mit keto und allen folgen dm t1 festgestellt.
    bitte findet euch einfach mit insulin ab , so wie die anderen 1 mio diabetiker die spritzen auch.
    es gibt nichts besseres.
    und testen und anpassen tun wir alle ohne angst.
    dehalb auch ganz wichtig augendoc mit endlich kompetenz! und netzhautuntersuchung, bei kleinsten zweifeln fluoreszensangiografie, da sind fotos der netzhaut nach einspriztzen von fluorescin in die vene. da sieht man alles in großaufnahme. und kann
    rechtzeitig handeln(lasern)
    bitte nicht vergessen(ohne angst machen zu wollen)
    knapp 30000 amputationen, ca 6-8000 erblindungen pro jahr nur durch dm(schlecht behandelten)
    mfg klaus von klausdn
  • Ges

    Rang: Gast
    am 08.10.2007 19:27:32
    Sicherheitshalber solltet ihr vielleicht zum Augenarzt gehen, aber allgemein scheint es tatsächlich normal zu sein, dass die Augen erstmal verrückt spielen, wenn die BZ-Werte gesenkt werden. Bei mir hat es zwei Wochen gedauert, bis ich wieder vernünftig sehen konnte, und ich hatte halb so hohe Werte wie dein Mann. von Ges