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das erste mal nach Krankenhausaufenthalt selbständig essen und spitzen

  • Yvonne

    Rang: Gast
    am 02.10.2007 09:51:19
    Hallo,

    mein Mann kommt in den nächsten Tagen aus dem Krankenhaus, nachdem er dort mit einem Blutzuckerwert von 1280 in der Notaufnahme gelandet war.
    Er ist inzwischen bei Werten von 100-190. Es ist noch nicht raus, ob er Typ 1 oder 2 ist, man tippt auf Typ. Er muss Insulin spritzen und Tabletten nehmen.

    Wir haben zwar eine Ernährungs-, Notfall- und Insulinberatung hinter uns, trotzdem wird es erst mal komisch, alles alleine zu schaffen. Ernährung, spritzen, er bewegt sich dann plötzlich wieder mehr etc.

    Gibt es einen Tipp für den Anfang? Was sollte man vermeiden? Was macht es einem leichter?

    Viele Grüße und Danke
    Yvonne
  • Pia

    Rang: Gast
    am 02.10.2007 12:35:55
    Liebe Yvonne,

    erst mal: Ihr seid zu zweit. Das macht es erst mal leichter. Und ich finde es richtig Klasse, dass Du Dich für Deinen Mann so ins Zeug legst und ihn so tatkräftig unterstützt.
    Und Du hast es ganz exakt erkannt. Der Unterschied zur Klinik wird darin bestehen, dass er sich zu Hause in seinen 4 Wänden mehr bewegt als in der Klinik. Das kann nur zum Vorteil für die Blutzuckerwerte sein. Habt Ihr einen Garten, in dem er werkelt? Wenn ja, bei aktiver Gartenarbeit kann es schon mal sein, dass der BZ etwas mehr sinkt, deshalb dann vielleicht doch das Messgerät gleich mit in den Garten nehmen. Denn Bewegung senkt den Blutzucker. Vielleicht wird er weniger Insulin als in der Klinik benötigen. Du schreibst. selbst spritzen. Hat er in der Klinik nicht selbst gespritzt, doch, oder?
    Die Sicherheit wird mit dem Messen und jedem weiteren Tag kommen. Und egal, welche Fragen Ihr habt. Immerzu. Stellen. Hier im Forum gibt es wirklich gute Leute, wie Klaus, Haschi, Jürgen und Barbara und Thomas u.a. die alles zuverlässig beantworten können. Wenn Ihr nach einem bestimmten Begriff sucht, könnt Ihr den links in das Suchfenster eingeben. Dann erscheinen alle Beiträge dazu.
    Grüße Deinen Mann unbekannter Weise. Vielleicht sieht man Euch ja mal zu zweit hier. Das wäre noch besser. von Pia
  • Yvonne

    Rang: Gast
    am 02.10.2007 20:18:23
    Hallo,

    danke für die schnelle und nette Antwort.
    Ich hole meinen Mann morgen früh im Krankenhaus ab. Bin mal gespannt, wie alles klappt. Ja, wir haben tatsächlich einen Garten und er ist Gärtner und hat viel Freude an der Arbeit. Ich hoffe, dass er nicht in einen Unterzucker rutscht und ich ihn dann bewusstlos auffinde. Im Moment ist er aber noch so geschwächt, dass das noch warten muss.
    Er hat im Krankenhaus gelernt, wie er sich spitzen muss, aber zuhause wird ja wahrscheinlich alles noch mal anders. Er bekommt auch Tabletten und die Ärzte hoffen, dass er vielleicht Typ 2 ist und vom Insulin "wegkommt". Es wurde c-Peptid nachgewiesen.

    Danke für die nette Aufnahme hier, wir haben bestimmt früher oder später noch jede Menge Fragen.

    Viele Grüße
    Yvonne
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 03.10.2007 17:18:34
    hallo,
    bitte zu fragen einmal dazuschreiben, welche therapie, was gespritzt wird, ob nach fester tabelle,
    ob nach be schätzung, usw.
    sonst geht viel durch aneinander vorbei reden verloren.
    sollte dein mann die wahl haben ob insulin oder tabletten, ist insulin die bessere wahl.
    grundsätzlich sollte man zumindest zu anfang,
    die kohlenhydratmengen kleine halten, denn bei kleinen mengen, ist auch ein fehler klein.
    und laßt euch bloß nicht von der hypohysterie der dos anstecken, so schnell fällt niemand in ohnmacht. gerade bei neulingen die von so hohen werten kommen fangen die symptome schon bei sehr hohen werten an. das muß abgesenkt werden.
    die beste hypowahrnehmung hat man wenn man zwischen 70-120 liegt, bei unter 70 es merkt und in ruhe "keinen" traubenzucker sondern brot oder ähnliches mit einem schluck saft(richtiger saft=apfel,trauben,orangen) runterspült. das reicht meistens und man reagiert nicht über.
    auch ein kleines glas cola hilft wunder.
    so schnell fällt man nicht um.
    mfg klaus von klausdn
  • Pia

    Rang: Gast
    am 04.10.2007 11:38:17
    Liebe Yvonne,
    ja dann setz ihn halt erst mal mit einer fetten Decke in den Garten und er darf nur gucken und Dir Anweisungen und Ratschläge geben. Und auch, wenn ihn die Äste stören, (Man weiß ja, wie der Gärtner an sich so is..:-)) die an den Bäumen geschnitten werden müssen. Sag ihm schöne Grüße: Die Gartenarbeit ist kein Frosch, die springt nicht weg. Ach, und Gartenrundgang, das darf er natürlich machen, 3 x täglich... von Pia
  • Yvonne

    Rang: Gast
    am 05.10.2007 09:12:47
    Liebe Pia,

    danke, das werde ich machen. ;)

    Wir fühlen uns schon etwas besser. Irgendwie kriegen wir das alles hin!

    Viele Grüße
    Yvonne
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 12.10.2007 17:59:03
    hallo Yvonne, war Dein Mann in einer Diabetesklinik ? Ich habe die Erfahrung gemacht nach einem Klinkaufenthalt wurden die Werte zunächst wieder schlechter , da zu Hause ein ganz anderer Ablauf ist,als in einer klinik. Ich nehme an,daß er geschult wurde aber in allgemeinen <Krankenhäuser läßt es zu wünschen übrig. Die Patienten sind bei der Entlassung verzweifelt, weil das ganze Neuland für sie ist und zunächst nur Bahnhof verstehen. Ich weiß nicht ,wo ihr wohnt vielleicht gibt es bei Euch oder in der Nähe vom Diabetikerbund einen gesprächskreisda findet von Betroffenen ein Gedankenaustausch statt. Für Neulinge ist es sehr
    nützlich.Vor allem nicht kopflos werden und an die Sache ruhig herangehen. Bei der Entlassung wird Dein mann auch Informationen mitbekommen. In Zukunft bei Euerm Arzt immer fragen ,.
    ERstmal toi,toi
    Barbara