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Berufsunfähig durch Diabetes?

  • Daniel

    Rang: Gast
    am 30.09.2007 14:49:27
    Hallo zusammen!
    Bin ich doch glatt durch Zufall auf eure Seite hier gestoßen und muss sagen prima Sache!!
    Lob an alle die dafür verantwortlich sind!
    Jetzt zu meiner Frage:
    Ich bin 26 und habe dummerweise seid 11 Monaten Diabetes Typ 1 wie ich da dran gekommen bin konnte mir auch keiner sagen naja...muss ich mich wohl mit abfinden!
    Aber jetzt komMTS... war ich doch letztens wieder bei meinem Arzt und der sagte mir freundlicher weise das ich schonmal darüber nachdenken sollte meinen Beruf aufzugeben. Als hinweis ich bin Schornsteinfeger.Er meinte das das auf Dauer viel zu gefährlich sei.
    Was meint ihr dazu?
    Ich habe diesen Beruf erst vor 3 Jahren durch ne Umschulung erlernt und für mich is es der Traumberuf schlechthin... was nun???
    Is das denn alles wirklich so schlimm wie es mir geschildert wird? Ich muss sagen ich habe während der Arbeit überhaupt keine Probleme mit Unterzuckerungen oder ähnlichem....
    Ich freu mich schon auf eure Tips
    Danke
    Daniel
  • diesel

    Rang: Gast
    am 30.09.2007 19:31:03
    Hallo Daniel,

    ich glaube, dein Arzt hat recht. Auch wenn du, genau wie ich selbst, noch nie eine schwere Hypo hattest, es kann leider passieren. Und was machst du wenn es auf dem Dach in luftiger Höhe passiert? Ich mußte meinen Beruf als Busfahrer auch aufgeben, wegen der Hypogefahr.

    MfG

    Gerd von diesel
  • Gina

    Rang: Gast
    am 01.10.2007 15:07:07
    JA, das musst du natürlich selbst entscheiden, aber ich finde das auch zu gefährlich für dich. Man kann Hypos nicht immer vermeiden und ich möchte nicht, dass du von Dach fällst. Fällt dir vielleicht noch ein anderer Beruf ein, der dir Spass macht und den du ausüben kannst??Ich kann mir schon vorstellen, dass das ganz schlimm ist, wenn man seinen Traumberuf aufgeben muss. Ich möchte unbedingt Krankenschwester werden und ich auch wäre tottraurig, wenn das nicht ginge.....Aber seine Gesundheit zu gefährden ist nicht gut...........Bist du schon zu einem Entschluss gekommen???

    Viele liebe Grüße,

    Gina
  • Peter

    Rang: Gast
    am 02.10.2007 08:46:14
    Hallo Daniel,
    lass dich da nicht verrückt machen. Wenn du deinen Zucker gut im Griff hast, und es einigermaßen merkst, dass du in den Unterzucker gerätst, dann spricht doch nichts gegen eine weitere ausübung des Berufes. Vorrausetzung ist jedochwie gesagt, eine vernünftie Einstellung und ein gute Umgang mit dem Diabetes, dann passt das schon von Peter
  • BARBRA

    Rang: Gast
    am 02.10.2007 11:59:59
    Ich kann mich Peter nur anschließen!
    Ich übe selbst einen Beruf aus ,wo ein Unterzucker Gefahr für andere bedeuten könnte.Da ich aber gut eingestellt bin und meine Werte gut im Griff habe-kann ich ihn gsd weiter ausüben.Setzt natürlich oben genannte Punkte ein ,sowie konsequentes Messsen und Tagebuch führen.

    lg
    BARBRA
  • Pia

    Rang: Gast
    am 02.10.2007 12:13:41
    Weiß das nicht die Berufsgenossenschaft. Es gibt sicher Einschränkungen für bestimmte Berufsgruppen. Ich würde da mal nachfragen. EINFACH so würde ich auf einen Beruf nicht verzichten. Später stellt sich vielleicht raus, dass es gar nicht notwendig war, dann beißt du dir in den ... von Pia
  • Gina

    Rang: Gast
    am 02.10.2007 14:14:39
    Ja, das stimmt. Da kann ich Pia nur zustimmen! Informiere dich doch mal!

    Alles Gute!

    Gina
  • Daniel

    Rang: Gast
    am 02.10.2007 19:36:33
    Hey....Leute prima das Ihr so zahlreich geantwortet habt!
    Hm... wenn ich ehrlich bin, schwierige Sache!!!
    Aber ich glaub ich muss mich wie oben vorgeschlagen mal schlau machen...

    Iwie muss das doch zu machen sein, dass ich nich gleich alles aufgeben und zurückstellen muss!
    Ich dank euch für eure Hilfe!

    Munter Bleiben!!!

    Daniel
  • DS

    Rang: Gast
    am 03.10.2007 17:38:18
    ich komme vielleicht für eine Hilfe zu spät, aber ein Diabetiker kann fast jeden Beruf ausüben, vorausgesetzt man kann seine Daten nachweisen. Unterschieden wird erstma ob man oral eingestellt ist oder Insulin spritzt. Wenn jeman wegen der Sicherheit was zu sagen hat, so musss sich jeder ob Diabetiker oder nicht sichern. Mit der Berufsgenossenschaft würde ich nur im äußersten Fall sprechen, denn solche Behörden binden schnell den Sack zu. Ob man als Schornssteinfeger arbeiten kann sind immer Einzelentscheidungen und nicht zu verallgemeinern.
    Weiterhin viel Gesundheit und im Beruf viel Glück
  • Pia

    Rang: Gast
    am 04.10.2007 11:33:36
    ...vorausgesetzt, er kann seine Daten nachweisen? Also, hier bin ich ehrlich gesagt am Zweifeln. WEM muss er die nachweisen? Ich denke, es wird Berufsgruppen geben, in denen Diabetiker einfach aus Sicherheitsaspekten ausgeschlossen sind. Punkt. Alles andere wäre doh Grauzone, oder nicht? Und die Berufsgenossenschaft oder Handelskammer wird auf eine allgemeine Frage antworten können und nicht deshalb gleich ihre Statuten und Gesetze ändern...und das geht sicher sogar unkompliziert per Mail. von Pia
  • DS

    Rang: Gast
    am 04.10.2007 12:31:46
    Im Prinzip dokumentiert doch jeder seine Daten, um auch mit seinem Dr. über dies und das zu reden. Hier muss für die entscheidenen Behörden dokumentiert werden, für den Rechts-und Arbeitsmediziner der entscheidet ob der Beruf ausgeübt werden kann.
    Es gibt nur ganz wenige Berufe wo Typ 1er nicht zugelassen sind. Piloten und Käpitäne zur See gehören dazu. Hier gibt es kein Spielraum, da die Luftfahrtunternehmen das in ihren Statuten so stehen haben. In der Seefahrt ist das auch so. Kapitän im Binnenverkehr könnte man werden wenn man alle Verwaltungsstationen abgearbeitet hat. Es sind immer EINZELfallentscheidungen.
    Sollte bisher nicht protokolliert, würde ich aus Sicherheitsgründen sofort ich meine sofort damit angefangen werden. Ist auch im Falle eines Unfalls, nicht durch Hypo, wichtig, damit keine falschen Schlüsse gezogen werden
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 05.10.2007 21:38:03
    hallo anonym,
    stimme dir weitgehend zu, nur bei den piloten sind es wirklich die behörden die den schein verhindern, völlig egal ob piper oder boing, erstaunlicherweise
    ist es nur in deutschland so.
    in gb dürfen diabetiker polizisten werden und waffe tragen.
    in usa und canada, können dmler den privat pilotenschein so machen, und es gibt in beiden ländern "verkehrspiloten" mit dm t1,
    auch hier wie immer in deutschland fängt man an sich langsam gedanken zu machen.
    wir wollen hoffen, gute!
    mfg klaus von klausdn
  • Erwin Weindl

    Rang: Gast
    am 07.10.2007 22:52:18
    Hallo alle zusammen!

    Was macht ihr einetlich wenn ihr euch ins Auto setzt? Da geht es bei der Verantwortung noch zusätzlich um andere. Seinen Diabetes sollte man schon im Griff haben, ich habe ein Cola immer im Auto und wenn ich nicht 100 Prozent sicher bin dann messe ich auch vor Fahrtantritt. Das kann auch ein Rauchfangkehrer. Bitte mehr Selbstvertrauen mit dementsprechendem Verantwortungsbewußtsein oder glaubt jemand dass es etwas gibt was ein Diabeter nicht schaffen kann weil er sich mehr bewußt macht als andere.

    LG Erwin
    von Erwin Weindl
  • ds

    Rang: Gast
    am 07.10.2007 22:53:58
    Hallo Klaus,
    es geht hier nicht um UK und USA, sondern um jemanden aus Deutschland, der um seine Existenz bangt. Wenn er bis jetzt noch nichts protokolliert hat, war der HInweis darauf, dass er ab sofort damit anfangen sollte, wie überhaupt sich um seine Einstellung zu kümmern, denn sondt verliert er mit schlechter Einstellung seine Anstellung.
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 08.10.2007 18:19:23
    hallo anonym,
    genau deshalb habe ich dir doch zugestimmt,
    mein einwand galt nur der bemerkung "die luftfahrtunternehmen" die sind es nicht sondern der gesetzgeber. daher auch mein beispiel daß es in anderen ländern geht.
    mfg klaus von klausdn
  • Martin

    Rang: Gast
    am 25.10.2007 18:59:09
    Selbst Berufe die zu den "Gefahrengruppen" zählen kann man unter Umständen ausüben. Ich selber fahre zeitweise Bus, fast täglich LKW und bin Type1. Bei der Verlängerung der Fahrerlaubnis für KOM, die alle fünf Jahre stattfindet wurden meine Aufzeichnungen herangezogen. Da die Werte über einen Zeitraum von drei Monate Nachgewiesen werden müssen und ich dieses auch konnte, wurde die Erlaubnis erteilt. Hat der Sachbearbeiter einen schlechten Tag, bzw. eine ablehnende Haltung zu DM, so wird er die Erlaubnis ggf. nicht erteilen. "Mein" Sachbearbeiter hatte selber DM und ich hatte keine Probleme. von Martin